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Salbei pflanzen, pflegen und ernten

Salbei (Salvia officinalis)
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Salbei

Botanischer Name:Salvia officinalis
Weitere Namen:Echter Salbei, Gewürzsalbei, Heilsalbei, Küchensalbei, Apothekensalbei, Salbei
Verwendung:Gewürzpflanze, Pflanze für Balkon und Gefäß, Bienenweide, Blattstrukturpflanze, Salbeitee
Herkunft:Mittelmeer
Blütezeit:Mai bis Juli, teilweise eine zweite Nachblüte im Spätsommer
Blütefarben:verschiedene Blautöne
Besonderheiten:Der Name Salbei ist vom lateinischen "salvare" abgeleitet und bedeutet so viel wie "heilen". In allen Pflanzenteilen sind ätherische Öle sowie Gerb- und Bitterstoffe enthalten. Als Konservierungsmethode eignet sich das Einlegen des frischen Blattes in Essig oder Öl oder ein schonendes Trocknen.


Das aromatische Kraut Salbei ist ein fester Bestandteil in der mediterranen Küche. Klassiker wie Saltimbocca oder frittierte Salbeiblätter bereichern den Speiseplan seit Langem und bestimmt besitzen auch Sie ein Rezept mit Salbei. Der charakteristische Duft der Blätter macht das Gewürzkraut zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Küche und verleiht den Speisen eine typische Note. Als Halbstrauch findet der echte Salbei nicht nur im Garten seinen Platz, auch für große Gefäße und Balkonkästen ist das Kraut geeignet. Junge Blätter und Triebspitzen können frisch oder getrocknet verwendet werden. Mit wenig Pflege ist Salvia officinalis dekorativ und nützlich zugleich. Das Kraut lässt sich gut schneiden und entfaltet im Garten mit dekorativem Laub auch ohne Blüte eine besondere Wirkung. Als Mitglied der Familie der Lippenblütler liefern alle Salbeiarten wertvollen Nektar und dienen so als Nährpflanze für Bienen und andere Insekten.

Salbei pflegen

Die Pflege von Salbei ist einfach und bedarf wenig Zeit. Die anspruchslose Gewürzpflanze mag es sonnig und eher trocken. Neben dem richtigen Standort und den optimalen Bodenbedingungen ist lediglich ein regelmäßiges Ernten der Blätter förderlich. Kürzen Sie die Triebe im Frühjahr um ein Drittel ein. Durch den Schnitt erzielen Sie, dass sich die Staude verzweigt und kompakt wächst. Verzichten Sie auf einen Rückschnitt im Herbst, denn das Laub dient als natürlicher Schutz bei tiefen Temperaturen. Besonders in rauen Lagen ist ein Winterschutz bei buntlaubigen Sorten empfehlenswert. Salbeiblüten zieren die Pflanzen und locken Insekten an. Durch die Blütenbildung wird jedoch das Wachstum geschwächt. Daher liegt es an Ihnen, ob Sie gerne kontinuierlich Blätter ernten oder die Blumen genießen und die Pflanze als Nektarpflanze sehen möchten. Generell ist es einfach, Salvia richtig zu pflegen, und es bedarf nur wenig Aufwand. Lesen Sie nachfolgend alles zum Thema Salbei gießen, Salbei düngen, Salbei schneiden und was die richtige Erde für Salbei ist.

Wissensfakt: Salbei bevorzugt magere Böden. Bei zu viel Stickstoff, Feuchtigkeit und Humus leidet das Gewürzkraut. Daher ist es wichtig, dass Sie den Standort sorgfältig wählen und bei Salbei im Topf eine Mischung aus Kräutererde und Sand verwenden. Nur selten müssen Sie Salbei düngen.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte

Salbei-Standort

Der optimale Standort für Salbei im Garten ist sonnig und mit gut durchlässigem Boden. Schatten und stauende Nässe werden nicht akzeptiert. Als Mittelmeerpflanze bevorzugt das Kraut kalkhaltige, sandige Lehmböden und lehmige Sandböden. Schwere Lehmböden werden mit Sand verbessert. Ideal ist ein Platz in der Nähe einer Hauswand oder in Kräuterspiralen in Verbindung mit Steinen. Auch im Topf bevorzugt Salbei möglichst volle Sonne.

Salbei kann auch bestens im Steingarten gepflanzt werden. Achten Sie darauf, dass der Standort in der Sonne liegt und der wintergrüne Halbstrauch ausreichend Platz zur Entfaltung hat. Bei optimalen Bedingungen kann eine Pflanze bis zu einem halben Quadratmeter bedecken.

Im Hochbeet sollten Sie Salbei an den Randpflanzen und darauf achten, dass die Erde nie zu feucht ist.

Kurzfristig kann Salbei auch im Haus auf der Fensterbank stehen, jedoch ist Salbei eine Gartenpflanze für das Freiland und leidet bei zu langem Aufenthalt im Raum. Salbeipflanzen im Übertopf sind daher nur kurzfristig eine Dekoration auf der Fensterbank, dort aber praktisch zur direkten Verwendung. Der Halbstrauch entwickelt sich in großen Töpfen oder im Boden ausgepflanzt bedeutend besser.

Unser Gärtnertipp: Pflanzen Sie verschiedene Salbei-Arten und erleben die Vielfalt der Blattfarben und -formen. Auch in Gefäßen ergeben gemischte Pflanzungen mit winterharten Sorten ein mediterranes Flair.

Salbei gießen

Direkt nach dem Pflanzen ist es wichtig, dass Sie die Salbeipflanze gut angießen. In den folgenden Wochen sollten Sie je nach Temperatur, Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit gießen. Bis sich neue Wurzeln gebildet haben und die Pflanze sich etabliert hat, ist bedarfsorientiertes Wässern wichtig. Nach dem Einwurzeln im Boden benötigt Salbei wenig Pflege und muss nur in extrem trockenen Phasen gegossen werden. Ältere Pflanzen benötigen nur bei sehr trockenem Boden zusätzliches Wasser, meist ist der Niederschlag ausreichend. Vermeiden Sie Staunässe.

Salbei im Topf kann den ganzen Sommer über im Freien stehen. Als Kübelpflanze ist etwas mehr Aufwand notwendig, da der begrenzte Wurzelraum weniger Wasser speichert, jedoch ist auch hier stauende Nässe schädlich. Achten Sie darauf, dass es nie zu feucht ist, wenn Sie den Salbei im Topf überwintern. Ein Zeichen für zu viel Wasser kann sein, dass der Salbei die Blätter hängen lässt.

Salbei düngen

Salbei ist sehr genügsam und entwickelt sich auch mit wenig Nährstoffen. Der mediterrane Halbstrauch wächst ursprünglich an felsigen Standorten. Salbei benötigt daher wenig Dünger und toleriert mageren Boden. Vor allem bei Pflanzen, die im Boden wachsen, reicht das natürliche Humusangebot aus und das Kraut wächst ohne spezielle Düngung. Salbei kann über Jahre aus dem Boden die vorhandenen Nährstoffe aufnehmen. Auf gar keinen Fall sollten Sie Salbei mit mineralischem Dünger düngen. Verwenden Sie zum Salbei düngen Kölle Bio Kräuterdünger. Dieser Spezialdünger kann beim Austrieb im Frühjahr und im Juni verwendet werden. Alternativ ist es möglich, Salbei mit Kölle Bio Naturdünger zu düngen.

Salbei in Töpfen können Sie im April mit Kölle Bio Kräuterdünger oder Kölle Bio Naturdünger versorgen. Achten Sie bei der Dosierung auf die Angabe auf der Packung. Vermeiden Sie zu hohe Düngergaben und düngen Sie Salbei nur bis Ende August. Eine spätere Düngung vermindert die Winterhärte.

Profitipp: Salbei im Topf können Sie mit organischen Düngestäbchen düngen. Diese wirken über Wochen und versorgen den Halbstrauch mit den notwendigen Nährstoffen. Die letzte Düngung sollte Anfang August stattfinden, so ist die Pflanze entsprechend ausgereift und nicht zu wüchsig im Herbst und Winter. Düngen Sie eher sparsam, denn Salvia ist sehr anspruchslos.

Salbei schneiden

Bei der Ernte von April bis Oktober schneiden Sie bei Ihrem Salbei regelmäßig die Triebspitzen ab. Die aromatischen Triebspitzen sind zart und können für Speisen und Tee direkt frisch verwendet werden. Auch ohne Schere können Sie die weichen Triebe ernten, leichter geht es jedoch mit einer Gartenschere. Durch das Schneiden verzweigt sich der Salbei besser und bildet neue Triebe.

Ohne Rückschnitt kommen die meisten Salbeiarten zur Blüte. Die zu der Familie der Lippenblütler gehörende Pflanze ist ein absoluter Liebling bei Insekten. Daher kann es ratsam sein, dass Sie Ihren Salbei nur wenig schneiden und die Salbeiblüte ab Anfang Juni erleben. Neben dem blühenden Salbei gibt es auch 'Non Flower' und 'Icterina', beides sind Salbeisorten, die nur selten oder gar nicht blühen.

Als verholzender Halbstrauch ist ein Schnitt an den weichen Trieben ratsam, jedoch bis ins Holz sollten Sie Salbei nicht zurückschneiden.

Wichtig ist, dass Sie Salbei nicht vor dem Winter schneiden. Die Zweige und das Laub dienen als Winterschutz. Je nach Sorte, Lage und Alter der Pflanze kann Salbei unbeschadet durch den Winter kommen. Teilweise leiden die immergrünen Blätter bei Dauerfrost.

Ab März treibt der Halbstrauch und die alten Blätter fallen ab. Jetzt ist es an der Zeit den Rückschnitt bei Salbei durchzuführen. Als Faustregel gilt, dass Salbei 2 Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden kann. Durch das Zurückschneiden wird der Salbei kompakt in der Form gehalten und bildet eine Vielzahl an neuen Trieben.

Profitipp: Alle verholzenden Kräuter wie beispielsweise Thymian, Bergbohnenkraut, Rosmarin, Lavendel oder Salbei können Sie nach dem Winter in Form bringen. Schneiden Sie bis zum Holz und verhindern so, dass die Pflanzen zu stark verkahlen und vergreisen. Leicht geht dieser Rückschnitt bei Salbei mit einer Gartenschere oder einer Heckenschere.

Salbei-Erde

Salbei bevorzugt leichte Erde und sollte daher nie in herkömmliche Blumenerde gepflanzt werden. Ideal ist es, wenn Sie Salbei in Kölle Bio Kräutererde pflanzen. Diese hochwertige Spezialerde ist auf die Bedürfnisse des verholzenden Halbstrauchs abgestimmt und bietet der Pflanze somit ideale Bedingungen. Falls Sie keine Kräutererde zur Hand haben, können Sie torffreie Pflanzerde mit Sand mischen und dadurch die idealen Bedingungen für Salbei schaffen.

Wichtig bei Salbei in Töpfen ist, dass eine Drainageschicht für den Wasserabzug sorgt und nie Staunässe vorherrscht. Zum Einpflanzen verwenden Sie Kräutererde.