Buchs: Schädlinge & Krankheiten
Buchsbaum ist eines der beliebtesten Ziergehölze, jedoch wurden in den vergangenen Jahren große Schäden durch den Buchsbaumzünsler und einige Krankheiten verursacht. Die Krankheiten und der Zünsler kommen bisher nur regional vor, jedoch nimmt die Verbreitung leider deutlich zu. Nachfolgend detaillierte Informationen rund um den Buchsbaumblattfloh, Buchsbaumtriebsterben und den Buchsbaumzünsler.
Buchsbaumblattfloh
Die Blätter der Triebspitzen sind löffelartig gebogen und zusätzlich sind weiße, watteartige Ausscheidungen an den Blättern zu finden. Bei erstem Befall vom Buchsbaumblattfloh reicht ein kräftiger Rückschnitt aus, die Raupen zu dezimieren. Befallene Buchsbäume treiben nach dem Einkürzen wieder neu aus und können sich bestens erholen.
Buchsbaumtriebsterben
Der Pilz (Cylindrocladium buxicola) befällt zunächst einzelne Zweige bis hin zum ganzen Strauch. Die befallenen Pflanzenteile haben schwarzbraune Flecken und es kommt zum völligen Blattfall. Vor allem an Standorten, die nass sind und schwierig abtrocknen, sind die Gehölze betroffen und die Pilzsporen entwickeln sich rasch. Ferner sind geschwächte Pflanzen häufiger vom Buchsbaumsterben betroffen. Schneiden Sie möglichst die befallenen Triebe ab und entsorgen diese über den Hausmüll. Exemplare mit starkem Befall erholen sich nur schwer, häufig kommt es zum Absterben der ganzen Gehölze. Vorbeugende Behandlungen mit Kölles Beste Pflanzenkur stärken den Buchsbaum. Hervorzuheben ist, dass die Anfälligkeit innerhalb der Sorten gegenüber Buchsbaum-Krankheiten stark variiert.
Buchsbaumzünsler
Der Buchsbaumzünsler legt Eier ausschließlich an der Gattung Buxus ab. Die daraus entwickelnden jungen Raupen (grün-schwarz) sind äußerst gefräßig. Der Befall wird zunächst nicht bemerkt und innerhalb kurzer Zeit fressen die jungen Buchsbaumzünsler-Raupen ganze Pflanzen und Bestände kahl, schädigen die Rinde und somit den Strauch bis zum Absterben. Beim Buchsbaumzünsler gibt es drei bis vier Generationen pro Jahr. Die Raupen fressen zunächst an den Triebspitzen. Typisch für den Befall mit Buchsbaumzünsler ist die Bildung von Gespinsten. Ferner finden Sie bei warmem Wetter ab Mitte April die in Blätter eingerollte Raupen. Da es bisher keine natürlichen Feinde gibt, ist es ist zwingend notwendig, den Buchsbaumzünsler einzudämmen und zu bekämpfen. Wichtig bei der Bekämpfung ist eine frühzeitige Erkennung. Hierfür sind Buchsbaumzünsler-Fallen hilfreich. Diese speziellen Fallen ermöglichen ein gezieltes Monitoring und Sie erkennen, ob Falter bereits aktiv sind. Ein Absammeln der Raupen hat sich bei einzelnen Pflanzen bewährt und verhindert, dass die Population zu hoch wird und die Larven durch die Fraßtätigkeit Schaden anrichten. Weiter lassen sich die Gehölze mit einer ausgewogenen Düngung und einer Behandlung mit Kölles Beste Pflanzenkur gegenüber dem Schädling stärken. Raupen können den Winter bestens überstehen und der Schädling ist nach den ersten warmen Tagen aktiv am Fressen. Nachfolgend der Entwicklungszyklus des Buchsbaumzünslers und die möglichen Zeiten der Bekämpfung: