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Glückskastanie pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Pachira aquatica

Glückskastanie
Inhaltsverzeichnis

Passende Produkte: Glückskastanie

Wissenswertes über Glückskastanie

Botanischer Name:
Pachira aquatica (teilweise auch als Pachira macrocarpa im Handel)
Weitere Namen:

Glückskastanie, Wilder Kakaobaum, Geflochtene Glückskastanie

Verwendung:

Zimmerpflanze, Innenraumbegrünung, Raumklimapflanze

Herkunft:

Mexiko, Peru, Brasilien

Blütefarben:

cremefarben mit dekorativen, gelb-roten Staubfäden. Im Haus selten, aber in der Heimat entwickeln sich daraus die essbaren Früchte (Nüsse).

Besonderheiten:

Ansprechend durch handförmige Blätter und natürlichem Glanz. Malerischer Wuchs. Häufig geflochtene Exemplare oder mit gedrehten Stämmen erhältlich. Im asiatischen Raum wird die Glückskastanie als Symbol für Wohlstand und Glück geschätzt.


Die Grünpflanze Pachira ist auch als Glückskastanie bekannt. Vor allem wegen der glänzenden Blätter auf geradem oder geflochtenem Stamm ist die Besonderheit beliebt. Die mit dem Affenbrotbaum verwandte Art erreicht in ihrer Heimat bis zu 20 Meter. Als Zimmerpflanze ist die Pachira aquatica häufig mit geflochtenem Stamm erhältlich. Je nach Kulturform ist der Stamm 100 bis 150 cm hoch und darauf entwickelt sich die dicht wachsende Baumkrone.

Pachira aquatica pflegen

Pachira sind dekorativ und bei richtiger Pflege langlebig. Neben den optimalen Standortbedingungen sind bedarfsorientiertes Gießen und gelegentliches Düngen notwendig.  Kleinpflanzen können ein- bis zweimal pro Jahr in der Dusche oder im Freien mit handwarmem Wasser abgebraust werden. Sind die Pflanzen dafür zu groß und unhandlich, hilft ein Abwischen der Blätter mit einem feuchten Tuch. Dadurch entfernen Sie den Staub und unterstützen eine gute Entwicklung der Glückskastanie. Gelbe Blätter müssen kein Grund zur Sorge sein, denn die Pflanze wirft alte Blätter ab und der Stamm entwickelt sich. Zu groß geratene Exemplare können durch Rückschnitt in Form gebracht werden. Innerhalb weniger Wochen wachsen neue Triebe. Wichtig ist, dass Sie nichts vom Stamm wegschneiden. Die hübsche Pflanze ist auch ein schönes Geschenk zu Ostern, Weihnachten und vielen weiteren Anlässen.

Falls Sie sich nicht um die Pflege kümmern können oder möchten, gibt es die Möglichkeit, sich künstliche Grünpflanzen zuzulegen. Schauen Sie sich in unserem Sortiment um!

Pachira Standort

Entsprechend der Herkunft fühlt sich die Zimmerpflanze an einem hellen Ort ohne volle Sonne wohl. Optimal ist ein Standort, der das ganze Jahr über 18 bis 25 Grad Celsius hat, ausreichend Licht bietet und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Die Blattpflanze sollte jedoch nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein, da es durch die direkte Sonneneinstrahlung schnell zu Blattverbrennungen kommen kann. Von Ende Mai bis September kann die beliebte Pflanze auch im Halbschatten im Garten oder auf dem Balkon stehen. Bei Temperaturen, die dauerhaft unter 12 Grad Celsius liegen, muss die Rarität wieder ins Haus. Wichtig beim Aufenthalt im Garten oder auf dem Balkon ist ein schrittweises Angewöhnen an die Freilandbedingungen, da unschöne Verbrennungen sonst die Folge sind. Verzichten Sie auch im Freien auf einen zu sonnigen Standort und achten Sie darauf, dass der Topf vor Regen geschützt steht. 

Glückskastanie gießen

Pachira benötigen eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Stauende Nässe oder völlige Ballentrockenheit wird nicht toleriert. Der verdickte Stammfuß der Glückskastanie kann etwas Wasser speichern. Daher ist ein Zuviel an Feuchtigkeit schwieriger als Trockenheit. Die Häufigkeit des Gießens hängt im Wesentlichen von der Größe der Pflanze und der Raumtemperatur ab. Kleine Exemplare können Sie auch wöchentlich tauchen. Hierbei stellen Sie die Zimmerpflanze in einen mit Wasser gefüllten Eimer und belassen den Topf so lange darin, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Der Vorteil der Tauchmethode ist, dass der Wurzelballen komplett durchnässt ist. Größere Pflanzen werden wöchentlich gegossen.

Unser Gärtnertipp: Achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser 15 Minuten nach dem Gießen abgeschüttet wird. Staunässe ist schädlich für die Wurzeln der Glückskastanie.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte
Zimmerpflanze gießen

Pachira aquatica düngen

Pachira benötigen für eine gute Entwicklung und Zuwuchs regelmäßige Düngergaben. Bestens geeignet zur Düngung ist ein spezieller Grünpflanzendünger, der wichtige Wuchs- und Vitalstoffe enthält und der Pflanze somit zu einem frischen Aussehen verhilft. Düngen Sie von März bis Oktober wöchentlich. Dosieren Sie den flüssigen Spezialdünger nach Packungsangabe und gießen Sie die Glückskastanie mit dem mit Zimmerpflanzendünger angereicherten Wasser. Im Herbst und Winter reicht eine Düngung einmal im Monat. Düngermangel macht sich durch helles Laub bemerkbar.

Unser Pflegetipp: Leicht in der Handhabung ist eine Düngung mit Düngestäbchen. Mit dieser komfortablen Langzeitdüngung ist Ihre Pachira für 3 Monate mit allen notwendigen Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Auch hier ist wichtig, dass es nie zum völligen Austrocknen der Erde und Wurzeln kommt. Nur mit ausreichend Dünger wachsen die Grünpflanzen und behalten ihr glänzend grünes Laub.

Gartendünger

Pachira aquatica umtopfen

Im ersten Jahr kann die Grünpflanze im Kulturgefäß stehen bleiben. Meist ist nach 2 bis 3 Jahren das Substrat durchwurzelt und ein Verpflanzen ist notwendig. Wie bei vielen anderen Zimmerpflanzen ist ein Umtopfen im Frühjahr empfehlenswert. Hierfür eignet sich Grünpflanzen- und Palmenerde oder normale Blumenerde. Mit einem Umtopfen in einen größeren Topf und gute Blumenerde wird der Aufwand für die Pflege geringer.

Wurzeln einer ausgetopften Grünpflanze

Glückskastanie Schädlinge & Krankheiten

Der wilde Kakaobaum ist eine robuste Grünpflanze und kann als pflegeleicht bezeichnet werden. Am hellen Standort ohne intensive Sonne sind die Blätter grün und glänzend. Bei direktem Sonnenlicht kann es jedoch zu Verbrennungen kommen und braune Blätter sind die Folge. Weiter ist folgender Schädlingsbefall möglich:

Spinnmilben

Die mit Spinnmilben befallenen Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte auf und auf der Blattunterseite sind Gespinste sichtbar. Meist reicht es aus, die Pflanzen mit Wasser abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln. Diese Bio Aktiv-Mittel enthalten natürliche Pflanzenextrakte, die zur Vitalisierung der Pflanze beitragen. Der Befall tritt besonders bei trockener Heizungsluft im Winter auf. Verbessern Sie die Bedingungen, halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht und besprühen Sie das Laub alle 2 bis 3 Tage mit kalkfreiem Wasser. Vermeiden Sie eine niedrige Luftfeuchtigkeit.

Schildläuse

Vor allem in den Blattachseln befinden sich braune, leicht gewölbte Knubbel. Unter diesen Schutzschildern sind die Schildläuse sicher versteckt und lassen sich daher nur schwer bekämpfen. Sobald Sie den Befall entdecken, sollten Sie die Schildläuse abwischen oder die Pflanze zurückschneiden. Biologisch lassen sich die Schädlinge mit ölhaltigen Mitteln bekämpfen. Wichtig ist hierbei, dass die Anwendung mehrmals erfolgt.

Blattläuse

Vor allen in Phasen mit weniger Licht, trockener Luft und bei geschwächten Exemplaren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Befall durch Blattläuse vorkommt. Mit ihren Mundwerkzeugen stechen die Schädlinge das Blattgewebe an. Zunächst ist der Befall an jungem Laub erkennbar. Die Bekämpfung erfolgt analog dem Spinnmilbenbefall.

Zimmerpflanzen Schädlinge mit Lupe entdeckt
Pflanzen-Kölle Doktor Logo und Pflanzendoktoren
Pflanzen-Kölle Doktor

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Glückskastanie FAQ

Als Rarität sind Samen der Glückskastanie erhältlich. Diese sollten vor der Aussaat für mehrere Stunden in lauwarmem Wasser eingeweicht werden. Die Aussaat erfordert Geduld und eine optimale Umgebungstemperatur von 18 bis 24 °C. Die Keimung kann einige Wochen dauern. Ist der Sämling 5 cm hoch, wird er in Anzuchterde verpflanzt. Auch hier ist ein halbschattiger Standort wichtig.

Blattfall an Glückskastanien kann verschiedene Ursachen habe, Am häufigsten ist Schädlingsbefall, zu viel Wasser, zu niedrige Temperaturen, zu wenig Licht oder Zugluft für Blattfall verantwortlich.

Leicht lässt sich die beliebte Zimmerpflanze durch Stecklinge vermehren. Optimal sind das Frühjahr und der Sommer zur Gewinnung von Kopfstecklingen. Die frisch geschnittenen Triebe werden entweder in ein Glas mit Wasser gestellt oder in Anzuchtsubstrat gesteckt. Bei gleichmäßiger Bodenfeuchtigkeit und Wärme bilden sich innerhalb weniger Wochen neue Blätter. Auch hier gilt: Ein heller und warmer Standort ohne direkte Sonne ist ideal. Nach der Wurzelbildung ist eine Pflanzung in größere Gefäße von Vorteil.