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Wissenswertes über Sukkulenten

Arten:Die Vielfalt der Varietäten ist riesig groß, denn in allen Erdteilen haben sich die Überlebenskünstler über Jahrhunderte entwickelt. Alle ist gemeinsam, dass sie an hellen Standorten wachsen und Staunässe nicht tolerieren.
Verwendung:Zimmerpflanzen, Büropflanzen, Innenraumbegrünung, Schalenpflanzen, Wintergarten
Blüte:je nach Art verschieden in Größe, Farbe und Blütezeit
Besonderheiten:Der Begriff Sukkulente stammt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie 'Saft' oder 'saftreich'. Alle Kakteen sind Sukkulenten, aber nicht alle sukkulente Pflanzen sind Kakteen.

 

Mit ihren fleischigen Blättern und Trieben und ihrer Vielzahl an Arten faszinieren Sukkulenten. Die kakteenähnlichen Gewächse besitzen die Fähigkeit, im Blatt und im Stängel Wasser zu speichern, und sind somit äußerst pflegeleicht. Neben den als Zimmerpflanzen bekannten Arten gibt es eine Gruppe winterharter Sukkulenten, die für sonnige Lagen auf Balkon und Garten geeignet sind. Alle Gattungen tolerieren es, wenn Sie wenig Zeit haben, etwas seltener gießen und keinen grünen Daumen besitzen. Kakteen sind auch gut geeignete Pflanzen für Kinder. Sie zu vermehren ist ein spannende Geschichte, nicht nur für den Pflanzenliebhaber. In ihrer Gestalt sind die Gewächse ganz unterschiedlich und vielfältig in der Farbe. Die genügsamen Wesen lassen sich schnell als trendige Deko im Haus oder Garten aufstellen. Weil auch Kakteen über große Wasserspeicher verfügen, gehören sie auch zu den Sukkulenten. Somit sind Kakteen immer Sukkulenten, aber nicht alle Sukkulenten gehören zu den Kakteen.

Sukkulenten pflegen

Die Pflege der Sukkulenten ist einfach und mit wenig Aufwand verbunden. Um zu überleben, haben sich die Pflanzen an die besonderen Klima- oder Bodenverhältnisse angepasst und ein spezielles Pflanzenorgan ausgebildet. Dank dieser Umwandlung ist es für sie möglich lange Zeit ohne Wasser zu überleben. Zur richtigen Sukkulenten Pflege gehört bedarfsorientiertes Gießen und Düngen. Vermeiden Sie Staunässe bei Sukkulenten,Trockenheit wird toleriert. Weiter hilft ein Umtopfen in neue Erde der Entwicklung. Wie häufig ein größerer Topf notwendig wird, hängt ebenso wie die genaue Pflege von der jeweiligen Pflanze ab. Grundsätzlich sind kleine Töpfe bei dieser Pflanzenart kein Problem. Mit dem richtigen Substrat sind die Besonderheiten pflegeleicht. Staunässe ist der größte Feind bei der Pflege der Sukkulenten. Neben Kakteen ist die bekannteste Sukkulente Aloe vera, die auch als Königin der Heilpflanzen bezeichnet wird, eine beliebte Zimmerpflanze, die mit wenig Substrat gedeiht. Sukkulenten sind keine eigenständige Gattung, Art oder eigene Pflanzenfamilie, sondern ein Pflanzentyp, der fleischig verdickte Pflanzenteile besitzt.

Sukkulenten Standort

Der ideale Sukkulenten-Standort ist ganzjährig hell, sonnig und warm. Ein Fensterplatz darf es bei allen wasserspeichernden Pflanzen sein. Ab Ende Mai bis August können Sie die Topfpflanzen auch an einen sonnigen Standort ins Freie stellen. Wichtig ist hierbei das schrittweise Angewöhnen an die Freilandbedingungen. Wie bei anderen Pflanzen würde es sonst zu unschönen Verbrennungen kommen. Der Aufenthalt im Freien an sonnigen Plätzen fördert bei einigen Arten die Blütenbildung. Wichtig ist, dass die Töpfe vor Regen geschützt stehen, denn zu viel Wasser schadet den Pflanzen. Ab September müssen Sukkulente wieder im Haus stehen. Achten Sie auf einen hellen Standort auch im Winter.

große Monstera hinter dem Sofa stehend

Sukkulenten gießen

Während der Hauptwachstumsphase im Sommer sollten Sukkulenten regelmäßig gegossen werden. Das bedeutet, dass je nach Art, Größe und Standort ein Gießen einmal pro Woche als Richtwert gilt. Achten Sie darauf, dass die oberste Erdschicht trocken ist, bevor eine erneute Wassergabe stattfindet. Geben Sie das Wasser möglichst direkt auf die Oberfläche der Erde und vermeiden Sie, dass das Spross oder Blatt nass wird. Überschüssiges Wasser sollten Sie nach 10 Minuten abgießen. Viele der beliebten Sukkulenten haben die Fähigkeit, innerhalb kurzer Zeit viel Feuchtigkeit aufzunehmen und zu speichern. Diese Eigenschaft resultiert aus ihrer Herkunft. In den trockenen Gebieten ist es lebensnotwendig, Wasser zu speichern und mit geringen Mengen zu überleben. Einige Arten benötigen eine Ruhephase. Hierbei stehen die Pflanzen für 3 bis 4 Monate bei 2 bis 10 °C, komplett ohne gegossen zu werden. Diese der Herkunft nachempfunden Bedingungen führen zur Bildung von Blüten. Vermeiden Sie stehendes Wasser bei Sukkulenten. 

Unser Gärtnertipp: Achten Sie darauf, dass permanent feuchte Erde zu Fäulnis bei Sukkulenten führt. Daher ist es wichtig, dass Sie mit ausreichender Menge in größeren Abständen gießen. Ein häufiges Gießen mit wenig Wasser schadet der Kaktee und vielen anderen Dickblattgewächsen. Ideal ist es, wenn Sie mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser gießen.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte
Zimmerpflanze gießen

Sukkulenten düngen

Verwenden Sie zum Düngen von Sukkulenten ausschließlich Spezialdünger. Dieser ist auf die Bedürfnisse der Raritäten abgestimmt und fördert die Vitalität. Dünger mit hohem Stickstoffgehalt ist für Sukkulenten völlig ungeeignet. Geben Sie den Flüssigdünger ins Gießwasser und achten Sie besonders darauf, dass nicht während der prallen Mittagshitze gegossen wird, so vermeiden Sie Verbrennungen.

Düngetipps

  • Düngen Sie von Mai bis September im Abstand von 3 bis 4 Wochen.
  • In der Ruhephase wird nicht gedüngt.
  • Zu stark dosierte Düngergaben schaden der Pflanze.
  • Bei manchen Sukkulenten Arten ist zu viel mineralischer Dünger verantwortlich für das Ausbleiben von Blüten.

Sukkulenten umtopfen

Bei langsam wachsenden Sukkulenten reicht es aus, wenn Sie der Pflanze alle 4 bis 5 Jahre in ein größeres Pflanzgefäß umtopfen und frisches Substrat zur Verfügung stellen. Pflanzen, die rasch wachsen, können Sie alle 1 bis 2 Jahre in einen größeren Topf pflanzen. Sobald der Wurzelballen den kompletten Topf ausfüllt und die alte Erde nicht mehr sichtbar ist, ist es an der Zeit, die Pflanze in ein größeres Gefäß zu setzen. Nur bei ausreichender Erde im Gefäß ist eine Pflege einfach und die Wurzeln entwickeln sich bestens. Bei vielen Varietäten werden im Laufe der Zeit die untersten Blätter braun und trocknen ein. Dies ist ein natürlicher Vorgang und kein Grund zur Besorgnis. Werden einzelne Blätter im oberen Bereich gelb und matschig, kann zu viel Wasser die Ursache sein.

Wissenswertes zum Umtopfen:

  • Verwenden Sie zum Pflanzen von Sukkulenten ausschließlich Substrat, das gut wasserdurchlässig ist. 
  • Optimal ist eine Spezialerde für Kakteen und sukkulente Pflanzen. Die durchlässige Erde hat einen hohen Anteil an Sand, Kies oder Lavagranulat.
  • Blumenerde oder Kompost ist völlig ungeeignet, da das Wasser zu langsam abfließt und die Wurzeln leicht faulen.
  • Im Winter bei geringerem Lichtangebot sollten Sie die Pflanzen nicht umtopfen. 
  • Kleine Sukkulenten werden bei der Vermehrung ebenfalls in durchlässiges Substrat gepflanzt. Ideal ist ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5. Hat das Gießwasser einen höheren Härtegrad, steigt der pH-Wert der Erde. Härteres Wasser ist nur bedingt geeignet. Daher ist ein Umtopfen in Spezialerde für die Pflanzen hilfreich.

Unser Gärtnertipp: Die Papageienblume muss umgetopft werden, sobald die Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen, die Blühwilligkeit nachlässt oder die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist.

Sukkulenten vermehren

Sukkulenten vermehren ist bei vielen Gattungen einfach möglich. Neben der gängigen Art der Vermehrung durch Stecklinge lassen sich manche Exemplare durch Ableger (Nebensprosse) vermehren. Diese Methode wird vor allem bei nicht verzweigenden Sukkulenten notwendig, da hier keine Stecklinge gewonnen werden können. In dieser Gruppe wachsen regelmäßig neue Sprosse an der Basis. Die sogenannten Kindel lassen sich leicht von der Mutterpflanze abtrennen. Blattstecklinge oder Ableger/Kindel werden in Substrat gesteckt, das gleichmäßig feucht ist. Achten Sie darauf, dass der Standort hell ist und die Temperatur gleichbleibend bei 20 °C liegt. Wichtig ist hierbei auch die Verwendung von gut durchlässigem Substrat und die Vermeidung von stauender Nässe. Schnell bilden die Pflanzenteile eigene Wurzeln und, je nach Form, Seitentriebe oder neue Blätter und Triebe. Die Pflege der jungen Sukkulenten findet analog der Mutterpflanze statt. Neue Pflanzen benötigen zunächst kleine Pflanzgefäße. Erst sobald der Topf völlig durchwurzelt ist, findet ein Umtopfen statt. Andere Sukkulenten lassen sich, wie der Kaktus auch, durch Samen vermehren. Wichtig bei der Aussaat: Kakteen sind Lichtkeimer. Dies bedeutet, dass der Samen nicht mit Substrat bedeckt werden darf. Bei hoher Luftfeuchtigkeit keimen Kakteensamen innerhalb von 2 bis 3 Wochen, manche Arten erst nach 2 Monaten.

Sukkulenten-Arten

Zur großen Gruppe der sukkulenten Pflanzen gehören nachfolgende Arten mit unterschiedlichen Wuchsformen, Blattfarben und Blüte.

Sukkulenten Schädlinge & Krankheiten

Grundsätzlich ist die Gruppe der sukkulenten Pflanzen sehr robust und Krankheiten und Schädlinge treten nur bei falschen Standortbedingungen und schlechter Pflege auf.

Schmier- oder Wollläuse

Befallene Pflanzen sind von einer wolligen, weißen Substanz und oft einem klebrigen Sekret bedeckt. Darunter befinden sich die saugenden Insekten. Bei Anfangsbefall möglichst mit einem Wattestäbchen oder einer Pinzette alles entfernen. Weiter gibt es die Möglichkeit die Sukkulenten von Schmier- oder Wollläusen mit Hilfe von Nützlingen zu stoppen.

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Pflanzen-Kölle Doktor

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Anspruchslose Sukkulenten in verschiedenen Arten

Sukkulenten FAQ

Blattfall bei Sukkulenten ist meist die Folge von Staunässe. Teilweise lassen Sukkulenten auch Blätter fallen, wenn sie zu dunkel stehen oder Zugluft ausgesetzt sind.

Meist sind gelbe Blätter an Sukkulenten ein Zeichen für ein Zuviel an Wasser. Manchmal sind gelbe Blätter auch eine Folge von kalkhaltigem Wasser. Sukkulenten bevorzugen weiches Gießwasser.

Viele Sukkulenten können durch Ableger vermehrt werden. Leicht lassen sich Pflanzenteile mit einem scharfen Messer abtrennen und einfach in Anzuchterde bewurzeln.

Manche Arten der Gruppe der Sukkulenten benötigen von November bis Februar einen hellen und sonnigen Standort mit Temperaturen um 15 °C. Bei zu warmem Stand kann es dazu kommen, dass die Sukkulenten nicht blühen.

Sukkulente Pflanzen bilden je nach Art und Alter unterschiedlich oft eine Blüte. Wie oft die Sukkulente blüht, hängt wesentlich von der Pflege und den Standortbedingungen ab. Die Gestalt der Blüte ist sehr unterschiedlich. Manche Sukkulenten haben unscheinbare, kleine weiße Blüten. Andere wiederum erfreuen mit auffälligen Blütenfarben.

Zu viel Wasser oder zu tiefe Temperaturen können dazu führen, dass die Sukkulenten matschig werden und faulen. Verändern Sie rasch die Bedingungen und mit etwas Glück ist die Besonderheit noch zu retten. Wenn Sukkulenten faulen, können Sie den unversehrten oberen Teil mit einem scharfen Messer abschneiden und das Teilstück in Anzuchterde stecken. Halten Sie das Substrat, bis sich Wurzeln gebildet haben, eher trocken.

Hängende Sukkulenten sind dekorativ und praktisch. Ohne große Mühe sind Sukkulenten als Hängepflanzen am idealen Standort für viele Jahre eine Augenweide. Bekannte hängende Sukkulenten sind: Erbsenpflanze, Korallenkaktus, Schlangenfetthenne, Felsendickblatt oder Leuchterblumen.

Je nach Herkunft und Art tolerieren Sukkulenten tiefe Temperaturen. Es gibt winterharte Sukkulenten, die Mehrzahl der Gruppe jedoch bevorzugt eine Überwinterung bei mindestens 5 bis 10 °C.

In die Gruppe der Sukkulenten gehören eine Vielzahl an Pflanzenarten. Daher können Sukkulenten nicht generell als ungiftige oder giftige Pflanzen bezeichnet werden. So sind der Geldbaum oder das Flammende Käthchen als Mitglieder der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) als giftige Zimmerpflanzen bekannt. Das in Aloe Vera enthaltene Aloin kann bei Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen führen.