Die besten immergrünen Pflanzen für Garten, Balkon & Kübel
- Was sind immergrüne Pflanzen?
- Was sind wintergrüne Pflanzen?
- Vorteile von immergrünen Pflanzen
- Die wichtigsten Arten
- Immergrüne Laubgehölze
- Immergrüne Nadelgehölze
- Immergrüne Stauden
- Immergrüne Bodendecker
- Immergrüne Kletterpflanzen
- Verwendungszweck
- Für Kübel & Pflanzgefäße
- Als Hecke & Sichtschutz
- Standort & richtige Pflege
- Optimaler Standort
- Gießen, Düngen & Schneiden
- Im Winter pflegen
- Häufige Pflegefehler
- FAQ
- Fazit
Was sind immergrüne Pflanzen?
Als immergrün werden Pflanzen bezeichnet, die ihre Nadeln oder Blätter das ganze Jahr über behalten. Im Gegensatz zu sommergrünen Pflanzen sind immergrüne Arten auch im Winter dekorativ. Der typische Laubfall im Herbst findet nicht statt. Immergrüne Pflanzen erneuern ihr Laub nach und nach. Immergrüne Pflanzen sind vor allem Nadelgehölze und einige Laubgehölze. Aus dem Bereich der Stauden sind vor allem Bodendecker wie das Immergrün oder das Dickmännchen immergrün.
Immergrüne Pflanzen: Ihre Blätter bleiben das ganze Jahr über an der Pflanze. Die Erneuerung des Laubs kann das ganze Jahr über stattfinden. Trotz des Namens „immergrün“ verlieren die Pflanzen Blätter. Der Blattfall ist ein natürlicher Vorgang. Nur werden nicht alle Blätter zu einem Zeitpunkt komplett abgeworfen.
Was sind wintergrüne Pflanzen?
Einige Pflanzen sind im Winter grün, bekommen nach dem Winter jedoch braunes Laub. Diese Gruppe mehrjähriger Arten wird als wintergrüne Pflanzen bezeichnet. Im Unterschied zu sommergrünen Pflanzen schaden diesen Arten Schnee und Frost nicht. Ihr Laub erleidet keine Schäden und ist bis zum Frühjahr eine Zierde.
Die 5 bekanntesten wintergrünen Pflanzen
- Bergenie
- Christrose
- Elfenblume
- Lungenkraut
- Purpurglöckchen
Wintergrüne Pflanzen: Die Blätter bleiben bis zum Frühjahr an der Pflanze. Im Frühjahr wird das Laub der wintergrünen Pflanzen braun und neue Blätter treiben aus. Ein Rückschnitt ist dann ratsam. Wintergrüne Pflanzen werten den Garten in der kalten Jahreszeit auf. Vor allem bei flächiger Pflanzung sind sie eine gute Möglichkeit, um im Winter den Boden zu bedecken.
Vorteile von immergrünen Pflanzen im Überblick
Gartenpflanzen sind sowohl im öffentlichen Grün als auch im Hausgarten unverzichtbar. Neben einjährigen Arten und Stauden verleihen Gehölze der Gestaltung Höhe und somit Wirkung. Immergrüne Pflanzen sind eine Bereicherung für Balkon, Terrasse, Hauseingang und Garten.
Lesen Sie nachfolgend welche Vorteile immergrüne Pflanzen haben:
- Ganzjährig attraktive Optik
- Sichtschutz
- Windschutz
- Schutz vor Erosion
- Lebensraum für Tiere
- Vielfalt im Garten
- Verbessert die Luftqualität
Profitipp: Kombinieren Sie immergrüne, wintergrüne und sommergrüne Pflanzen. Dadurch verändert sich das Bild im Laufe des Jahres. Im Winter sind Flächen mit immergrünen und wintergrünen Pflanzen bedeckt oder die Gehölze bieten Sichtschutz.
Die wichtigsten Arten immergrüner Pflanzen
Zu den immergrünen Pflanzen zählen vor allem Nadel- und Laubgehölze. Als Alleskönner in der Gartengestaltung und Landschaftspflege behalten sie ihre grünen Blätter oder Nadeln das ganze Jahr über, was ihnen eine besondere Bedeutung verleiht. Neben dem optischen Aspekt bieten sie auch Schutz vor Wind und Kälte. Je nach Verwendungszweck können es immergrüne Pflanzen aus der Gruppe der Gehölze, der Stauden, der Bodendecker oder Kletterpflanzen sein.
Immergrüne Laubgehölze
Immergrüne Laubgehölze sind robust und widerstandsfähig gegenüber unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Das macht sie zur idealen Wahl für Hecken, Sichtschutzwände oder als Solitärpflanzen. Sie bieten nicht nur optische Vorteile, sondern tragen auch zur Verbesserung des Mikroklimas bei und bieten verschiedenen Tieren Lebensraum. Je nach Art variieren die Ansprüche an die Pflege und die Winterhärte.
Die 10 bekanntesten immergrünen Laubgehölze
- Aukube (Aucuba japonica `Variegata`)
- Berberitze (Berberis buxifolia Nana, Berberis verruculosa)
- Buchsbaum (Buxus sempervirens)
- Efeu (Hedera helix)
- Gewöhnlicher Rhododendron (Rhododendron-Hybriden)
- Glanzmispel (Photinia x fraseri)
- Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
- Immergrüner Schneeball (Viburnum pragense, V. burkwoodii, V. rhytidophyllum)
- Stechpalme (Ilex aquifolium , Ilex crenata; Ilex meserveae)
- Bambus (Fargesia-Arten, Pseudosasa-Arten)
Immergrüne Nadelgehölze
Immergrüne Nadelgehölze sind eine wunderbare Bereicherung für jeden Garten oder Balkon. Wählen Sie das immergrüne Nadelgehölz je nach Verwendungszweck, Standort und Wuchsform. Für eine immergrüne Hecke eignen sich vor allem Arten, die dicht im Wuchs und gut schnittverträglich sind. Kiefern mit malerischem Wuchs sind prädestiniert für die Einzelstellung. Aufgrund ihrer Wuchsform, ihres Zapfenschmucks oder ihrer besonderen Nadelfarbe sind immergrüne Nadelgehölze eine Augenweide im Garten oder als Kübelpflanze auf der Terrasse.
Die 9 bekanntesten immergrünen Nadelgehölze
- Eibe (Taxus)
- Fichte (Picea)
- Kiefer (Pinus)
- Lebensbaum (Thuja)
- Scheinzypresse (Chamaecyparis)
- Schirmtanne (Sciadopitys)
- Tanne (Abies)
- Wacholder (Juniperus)
- Zeder (Cedrus)
Immergrüne Stauden
Immergrüne Stauden tolerieren tiefe Temperaturen und Schnee. Je nach Art sind die Ansprüche an den Boden und die Pflege unterschiedlich. Rosmarin, Salbei und Lavendel sind beispielsweise immergrün und können in milden Regionen über Jahre hinweg an derselben Stelle wachsen. Alle drei verholzen und werden daher auch häufig zu den Halbsträuchern gezählt.
Die 11 bekanntesten immergrünen Stauden
- Blaukissen
- Dachwurz
- Fackellilie
- Heidenelke
- Kissenprimel
- Mauerpfeffer
- Moossteinbrech
- Porzellanblümchen
- Schleifenblume
- Storchschnabel (einige Arten/Sorten)
- Yucca
Wissensfakt: Christrosen und Bergenien sind wintergrüne Stauden. Sie sind nur bedingt immergrün. Meist ist das Laub im Frühjahr unschön, weshalb ein Rückschnitt ratsam ist. Beide Pflanzen können auch in große Balkonkästen gepflanzt werden.
Immergrüne Bodendecker
Viele Bodendecker sind immergrün und eignen sich somit zur Bepflanzung von Böschungen und großen Flächen. Bei der Auswahl der Art ist es wichtig, die Bodenverhältnisse und den Standort zu berücksichtigen.
Die 9 bekanntesten immergrünen Bodendecker
- Dickmännchen (Pachysandra)
- Efeu (Hedera)
- Immergrün (Vinca)
- Kriechspindel (Euonymus)
- Mauerpfeffer (Sedum)
- Storchschnabel (Geranium)
- Teppichthymian (Thymus)
- Waldsteinia
- Zwergmispel (Cotoneaster)
Profitipp: Achten Sie bei der Wahl des immergrünen Bodendecker auf dessen Wuchsform und Ausbreitung. Efeu wächst beispielsweise sehr schnell und bedeckt rasch die gesamte Fläche. Somit eignet es sich gut als immergrüner Bodendecker zum Schutz vor Erosion. Soll nur eine kleine Fläche begrünt werden, ist die Zwergmispel eine gute Wahl. Viele immergrüne Bodendecker fühlen sich auch in Balkonkästen wohl.
Immergrüne Kletterpflanzen
Immergrüne Kletterpflanzen sind robust und eignen sich auch im Winter als Sichtschutz und Fassadenbegrünung. Neben dem Efeu, der bekanntesten immergrünen Kletterpflanze, gibt es auch Arten, die mit Blüten erfreuen.
Die 3 bekanntesten immergrünen Kletterpflanzen
- Efeu
- Immergrünes Geißblatt
- Winterjasmin (je nach Standort und Witterungsverlauf im Winter nur mit Stängel und Knospen)
Profitipp: Neben den stark wachsenden immergrünen Kletterpflanzen gibt es mit dem Kletternden Spindelstrauch (Euonymus fortunei) und dem Feuerdorn (Pyracantha) auch Gehölze mit aufrechtem Wuchs. Beide immergrünen Gehölze sind robust, pflegeleicht und können als Sichtschutz gepflanzt werden. Euonymus erreicht eine Höhe von bis zu 2 m, Feuerdorn kann über 3 m hoch wachsen.
Immergrüne Pflanzen nach Verwendungszweck auswählen
Je nach Art eignen sich immergrüne Pflanzen für Garten, Balkon oder Terrasse. Einige sind prädestiniert als Sichtschutz, andere wiederum sind eher für kleine Gärten geeignet. Wichtig ist, dass Sie die immergrüne Pflanze entsprechend ihres Verwendungszwecks auswählen.
Immergrüne Pflanzen für Kübel & Pflanzgefäße
Vor allem auf dem Balkon und der Terrasse sind immergrüne Pflanzen eine Bereicherung. Die Stauden und Gehölze sorgen das ganze Jahr über für Struktur und Farbe. Im Unterschied zu laubabwerfenden Arten und Sommerblumen sind die mehrjährigen Arten ganzjährig dekorativ. Die Gefäße müssen nicht mehrfach im Jahr bepflanzt werden und die Pflege ist geringer als bei einer Wechselbepflanzung.
Immergrüne Gehölze für Kübel & Pflanzgefäße
- Bambus
- Buchsbaum
- Glanzmispel
- Kirschlorbeer
- Nadelgehölze
Profitipp: Bei immergrünen Pflanzen in Gefäßen ist es wichtig, dass Sie das Gefäß entsprechend der Pflanze auswählen. Bei zu kleinen Gefäßen ist die Pflege erschwert, die Standfestigkeit verringert sich und die Pflanze leidet. Achten Sie darauf, dass die Pflanzgefäße ausreichend drainiert sind, um Staunässe zu vermeiden. Der Winterschutz muss je nach Art und Klima sorgfältig durchgeführt werden. Vor allem sollten Sie die Wurzeln und Töpfe vor tiefen Temperaturen schützen.
Immergrüne Pflanzen als Hecke & Sichtschutz
Mit immergrünen Pflanzen als Hecken können Sie Grundstücke und Balkone begrenzen. Schützen Sie sich mit immergrünen Gehölzen vor neugierigen Blicken. Der natürliche Sichtschutz ist das ganze Jahr über dekorativ und blickdicht. Auch als Lärm- und Windschutz sind immergrüne Pflanzen ideal. Für Vögel sind immergrüne Hecken zudem ein wichtiger Rückzugsort. Die beliebte Heckenpflanze Liguster ist wintergrün, aber nicht immergrün. Im Frühjahr findet der Blattfall statt, doch rasch haben Ligusterpflanzen neue Blätter und können als Sichtschutz dienen.
Fazit: Diese winterharten, immergrünen Pflanzen sorgen das ganze Jahr über für ein grünes, blickdichtes Grundstück und bieten Ihnen sowohl Privatsphäre im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse. Wichtig ist, dass Sie bei immergrünen Heckenpflanzen in Töpfen auf eine gleichmäßige Wasserversorgung achten, damit es nie zu Staunässe kommt. Je nach Art ist ein Winterschutz empfehlenswert.
Standort & richtige Pflege
Immergrüne Pflanzen sind am passenden Standort und bei richtiger Pflege ganzjährig dekorativ. Für Wachstum und Vitalität sind die Lichtverhältnisse, die Bodenbeschaffung und die Wasserversorgung von zentraler Bedeutung. Manche immergrünen Gehölze tolerieren weniger Licht, andere bevorzugen sonnige Standorte. Alle immergrünen Pflanzen benötigen Wasser, wobei die Menge je nach Art variiert. Nur wenn Sie die die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze berücksichtigen, werden Sie lange Freude an den Gewächsen haben. Auch die Pflege ist abhängig von der gewählten Gartenpflanze. Wichtig für alle immergrünen Gehölze ist die regelmäßige Wassergabe im Winter. Die Pflanzen verdunsten ganzjährig, weshalb das Gießen im Winter besonders bei Kübelpflanzen unverzichtbar ist.
Der optimale Standort
Der richtige Standort für immergrüne Pflanzen hängt von der gewählten Art ab. Die meisten von ihnen fühlen sich an einem windgeschützten Platz wohl. Da die Pflanzen ihr Laub bzw. ihre Nadeln ganzjährig behalten, muss der Standort gut durchlässig sein, sollte aber möglichst auch Wasser speichern. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der immergrünen Pflanzen die nachfolgenden Faktoren:
Bodenart
Leichter Sandboden: Grasnelke, Besenginster, Stipa, Königskerze, Sandnelke, Stachys, Scharfer Mauerpfeffer, Sand-Thymian, Fingerkraut, Kiefer
Humoser Boden: Immergrün, Elfenblume, Kriechspindel, Kirschlorbeer, Bambus, Lebensbaum, Eibe, Glanzmispel
Lichtverhältnisse
Halbschatten bis Schatten: Immergrün, Dickmännchen, Elfenblume, Efeu, Rhododendron, Kirschlorbeer
Sonniger Standort: Glanzmispel, Bambus, Lebnsbaum, Eibe, Stechpalme, Kirschlorbeer
Gießen, Düngen & Schneiden
Nur bei regelmäßiger Pflege bleiben immergrüne Pflanzen vital und langlebig. Direkt nach dem Einpflanzen ist das Wässern die wichtigste Aufgabe. Die Düngung und das Schneiden der immergrünen Pflanzen erfolgen in weiteren Abständen.
Gießen
Direkt nach der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie die Pflanzen bedarfsgerecht gießen. Vermeiden Sie Staunässe. Wie oft Sie das immergrüne Gehölz gießen müssen, hängt von der Temperatur, der Pflanzenart, der Größe, dem Erdvolumen und dem Niederschlag ab. Gießen Sie die immergrünen Pflanzen durchdringend, aber weniger oft. Dadurch fördern Sie die tiefe Wurzelbildung. Pflanzen im Halbschatten benötigen in der Regel weniger Pflege als immergrüne Pflanzen, die in der Sonne stehen.
Profitipp: Mit einer Schicht Mulch um die Gehölze herum wird das Wasser besser im Boden gehalten. Die Verdunstung wird reduziert und durch die Verbesserung der Bodenstruktur wird die Wasserspeicherfähigkeit erhöht. Achten Sie darauf, die Mulchschicht nur sehr dünn um die Pflanzen auszubringen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Durch das organische Material benötigen die Pflanzen nur geringere Wassermengen.
Düngen
Beim Einpflanzen immergrüner Arten sind Kölle Bio Start-Dünger oder Kölle Bio Wurzelkraft wertvolle Spezialdünger mit Sofort- und Langzeitwirkung. Die im Dünger enthaltenen organischen Bestandteile sichern über Monate eine gleichmäßige Nährstoffnachlieferung und aktivieren in Verbindung mit Feuchtigkeit das Bodenleben. Je nach Pflanzenart ist eine Nachdüngung erforderlich. Wichtig für die Wirksamkeit des Düngers ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Die letzte Düngung der immergrünen Pflanzen sollte bis Mitte August erfolgen. Bei einer späteren Düngung kann es dazu kommen, dass die Pflanzen im Herbst noch wüchsig sind und somit empfindlicher gegen Kälte werden. Zur Förderung der Widerstandskraft gegen Frost und Trockenheit ist Kölles Beste Herbstdünger Winterfit hilfreich. Der Spezialdünger mit einem hohen Anteil an Kalium und Magnesium beugt Winterschäden vor. Der Dünger wird von August bis Oktober ausgebracht.
Profitipp: Vor allem stark wachsende Gehölze wie Kirschlorbeer, Glanzmispel und auch Koniferen benötigen im Sommer eine Nachdüngung. Je nach Düngerart und Temperatur wirkt der Dünger vom Frühling für 10 bis 12 Wochen. Daher empfiehlt es sich, die immergrünen Gehölze im Juli mit Kölle Bio Naturdünger zu versorgen. Achten Sie darauf, dass der Boden nach der Düngung gleichmäßig feucht gehalten wird, denn nur so können die Nährstoffe wirken.
Schneiden
Der Schnitt von immergrünen Pflanzen erfolgt je nach Art im zeitigen Frühjahr oder im Herbst. Im Sommer sollte man immergrüne Hecken hingegen nicht schneiden, da dies negative Auswirkungen auf die Tierwelt und die Pflanzen haben kann. Viele Vögel brüten während dieser Zeit in den immergrünen Heckenpflanzen. Darüber hinaus kann ein Rückschnitt im Sommer zu unschönen Verbrennungen an den Pflanzen führen. Bei immergrünen Formgehölzen kann an bedeckten Tagen ein leichter Korrekturschnitt erfolgen. Immergrüne Gräser sollten Sie nach dem Winter leicht zurückschneiden.
Wissensfakt: Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Hecken, Sträucher und Bäume während der Brutzeit, die in der Regel vom 1. März bis zum 30. September dauert, stark zurückzuschneiden oder radikal zu schneiden. Dies dient dem Schutz von Vögeln und anderen wildlebenden Tieren, die in dieser Zeit brüten oder Nester bauen.
Immergrüne Pflanzen im Winter pflegen
Immergrüne Pflanzen benötigen je nach Alter, Art und Verwendung unterschiedliche Pflege im Winter. Frisch gepflanzte Exemplare sollten Sie im ersten Winter schützen, beispielsweise mit einer Mulchschicht oder einem Winterschutzvlies. Ergänzend ist es wichtig, dass Sie die immergrünen Pflanzen bedarfsorientiert wässern. Als Schutz vor Verdunstung rollen Bambus und Rhododendron die Blätter im Winter ein. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist und kein Niederschlag mehr fällt, sollten Sie die immergrünen Sträucher gießen.
Grundsätzlich gilt bei immergrünen Pflanzen im Winter:
- Schutz vor Wintersonne
- Wasserbedarf beachten
- Mulchen
- Schneelasten entfernen
- Düngung vermeiden
Sonderfall immergrüne Gehölze im Kübel:
Immergrüne Gehölze in Töpfen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Im Unterschied zu im Boden ausgepflanzten Exemplaren haben Kübelpflanzen nur ein geringes Erdvolumen zur Verfügung und es kommt schneller zum Durchfrieren des Wurzelballens. Schützen Sie deshalb Kübel und Pflanze und achten Sie auch im Winter auf ausreichende Wassergaben. Vor allem Kirschlorbeer, Bambus, Buchsbaum, Thuja und Scheinzypressen im Topf benötigen regelmäßige Wassergaben. Stellen Sie die immergrünen Kübelpflanzen auf sogenannte Füßchen, um Staunässe vorzubeugen. Sofern möglich, können Sie Gehölze in Töpfen auch an die Hauswand stellen, um ihnen so etwas Schutz zu bieten.
Wissensfakt: Viele Schäden, die im Frühjahr und Frühsommer auf tiefe Temperaturen im Winter zurückgeführt werden, sind meist eine Folge von Wassermangel. Als Frosttrocknis bezeichnet man die Schädigung von Pflanzen durch die austrocknende Wirkung winterlicher Luftmassen bei gleichzeitig blockierter Wassernachlieferung aus dem Boden (gefrorener Boden).
Häufige Pflegefehler und wie man sie vermeidet
Bei der Pflanzung und der Pflege von immergrünen Pflanzen können folgende Fehler auftreten:
Unzureichende Bewässerung
Zu viel oder zu wenig gießen. Besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist es wichtig, für eine konstante Feuchtigkeit zu sorgen. Gießen Sie regelmäßig, achten Sie aber darauf, dass der Boden nicht staunass ist.
Falsche Düngung
Immergrüne Pflanzen benötigen Nährstoffe. Achten Sie daher darauf, dass Sie nicht zu viel oder zu wenig düngen. Verzichten Sie auf Mineraldünger und eine späte Düngung im Herbst. Eine Überdüngung kann zu Wurzelschäden führen und die Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten und Frost.
Kein Rückschnitt oder falscher Rückschnitt
Zur Pflege von immergrünen Pflanzen gehört ein Rückschnitt. Achten Sie dabei auf den richtigen Schnittzeitpunkt. Führen Sie regelmäßig einen sanften Rückschnitt durch, um das Wachstum zu kontrollieren. Vermeiden Sie radikale Schnittmaßnahmen. Vor allem viele Koniferen vertragen starken Rückschnitt nicht. Daher ist es besser, wenn Sie regelmäßig schneiden. Bei Laubgehölzen wie der Glanzmispel sollten Sie jährlich schneiden, um das Aufkahlen zu verhindern. Schneiden Sie die Pflanzen leicht pyramidal, damit auch der untere Bereich der Pflanzen Licht bekommt.
Unterschätzung des Winterbedarfs
Achten Sie darauf, empfindliche immergrüne Pflanzen vor starkem Frost oder kalten Winden zu schützen. Dies kann durch Abdeckungen mit Vlies oder durch das Anbringen von Windschutzmatten erfolgen. Mit Mulch werden die Wurzeln vor Frost geschützt.
Wissensfakt: Mit dem System der Winterhärtezonen (auch USDA-Winterhärtezonen oder Zoneneinteilung für Winterhärte) wird die Fähigkeit von Pflanzen bewertet, kalte Temperaturen zu überstehen. Diese Zonen basieren auf den niedrigsten, regelmäßig auftretenden Wintertemperaturen in einem bestimmten geografischen Gebiet. Die Zonen helfen Ihnen die richtigen Pflanzen für Ihre Region auszuwählen, damit diese den Winter überstehen.
FAQ: Häufige Fragen zu immergrünen Pflanzen
Nicht alle immergrünen Pflanzen sind automatisch winterhart. Die Winterhärte hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Geschwächte Pflanzen sind weniger frosthart.
- Jungpflanzen sind weniger frosthart als alte, am Standort etablierte Pflanzen.
- An windigen Standorten kann Frost schwerere Schäden anrichten als bei gleicher Temperatur an windgeschützten Standorten.
- Nach einem kalten und nassen Sommer sind Pflanzen weniger ausgereift und daher frostempfindlicher.
- Immergrüne Pflanzen als Kübelpflanzen sind empfindlicher als im Boden ausgepflanzte Exemplare.
- Zu hohe Stickstoffmengen und eine zu späte Düngung verringern die Winterhärte.
- Eine lange Frostphase mit kontinuierlichem Bodenfrost setzt Pflanzen stark zu. Daher sind kurze Phasen mit tiefen Temperaturen teilweise besser zu verkraften als lange Phasen mit Bodenfrost.
- Mit einer Pflanzung im Frühjahr stellen Sie sicher, dass die Pflanzen bis zum Herbst angewachsen sind und somit besser mit tiefen Temperaturen zurechtkommen.
Immergrüne Pflanzen benötigen ganzjährig Wasser, da sie durch ihre Blätter kontinuierlich Feuchtigkeit verlieren. Ob die Pflanzen gegossen werden müssen, hängt vom Niederschlag, den Bodenbedingungen und der Pflanzenart ab. Vor allem in niederschlagsarmen Jahren ist es wichtig, dass Sie die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig prüfen und beispielsweise Kirschlorbeer, Bambus, Buchsbaum, Thuja und Scheinzypressen bedarfsorientiert gießen. Immergrüne Pflanzen in Töpfen sollten Sie im Winter unbedingt gießen. In einem Pflanzkübel mit geringem Erdvolumen kann es schnell zu Schäden durch Trockenheit kommen. Wichtig ist, dass Sie einen möglichst großen Topf wählen. Dadurch wird die Pflege erleichtert und die immergrünen Pflanzen haben vor allem im Winter bessere Bedingungen.
Zu den besonders schnell wachsenden Arten zählen Efeu, Kirschlorbeer, Bambus, Zypressen und Lebensbäume. Wichtig beim Kauf der immergrünen Arten ist, dass Sie auf die Sorte achten. So gibt es beispielweise beim Kirschlorbeer Arten, die einen Zuwachs von 30 bis 60 cm pro Jahr haben, während andere nur 10 cm wachsen.
Am optimalen Standort sind viele immergrüne Pflanzen pflegeleicht und eignen sich somit auch für Anfänger.
Pflegeleichte immergrüne Stauden: Bergenien, Immergrün, Dickmännchen, Mauerpfeffer
Pflegeleichte immergrüne Gehölze: Efeu, Bambus, Kirschlorbeer, Rhododendron
Der späte Sommer oder das frühe Frühjahr sind die besten Zeiten, um immergrüne Pflanzen zu pflanzen, da der Boden noch feucht ist und die Temperaturen moderat sind. So haben die Wurzeln Zeit, sich zu etablieren, bevor die heiße Sommerhitze oder der kalte Winter kommt.
Gelbe oder braune Blätter an immergrünen Sträuchern können verschiedene Ursachen haben. Nachfolgend mögliche Ursachen:
- Falsche Bewässerung (zu viel oder zu wenig Wasser)
- Frostschäden im Winter
- Nährstoffmangel, insbesondere ein Stickstoffmangel
- Schädlingsbefall oder Pilzkrankheiten
Einige immergrüne Pflanzen, wie beispielsweise Efeu, Rhododendren und Buchsbaum, gedeihen gut im Schatten. Andere Pflanzen, wie Nadelbäume, benötigen hingegen mehr Sonne, um wüchsig zu bleiben. Es ist also wichtig, die spezifischen Lichtbedürfnisse der jeweiligen Pflanze zu berücksichtigen.
Langsames oder unzureichendes Wachstum bei immergrünen Pflanzen kann verschiedene Ursachen haben:
- Schlechter Boden oder falsche Bodenbedingungen
- Falscher Standort (zu viel Schatten oder Sonne)
- Unzureichende Wasserversorgung oder Wurzelschäden
- Krankheiten oder Schädlinge. Eine regelmäßige Kontrolle kann helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.
- Die immergrünen Pflanzen hatten Frostschäden und sind geschwächt.
Immergrüne Hecken sollten regelmäßig geschnitten werden, um ihre Form und Dichte zu bewahren. Der Schnitt sollte im frühen Frühling erfolgen, bevor neues Wachstum beginnt. Vermeiden Sie es, während der Brutzeit (März bis September) zu schneiden, da dies Vögel stören könnte.
Um immergrüne Sträucher vor Wind und Frost zu schützen, bedecken Sie die Pflanzen mit Vlies. Das Mulchen der Basis hilft auch, die Wurzeln vor Frost zu schützen. Achten Sie darauf, dass die Abdeckungen nicht zu fest sitzen und eine ausreichende Luftzirkulation ermöglichen.
Einige immergrüne Pflanzen, insbesondere Nadelbäume wie Kiefern oder Fichten, verlieren im Winter ihre älteren Nadeln. Dies ist normal und ein Teil ihres natürlichen Lebenszyklus. Wenn jedoch übermäßiger Blattverlust oder Verfärbungen auftreten, könnte dies auf Stress, Krankheiten oder unsachgemäße Pflege hindeuten.
Viele immergrüne Pflanzen sind trockenheitstolerant, insbesondere einige Arten von Koniferen. Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass der Boden gut drainiert ist und dass die Pflanzen zu Beginn ausreichend Wasser erhalten, um sich zu etablieren.
Besonders bienenfreundlich sind Winterheide, Zwergmispel oder Thymian als wintergrüne Pflanzen. Die Blüten bieten den Insekten über lange Zeit Nektar und Pollen. Aber auch die Blüten von Kirschlorbeer oder Efeu werden häufig von Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle genutzt.
Als Frosthärte wird die niedrigste Temperatur bezeichnet, die eine Pflanzenart an ihrem natürlichen Standort überleben kann. Der Begriff wird jedoch unterschiedlich verwendet: Entweder bezieht er sich auf das Überleben lebenswichtiger Pflanzenteile (z. B. Rhizome oder das Herz der Pflanze) – dann übersteht die Pflanze den Winter, auch wenn ihre oberirdischen Teile erfrieren. Oder er meint die Temperatur, bis zu der die Pflanze vollständig unbeschadet bleibt. Daher wird Frosthärte teils als Temperaturbereich angegeben. Die tatsächliche Frosthärte kann je nach Standort und Zustand der Pflanze von den allgemeinen Angaben abweichen.
Während der Winterruhe sind die Lebensvorgänge bei Pflanzen stark eingeschränkt. Bei immergrünen Pflanzen ist der Stoffwechsel im Winter fast vollständig eingestellt und die Photosynthese findet bei Frost nicht statt. Durch spezielle Anpassungen schützen die Pflanzen ihre Zellen sodass es nicht zu Frostschäden kommt. Immergrüne Pflanzen behalten also ihre Blätter und Nadeln, gehen aber trotzdem in eine Art Winterruhe. Äußerlich sind sie grün, innerlich jedoch im Energiesparmodus.
Fazit - Ganzjährig grün mit der richtigen Pflanzenauswahl
Immergrüne Pflanzen behalten ihre Blätter oder Nadeln das ganze Jahr über und bieten somit auch im Winter Farbe und Struktur. Viele immergrüne Pflanzen sind dabei pflegeleicht, wenn ihre individuellen Bedürfnisse beachtet werden. Bei immergrünen Sträuchern im Kübel ist es wichtig, dass die Töpfe über ausreichend Drainage verfügen, um Staunässe zu vermeiden. Außerdem ist ein Winterschutz nötig, um die Pflanzen vor Frost zu schützen.
3 Vorteile auf einen Blick:
- Ganzjährig dekorativ: Immergrüne Pflanzen sorgen für Farbe und Struktur, auch im Winter.
- Sichtschutz und Windschutz: Ideal als immergrüne Heckenpflanze und als Sichtschutz.
- Bodenbedeckung: Verhindert Erosion und bietet Lebensraum für Tiere.
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* Sie finden uns in: Berlin-Brandenburg (Borgsdorf, Dallgow-Döberitz, Hoppegarten, Teltow, Wildau), Hamburg, Heilbronn, München, Nürnberg, Stuttgart, Unterhaching und Wiesbaden.
Ich liebe alle Gehölze, aber für die Lagerstroemia indica ‘Dynamite‘ schlägt mein Herz ganz besonders.
Fakten zu Christian Wenk:
- Studium: Dipl. Gartenbauingenieur
- Im grünen Bereich tätig seit: 2009
- Bei Pflanzen-Kölle seit: 2012
- Aufgaben: Produktionsleiter Baumschule
- Nachhaltigkeit bei Pflanzen-Kölle ist für mich: Umstellung der Eigenproduktion auf biologischen Anbau nach EU-Bio-Richtlinien.
- Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: gesunde, starke Pflanzen nachhaltig produziert













































