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Kartoffelkäfer und Larven

Kartoffelkäfer

Was sind Kartoffelkäfer?

Der markant gestreifte Käfer ist ein Ende des 19. Jahrhunderts aus Amerikaeingeschleppter Schädling, der zu massiven Problemen führen kann. Kartoffelkäfer sind 10 bis 12 mm lang und haben auf gelben Flügeldecken je fünf schwarze Streifen und auf dem gelbgrundigen Halsschild 11 bis 13 schwarze Flecken von unterschiedlicher Form und Größe. Die Körperunterseite ist rötlich bis orangegelb. Kartoffelkäferlarven sind ausgewachsen bis 15 mm lang, sie besitzen einen weichen Körper. Ihr Hinterleib ist dick und hochgewölbt, dunkel- bis hellrot und auf den Seiten findet man eine Doppelreihe schwarzer Flecken. Die Kopfkapsel und Beine sind schwarz. Der Kartoffelkäfer ist vor allem an Kartoffeln zu finden, jedoch auch andere Nachtschattengewächse wie beispielsweise Paprika, Tomaten, Auberginen oder Tabak können befallen werden. Innerhalb kurzer Zeit können die Larven und Käfer großen Schaden anrichten. Sowohl die reifen Larven als auch der Kartoffelkäfer selbst fressen an den Kartoffelblättern.

Wissensfakt: Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) wird auch als Erdäpfelkäfer oder Colorado Käfer bezeichnet. Mit seinem recht auffallenden Aussehen ist er leicht zu erkennen und zu bestimmen. Der zur Gruppe der Blattkäfer gehörende Kartoffelkäfer ist einer der gefährlichsten Schädlinge im Hausgarten und Erwerbsanbau.

Schadbild Kartoffelkäfer

Der Kartoffelkäfer verursacht einen Rand- und Lochfraß an den Blättern von Kartoffeln und anderen Gemüsearten. Meist bleiben die dicken Blattadern stehen, bei starkem Befall kann es dazu kommen, dass außer den Stängeln und den dickeren Seitentrieben nichts mehr von der Pflanze übrig bleibt. Bei massivem Befall bilden sich keine Knollen und die Pflanzen sterben ab. Ein extremer Befall von Kartoffelkäfern kann zum Ernteausfall bei Kartoffeln führen. 

Vorbeugung gegen Kartoffelkäfer

Die Bekämpfung des Kartoffelkäfers ist im Hausgarten nicht einfach. Daher ist es wichtig, dass Sie ab Beginn der Löwenzahnblüte (Zeitpunkt, an dem der Kartoffelkäfer aktiv wird) Ihre Kartoffelpflanzen regelmäßig auf Käfer und Eier untersuchen. Folgende Maßnahmen sollten Sie als Vorbeugung gegen Kartoffelkäfer ergreifen: 

  1. Standort: Wechseln Sie jährlich den Standort für Kartoffeln. Der Käfer überwintert in der Erde und bei einer Pflanzung an anderer Stelle wird der Befall dadurch minimiert. 
  2. Boden tiefgründig lockern: Durch Fräsen kann der im Boden befindliche Kartoffelkäfer vernichtet werden. Wägen Sie jedoch ab, ob das Lockern notwendig ist oder ob die Bodenstruktur zu stark gestört wird. 
  3. Sortenwahl: Bei frühen Kartoffeln ist die Gefahr eines Befalls durch Kartoffelkäfer geringer. Die Ernte der Kartoffeln erfolgt bevor die gefräßigen Larven schlüpfen. 
  4. Mischkultur: Pflanzen Sie Kartoffeln in Kombination mit Tagetes, Spinat, Mais, Kohlrabi oder Kohl. Vermeiden Sie, dass Kartoffelpflanzen neben Tomaten- oder Auberginenpflanzen stehen. 
  5. Natürliche Feinde fördern: Neben Vögeln helfen Laubkäfer, Grasfrösche, Zauneidechsen und Kröten bei der Dezimierung von Kartoffelkäfern. Schaffen Sie optimale Bedingungen für die natürlichen Feinde des Kartoffelkäfers. 
  6. Pflanzen stärken: Stärken Sie Ihre Kartoffelpflanzen mit Kölle Bio Pflanzenkur. Das biologische Sprühmittel mit Knoblauch fördert die Vitalität und vermindert den Befall durch Schädlinge und Krankheiten.

Wissensfakt: Das Bedecken der Beete mit Kulturnetz hilft nur bedingt. Meistens überwintern die Käfer im Boden und der Befall kommt nicht durch Zuflug. Für den Haus- und Kleingarten gibt es keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel gegen Kartoffelkäfer, daher sind vorbeugende Maßnahmen sehr wichtig.

Bekämpfung von Kartoffelkäfern

Kommt es trotz Vorsichtsmaßnahmen zum Befall durch Kartoffelkäfer, heißt es rasch zu handeln. Eine Bekämpfung von Kartoffelkäfern ist im Hausgarten nicht möglich. Bei erstem Befall sollten Sie die Käfer absammeln, um größeren Schaden abzuwenden. Ab Anfang Mai fliegen die ersten Kartoffelkäfer. Sie legen an der Blattunterseite Eier ab. Die Eier sind länglich und meist in Gruppen von 20 bis 80 Stück zu finden. Nach 4 bis 12 Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven, die sich nach mehrfachem Häuten zu Puppen verwandeln und schließlich in der Erde zu jungen Käfern entwickeln. Diese 2. Generation an Käfern ist ab Juli zu finden.

  1. Kontrolle der Kartoffelpflanzen auf Käfer und Eier ab Mai (1. Generation)
  2. Kontrolle der Kartoffelpflanzen auf Käfer und Eier ab Juli (2. Generation)

Wissensfakt: Auch wenn Ihre Kartoffelpflanze durch Kartoffelkäfer befallen war, ist es möglich, dass Sie die Knollen ernten und verwerten.

Kartoffelkäferbefall Reduzierung durch Gesteinsmehl

Gesteinsmehl ist ein sehr fein gemahlenes Gestein. Es enthält Kieselsäure und Nährstoffe und dient damit zur Düngung und Bodenverbesserung. Wenn befallene Kartoffelpflanzen mit Gesteinsmehl bestäubt werden, entsteht eine Schicht auf den Blättern, die selbst die gefräßigen Kartoffelkäfer nicht gerne fressen. Finden diese keine Nahrung, sterben sie schließlich ab. Zudem entzieht das Gesteinsmehl den Käfern die Köperflüssigkeit, auch dadurch kann eine Befallsminderung erzielt werden. 

  • Der beste Zeitpunkt zur Anwendung von Gesteinsmehl ist morgens, wenn der Tau noch auf den Blättern ist. 
  • Durch die Feuchtigkeit verbleibt das Gesteinsmehl länger auf der Pflanze. Morgens stehen die Blätter auch noch senkrechter als am Tag, so dass Gesteinsmehl auch die Blattunterseite erreicht, wo sich die Eier der Kartoffelkäfer befinden.

Profitipp: Der regelmäßige Einsatz von Kölle Bio Pflanzenkur als Pflanzenstärkungsmittel sorgt für vitale Pflanzen und somit für einen natürlichen Schutz gegen Schädlingsbefall.

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