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Kohlfliege

Kohlfliege

Was ist die Kohlfliege?

Die Kohlfliege ähnelt optisch der Stubenfliege, ist aber deutlich kleiner und gehört zur Familie der Blumenfliegen. Unterschieden wird zwischen kleiner und großer Kohlfliege, wobei sich die Lebensweisen nicht unterscheiden. Lediglich die Vermehrung ist anders: Die große Kohlfliege tritt in einer einzelnen Generation pro Jahr in Erscheinung, die kleine Kohlfliege kann jedoch bis zu vier Generationen im Jahr entwickeln.

Schädigung durch Larven der Kohlfliege

Die neun Millimeter messenden Fliegen überwintern im Boden. Kohlfliegen legen ihre Eier an Wurzelhälsen von Jungpflanzen oder in deren Nähe ab. Die daraus schlüpfenden, weißen Larven richten einen erheblichen Schaden an. Kohlfliegenmaden werden bis 1 cm groß und sind sehr gefräßig.

WinterKohlfliegenpuppe überwintert im Boden bis zum späten Frühlings
April bis MaiSchlagartiges Schlüpfen der ersten Generation und Eiablage nächste Generation
Ende April bis Juni4 bis 10 Tage nach Eiablage schlüpfen die Maden. Madenfraß dauert circa 2 bis 3 Wochen, danach Verpuppung
JuliSchlüpfen der Kohlfliegen zweite Generation und Eiablage nächste Generation
Mitte Juli bis AugustSchlüpfen der Maden, 2 bis 3 Wochen Madenfraß, besonders schädlich an Blumenkohl, danach Verpuppung
Ende August bis SeptemberSchlüpfen der Kohlfliegen dritte Generation. Zudem: Eiablage
Mitte September bis OktoberSchlüpfen der Maden, Madenfraß an Rosenkohl und Kohlrüben, 2 bis 3 Wochen, danach Verpuppung

Wissensfakt: Kohlfliegen befallen vorwiegend alle Arten von Kohl. Bevorzugt sind Kohlfliegen an Rosenkohl und Blumenkohl zu finden. Aber auch andere Kreuzblütler wie Radieschen und Rettiche werden durch die Kohlfliege befallen. Daher ist es ratsam die unterschiedlichen Arten in weiterem Abstand zu pflanzen. Durch die sogenannte Mischkultur wir der Befallsdruck minimiert. Vor allem Tomaten und Sellerie vertreiben mit ihrem Duft die Kohlfliegen

Schadbild Kohlfliege

Weiße Maden von Kohlfliegen schlüpfen aus den abgelegten Eiern und fressen an den Wurzeln. In der Folge lassen sich die Gewächse einfach aus dem Boden ziehen und die Blätter verfärben sich graubraun und sterben ab. Die Pflanzen welken bereits ab Anfang Mai. Beim Herausziehen betroffener Pflanzen können abgefressene Wurzeln und ein beschädigter Wurzelhals entdeckt werden, weiterhin sind innerlich ausgehöhlte Pflanzenteile typisch. An Rettichen und Radieschen sind kleine braune Miniergänge charakteristisch für Kohlfliegenbefall.

Wissensfakt: Befallene Setzlinge von Kohlpflanzen bleiben im Wachstum zurück. Daher ist es ratsam, direkt bei der Neupflanzung die Gemüsepflanzen mit Schutznetzen zu bedecken. Haben die Kohlpflanzen sich am Standort etabliert, ist die Gefahr nicht mehr ganz so groß. Vor allem in den ersten Wochen nach dem Pflanzen des Kohls oder der Aussaat der Rettiche und Radieschen schädigt die Made der Kohlfliege am meisten.

Vorbeugung gegen Kohlfliegen

Beugen Sie dem Befall mit Kohlfliegen vor, indem Sie 

einen Schädlingsschutz anbringen: Das Schädlingsschutznetz sollte bereits ab dem Pflanzungszeitpunkt bis zu zehn Tage vor der Ernte über den Kulturen angebracht werden. So verhindern Sie eine Eiablage der Kohlfliegen. 

eine Mischkultur anlegen: Die Mischkultur mit Sellerie oder auch Tomaten vertreibt Kohlfliegen, die den Geruch der beiden Gemüsesorten nicht mögen. 

Pflanzen stärken: Achten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung und Düngung. Ergänzend helfen regelmäßige Stärkungen mit Kölle Bio Pflanzenkur und Kölle Bio Powerdünger, die Gemüsepflanzen vital zu erhalten. Wüchsige Pflanzen tolerieren einen geringen Befall durch Kohlfliegen besser als mickrige, geschwächte Gemüsepflanzen.

Bekämpfung Kohlfliege 

Wenn Sie befallene Pflanzen entdecken, sollten Sie diese sofort vernichten. Das gilt auch für die Erde, welche das betroffene Gewächs umgibt. Hierin könnten sich weitere Kohlfliegen-Larven oder Eier befinden, aus denen neue Schädlinge schlüpfen. Vermeiden Sie eine Kompostierung der befallenen Gemüsepflanzen.

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