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Washingtonia pflegen, gießen und düngen - Tipps zu Petticoat-Palme

Washingtonia
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Washingtonia

Botanischer Name:Washingtonia filifera, Washingtonia robusta
Weitere Namen:Fächerpalme, Petticoat-Palme, Washingtonpalme, Wüstenpalme, Pristerpalme
Verwendung:Zimmerpflanze, Innenraumbegrünung, Wintergarten, Kübelpflanze
Herkunft:Südosten der USA, nordwestliches Mexiko
Blüte:selten, sternförmige, gelbliche Blüten, die sich im Sommer an langen Rispen bilden
Besonderheiten:bildet einen aufrechten Stamm, wächst rasch, wird im Alter recht ausladend und benötigt Platz. Die gefächerten Blattwedel bilden ein dekoratives Bild. Wichtig für die exotischen Grünpflanzen ist ein heller Platz, da sie aus sonnigen Regionen stammen. Kann im Sommer bestens im Garten stehen. Bedingt winterhart.

 

Die als Fächerpalmen bezeichnete Washingtonia filifera sind imposante Pflanzen mit großen, grünen und fächerartigen Wedeln. Der Begriff Fächerpalme wird häufig auch für andere Gattungen verwendet, daher ist es immer wichtig zu wissen, welches die botanische Bezeichnung der Gattung ist. Grundsätzlich sind die Palmen der Art Washingtonia robust, wüchsig und relativ schnell wachsend. Am Heimatstandort kann die Palmenart 20 bis 30 Meter hoch werden und ist winterhart. In unseren Regionen steht die Palme am besten von Mai bis September im Freien und wird im Haus überwintert.

Washingtonia pflegen

Petticoat-Palmen sind am hellen Standort robust und pflegeleicht. Wichtig ist in der Hauptwachstumsphase von April bis August ein bedarfsorientiertes Gießen und regelmäßiges Düngen. Kleine Exemplare können Sie jährlich einmal mit handwarmem Wasser in der Dusche abbrausen. Sind die Palmen dafür zu groß und unhandlich, hilft ein Abwischen der Blätter mit einem feuchten Tuch. Dadurch entfernen Sie den Staub und unterstützen eine gute Entwicklung. Zur richtigen Pflege gehört auch das Entfernen der alten, vertrockneten Blätter.

Washingtonia Standort

Wichtig für die Petticoat-Palme ist ein heller und warmer Standort. Auch bei hohen Temperaturen fühlt sich die Grünpflanze wohl, pralle Mittagssonne am Südfenster sollte jedoch vermieden werden. Im Sommer ist ein Aufenthalt im Garten oder Balkon ideal. Vorzugsweise sollten Sie vor allem jüngere Pflanzen geschützt im Haus überwintern. Teilweise werden die Arten als winterharte Palmen bezeichnet. Dennoch empfiehlt sich in unseren Breiten eine geschützte Überwinterung im Haus. Kurze Phasen mit bis zu -8 °C werden toleriert. Lange Zeiten mit Dauerfrost sind für die immergrünen Arten schädlich. Eine Ruhephase von Oktober bis März bei Temperaturen zwischen 8 und 14 °C ist förderlich. Gut geeignet ist ein helles, kühles Treppenhaus oder ein ungeheizter Wintergarten. Ein dunkler Ort im Winter ist nicht zu empfehlen.

Unser Gärtnertipp: Optimal ist im Sommer ein vor Regen geschützter, heller, sonniger Platz auf Balkon oder Terrasse. Achten Sie jedoch auf ein schrittweises Angewöhnen an die Freilandbedingungen. Die UV-Strahlung kann bei zu raschem Wechsel zu unschönen Verbrennungen führen.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte
große Monstera hinter dem Sofa stehend

Washingtonia gießen

Die Washington-Palmen benötigen eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und müssen regelmäßig gegossen werden. Vor allem im Sommer wachsen die tropischen Gewächse und verdunsten über ihre Wedel viel Feuchtigkeit. Kleinere Pflanzen können Sie einmal wöchentlich tauchen. Hierbei stellen Sie die Zimmerpflanze in einen mit Wasser gefüllten Eimer und tauchen die Palme so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Der Vorteil der Tauchmethode ist, dass das Substrat und der Wurzelballen komplett durchnässt ist. Überschüssiges Wasser wird aus dem Untersetzer oder Übertopf entfernt, da Staunässe nicht toleriert wird. Größere Exemplare werden wöchentlich gegossen, nach 15 Minuten kontrolliert und Überschusswasser abgeschüttet. Steht die Palme im Winter kühler, vergrößert sich der Abstand zwischen dem Gießen auf 10 bis 14 Tage.

Unser Pflegetipp: Je nach Temperatur und Einstrahlung erfolgt das Gießen. In heißen Phasen kann ein Wässern alle 1 bis 2 Tage nötig sein. Bei einem Aufenthalt im Freien ist es wichtig, dass der Wasserabzug gewährleistet ist. Staunässe vertragen die Palmen nicht.

Zimmerpflanze gießen

Washingtonia düngen

Washington-Palmen benötigen für eine gute Entwicklung und Zuwuchs regelmäßige Düngergaben. Ideal für die Düngung ist ein spezieller Grünpflanzendünger, der wichtige Wuchs- und Vitalstoffe enthält. Düngen Sie die Pflanze von März bis Oktober wöchentlich und im Winter alle 8 Wochen. Leicht von der Handhabung ist eine Düngung mit Düngestäbchen. Diese komfortable Langzeitdüngung ist vor allem bei Kleinpflanzen praktisch. Die Palmen werden dadurch für 3 Monate mit allen notwendigen Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt.

Flüssigdünger in Messbecher füllen

Washingtonia umtopfen

Wie bei anderen Palmen wird bei der Washingtonia ein Umtopfen alle 2 bis 3 Jahre fällig. Verwenden Sie aufgrund der Pfahlwurzel einen hohen Topf. So können sich die Wurzeln bestens entwickeln und die Pflanzen wachsen zügig weiter. Der beste Zeitpunkt, Ihre Washingtonia Palme zu verpflanzen ist der Frühling. Verwenden Sie zum Umtopfen eine spezielle Grünpflanzen- und Palmenerde. Dieses Substrat ist in der Zusammensetzung auf die Bedürfnisse der Palmen abgestimmt. Es ist torfreduziert, locker und hat einen pH-Wert von 5,3. Die Spezialerde hat eine ausgezeichnete Wasserhaltekraft und eine hohe Nährstoffspeicherfähigkeit. Somit wird die Pflege erleichtert und durch den enthaltenen Depotdünger sind die Palmen für die ersten 6 Wochen nach dem Umtopfen mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

Wurzeln einer ausgetopften Grünpflanze

Fächerpalme überwintern

Optimal ist eine helle und frostfreie Überwinterung bei Temperaturen von 5 bis 8 °C. Bei warmer Überwinterung trocknen die Wedel zu stark aus und es kommt zu unschönen braunen Stellen an den großen Fächern. Wichtig ist, dass die Pflanzen auch im Winterquartier ausreichend Licht bekommen. Pflanzenlampen können an dunklen Stellen für Abhilfe schaffen. Weiter sollten Sie auf die Luftfeuchtigkeit achten. Förderlich ist ein Besprühen mit kalkarmem Wasser oder das Aufstellen eines Zimmerbrunnens oder einer Schale mit Wasser. Möchten Sie die Pflanze im Freien überwintern, ist es wichtig, dass das Palmenherz vor Nässe geschützt wird. Binden Sie die Wedel zusammen und wickeln Sie Vlies um die Blätter und den Wurzelgrund. 

Washingtonia-Arten

Washingtonia filifera - Kalifornische Washingtonpalme

  • In der Natur wachsende Palmen dieser Gattung werden bis zu 15 Meter hoch.
  • Der dicke Stamm wird von den abgetrockneten Blättern bedeckt. Diese Blätter bleiben am Stamm haften, weshalb die Pflanze auch den Namen Priester- oder Petticoat-Palme bekommen hat.
  • Die alten Blätter werden bei der Zimmerpflanze regelmäßig entfernt.

Washingtonia robusta - Mexikanische Washington-Palme

  • Washingtonia robusta besitzt nur im Jugendstadium die hellen Fäden an den Blättern.
  • Der Stamm ist deutlich höher und schlanker als bei Washingtonia filifera.
  • Sie wächst stärker als die Kalifornische Washingtonpalme, kann bis zu 30 Meter in der freien Natur werden.
  • Washingtonia robusta ist weniger tolerant gegen Kälte als die kalifornische Art.
  • Als Zierpflanze ist diese Art im Mittelmeergebiet verbreitet.

Fächerpalme Schädlinge & Krankheiten

Die beliebten Palmen sind robust und bei guter Pflege und am optimalen Standort sehr selten von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Folgende Schädlinge können auftreten:

Spinnmilben

Die befallenen Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte auf und auf der Blattunterseite sind Gespinste sichtbar. Der Befall von Spinnmilben tritt häufig im Winter, wenn die Raumluft warm und trocken ist, auf. Meist reicht es aus, die Pflanzen abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln. Diese Bio Aktiv-Mittel enthalten natürliche Pflanzenextrakte, die zur Vitalisierung der Pflanze beitragen. Vorbeugend können Sie mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit verhindern, dass es zum Befall kommt. Ein Zimmerbrunnen in der Nähe oder ein regelmäßiges Besprühen hilft.

Zimmerpflanzen Schädlinge mit Lupe entdeckt
Pflanzen-Kölle Doktor Logo und Pflanzendoktoren
Pflanzen-Kölle Doktor

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Petticoat-Palme FAQ

In klimatisch günstigen Lagen (Weinbauklima) kann bei sorgfältiger Überwinterung eine mehrjährige Kultur im Freien stattfinden. Wichtig ist, dass die Wurzeln auch im Winter leicht feucht bleiben, aber nie stauende Nässe herrscht. Weiter ist ein Schutz der Blätter vor starker Wintersonne notwendig. Die Wedel sollten Sie mit speziellem Überwinterungsvlies schützen. Ist es sonnig und die Palme verdunstet, der Boden aber gefroren, können sogenannte Winter-Trockenschäden erfolgen. Daher ist die optimale Bodenfeuchtigkeit auch im Winter wichtig. Kleine Exemplare überwintern Sie am besten im kühlen und hellen Treppenhaus.

Häufig sind braune Blattspitzen ein Zeichen für zu viel Wasser. Außerdem kann es aufgrund trockener Luft im Winter zu Blattschäden kommen. Durch ein regelmäßiges Einsprühen mit einer Sprühflasche mit kalkarmem Wasser schaffen Sie Abhilfe gegen braune Blattspitzen.

Neben Düngermangel und zu dunklem Standort im Winter können auch kalte Temperaturen zu Blattaufhellungen führen. Prüfen Sie die Standortbedingungen.

Eine gängige Methode bei der Palmenvermehrung ist die Aussaat. Die Keimung der Samen dauert sehr lange und es sind ausreichend Wärme und Feuchtigkeit notwendig, bis ein Keimling sichtbar wird. Die Vermehrung ist mühsam, meist werden die Mitglieder der Familie Arecaeae in Spezialbetrieben kultiviert und Jungpflanzen an Grünpflanzen-Betriebe zur Weiterkultur geschickt.

Wer schreibt hier?

Mein Herz schlägt ganz besonders für alle pflegeleichten und umweltschonend produzierten Pflanzen.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte

Fakten zu Andreas Wolf:

  • Studium: Techniker im Zierpflanzenbau
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1996
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 2010
  • Aufgaben: Einkauf Zimmerpflanzen
  • Nachhaltigkeit bei Pflanzen-Kölle ist für mich: Pestizid-Produktionsprogramm, biologische Pflanzenproduktion, Reduzierung von Plastik in der Umwelt

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