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Tomate pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Solanum lycopersicum

Tomaten
Inhaltsverzeichnis

Passende Produkte: Tomaten

Wissenswertes über Tomaten

Botanischer Name:
Solanum lycopersicum
Weitere Namen:

Tomaten, Liebesapfel, Paradiesapfel, Paradeiser

Verwendung:

Fruchtgemüse für Frischverzehr, Salate, Saucen, Suppen, wichtig in der mediterranen Küche

Herkunft:

Mittel- und Südamerika

Blütezeit:

Mai bis Oktober, im beheizten Gewächshaus ganzjährig, bei Pflanzung im April kann eine Schutz vor Nachfrost nötig sein

Blütefarben:gelb
Besonderheiten:

Tomaten gelten in Deutschland als das am meisten verzehrte Gemüse. Der Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon ist gut möglich. Ob ausgepflanzt im Gartenbeet oder in großen Gefäßen, bei genügend Sonne ist mit einer reichen Ernte zu rechnen. Es gibt unzählig viele Tomatensorten und –arten, die sich in Fruchtgröße, -farbe und  -fleisch, Geschmack und Wuchstyp von einander unterscheiden.


Tomaten sind lecker und sehr beliebt. Zudem ist das Fruchtgemüse reich an Vitamin C und Kalium und mit einem Wassergehalt von fast  90 Prozent äußerst kalorienarm. Mit etwas Pflege lassen sich Tomaten wunderbar auf dem Balkon oder im Gartenanpflanzen. Mit ausreichend Sonne können Sie sich so auf eine reiche Ernte freuen. Ob Sie das beliebte Gemüse als Pflanzware kaufen oder selbst aus Samen aussäen, bleibt Ihnen überlassen. In das Freiland ausgepflanzt werden die kräftigen Jungpflanzen ab Mai, denn als wärmeliebende Pflanzen können Tomaten durch tiefe Nachttemperaturen geschädigt werden. In Regionen mit hohen Niederschlagsmengen empfiehlt es sich, die Tomatenpflanzen mit einer Überdachung zu schützen.

Tomaten pflegen

Rankhilfe

Die meisten Tomatenarten benötigen eine Rankhilfe. Tomatenspiralstäbe aus Edelstahl oder Aluminium haben sich bewährt, da sie handlich und gut zu reinigen sind. Stecken Sie die Tomatenstäbe am besten schon bei der Pflanzung direkt an die Pflanzen und leiten Sie den Haupttrieb an den Spiralen entlang. Buschtomaten können aufgrund ihres geringen Wuchsverhaltens auch ohne Rankhilfe gepflanzt werden.

Ausgeizen

Das Ausgeizen oder Entgeizen gilt als die wichtigste Pflegemaßnahme bei Tomatenpflanzen. Hierbei werden die Seitentriebe regelmäßig entfernt. Wichtig ist, dass diese Konkurrenztriebe kontinuierlich direkt nach dem Entstehen ausgebrochen werden. Sie würden der Pflanze nur unnötige Kraft entziehen und die vorhandenen Früchte im Wachstum hemmen.

Tomaten Standort

Tomaten benötigen einen sonnigen, warmen und geschützten Platz. Ideal ist ein Standort vor einer Südwand, die die Wärme reflektiert. Weiter mögen Tomatenpflanzen Sonne, jedoch keinen Regen. Daher empfiehlt es sich, die Gemüsepflanzen mit einer Überdachung zu schützen, um unerwünschten pilzlichen Erkrankungen vorzubeugen. Eine Pflanzung im Garten ohne Schutz ist möglich, birgt aber das bereits genannte Risiko. Vermeiden Sie ein zu frühes Tomaten pflanzen! Bis Mitte Mai sollten Sie die Tomaten-Pflege im Haus durchführen.

Unser Gärtnertipp: Wechseln Sie den Standort Ihrer Tomaten, wenn möglich jährlich. So wird Wurzel- und Pilzkrankheiten vorgebeugt. Entfernen Sie frühzeitig und regelmäßig alle Blätter mit verdächtigen Aufhellungen. So können Sie ggf. die gefürchtete Krautfäule minimieren.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte

Tomaten gießen

Für die Entwicklung und Fruchtbildung bei Tomaten ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig. Vor allem in den ersten Tagen nach der Pflanzung benötigt das Fruchtgemüse ausreichend Wasser, um sich am neuen Standort etablieren zu können. Sind die Pflanzen gut eingewurzelt, können die Abstände der Bewässerung vergrößert werden. Als Faustregel gilt, dass vor jedem Wässern der Boden in den oberen 2 bis 3 cm abgetrocknet sein sollte. Die Wassermenge und der Gießintervall hängen wesentlich von der Temperatur und der Bodenbeschaffenheit ab.

Unser Gärtnertipp: Am besten gießen Sie die Tomaten am Vormittag. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen nicht benetzt werden, sondern das Wasser direkt an den Wurzelhals am Boden gegeben wird. So vermeiden Sie pilzliche Krankheiten und erleichtern die Tomaten-Pflege.

mit Gartenschlauch den Garten gießen

Tomaten düngen

Tomaten gehören zur Gruppe der Starkzehrer und benötigen daher für üppiges Wachstum und reichen Fruchtansatz ausreichend Nährstoffe. Mit einem Tomaten-Spezialdünger oder Bio Naturdünger versorgen Sie Ihre Tomaten optimal. Häufig werden auch Düngejauchen aus Brennnessel oder Beinwell, sowie Pferde- und Kuhmist im Hobbygarten eingesetzt und bieten so eine Möglichkeit, das Fruchtgemüse völlig biologisch zu düngen.

Düngekalender
Gartendünger

Tomaten pflanzen

Für eine reiche Ernte benötigen alle Tomaten-Sorten einen durchlässigen und humosen Boden. Mit spezieller Tomaten- und Gemüseerde ermöglichen Sie den Pflanzen den besten Start und bieten dem Fruchtgemüse mit diesem reinen Naturprodukt die besten Bedingungen für ein rasches und erfolgreiches Anwachsen. Heben Sie ein Pflanzloch mit einer Tiefe von 30 cm und einem Durchmesser von 20 cm aus. Die gut gewässerten Tomatenpflanzen werden so mit der Spezialerde eingepflanzt, dass der Wurzelballen etwa 5 cm unter der Erde liegt. So bilden sich an der Stängelbasis weitere Wurzeln, die die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen versorgen.

Für eine gute Pflanzenentwicklung ist

  • ein Abstand von mindestens 50 bis 60 cm zwischen den Pflanzen zu empfehlen
  • eine Reihenabstand von 80 bis 100 cm zu empfehlen

So lassen sich auch Pflegearbeiten einfacher durchführen und die Pflanzen haben ausreichend Raum, um sich bestens entfalten zu können.

Gießen Sie die frisch gesetzten Gemüsepflanzen gründlich an und bedecken Sie den Boden mit einer Mulchschicht. Diese Schicht fördert das Bodenleben, minimiert die Verdunstung und unterdrückt den unerwünschten Unkrautwuchs. Als Mulchmaterial geeignet ist angewelkter Grasschnitt (frisches Gras würde schimmeln), junge Brennnesselblätter, gut ausgereifter Kompost oder eine dünne Strohschicht.

Unser Gärtnertipp: Pflanzen Sie Kartoffeln und Tomaten nie direkt nebeneinander. Wenn die Kartoffeln reif sind und das Kraut welkt, kann sich die Braunfäule auf die Tomaten übertragen. Gute Partner für Tomaten sind Kräuter wie beispielsweise Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum.

Ab Mitte Mai ist die Gefahr von Nachtfrösten vorüber und die wärmeliebenden Tomaten können direkt ins Freiland gepflanzt werden. Frühere Pflanzungen sind möglich, sollten aber bis Mitte Mai im Gewächshaus oder geschützt mit einem Folientunnel erfolgen, denn Tomatenpflanzen benötigen Nachttemperaturen von mindestens 15 °C. Ganz gleich, ob Sie die Pflanzen selbst aus Samen gezogen oder als fertige Pflanzware gekauft haben: Mit dem richtigen Wissen rund um die Bedürfnisse macht der Anbau von Tomaten viel Freude und leicht lassen sich Tomatenpflanzen pflegen.

Unser Gärtnertipp: Zum Schutz vor Nachtfrösten ist bei einer frühen Pflanzung im Freiland der Einsatz von Folienhauben zu empfehlen. Wichtig ist, dass Sie diese Schutzabdeckungen morgens wieder abnehmen, um die Bildung von Schwitzwasser und somit die erhöhte Gefahr einer Pilzinfektion zu vermeiden. Weiter können Sie mit Stärkungsmittel die Tomatenpflanzen pflegen.