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Keulenlilie pflegen, gießen und düngen - Tipps zu Cordyline

Keulenlilie
Inhaltsverzeichnis

Passende Produkte: Keulenlilie

Wissenswertes über Keulenlilie

Botanischer Name:Cordyline fruticosa, Cordyline australis, Cordyline indivisa
Weitere Namen:Keulenlilie
Verwendung:Zimmerpflanze, Innenraumbegrünung, Wintergarten
Herkunft:Australien, Neuseeland
Blüte:untergeordnete Rolle, variiert je nach Sorte
Besonderheiten:Besonders beliebt wegen der auffällig gefärbten Blätter. An den Wurzeln werden keulenförmige Knollen gebildet, was namensgebend ist. Die Blüten sind dekorativ, teilweise duftend, spielen aber eine untergeordnete Rolle.

 

Keulenlilien sind hauptsächlich als Zimmerpflanzen mit farbenfrohem Blatt beliebt. Als Innenraumbegrünung sind die Gewächse das ganze Jahr dekorativ und können je nach Vorlieben mit schönen Gefäßen zum Blickfang werden. In frostfreien Gebieten gibt es Cordyline in Rabatten im Boden oder in großen Gefäßen gepflanzt. Ab Mitte Mai kann die Art im Garten stehen, muss jedoch vor Frost geschützt sein und im Herbst wieder rechtzeitig ins Haus gestellt werden. Der Wuchs ist mit dem vom Drachenbaum vergleichbar, je nach Alter bildet sich ein dünner Stamm mit einem rosettenartigen Schopf.

Cordyline pflegen

Wesentlich für die Keulenlilie sind eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und die richtige Raumtemperatur. Kleinpflanzen können ein- bis zweimal pro Jahr  in der Dusche mit handwarmem Wasser abgebraust werden. Sind die Pflanzen dafür zu groß und unhandlich, hilft ein Abwischen der Blätter mit einem feuchten Tuch. Dadurch entfernen Sie den Staub und unterstützen eine gute Entwicklung der Pflanze. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit ist förderlich, ein Besprühen mit kalkarmem Wasser empfehlenswert. Entfernen Sie regelmäßig alte, braune Blätter am Stamm und nach dem Verblühen den Blütenstand. 

Keulenlilie Standort

Die Blattschmuckpflanze bevorzugt ganzjährig einen warmen und hellen Standort im Haus. Achten Sie darauf, dass der Platz möglichst keine Zugluft hat. Von Ende Mai bis September können Cordyline australis und Cordyline indivisia auch an einem halbschattigen Standort im Freien stehen. Jedoch ist es wichtig, dass diese Kalthaus-Keulenlilien schrittweise an die Freilandbedingungen gewöhnt werden, da es sonst zu unschönen Verbrennungen kommt. Direkte Sonneneinstrahlung im Haus und pralle Sonne im Garten sollten vermieden werden.

Unser Gärtnertipp: Achten Sie darauf, dass die Minimaltemperatur im Winter 18 Grad Celsius am Tag und 15 Grad Celsius in der Nacht betragen sollte. Bei niedrigeren Temperaturen sind braune Blätter und Wachstumsstörungen die Folge.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte

Keulenlilie gießen

Alle Arten benötigen regelmäßige Wassergaben, Achten Sie darauf, dass das Substrat zwischen den einzelnen Gießvorgängen abtrocknet und nie Flüssigkeit im Untersetzer oder Übertopf steht. Kleinere Pflanzen können Sie einmal wöchentlich tauchen. Hierbei stellen Sie die Zimmerpflanze in einen mit Wasser gefüllten Eimer und tauchen die Pflanze so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Der Vorteil der Tauchmethode ist, dass der Wurzelballen komplett durchnässt ist. Größere Pflanzen werden wöchentlich gegossen, nach 15 Minuten kontrolliert und Überschusswasser abgeschüttet.

Zimmerpflanze gießen

Cordyline düngen

Wichtig für Wachstum, Blattfarbe und Pflanzenvitalität sind regelmäßige Düngergaben. Ideal dafür geeignet ist ein spezieller Grünpflanzendünger, der wichtige Wuchs- und Vitalstoffe enthält und der Pflanze somit zu einem frischen Aussehen verhilft. Starten Sie im März mit der monatlichen Düngung. Achten Sie darauf, dass Sie bis Oktober kontinuierlich einmal im Monat düngen. Wichtig ist, dass der Wurzelballen davor und danach nie völlig ausgetrocknet ist. Leicht von der Handhabung ist eine Düngung mit Düngestäbchen. Mit dieser komfortablen Langzeitdüngung ist Ihre Grünpflanze für 3 Monate mit allen notwendigen Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt.

Keulenlilie umtopfen

Ein Verpflanzen empfiehlt sich erst 1 bis 2 Jahre nach dem Kauf. Neue Pflanzen müssen Sie nicht direkt umtopfen. Optimal geeignet ist Grünpflanzen- und Palmenerde mit lockerer Struktur. Die Erde ist strukturstabil und weist einen pH-Wert von 5,5 bis 6 auf. Topfen Sie Ihre Keulenlilie möglichst im Frühling in einen größeren Topf. Ideal ist ein Gefäß, das 5 bis 7 cm breiter und gut standfest ist. Mit einer Drainage am Topfboden beugen Sie Staunässe und Wurzelfäule vor.

Wurzeln einer ausgetopften Grünpflanze

Cordyline-Arten

In der Pflanzengattung gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Zierpflanzen. Cordyline australis und Cordyline indivisia tolerieren kühlere Temperaturen und können im Sommer im Freien stehen. Als Zierpflanze wird vor allem Cordyline fruticosa kultiviert. Bekannte Sorten sind wie folgt:

SorteEigenschaft
Cordyline fruticosa 'Kiwi'Laub grün mit gelben Streifen die mittig angeordnet sind
Cordyline fruticosa 'Mambo'außergewöhnliche Blattzeichnung in rot
Cordyline fruticosa 'Conga'Blätter grün mit weißem Rand
Cordyline fruticosa 'Glauca'Blätter lanzettlich, schmal und grün

Keulenlilie Schädlinge & Krankheiten

Grundsätzlich sind die dekorativen Blattschmuckpflanzen robust und werden sehr selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Bei zu viel Sonne sind braune Blätter die Folge. Ist der Platz zu dunkel, sind die neuen Triebe im Wuchs weich und anfälliger. Folgende Probleme können auftreten:

Spinnmilben

Die mit Spinnmilben befallenen Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte auf und auf der Blattunterseite sind Gespinste sichtbar. Meist reicht es aus, die Pflanzen abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln. Diese Bio Aktiv-Mittel enthalten natürliche Pflanzenextrakte, die zur Vitalisierung der Pflanze beitragen.

Schildläuse

In den Blattachseln befinden sich braune, leicht gewölbte Knubbel. Unter diesen Schutzschildern sind die Schildläuse sicher versteckt und lassen sich daher nur schwer bekämpfen. Sobald Sie den Befall entdecken, sollten Sie die Schildläuse abwischen oder die Pflanze zurückschneiden. Biologisch ist ein Einsatz mit ölhaltigen Mitteln möglich. Wichtig ist hierbei, dass die Anwendung mehrmals erfolgt.

Zimmerpflanzen Schädlinge mit Lupe entdeckt
Pflanzen-Kölle Doktor Logo und Pflanzendoktoren
Pflanzen-Kölle Doktor

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Keulenlilien FAQ

Häufig sind braune Stellen an den Spitzen ein Zeichen für zu viel Feuchtigkeit. Außerdem kann es aufgrund trockener Heizungsluft im Winter zu Blattschäden kommen. Durch ein regelmäßiges Einsprühen mit kalkarmem Wasser schaffen Sie Abhilfe gegen braune Spitzen.

Die einfachste Methode zur Vermehrung ist die Gewinnung von Stecklingen. Hierzu schneiden Sie den Blattschopf ab und geben diesen in einen Topf mit Anzuchterde. Am idealen Standort und bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit bildet der Steckling innerhalb weniger Wochen neue Wurzeln. Um Fäulnis vorzubeugen, achten Sie bitte darauf, dass das Substrat nie zu nass ist. Vor allem bei älteren Exemplaren bietet sich eine Vermehrung zur Verjüngung bzw. zur Gewinnung neuer Pflanzen an.