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Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer

Was ist ein Gartenlaubkäfer?

Der Gartenlaubkäfer stammt aus der Familie der Blatthornkäfer und wird häufig auch als „Junikäfer“ oder Kleiner Rosenkäfer bezeichnet. Er ist sowohl in Europa als auch im asiatischen Raum verbreitet. Charakteristisch für den Gartenlaubkäfer sind die hellbraunen Flügeldecken, die sich optisch von dem metallisch grün glänzenden, behaarten Körper abheben.

Wissenswertes: Sie können die Engerlinge der Gartenlaubkäfer von anderen Käferlarven unterscheiden, indem Sie auf die Körperlänge achten. Larven der Gartenlaubkäfer messen maximal 1,5 Zentimeter, während Engerlinge von Maikäfern größeren sind.

Wie schaden Gartenlaubkäfer den Pflanzen?

Der Gartenlaubkäfer selbst ist kein Schädling, allerdings sorgen seine Larven mitunter für verbräunte und in ihrem Wachstum verzögerte Gräser. Das liegt daran, dass die Larven direkten Zugriff auf die Rasenwurzeln haben: Im Juni graben sich die Weibchen der Gartenlaubkäfer an einem feuchten Standort in der Erde ein. 

Dieser liegt meist direkt unter den Graswurzeln des Rasens. Das Käferweibchen legt hier seine Eier ab, aus denen bald die Larven, die so genannten Engerlinge, schlüpfen. Diese messen 1,5 bis 5 Zentimeter und fressen an den Wurzeln der Gräser und anderen Nutzpflanzen. Rasengräser verbräunen und die Grasnarbe löst sich ab. Die Larven bleiben dabei auch von Vögeln nicht immer unbeachtet: Nach den Engerlingen pickende Vögel schaden den Gräsern dann zusätzlich. 

In Folge des Wurzelfraßes durch Engerlinge bleiben beispielsweise Bohnen fleckenweise in ihrem Wachstum zurück. Teilweise sterben Bohnen, Gurken oder Kohlpflanzen komplett ab. Die Käfer fressen an den Blättern von Laubbäumen, an Blüten (vor allem Rosen) und teilweise auch an Beeren (Erdbeeren).

Wissensfakt: Die Entwicklung bis zum Käfer dauert 1 bis 3 Jahre. Der Käfer lebt dann nur 2 Wochen, um sich zu vermehren und die Eier abzulegen.

Wie lassen sich die Larven der Gartenlaubkäfer bekämpfen?

  • Die Larven der Gartenlaubkäfer können nicht direkt bekämpft werden. 
  • Bei geringem Befall bleibt daher nur, abzuwarten, bis die Engerlinge verpuppen und schließlich selbst zu unschädlichen Käfern werden. 
  • Bei starkem Befall sollten Sie den Rasen neu anlegen. Arbeiten Sie dafür den Boden mit einer Motorfräse gründlich durch: Das tötet verbliebene Engerlinge ab. 

Bekämpfung der Engerlinge 

1. Bekämpfung der Larven von Gartenlaubkäfern: 

Sie können mit Nützlingen (HM-Nematoden) gegen die Engerlinge der Gartenlaubkäfer vorgehen. Es handelt sich dabei um Fadenwürmer, welche in die Larven eindringen und sie abtöten. Diese messen 0,1 Millimeter und sind für Menschen, Haustiere und Pflanzen völlig harmlos. Die Bekämpfung der Engerlinge ist von Juni bis September mit den Parasiten möglich.

Unser Tipp: Die Nützlinge sind per Bestell-Set (Nützlinge gegen Bodenschädlinge) im Onlineshop oder im Gartencenter erhältlich. Mit der Anwendung der Nützlinge werden im Boden auch andere Schädlinge dezimiert. Das Bodenleben bleibt intakt da die Nützlinge wirtsspezifisch wirken.

2. Bekämpfung der Larven anderer Käfer: 

Larven von Nashornkäfern dürfen nicht bekämpft werden. Die mittelgroßen Engerlinge von Mai- oder Junikäfer hingegen können gar nicht vernichtet werden. Sie sollten daher bei einem starken Befall über die Neuanlage des Rasens nachdenken 

Tipps und Tricks für die Vorbeugung gegen Gartenlaubkäfer 

Mit einigen Maßnahmen können Sie Ihren Rasen fit gegen die Engerlinge des Junikäfers machen: 

  • Pflegen Sie den Rasen sorgfältig und schneiden Sie das Gras nicht zu kurz. Bewässern Sie auftretende Lücken ausgiebig. 
  • Kümmern Sie sich um eine dichte Rasenfläche. Hier finden die Gartenlaubkäfer-Weibchen seltener einen Platz, an dem sie die Eier ablegen können. 
  • Mähen Sie den Rasen nach Juni regelmäßig und entfernen Sie das Gras mit einem Rechen um die vorhandene Engerlinge zu stören und ggf. vertreiben.

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