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Kartoffeln pflanzen, pflegen und ernten

Kartoffeln (Solanum tuberosum)
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Kartoffelpflanzen

Botanischer Name:Solanum tuberosum
Weitere Namen:Erdäpfel, Erdbirne, Grundbirne, Potaten
Verwendung:nur gekocht zu verzehren, Salat, Püree, Suppe, Gratin, Salzkartoffeln
Herkunft:Anden
Kulturzeit:April bis Oktober
Fruchtfarben:gelb, rot, schwarz
Ernte:Juni bis Oktober
Besonderheiten:Im botanischen Sinn ist die Kartoffel keine Frucht, sondern ein unterirdischer Spross (Knolle). Wichtig ist eine Fruchtfolge und die Gefahr von Kartoffel Krankheiten und Kartoffel Schädlingen zu minimieren. Auch auf dem Bakon können Sie Kartoffeln anbauen, hier empfiehlt es sich gelegentlich die Kartoffeln zu gießen.

 

Kartoffelpflanzen gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind sehr beliebt. Das Wurzelgemüse kann problemlos im Hausgarten oder auf Balkon und Terrasse angebaut werden. Kartoffelpflanzen werden nichtausgesät, sondern gelegt, wie der Fachbegriff lautet. Je nach klimatischer Region können Sie ab Mitte April beginnen Kartoffeln zu pflanzen. Aus einer Pflanzkartoffel entwickelt sich innerhalb von 90 bis 120 Tagen je nach Sorte und Bedingung eine Vielzahl an neuen Kartoffeln. Wichitig ist der richtige Kartoffel Standort und ohne Mühe können Sie reichlich Kartoffeln ernten. Auch für Kinder ist es ein Erlebnis Kartoffeln zu pflanzen.

Kartoffeln pflegen

Kartoffelpflanzen wachsen am optimalen Standort ohne große Pflege. Regelmäßiges Hacken und das sogenannte Anhäufeln sind die einzigen Arbeiten, die für den Erfolg notwendig sind. Ziehen Sie die lockere Erde mit der Hacke an die Pflanze und bedecken die Pflanzenbasis. Durch das Anhäufeln wird verhindert, dass die sich neu bildenden Knollen grün werden und die Knollenbildung wird gefördert. Weiter wird der Boden dadurch gelockert und Unkrautbewuchs verhindert. Starten Sie mit dem Anhäufeln der Kartoffelpflanzen sobald das erste Grün sichtbar ist und wiederholen Sie diese Arbeit alle 3 bis 4 Wochen. Achten Sie beim Anhäufeln darauf, dass das Kraut nicht beschädigt wird, jedoch die Knollen immer mit Erde bedeckt sind. Grüne Stellen an den Knollen sind ein Zeichen für zu viel LIcht und einen höheren Gealt an giftigem Solanin. Bei humosem Boden ist ein Gießen nicht notwendig. Jedoch bei langer Trockenheit fördern Sie durch Wässern die Knollenbildung und Größe der Kartoffeln.

Kartoffeln-Standort

Kartoffelpflanzen benötigen einen sonnigen und warmen Platz im Freien. Neben dem bekannten Kartoffelanbau auf dem Beet gibt es die Möglichkeit, das Gemüse in Hochbeeten, Gartensäcken oder Pflanzkübeln anzubauen. So können Sie die beliebten Pflanzen auch ohne Garten kultivieren. Wichtig für die Kultur ist ein durchlässiger und humoser Boden ohne Staunässe. Kartoffeln bevorzugen Böden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7. Der Anbau von Kartoffeln auf lockeren und kargen Böden ist möglich. Hier hilft eine Ausbringung im Herbst von Mist oder Kompost um den Humusgehalt zu steigern.

Wissensfakt: Achten Sie beim Anbau darauf, dass Kartoffeln nicht direkt neben Tomaten gepflanzt werden. Weiter sollten Sie erst nach 3 Jahren wieder Kartoffeln auf derselben Stelle anbauen. Ideal ist es, wenn Sie Kartoffeln im Wechsel mit anderen Gemüsepflanzen anpflanzen (Fruchtfolge). Bei der Fruchtfolge kommt der Kartoffelanbau nach der Gründüngung, da die Knollen sogenannte Starkzehrer sind und den hohen Humusgehalt nach dem Jahr Brache bevorzugen.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte
Gute NachbarnSchlechte Nachbarn
KartoffelnKümmel, Koriander, Dill, Kapuzinerkresse, Mais, Bohnen, Tagetes oder BohnenTomaten, Paprika, Gurken, Kürbis, Sellerie, Rote Bete, Zwiebeln oder Sonnenblumen

Unser Gärtnertipp: In der Mischkultur werden Pflanzen im Garten geschickt kombiniert bzw. nebeneinander gepflanzt. Diese Gemüse- und Blumenarten beeinflussen das Wachstum positiv und minimieren eventuelle Schädlinge. Auch bei kleinen Gärten ist die Mischkultur empfehlenswert, so sind die einzelnen Kulturen vital und leichter zu pflegen.

Kartoffelpflanzen düngen

Kartoffelpflanzen gehören wie alle anderen Solanaceae zur Gruppe der Starkzehrer. Fehlende Nährstoffe führen dazu, dass sich das Wachstum verringert und der Ertrag geringer wird. Optimal ist es, wenn Sie die Knollen direkt beim Pflanzen mit Naturdünger versorgen. Dieser organische Dünger gibt die Nährstoffe über die ganze Kulturzeit hinweg ab und fördert das Bodenleben. Verzichten Sie auf den Einsatz von mineralischem Volldünger, diese Düngerform ist beim Anbau von Gemüse im Hausgarten nicht notwendig.

Kartoffeln pflanzen

Kartoffeln werden als sogenannte Pflanzware ab Februar angeboten. Achten Sie beim Kauf auf zertifiziertes Saatgut, um gute Qualitäten zu bekommen. Diese Knollen stammen von einer hochwertigen, vitalen Mutterpflanze ab. Somit starten Sie Ihren Kartoffelanbau mit den besten Voraussetzungen. Achten Sie beim Kartoffel anbauen darauf, dass die Knollen frostempfindlich sind und ein Auspflanzen je nach klimatischer Region erfolgt. Im milden Weinbauklima kann ab Anfang April mit der Pflanzung begonnen werden. Hier wird durch das Abdecken mit Vlies vorgebeugt, dass die Knollen im Boden bei Spätfrösten nicht leiden und die Wärme besser gespeichert wird. Als Richtwert für das Pflanzen von Kartoffeln wird eine Tagestemperatur von 10 bis 15 °C empfohlen. Werden die Knollen zu früh in den Boden gelegt, ist die Gefahr groß, dass Frost Schaden zufügt. Bereits kurze Zeit mit tiefen Temperaturen sind ungünstig beim Kartoffelanbau.

Vorgekeimte Pflanzkartoffeln werden in den Boden gelegt

Durch das sogenannte Vorkeimen im Haus erzielen Sie eine frühere Ernte. Legen Sie dazu die Pflanzkartoffeln ab Mitte März in Eierkartons oder in Kisten flach aus. Stellen Sie die Kisten an einen hellen Platz mit Temperaturen um 10 °C. Bereits nach 2 bis 3 Wochen haben sich neue Triebe gebildet. Der Vorteil von vorgekeimten Kartoffeln ist, dass Sie dadurch früher Kartoffeln ernten können und die Knollen weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten sind. Das Pflanzen von vorgekeimten Knollen muss mit etwas Vorsicht erfolgen, da die jungen Sprosse leicht abbrechen. Grundsätzlich ist das Kartoffeln pflanzen mit vorgeheimten Knollen identisch wie das Legen der Pflanzware im April oder Mai.

Kartoffeln einpflanzen in die Erde
Kartoffeln anbauen im Gartenbeet

Wie werden Kartoffelpflanzen im Garten angebaut?

Kartoffelpflanzen sind wärmeliebend und können ab April gelegt werden. Achten Sie darauf, dass der Boden für Kartoffelpflanzen locker und frei von Unkräutern ist. Der Anbau der Knollen erfolgt in Reihen, um die notwendigen Kulturmaßnahmen besser durchführen zu können. Lockern Sie vor dem Kartoffel pflanzen den Boden tiefgründig auf und entfernen alle Unkräuter. Entweder Sie machen ein Pflanzloch nach dem nächsten oder Sie ziehen mit der Hacke eine Furche und legen die Pflanzkartoffel im Abstand von ca. 35 cm.

Abstand zwischen den Knollenca. 35 Zentimeter
Abstand zwischen den Reihen70 bis 80 Zentimeter
Pflanztiefeca. 10 Zentimeter


Legen Sie immer eine Pflanzkartoffel an eine Stelle. Achten Sie darauf, dass der Austrieb bzw. das Auge nach oben gerichtet ist. Bedecken Sie die Knolle mit lockerer Pflanzerde. Es ist nicht nötig, dass Sie die neu gepflanzten Kartoffeln gießen. Ergänzend können Sie beim Pflanzen der Kartoffeln direkt Naturdünger ausbringen. Dieser rein organischer Dünger fördert die Bodenaktivität und gibt langsam die Nährstoffe ab. Auf humusreichen Böden ist eine Düngung erst beim Austrieb notwendig. Vom Stecken der Kartoffelpflanzen bis zum ersten sichtbaren Grün vergehen je nach Bodentemperatur und Feuchtigkeit 3 bis 4 Wochen. Nach dem Stecken haben Sie ein paar Wochen keinen Aufwand um die Kartoffeln zu pflegen. Zur Kulturverfrühung können Sie die Reihen mit Vlies abdecken. Dieses Gartenvlies schützt vor negativen Witterungseinflüssen und verfrüht das Wachstum und die Ernte. Ab Mitte Mai können Sie das Vlies an einem bedeckten Tag entfernen.

Profitipps: Achten Sie auf den Reihenabstand. Bei zu dichter Pflanzung ist es schwierig die Kartoffeln "anzuhäufeln", da nicht ausreichend Erde zur Verfügung steht die mit einer Hacke an die Pflanzen gezogen werden sollte. Große Pflanzkartoffeln können mit einem scharfen Messer geteilt werden. Wichtig ist, dass jedes Teilstück mindestens ein Auge hat.

Kartoffeln im Gartensack
Kartoffeln im Gartensack
Karfoffelpflanze im Kübel
Kartoffeln im Topf
Pflanzpartner für Gemüse
Aussaatkalender für Gemüse

Kartoffeln im Kübel, Hochbeet oder Pflanzsack

Die Kartoffelkultur in Hochbeeten und Pflanzgefäßen erfolgt analog zum Anbau im Boden. Auch ohne Garten müssen Sie auf den Kartoffelanbau nicht verzichten. Wichtig ist, dass die Erde in den Gefäßen oder im Hochbeet gut durchlässig ist, nie staunass oder völlig austrocknet. Die Gefäße müssen über einen Wasserabzug verfügen und idealerweise wird am Boden eine Drainageschicht eingefüllt. Spezielle Kartoffeltöpfe sind ideal für den Anbau der Kartoffelpflanzen auf Balkon und Terrasse. Wichtig ist, dass nach dem Auspflanzen die Knolle immer mit Erdebedeckt ist und Sie gleichmäßig gießen. Achten Sie beim Anbau von Kartoffeln auf dem Balkon darauf, dass der Standort warm und sonnig ist.

Wissensfakt: Als Faustregel gilt 25 Liter Volumen pro Kartoffelpflanze. Das heißt, in einen Gartensack mit 100 bis 120 Liter können Sie 4 bis 5 Pflanzkartoffeln legen.

Kartoffeln ernten

Die Erntezeit hängt von der Kartoffelsorte ab. Grundsätzlich können Sie die ersten Kartoffeln aus dem Boden holen, sobald das Kraut braun und welk ist. Das Wachstum der Knollen ist dann abgeschlossen. Haben Sie Ende März oder Anfang April vorgekeimte Knollen gelegt und es ist eine Kartoffelsorte, die nur 90 Tage Kulturzeit hat, sind diese Frühkartoffeln Ende Juni bereit zum Ernten. Der richtige Zeitpunkt für die Ernte der späten Kartoffeln ist ab Mitte September. Wenn Sie Kartoffeln früh ernten, sind die Knollen noch klein und die Lagerfähigkeit ist vermindert. Daher empfiehlt es sich mit dem Kartoffel ernten auf den optimalen Zeitpunkt zu warten.

Wichtig: Obst und Kartoffeln nie zusammen in einem Raum lagern! Die Früchte sondern das Gas Ethylen ab, welches die Kartoffeln schnell reifen lässt und die Haltbarkeit verringert.

Kartoffel-Sorten

Durch Züchtungen und Selektionen sind eine Vielzahl an Kartoffelsorten entstanden. Die Vielfalt ist enorm und weltweit gibt es mehr als 5.000 verschiedene Kartoffelsorten. Neben alten Sorten bereichern neue Züchtungen das Sortiment. Wenn Sie verschiedene Sorten von Kartoffel anbauen, können Sie vom Frühsommer bis in den Herbst die eigene Ernte genießen. Die Regionalität der verschiedenen Kartoffelsorten ist sehr stark und lässt sich unter anderem auch auf die klimatischen Bedingungen zurückführen. So können beispielsweise späte Arten nicht in Gebieten mit kurzer Vegetationszeit angebaut werden. Die Kartoffeln Pflanzzeit richtet sich nach der klimatischen Region, wo Sie wohnen. Im Hochbeet können Sie ca. 2 Wochen früher Kartoffeln legen als im Gartenbeet. Alte Kartoffelsorten haben häufig geringere Erträge, aber überzeugen durch Geschmack, Form oder Farbe der Schale.

Kartoffelpflanzen werden wie folgt unterschieden:

  • Verwendungszweck/Kocheigenschaften: festkochend, vorwiegend festkochend und mehlig kochend.
  • Erntezeitpunkt: frühe Sorten/mittlere Sorten/späte Sorten.

Die Kocheigenschaften basieren auf dem Stärkegehalt der Knollen. Je mehr Stärke eine Kartoffel enthält, desto lockerer wird sie beim Kochen. Festkochende Typen sind schnittfester, haben eine feinere Struktur und einen kernigen Biss. Mehlige Kartoffeln sind weicher, trockener und eignen sich für Püree.

Unterteilung nach Erntezeitpunkt

Pflanzung Ernte VegetationszeitEigenschaftenVerwendung
Frühe Sortenab Ende MärzJuni90 bis 120 Tage12 % Stärke, dünne SchaleSofortverzehr
Mittlere SortenAprilMitte August120 bis150 TageSchale ist mittelstark, Stärkegehalt variiert je nach SorteSofortverzehr und lagerfähig
Späte Sorten
April/Anfang MaiSeptember120 bis 160 Tage14 bis 16 % Stärke, dickere Schalesehr gut lagerfähig

 

Unterteilung nach Verwendungszweck

FestkochendeSalat, Bratkartoffeln, Gratins
Vorwiegend festkochendeSalz- und Pellkartoffeln, Suppen
Mehlig kochendePüree, Eintopf

Kartoffeln verarbeiten mit unseren Rezepten

Kartoffelpflanzen: Schädlinge & Krankheiten

Bei guter Sortenauswahl und richtigen Standortbedingungen sind die Kartoffelpflanzen robust, wachsen und fruchten gut. Unterernährte oder geschwächte Pflanzen sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Neben Schädlingen und Krankheiten, die das Kraut der Kartoffelpflanze befallen, gibt es Probleme, die die Knolle betreffen. Leidet das Kraut findet die Knollenbildung nur erschwert oder vermindert statt.

Kartoffelkäfer

Der markant gestreifte Kartoffelkäfer ist seit Ende des 19. Jahrhunderts ein Schädling, der zu massiven Problemen führen kann. Bei erstem Befall sollten Sie die Käfer absammeln, um größeren Schaden abzuwenden. Eine Bekämpfung ist im Hausgarten nicht möglich. Ab Anfang Mai fliegen die ersten Kartoffelkäfer. Sie legen an der Blattunterseite Eier ab. Die Eier sind länglich und meist in Gruppen von 20 bis 80 Stück zu finden. Nach 4 bis 12 Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven, die sich nach mehrfachem Häuten zu Puppen verwandeln und schließlich in der Erde zu jungen Käfern entwickeln. Diese 2. Generation an Käfern ist ab Juli zu finden. Der komplexe Entwicklungsprozess macht die Bekämpfung schwierig. Die Käfer schädigen vor allem das Blatt. Es kann bis hin zum Kahlfrass kommen. Neben dem jährlichen Wechsel der Kulturfläche ist eine Stärkung mit Pflanzenkur eine Möglichkeit den Schädlingsbefall zu minimieren. Das biologische Mittel stärkt das pflanzeneigene Immunsystem und hilft auf natürliche Weise die Ausbreitung der Kartoffelkäfer einzudämmen.

Kraut- und Knollenfäule

Die Blattoberfläche der Kartoffelpflanze weist gelblich-grüne Flecken auf, diese werden mit der Zeit dunkler. Auf der Blattunterseite befindet sich ein weiß bis graues Pilzgewebe. Die Knollen selbst haben große dunkelgraue Flecken. Die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule wird durch einen feuchtigkeitsliebenden Pilz namens Phytophtera infestans verursacht. Er schädigt so massiv, dass die Knollen nicht zum Verzehr geeignet sind. Die Verbreitung findet durch bereits erkrankte Knollen statt. Daher ist es wichtig, dass Sie beim Kauf auf zertifiziertes Pflanzgut achten. Auch durch befallene Pflanzenreste im Boden kann eine Ansteckung erfolgen. Eine Bekämpfung der pilzlichen Krankheit ist im Hobbygarten nicht möglich. Eine Möglichkeit ist nur die vorbeugende Behandlung mit Kölle Bio Aktiv-Mittel Ackerschachtelhalm & Hafer. Das spezielle Pflanzenextrakt stärkt die Kartoffelpflanzen und macht das Gewebe fest. Die pilzlichen Erreger haben somit erschwerte Bedingungen. Weiter sind ein optimaler Reihenabstand und ein Trockenhalten des Laubes Möglichkeiten, die Kraut- und Knollenfäule zu dezimieren.

Tomaten mit Braunfäule am Stock
Pflanzen-Kölle Doktor Logo und Pflanzendoktoren
Pflanzen-Kölle Doktor

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FAQ zu Kartoffelpflanzen

Aus eigenem Anbau ist bei der Ernte ist die Bioqualität der Kartoffeln gewährleistet. Die Kartoffelkultur ist wichtig für die Fruchtfolge im Gemüsegarten. Nach dem Anbau von Kartoffeln ist der Boden locker und eignet sich im kommenden Jahr bestens für den Anbau von Salat, Fenchel oder Möhren. Auf frischen Flächen ist die Kartoffelanzucht die beste Kultur, um das Beet urbar zu machen. Das regelmäßige Hacken und Anhäufeln verhindert Unkrautbewuchs und fördert die Bodenstruktur.

Bei früher Pflanzung und späten Frösten kann es zu Schäden am Kartoffelkraut kommen. Wichtig ist, dass Sie bei Nachtfrostgefahr von Ende April bis Mitte Mai die jungen Triebe mit Vlies schützen. Bei kleinen Flächen eignen sich auch Eimer oder Tontöpfe, die über die Kartoffelpflanzen gestellt werden.

Der Erntezeitpunkt variiert je nach Sorte. Die Vegetationszeit beträgt 90 bis 160 Tage. Sobald das Kraut erst gelb, dann braun und schließlich zu welken beginnt, ist das Wachstum der Knollen abgeschlossen.

Für Kartoffeln sind Buschbohnen, alle Kohlarten, Kapuzinerkresse, Mais oder Spinat gute Partner. Weniger geeignet sind Auberginen, Gurken, Paprika, Tomaten, Sellerie und Rote Beete.

Ab der Blüte bilden sich unterirdisch die Knollen aus. Bis zur Ernte dauert es jedoch noch. Die Kartoffelblüte ist je nach Sorte weiß mit gelber Mitte oder violett mit gelber Mitte.

In allen Teilen der Kartoffelpflanzen sind giftige Alkaliode enthalten. Diese auch als Solanine bekannten Verbindungen sind vor allem in den Blüten und Beeren der Kartoffelpflanze. In den Knollen sind nur geringe Spuren enthalten, dennoch sollten Kartoffeln nur gekocht verzehrt werden.

Aus den Blüten der Kartoffelpflanzen entwickeln sich bei guten Bedingungen Samen. Diese sind keimfähig. Jedoch dient die Methode der Aussaat lediglich Kreuzungszwecken und nicht dem Kartoffelanbau mit dem Ziel viele Knollen zu ernten.

Bei Frühkartoffeln kann im Spätsommer noch Feldsalat auf der Fläche ausgesät werden oder Herbst- und Winterkohlsorten wie Wirsing oder Grünkohl. Im Folgejahr eignen sich Blumenkohl, Bohnen, Grünkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Weißkohl oder Zuckermais.

Das Nachtschattengewächs ist frostempfindlich und leidet bei tiefen Temperaturen. In klimatisch begünstigten Regionen können Kartoffeln in der Erde überdauern und im 2. Jahr erneut treiben. Große Erträge sind nicht zu erwarten.

Wer schreibt hier?

Als Bereichsleiter Bio Anbau schätze ich bei Pflanzen-Kölle besonders unseren Ressourcen- und Klimaschutz und unseren nachhaltigen Sortimente.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte

Fakten zu Quido Kleiner:

  • Ausbildung zum Gärtnermeister, Fachrichtung Blumen- und Zierpflanzen
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1979
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1991
  • Aufgaben: Bereichsleiter Bio Anbau in den eigenen Gärtnereien, Planung und Entwicklung der Bio Sortimente, Einhaltung und Umsetzung der Bio Verordnung
  • Für diese Pflanzen schlägt mein Herz: Kräuter in all ihrer Vielfalt und Spathiphyllum (Einblatt)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: fachliche Kompetenz, Zuverlässigkeit, lange Haltbarkeit unserer Produkte, Glaubwürdigkeit.

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