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Salbei pflanzen, pflegen und ernten

Salbei (Salvia officinalis)
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Salbei

Botanischer Name:Salvia officinalis
Weitere Namen:Echter Salbei, Gewürzsalbei, Heilsalbei, Küchensalbei, Apothekensalbei, Salbei
Verwendung:Gewürzpflanze, Pflanze für Balkon und Gefäß, Bienenweide, Blattstrukturpflanze, Salbeitee
Herkunft:Mittelmeer
Blütezeit:Mai bis Juli, teilweise eine zweite Nachblüte im Spätsommer
Blütefarben:verschiedene Blautöne
Besonderheiten:Der Name Salbei ist vom lateinischen "salvare" abgeleitet und bedeutet so viel wie "heilen". In allen Pflanzenteilen sind ätherische Öle sowie Gerb- und Bitterstoffe enthalten. Als Konservierungsmethode eignet sich das Einlegen des frischen Blattes in Essig oder Öl oder ein schonendes Trocknen.


Das aromatische Kraut Salbei ist ein fester Bestandteil in der mediterranen Küche. Klassiker wie Saltimbocca oder frittierte Salbeiblätter bereichern den Speiseplan seit Langem und bestimmt besitzen auch Sie ein Rezept mit Salbei. Der charakteristische Duft der Blätter macht das Gewürzkraut zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Küche und verleiht den Speisen eine typische Note. Als Halbstrauch findet der echte Salbei nicht nur im Garten seinen Platz, auch für große Gefäße und Balkonkästen ist das Kraut geeignet. Junge Blätter und Triebspitzen können frisch oder getrocknet verwendet werden. Mit wenig Pflege ist Salvia officinalis dekorativ und nützlich zugleich. Das Kraut lässt sich gut schneiden und entfaltet im Garten mit dekorativem Laub auch ohne Blüte eine besondere Wirkung. Als Mitglied der Familie der Lippenblütler liefern alle Salbeiarten wertvollen Nektar und dienen so als Nährpflanze für Bienen und andere Insekten.

Salbei pflegen

Die Pflege von Salbei ist einfach und bedarf wenig Zeit. Die anspruchslose Gewürzpflanze mag es sonnig und eher trocken. Neben dem richtigen Standort und den optimalen Bodenbedingungen ist lediglich ein regelmäßiges Ernten der Blätter förderlich. Kürzen Sie die Triebe im Frühjahr um ein Drittel ein. Durch den Schnitt erzielen Sie, dass sich die Staude verzweigt und kompakt wächst. Verzichten Sie auf einen Rückschnitt im Herbst, denn das Laub dient als natürlicher Schutz bei tiefen Temperaturen. Besonders in rauen Lagen ist ein Winterschutz bei buntlaubigen Sorten empfehlenswert. Salbeiblüten zieren die Pflanzen und locken Insekten an. Durch die Blütenbildung wird jedoch das Wachstum geschwächt. Daher liegt es an Ihnen, ob Sie gerne kontinuierlich Blätter ernten oder die Blumen genießen und die Pflanze als Nektarpflanze sehen möchten. Generell ist es einfach, Salvia richtig zu pflegen, und es bedarf nur wenig Aufwand. Lesen Sie nachfolgend alles zum Thema Salbei gießen, Salbei düngen, Salbei schneiden und was die richtige Erde für Salbei ist.

Wissensfakt: Salbei bevorzugt magere Böden. Bei zu viel Stickstoff, Feuchtigkeit und Humus leidet das Gewürzkraut. Daher ist es wichtig, dass Sie den Standort sorgfältig wählen und bei Salbei im Topf eine Mischung aus Kräutererde und Sand verwenden. Nur selten müssen Sie Salbei düngen.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte

Salbei-Standort

Der optimale Standort für Salbei im Garten ist sonnig und mit gut durchlässigem Boden. Schatten und stauende Nässe werden nicht akzeptiert. Als Mittelmeerpflanze bevorzugt das Kraut kalkhaltige, sandige Lehmböden und lehmige Sandböden. Schwere Lehmböden werden mit Sand verbessert. Ideal ist ein Platz in der Nähe einer Hauswand oder in Kräuterspiralen in Verbindung mit Steinen. Auch im Topf bevorzugt Salbei möglichst volle Sonne.

Salbei kann auch bestens im Steingarten gepflanzt werden. Achten Sie darauf, dass der Standort in der Sonne liegt und der wintergrüne Halbstrauch ausreichend Platz zur Entfaltung hat. Bei optimalen Bedingungen kann eine Pflanze bis zu einem halben Quadratmeter bedecken.

Im Hochbeet sollten Sie Salbei an den Randpflanzen und darauf achten, dass die Erde nie zu feucht ist.

Kurzfristig kann Salbei auch im Haus auf der Fensterbank stehen, jedoch ist Salbei eine Gartenpflanze für das Freiland und leidet bei zu langem Aufenthalt im Raum. Salbeipflanzen im Übertopf sind daher nur kurzfristig eine Dekoration auf der Fensterbank, dort aber praktisch zur direkten Verwendung. Der Halbstrauch entwickelt sich in großen Töpfen oder im Boden ausgepflanzt bedeutend besser.

Unser Gärtnertipp: Pflanzen Sie verschiedene Salbei-Arten und erleben die Vielfalt der Blattfarben und -formen. Auch in Gefäßen ergeben gemischte Pflanzungen mit winterharten Sorten ein mediterranes Flair.

Salbei gießen

Direkt nach dem Pflanzen ist es wichtig, dass Sie die Salbeipflanze gut angießen. In den folgenden Wochen sollten Sie je nach Temperatur, Sonneneinstrahlung und Bodenbeschaffenheit gießen. Bis sich neue Wurzeln gebildet haben und die Pflanze sich etabliert hat, ist bedarfsorientiertes Wässern wichtig. Nach dem Einwurzeln im Boden benötigt Salbei wenig Pflege und muss nur in extrem trockenen Phasen gegossen werden. Ältere Pflanzen benötigen nur bei sehr trockenem Boden zusätzliches Wasser, meist ist der Niederschlag ausreichend. Vermeiden Sie Staunässe.

Salbei im Topf kann den ganzen Sommer über im Freien stehen. Als Kübelpflanze ist etwas mehr Aufwand notwendig, da der begrenzte Wurzelraum weniger Wasser speichert, jedoch ist auch hier stauende Nässe schädlich. Achten Sie darauf, dass es nie zu feucht ist, wenn Sie den Salbei im Topf überwintern. Ein Zeichen für zu viel Wasser kann sein, dass der Salbei die Blätter hängen lässt.

Salbei düngen

Salbei ist sehr genügsam und entwickelt sich auch mit wenig Nährstoffen. Der mediterrane Halbstrauch wächst ursprünglich an felsigen Standorten. Salbei benötigt daher wenig Dünger und toleriert mageren Boden. Vor allem bei Pflanzen, die im Boden wachsen, reicht das natürliche Humusangebot aus und das Kraut wächst ohne spezielle Düngung. Salbei kann über Jahre aus dem Boden die vorhandenen Nährstoffe aufnehmen. Auf gar keinen Fall sollten Sie Salbei mit mineralischem Dünger düngen. Verwenden Sie zum Salbei düngen Kölle Bio Kräuterdünger. Dieser Spezialdünger kann beim Austrieb im Frühjahr und im Juni verwendet werden. Alternativ ist es möglich, Salbei mit Kölle Bio Naturdünger zu düngen.

Salbei in Töpfen können Sie im April mit Kölle Bio Kräuterdünger oder Kölle Bio Naturdünger versorgen. Achten Sie bei der Dosierung auf die Angabe auf der Packung. Vermeiden Sie zu hohe Düngergaben und düngen Sie Salbei nur bis Ende August. Eine spätere Düngung vermindert die Winterhärte.

Profitipp: Salbei im Topf können Sie mit organischen Düngestäbchen düngen. Diese wirken über Wochen und versorgen den Halbstrauch mit den notwendigen Nährstoffen. Die letzte Düngung sollte Anfang August stattfinden, so ist die Pflanze entsprechend ausgereift und nicht zu wüchsig im Herbst und Winter. Düngen Sie eher sparsam, denn Salvia ist sehr anspruchslos.

Salbei schneiden

Bei der Ernte von April bis Oktober schneiden Sie bei Ihrem Salbei regelmäßig die Triebspitzen ab. Die aromatischen Triebspitzen sind zart und können für Speisen und Tee direkt frisch verwendet werden. Auch ohne Schere können Sie die weichen Triebe ernten, leichter geht es jedoch mit einer Gartenschere. Durch das Schneiden verzweigt sich der Salbei besser und bildet neue Triebe.

Ohne Rückschnitt kommen die meisten Salbeiarten zur Blüte. Die zu der Familie der Lippenblütler gehörende Pflanze ist ein absoluter Liebling bei Insekten. Daher kann es ratsam sein, dass Sie Ihren Salbei nur wenig schneiden und die Salbeiblüte ab Anfang Juni erleben. Neben dem blühenden Salbei gibt es auch 'Non Flower' und 'Icterina', beides sind Salbeisorten, die nur selten oder gar nicht blühen.

Als verholzender Halbstrauch ist ein Schnitt an den weichen Trieben ratsam, jedoch bis ins Holz sollten Sie Salbei nicht zurückschneiden.

Wichtig ist, dass Sie Salbei nicht vor dem Winter schneiden. Die Zweige und das Laub dienen als Winterschutz. Je nach Sorte, Lage und Alter der Pflanze kann Salbei unbeschadet durch den Winter kommen. Teilweise leiden die immergrünen Blätter bei Dauerfrost.

Ab März treibt der Halbstrauch und die alten Blätter fallen ab. Jetzt ist es an der Zeit den Rückschnitt bei Salbei durchzuführen. Als Faustregel gilt, dass Salbei 2 Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden kann. Durch das Zurückschneiden wird der Salbei kompakt in der Form gehalten und bildet eine Vielzahl an neuen Trieben.

Profitipp: Alle verholzenden Kräuter wie beispielsweise Thymian, Bergbohnenkraut, Rosmarin, Lavendel oder Salbei können Sie nach dem Winter in Form bringen. Schneiden Sie bis zum Holz und verhindern so, dass die Pflanzen zu stark verkahlen und vergreisen. Leicht geht dieser Rückschnitt bei Salbei mit einer Gartenschere oder einer Heckenschere.

Salbei-Erde

Salbei bevorzugt leichte Erde und sollte daher nie in herkömmliche Blumenerde gepflanzt werden. Ideal ist es, wenn Sie Salbei in Kölle Bio Kräutererde pflanzen. Diese hochwertige Spezialerde ist auf die Bedürfnisse des verholzenden Halbstrauchs abgestimmt und bietet der Pflanze somit ideale Bedingungen. Falls Sie keine Kräutererde zur Hand haben, können Sie torffreie Pflanzerde mit Sand mischen und dadurch die idealen Bedingungen für Salbei schaffen.

Wichtig bei Salbei in Töpfen ist, dass eine Drainageschicht für den Wasserabzug sorgt und nie Staunässe vorherrscht. Zum Einpflanzen verwenden Sie Kräutererde.

Salbei pflanzen

Als anspruchsloses Kraut können Sie Salbei am besten im zeitigen Frühjahr pflanzen. Auf schweren Böden, die zur Staunässe neigen, hilft eine Drainageschicht mit Kies. Leichte Sandböden benötigen etwas Pflanzerde zur Verbesserung der Bodenbeschaffenheit. Geben Sie die gut gewässerte Pflanze mit Kräutererde und organischem Dünger in das Pflanzloch und gießen direkt nach der Pflanzung gut an. Optimal ist ein trockener und durchlässiger Boden bei voller Sonneneinstrahlung. Eine Pflanzung von Salbei ist bis AnfangSeptember möglich, spätere Pflanzungen wurzeln nicht mehr gut ein und sind somit in kalten Wintern gefährdet. Ähnlich wie beim Ziersalbei sind der Zuwuchs und die Blüte im zweiten Jahr enorm und die Pflanze beansprucht einen beachtlichen Platz.

Unser Gärtnertipp: Auch an einem sonnigen und warmen Platz auf dem Balkon können Sie sich an Salvia erfreuen. Bei Pflanzung in Kästen und Gefäßen ist es wichtig, dass Sie Salbei mit solchen Pflanzen kombinieren, die einen ähnlichen Anspruch an die Bodenfeuchtigkeit haben. Optimale Pflanzpartner sind Rosmarin, Lavendel und Thymian. Genießen Sie so den aromatischen Geruch auf Balkon und Terrasse und ernten Sie die großen Blätter frisch aus dem Topf.

Salbei im Topf

Auch ohne Garten können Sie Salbei pflanzen. Der Halbstrauch ist genügsam und kann in großen Gefäßen zu einer üppigen Pflanze wachsen. Salbei im Topf ist pflegeleicht und toleriert Phasenmit wenig Wasser. Achten Sie auf eine Drainageschicht im Topf und pflanzen Sie Salbei ausschließlich in Gefäße, die über ein Wasserabzugsloch verfügen. Verwenden Sie zum Einpflanzen Kölle Bio Kräutererde. Auch auf dem Balkon und auf der Terrasse sollte der Platz für Salbei in der Sonne liegen.

Im Winter sollten Sie den Salbei im Kübel vor Forst schützen. Achten Sie darauf, dass der Standort für den Halbstrauch während der Überwinterung frostfrei, aber nicht wärmer als 5 °C ist. Prinzipiell kann Salbei im Topf im Freien überwintern, aber bei Kübelpflanzen sind die Wurzeln empfindlicher als bei Exemplaren, die im Boden ausgepflanzt sind. Daher ist eine Überwinterung von Salbei im Freien möglich, aber mit einem gewissen Risiko verbunden.

Aussaatkalender für Kräuter
Hochbeet mit Kräutern

Salbei überwintern

Im Kräutergarten ausgepflanzt übersteht Echter Salbei als winterharte Sorte in milden Lagen Temperaturen bis zu -10 °C. Die immergrüne Gewürzpflanze kann mit etwas Laub oder Reisig geschützt werden. Wichtig ist, dass es auch im Winter nicht zu feucht ist, jedoch auch nicht völlige Trockenheit herrscht. Hat die Salbeipflanze im Winter etwas gelitten, entfernen Sie den oberen Teil, jedoch ohne einen zu starken Rückschnitt. Als Halbstrauch treibt die Pflanze bis zum Sommer wieder gut durch und erholt sich. Salvia als Topfpflanze sollten Sie in einem hellen und frostfreien Raum überwintern. Buntlaubige Arten und besonders krautige Arten wie Honig- oder Ananas-Salbei (Salvia elegans und Salvia rutilans) sind mehrjährig, benötigen aber eine geschützte Überwinterung im Haus. Salbeisorten mit panaschiertem oder rotem Blatt gelten als bedingt winterhart.

Unser Gärtnertipp: Salvia im Topf kann an einem geschützten Standort im Freien bleiben oder frostfrei an einem hellen Platz bei Temperaturen von ca. 5 °C stehen. Die Pflanze darf nicht austrocknen, jedoch auch nicht zu viel Wasser bekommen. Beachten Sie, dass einige Sorten nicht winterhart sind.

Pflanzen für den Winterschutz mit Jutegewebe schützen

Salbei ernten & verwerten

Salbei kann fast ganzjährig geerntet werden. Von April bis September wächst das Kraut und bildet kontinuierlich neue Blätter. Am besten lässt sich die aromatische Pflanze mit einer Gartenschere ernten. Je nach Bedarf können Sie einzelne Blätter oder ganze Zweige abschneiden. Durch den Schnitt werden die Triebe an der Basis zum Verzweigen angeregt und ein Verholzen wird verzögert. Wichtig ist, dass nicht bis ins alte Holz geschnitten wird.

Durch den regelmäßigen Schnitt bildet der mediterrane Halbstrauch verzögert oder keine Blüten. Ohne Rückschnitt kommt es zur Blüte. Je nach Sorte und Standort variiert die Blütezeit von Salbei. Auch während der Blüte können Sie Salbeiblätter ernten. Salbeiblüten sind essbar und dekorativ.

Ob Sie Blütenansätze stehen lassen oder abschneiden, liegt in Ihrem Ermessen. Die duftenden Blüten sind eine wertvolle Nahrungsquelle für viele Insekten. Jedoch kostet die Blütenbildung den Küchensalbei Kraft und in dieser Phase werden weniger junge Blätter gebildet.

Ernten Sie Salbei möglichst an trockenen Tagen und verwenden Sie das Kraut frisch. Bei Bedarf können Sie die Salbeiblätter in feuchte Küchentücher eingewickelt bis zu 2 Wochen im Kühlschrank lagern. Ferner ist es möglich, die Salbeiblätter in ein mit Wasser gefülltes Glas zu stellen.

Salvia officinalis kann frisch als Zugabe zu Fleisch, Fisch, Gemüse oder Gnocchi verwendet werden. Bekannt sind Salbeiblätter als Standardgewürz in der italienischen Küche.

Bei gutem Zuwuchs können Sie Salbei ernten und trocknen oder zum Aromatisieren von Essig oder Öl verwenden. Hierfür werden einige Zweige für 2 bis 4 Wochen in die Flüssigkeit eingelegt. Die enthaltenen ätherischen Öle sind gut löslich und ergeben einen hervorragenden Salbeiessig oder ein würziges Salbeiöl.

Salbeiblätter lassen sich bestens trocknen. Hierbei werden die geschnittenen Zweige kopfüber an einem vor Regen und Sonne geschützten Platz aufgehängt. Wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist und die Salbeizweige luftig hängen. Die getrockneten Blätter sind für mehrere Monate haltbar und lassen sich wie frische Salbeiblätter zum Würzen von Speisen oder für Tee verwenden.

Weißer Salbei kann zum Räuchern verwendet werden. Geräuchert werden vor allem Blätter, die getrocknet sind. Nach der Ernte wird der Weiße Salbei flach ausgelegt, getrocknet und anschließend zu Bündeln zusammengebunden. Das Räuchern des Weißen Salbeis hat eine lange Tradition.

Profitipp: Junge Blätter von Salvia officinalis sind gehaltvoller als alte, daher ist ein regelmäßiges Ernten empfehlenswert. Der Gehalt an Inhaltsstoffen ist vor der Blüte am höchsten. Ernten Sie daher die Salbeiblätter rechtzeitig und genießen Sie das unvergleichliche Aroma als Tee oder Zugabe zu verschiedenen Speisen.

Salbei-Arten

Neben der gängigen graulaubigen Sorte sind durch Züchtungen und Selektionen eine Vielzahl an Küchensalbeiarten entstanden.

Grob untergliedert werden die Salbeiarten in:

  • buntblättriger Salbei
  • fruchtiger Salbei

Buntblättriger Salbei:

Die Farben der Blätter variieren je nach Art und so wird Salvia zur vielseitigen Strukturpflanze für Beet und Balkon. Neben goldgelb-marmorierten Blättern gibt es Sorten die cremeweiße Blattzeichnungen oder purpurrote Blätter haben.

Fruchtiger Salbei:

Auch das Aroma unterscheidet sich je nach Salbeiart und -sorte. Neben dem herkömmlichen Halbstrauch Salvia officinalis gibt es Ananassalbei, Honigmelonensalbei, Apfelsalbei, Zitronensalbei und andere fruchtige Salbeiarten. Wichtig zu wissen ist, dass die Fruchtsalbeiarten (Salvia elegans) sich in der Pflege, den Standortsansprüchen und der Düngung wesentlich vom Echten Salbei unterscheiden. Sie sind nicht winterhart und stärker im Wuchs.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über einige gängige Arten und ihre Farben.

Purpur-Salbei (Salvia officinalis 'Purpurascens')

Die attraktive Sorte überzeugt mit purpurfarbenem Laub. Neben der Verwendung als Gewürzpflanze eignet sich diese Art für gemischte Pflanzungen im Beet oder Topf. Pflanzungen mit dem winterharten Purpur-Salbei sind farbenfroh, denn bei ausreichender Sonne dunkeln die Blätter nach und sind so äußerst dekorativ.

Dreifarbiger Salbei (Salvia officinalis 'Tricolor')

Die Blätter des Dreifarbigen Salbeis sind weiß umrandet und besitzen rosafarbene Triebspitzen. Malerisch fügt sich die bis zu 50 Zentimeter große Salbeipflanze in das Kräuterbeet oder in gemischte Pflanzungen mit anderen Stauden ein. Auch für Balkonkästen und Töpfe eignet sich die Pflanzenart, die etwas Winterschutz benötigt.

Gelbgrüner Salbei (Salvia officinalis 'Icterina')

Mit ihren gelbgrünen Blättern ist diese Art in Einzelpflanzung oder gemischt in Gruppen eine Augenweide. Die aromatischen Blätter eignen sich genauso für jedes Rezept wie die der herkömmlichen Art. In der kalten Jahreszeit sollte der gelbgrüne Salbei in rauen Lagen Winterschutz erhalten. Diese Salbeiart blüht nur selten und wird vor allem wegen der attraktiven Blätter geschätzt.

Muskateller-Salbei (Salvia sclarea)

Der Muskateller-Salbei ist eine besondere Salbei-Art mit nach Zitrus duftenden Blättern und Blüten. Dabei ist er sowohl eine Duft- als auch Zierpflanze. Das Aroma ist einmalig und charakteristisch zugleich. Muskateller-Salbei ist zweijährig bis mehrjährig. Im ersten Jahr bildet er eine Rosette aus, erst im zweiten Jahr entwickeln sich Blütenstände. Vermehrt wird er über Aussaat.

Spanischer Salbei (Salvia lavandulifolia)

Als gedrungene Art mit lavendelartigem Laub ist der Spanische Lavendel ein besonders aromatischer Halbstrauch. Winterschutz oder eine geschützte Überwinterung an einem frostfreien Platz ist erforderlich.

Weißer Salbei (Salvia apiana)

Der aus Nordamerika stammende Weiße Salbei ist vor allem als beliebtes Kraut zum Räuchern bekannt. Der intensiv harzige Duft der Blätter macht den Weißen Salbei zu etwas ganz Besonderem. Weißer Salbei ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Leicht lässt sich die Räucherpflanze durch Aussaat vermehren.

Kombinieren Sie doch die unterschiedlichen Stauden und genießen neben den verschiedenen Blattstrukturen die lange Blütezeit und bei einem Rückschnitt die zweite Blüte im Spätsommer. Lesen Sie mehr zum Thema Garten-Salbei (Salvia nemorosa) und weitere Artikel in unserem Pflanzenlexikon.

Salbei: Schädlinge & Krankheiten

Alle Salbeiarten enthalten ätherische Öle, duften stark und sind somit etwas geschützt gegen Schädlingsbefall. Bei richtiger Pflege und optimalem Standort sind alle Salbeigewächse den ganzen Sommer über vital. Schädlingsbefall tritt vor allem an geschwächten Pflanzen nach dem Winter oder bei falscher Pflege auf. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Ratgeber Pflanzen-Kölle Doktor.

Blattläuse

Blattläuse saugen vor allem am jungen Austrieb und durch das Absondern von Honigtau der Tiere kommt es zum Befall mit Rußtaubelag. Schneiden Sie die befallenen Stellen großzügig ab und entsorgen Sie die Zweige über den Hausmüll. Kurative Behandlungen mit Bio Aktivmitteln bewirken eine Vitalisierung der Pflanzen

Echter Mehltau

Die Pilzerkrankung tritt bei Salbei häufig bei warmen, trockenen Temperaturen auf und befällt vor allem die Blattoberfläche. Der weiße Belag ist abwischbar und breitet sich bei optimalen Bedingungen schnell aus. Entfernen Sie die befallenen Triebe großzügig und behandeln Sie die Pflanzen mit Bio Aktivmittel für mehltau- und pilzanfällige Pflanzen. Spezielle Pflanzenextrakte stärken die Zellwände und verhindern dadurch einen erneuten Befall mit echtem Mehltau.

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FAQ zu Salbei

Salbei als Gewürzpflanze blüht je nach Standort und Witterung ab Ende Mai. Meist sind die Salbeiblüten blauviolett. Für Tee sind die Blätter (vor und nach dem Blühen) empfehlenswert. Blühender Salbei ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und viele andere Insekten. Durch regelmäßiges Schneiden kommt Salbei später zum Blühen.
Salvia kann durch Aussaat vermehrt werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Samen nicht abgedeckt werden darf, denn Salvia gehört zu der Gruppe der Lichtkeimer. Streuen Sie den Samen auf die Anzuchterde und halten Sie die Aussaat gleichmäßig feucht. Optimal ist es, wenn Sie Salbei im Frühling aussäen. Wie viele andere Stauden lässt sich das Kraut auch durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie neue Triebe im Frühjahr und stecken Sie diese zur Bewurzelung in ein Anzuchtsubstrat. Bereits nach wenigen Wochen haben Sie eine neue Salbeipflanze. Bei Ziersalbei ist die Vermehrung identisch.
Meist sind hängende Blätter am Salbei eine Folge von zu viel Feuchtigkeit. Weiter sind dauerhaft tiefe Temperaturen oder zu wenig Wasser mögliche Ursachen.
Neben winterharten Arten gibt es auch einjährigen Salbei. Buntlaubige Salbeiarten sind bedingt winterhart.

Die Blüten mit ihrer typischen Lippenform sind charakteristisch für die Gattung Salvia. Ähnlich wie beim Garten-Salbei sind die Blüten violett, jedoch sind auch weiße Blüten gängig.

Salbei kann im Topf überwintert werden. Achten Sie jedoch auf eine frostfreie Überwinterung. Salbei im Topf leidet bei dauerhaften Temperaturen unter -10 °C.

Echter Salbei (Salvia officinalis) weist in allen Pflanzenteilen einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf und kann als Gewürz- und Pflanze verwendet werden. Garten-Salbei, der auch als Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) bekannt ist, ist eine Zierpflanze mit meist dunkelvioletten Blüten. Als Staude mit langer Blütezeit ist sie als Bienenweide sehr beliebt, zur Verwendung in der Küche ist Salvia nemorosa jedoch nicht geeignet.

Durch den Schnitt im Frühjahr bleibt Salbei wüchsig und verholzt weniger. Wichtig zu wissen ist, dass Sie Salbei nie im Herbst zurückschneiden sollten. Besser zum Überwintern von Salbei ist, dass die Triebe als natürlicher Schutz vorhanden sind. Nach den letzten Frösten im Frühjahr können Sie Salbei zurückschneiden. Lesen Sie mehr zum Thema Rückschnitt im Abschnitt Salbei schneiden.
Neben weiß blühendem Ziersalbei gibt es Weißen Salbei. Diese Salbeiart ist vor allem als Räucherpflanze beliebt. Die weißen, behaarten Blätter haben einen harzigen Duft. Zum Räuchern werden die angetrockneten Blätter vom Weißen Salbei verwendet.

Salvia kann durch Aussaat vermehrt werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Samen nicht abgedeckt werden darf, denn Salvia gehört zu der Gruppe der Lichtkeimer. Streuen Sie den Samen auf die Anzuchterde und halten Sie die Aussaat gleichmäßig feucht. Weiter lässt sich das Kraut, wie viele andere Stauden, durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie neue Triebe im Frühjahr und stecken diese zur Bewurzelung in ein Anzuchtsubstrat. Bereits nach wenigen Wochen haben Sie eine neue Salbeipflanze. Bei Ziersalbei ist die Vermehrung identisch.

Wer schreibt hier?

Als Bereichsleiter Bio Anbau schätze ich bei Pflanzen-Kölle besonders unseren Ressourcen- und Klimaschutz und unseren nachhaltigen Sortimente.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte

Fakten zu Quido Kleiner:

  • Ausbildung zum Gärtnermeister, Fachrichtung Blumen- und Zierpflanzen
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1979
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1991
  • Aufgaben: Bereichsleiter Bio Anbau in den eigenen Gärtnereien, Planung und Entwicklung der Bio Sortimente, Einhaltung und Umsetzung der Bio Verordnung
  • Für diese Pflanzen schlägt mein Herz: Kräuter in all ihrer Vielfalt und Spathiphyllum (Einblatt)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: fachliche Kompetenz, Zuverlässigkeit, lange Haltbarkeit unserer Produkte, Glaubwürdigkeit.

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