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Wissenswertes über Rosen

Botanischer Name:Rosa Hybriden
Weitere Namen:Edelrose, Beetrose, Strauchrose, Kletterrose, Bodendeckerrose, Wildrose
Verwendung:Ziergehölz, Bodendecker, Kletterpflanze, Kübelpflanze
Herkunft:China, Europa, Asien
Besonderheiten:Weltweit sind über 30.000 Sorten bekannt. Das formenreiche Blütengehölz kann sehr alt werden. In viele Sagen, Mythen und Geschichten findet man die zauberhaften Pflanzen. Bis heute wird der „Königin der Blumen“ die Bedeutung für Liebe, Anmut und reine Schönheit zugeschrieben. Alte Rosen findet man heute noch in Klostergärten und Parkanlagen. Die edlen Blumen können Generationen überdauern. Für viele Jahre können Rosen in Töpfen auf Balkon und Garten stehen und so Jahr für Jahr viel Freude bereiten.


Rosen sind eine der ältesten und traditionsreichsten Kulturpflanzen. Mit betörendem Duft und zauberhaften Blüten bieten Ihnen die Gehölze unvergessliche Momente. Mithilfe der richtigen Rosenpflege können Sie Ihren persönlichen Rosentraum einfach verwirklichen. Wichtig für die „Königin der Blumen“ sind nährstoffreiche Böden und ausreichend Sonne. Auch ohne eigenen Garten können die Pflanzen bestens in großen Gefäßen blühen und so Balkon und Terrasse verschönern. Wichtig ist, dass Sie die Rose im Topf im Winter vor tiefen Temperaturen schützen. Erfahren Sie alles rund um das Thema Rosenpflanzung, Rosenpflege und die verschiedenen Rosenarten.

Rosen pflegen

Verblühtes an Rosen entfernen 

Blühende Rosen sind eine Augenweide. Nach dem Verblühen ist es aber wichtig, dass verblühte Blumen entfernt werden. Schneiden Sie den Blütentrieb mit dem Verblühten mit einer Gartenschere bis auf das erste voll ausgebildete Blatt zurück. Dieses erkennen Sie daran, dass es fünf bis sieben anstatt der üblichen drei Fiederblätter aufweist. Öfterblühende Rosen setzen dadurch erneut Blütenknospen an. Der Schnitt der Rosen hängt stark vom Typ ab. Grundsätzlich wird nach dem Winter geschnitten und alte Triebe werden direkt über dem Boden entfernt. 

Wildtriebe entfernen 

Es kann vorkommen, dass unter der Veredelungsstelle Triebe wachsen, die sich beim Laub und bei den Stacheln von den übrigen Trieben unterscheiden. Reißen Sie frühzeitig diese sogenannten Wildtriebe an der Austriebsstelle ab Schneiden Sie hier nicht. Durch das ruckartige Abreisen wird der Wildtrieb am effektivsten entfernt. Es kostet etwas Kraft und Überwindung, jedoch ist es sicherer als ein Schnitt. Die Wundheilung ist beim Ausreißen der Wildtriebe bedeutend besser. Wenn Sie dauerhaft die Wildtriebe an der Rose belassen, kann es zur Folge haben, dass die Edelsorte weniger Blüten bildet und die schlichten Blüten der Wildrose vermehrt auftreten. Daher ist das Entfernen der Wildtriebe bei Rosen eine wichtige Pflegemaßnahme im Frühling und Sommer.

Pflegekalender für Rosen
Erde mit Gartenschaufel und Gummistiefeln umgraben

Rosen Standort

Rosen benötigen Sonne und Luft – kurz zusammengefasst, jedoch wesentlich für die Gesundheit, Blütenfülle und Vitalität. Weiter ist ein tiefgründiger, sandig-lehmiger Boden mit ausreichendem Humusanteil wichtig. Leichte Sandböden können, vor allem in heißen Phasen im Sommer, zu wenig Feuchtigkeit speichern und sind somit ungeeignet. Verbessern Sie die Bodenbedingungen durch Verwendung von hochwertiger Pflanzerde oder Spezialerde wie beispielsweise Kölle's Beste Rosenerde. Schwere Böden, die zu Staunässe neigen, sind ebenfalls nicht optimal. Hier können eine tiefgründige Lockerung und das Einarbeiten von Sand hilfreich sein. Der Standort sollte sonnig sein, denn hier trocknen die Blätter schneller ab und der Befallsdruck durch Pilzkrankheiten wird verringert. Im Halbschatten ist der Ansatz an Blüten etwas geringer, die Ausfärbung häufig nicht so intensiv und die Pflanze anfälliger gegenüber pilzlichen Erkrankungen. Die Sonnenverträglichkeit variiert innerhalb der Sorten. Schatten ist völlig ungeeignet für die Gehölze. Bei Rosen im Topf ist es wichtig, dass Sie hochwertige Pflanzerde verwenden. Dies ist neben dem sonnigen Standort eine Grundvoraussetzung für gesunde Rosen mit üppiger Blütenpracht.

Wissensfakt: Grundsätzlich gedeihen alle Rosenarten an einem sonnigen Standort am besten. Je nach Sorte wird Halbschatten toleriert. Bei weniger Sonneneinstrahlung sind ein langsameres Wachstum und eine geringere Blütenanzahl die Folge. Im totalen Schatten wachsen Rosen nicht. Vor allem Ramblerrosen und Bodendeckerrosen tolerieren weniger Sonnenstunden.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Rosen gießen

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie die Rosen im Garten oder auf dem Balkon etwas mehr beachten und pflegen. Dazu gehört die sogenannte bedarfsorientierte Bewässerung. Je nach Bodenbeschaffenheit, Temperatur und Niederschlag sind unterschiedliche Wassermengen bei Rosen notwendig. Grundsätzlich gilt, dass in Abständen gegebene, größere Mengen besser sind als tägliche kleine Gaben. In heißen Phasen ohne nennenswerten Niederschlag kann ein Gießen bei Neupflanzungen einmal pro Woche mit 10 Liter Wasser notwendig sein. Hat sich das Gehölz am Standort etabliert, ist ab dem zweiten Jahr weniger Pflege notwendig. Bei zu viel Wasser leidet das Wurzelwachstum der Rose und gelbe Blätter bis hin zum Blattfall sind die Folge. Mangelnde Wasserversorgung fördert unter anderem die Anfälligkeit der Rosen für Pilzbefall. Weiter kümmern die Pflanzen und entwickeln wenig neue Stile und Blüten. Eine allgemeingütige Anleitung für das Gießen der Rosen ist nicht möglich. Auf leichten Sandböden ist die Rosenpflege intensiver als bei humosen Lehmböden. Achten Sie bei Rosen in Kübeln auf die gleichmäßige Feuchtigkeit. Es sollte nie Staunässe herrschen oder zu völliger Ballentrockenheit kommen.

Unser Gärtnertipp: Gießen Sie, wenn möglich, Ihre Rosen in den frühen Morgenstunden. So trocknen die Pflanzenteile ab. Bei praller Mittagssonne kann es zu Verbrennungen am Rosenblatt kommen. Eine dünne Schicht Mulch oder Kompost verringert die Verdunstung und hält die Feuchtigkeit besser im Boden.

mit Gartenschlauch den Garten gießen

Rosen düngen

Wichtig für Wachstum, Blütenfülle und Gesundheit ist eine ausreichende Nährstoffverfügbarkeit. Nach dem Winter findet ab März das erste Mal eine Düngung statt. Verwenden Sie für die erste Düngung den organisch-mineralischen Kölle's Beste Rosendünger. Der spezielle Rosendünger mit 5 % Guano versorgt die Rosensträucher bestens mit allen wichtigen Nährstoffen und verbessert so die Blühwilligkeit. Streuen Sie das Granulat nach Packungsangabe auf den Boden und arbeiten Sie es etwas ein. Optimal wirkt der Dünger bei feuchter Erde und ausreichend Wärme. Der Vorteil von organisch-mineralischem Dünger ist, dass die mineralischen Bestandteile rasch wirken und die organischen Inhaltsstoffe langanhaltend sind. Vor allem bei nährstoffarmen Böden ist der Einsatz von richtigem Dünger wesentlich für gesunde Rosen und neue Blüten. Nach dem 1. Flor erfolgt im Juni oder Juli eine zweite Düngung mit organischem Dünger. Diese weiteren Gaben an Nährstoffen sind für die Rosen nötig, um erneut einen Flor bilden zu können. Mit seinem geringen Anteil an Phosphat und Kalium ist Kölle Bio Naturdünger ideal für den heimischen Garten und nachhaltig zugleich. Einzelne Rosen im Topf können Sie mit Düngestäbchen düngen. Dies ist eine praktische Möglichkeit, die Rosensträucher bestens mit Nährstoffen zu versorgen.

Unser Gärtnertipp: Verzichten Sie auf zu hohe Stickstoffgaben (mineralischen Dünger) im Spätsommer. Weiche, unausgereifte Triebe sind die Folge sowie eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Frost. Daher gilt es, die Rosen möglichst im Frühling und Sommer zu düngen. Verwenden Sie zur Düngung ausschließlich Rosendünger. Dieser enthält speziell auf die Bedürfnisse abgestimmte Nährstoffe. Stallmist oder verrotteter Kompost kann als Winterschutz und natürlicher Dünger ab Oktober ausgebracht werden. Jedoch ersetzt dieses organische Material nicht die Düngung im kommenden Frühjahr.

Düngekalender
Gartendünger

Rosen schneiden

Zur Pflege der Gehölze gehört der richtige Schnitt. Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt ist, sobald die Forsythien blühen. Dieser Richtwert ist hilfreich, denn bei zu frühem Schnitt ist die Gefahr des Zurückfrierens groß. Ziel ist es, die stärksten Triebe einzukürzen und überzählige, kranke, trockene oder alte zu entfernen. Schneiden Sie ca. 0,5 bis 1 cm über dem Auge schräg ab. Achten Sie darauf, dass das Auge auf dem obersten Punkt des eingekürzten Austriebes sitzt. Wichtig ist, dass die verwendete Rosenscherescharf ist, denn es darf nicht gequetscht werden. Mit dem Frühjahrsschnitt schaffen Sie die besten Voraussetzungen für die Bildung neuer Knospen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie jede Rosenart unterschiedlich schneiden. Lernen Sie, wie Sie welche Art am besten scheiden bei unserem Blogbeitrag „Rosenschnitt: Erfahren Sie alles rund um die Pflege der Rosen“. Verzichten Sie darauf, die Gehölze im Herbst zu schneiden. Lediglich lange, windbruchgefährdete Triebe können Sie leicht einkürzen.