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Einstichstelle von Apfelwickler

Apfelwickler/Obstmade

Schadbild Apfelwickler

Typisches Schadbild beim Befall durch Apfelwickler sind die Einstiche auf Früchten von Kernobst. Die auch als Wurmstiche bezeichneten Löcher sind nicht nur optisch ein Problem, sondern im Inneren der Früchte finden sich Fraßgänge mit schwarzen Kotpartikeln. Die bis zu 20 mm große Raupe ist zunächst weiß, später rötlich mit braunem Kopf. Befallene Früchte fallen vorzeitig ab und sind nicht lagerfähig. Der Wurm im Apfel ist das Schadbild des Apfelwicklers bzw. wird als Obstmadenbefall bezeichnet. Der Falter des Apfelwicklers schädigt direkt nicht, nur die aus seinen Eiern entstehenden Maden.

Wissensfakt: Schon Ende Juni fallen die ersten kleinen Äpfel vom Baum. Meist wird vermutet, dass es sich um den sogenannten Junifall handelt. Schneidet man die Äpfel auf, ist eine Obstmade sichtbar. Der größere Schaden wird meist durch die 2. Generation der Obstmaden an den schon reifenden Äpfeln im Sommer verursacht.

Ursache Apfelwickler

  • Der Apfelwickler ist ein Schmetterling und gehört zu den Nachtfaltern.  
  • Im Erwachsenenstadium ist der Falter gräulich und hat hellgraue Streifen auf den Flügeln. Mit einer Flügelspannweite von 22 Millimetern und einer Körpergröße von zehn Millimetern legt der Apfelwickler flache und runde Eier in weißer Farbe ab. Daraus schlüpfen gelbliche bis weißliche Maden mit einem schwarzen Kopf. 
  • Die Made des Apfelwicklers frisst im Inneren der Früchte und hinterlässt braune Kotkrümel am äußeren Bohrloch. 
  • Durch den Befall mit der Obstmaden fallen die Früchte teilweise in unreifem Zustand ab. 
  • Der Apfelwickler überwintert als Made im Kokon am Baumstamm. 
  • Der Apfelwickler ist der häufigste Schädling an Apfelbäumen, der zu ungenießbaren Früchten führt.

Vorbeugung Apfelwickler

Zur Vorbeugung eines Befalls durch Maden des Apfelwicklers empfehlen sich die folgenden Maßnahmen: 

  • Fallobst entfernen: Das Fallobst sollten Sie regelmäßig aufsammeln und vernichten. 
  • Leimring nutzen: Ab Ende Juni bis Anfang September befestigen Sie den Kölle Bio Raupenleimring am Stamm. Dieser verhindert, dass die Schädlinge am Stamm hochkriechen können. 
  • Bäume kontrollieren: Im Winter empfiehlt sich die Kontrolle der Baumstämme hinsichtlich der Larven, die unter der Borke sitzen. Nehmen Sie diese Prüfung bis Mitte April vor und kratzen Sie aufgefundene Larven sorgsam ab.

Wissensfakt: Je nach Temperatur können 1 bis 2 Generationen Apfelwickler in einem Jahr auftreten. Die Falter fliegen ab Mai und legen ihre Eier auf den Blättern des Apfelbaums ab. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven bohren sich in Früchte ein. Nach 3 bis 5 Wochen ist die Raupenentwicklung abgeschlossen. Die Maden verlassen den Apfel und suchen sich zur Verpuppung ein Versteck am Boden oder unter die Borken. Aus diesen Puppen schlüpfen noch im Sommer Falter, die die zweite Generation des Apfelwicklers bilden. Auch sie legen Eier ab, und die daraus entstehenden Larven schädigen dann die schon reifen Früchte. Später verlassen sie die Früchte, um sich ein passendes Überwinterungsversteck zu suchen. Der Apfelwickler überwintert als Made, die sich ein Versteck am Stamm, manchmal aber auch am Boden sucht. Dies ist der ideale Zeitpunkt für die Bekämpfung des Apfelwicklers.

Bekämpfung Apfelwickler

Ab Mitte Mai bis Mitte August sollten Sie die Apfelmadenfallen in die Baumkrone hängen. Damit fangen Sie die Männchen des Apfelfalters ab. Die Fallen (Pheromonfallen) ziehen durch einen speziellen Duftstoff die Männchen an. Diese werden in die Falle gelockt und somit vermindert sich die Zahl der befruchteten Apfelwicklerweibchen. Es werden weniger Eier abgelegt und der Befall von Apfelwicklern wird stark dezimiert. Eine chemische Bekämpfung des Falters ist im Hausgarten nicht möglich.

Wissensfakt: Natürliche Fressfeinde wie etwa Schlupfwespen und Ohrwürmer minimieren ebenfalls das Auftreten der Apfelwickler. Zudem dienen Apfelwickler als Nahrungsquelle für Vögel. Im naturnahen Garten helfen die Nützlinge somit, die Schädlinge zu minimieren.

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