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Basilikum pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Ocimum basilicum

Wissenswertes über Basilikum

Botanischer Name:
Ocimum basilicum
Weitere Namen:

Basilienkraut, Königskraut

Verwendung:

einjähriges Kraut für Salate, Tomatengerichte und die mediterrane Küche

Herkunft:

tropisches Afrika und Asien

Blütezeit:

Juli bis September, je nach Sorte und Häufigkeit der Ernte

Blütefarben:

weiß

Besonderheiten:

Es gibt unzählig viele Sorten und Arten, die sich in Blattfarbe, Blattform und Geschmack unterscheiden. Als Besonderheit gilt das Strauchbasilikum, das im Topf bei 10 bis 12 °C überwintert und somit über viele Jahre als mehrjährige Pflanze wachsen kann.

 

Basilikum gilt als eines der beliebtesten Küchenkräuter überhaupt. Es ist vielseitig einsetzbar, leicht zu pflegen und mit seinem charakteristischen Aroma unverzichtbar in vielen Speisen. Schnell und einfach verfeinert frisches Basilikum alle Arten von Nudeln, Gemüse oder Fleisch. Zugleich sind die dunkelgrünen Blätter eine attraktive Dekoration. Unterschiedlich sind die Sorten im Geschmack, die Ansprüche an die Pflege sind jedoch identisch. Mit seinen weißen, zierlichen Blüten liefert das Küchenkraut eine große Menge Nektar und dient als wertvolle Nahrungsquelle für viele Insekten im Sommer. Ganzjährig kann der Klassiker als Zimmerpflanze im Haus an sonniger Stelle stehen. Es ist einfach zu pflegen und mit seinen kleinen Blättern praktisch zu ernten und ohne Mühe bereit für den schnellen Verzehr. Von Mai bis September fühlt sich Basilikum an einem sonnigen Standort im Freien wohl.

Basilikum pflegen

Für eine reiche Ernte benötigen alle Basilikum-Sorten einen durchlässigen und humosen Boden. Mit spezieller Kräutererde geben Sie dem Küchenklassiker die besten Voraussetzungen, dass das Küchenkraut wachsen und gedeihen kann. Der Klassiker der italienischen Küche bevorzugt nährstoffreichen Boden, daher ist es wichtig, dass Sie die Pflanzen mit speziellem Kräuterdünger versorgen. Durch die rein pflanzliche Nährstoffversorgung können Sie die Kräuter weiterhin in der Küche verwerten. Nur bei nährstoffreicher Erde erzielen Sie besonders schöne Triebe. Wenn Sie nicht düngen, werden die Pflanzen längerfristig mickrig und die Laubblätter werden hellgelb und bleiben klein.

Pflegetipps: Für buschige, kräftige Pflanzen ist es wichtig, dass Sie die Triebspitzen regelmäßig entnehmen. Das sogenannte Entspitzen fördert die Verzweigung und führt zu vielen frischen Trieben, die kontinuierlich geerntet werden können.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte

Basilikum Standort

Basilikum benötigt einen sonnigen und warmen Platz. Ab Ende Mai kann die Würzpflanze gut auf dem Balkon oder der Terrasse in Töpfen stehen oder im Garten ausgepflanzt werden. Am besten entwickelt sich das intensiv duftende Kraut an einem wind- und regengeschützten Platz im Garten, denn bei zu großen Wassermengen leidet die Pflanze, bekommt gelbe Blätter und kümmert. Als wärmebedürftige Pflanze fühlen sich Basilikum-Töpfchen auch das ganze Jahr auf der Fensterbank wohl. Wichtig hierbei ist, dass der ideale Standort zwar warm und hell ist, jedoch keine pralle Sonne am Mittag hat. Direkte Sonneneinstrahlung bei Auspflanzung im Garten wird toleriert, da die einzelnen Blätter im Freiland fester und robuster sind als bei Exemplaren im Topf auf der Fensterbank. Optimal ist es, wenn Sie neu gekaufte Exemplare in größere Töpfe pflanzen. Mit mehr Erde sind die kleinen Pflanzen leichter zu pflegen und es bilden sich am richtigen Standort schnell neue Triebe. 

Die besten Tipps: Die einjährige Pflanze sollte ab Mitte Mai zunächst an einem geschützten Platz im eigenen Garten oder auf dem Balkon stehen. Durch das schrittweise Angewöhnen an die Freilandbedingungen und die warmen Temperaturen entwickeln sich die grünen Blätter optimal. Im Herbst bei Temperaturen unter 15 °C ist ein Einräumen ins Haus notwendig. Vor allem bei mehrjährigen Arten lohnt sich eine Überwinterung.

Basilikum gießen

Das einjährige Kraut benötigt eine gleichmäßige Wasserversorgung. Geben Sie den Basilikumpflanzen regelmäßig Wasser und achten Sie darauf, dass Staunässe vermieden wird. Bei Trockenheit kann es leicht zu Blattschädigungen kommen. Richtiges Gießen bedeutet immer gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ohne überschüssiges Wasser.

Basilikum ernten & verwerten

Basilikum eignet sich hauptsächlich für den Frischverbrauch. Daher ist es ideal, wenn Sie die jungen Blättchen und Triebe laufend frisch ernten. Pflücken Sie die zarten Blättchen, bevor die Pflanze blüht. Ideal ist es, wenn Sie frische Kräuter direkt vor dem Verzehr ernten, denn bei einer Lagerung gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Gerne können Sie eventuelle Blüten auch abschneiden. Ältere Blätter sind hart und der Geschmack wird schärfer, daher sind junge Austriebe ideal. Ein Trocknen des Krautes ist möglich, jedoch nicht ideal, denn getrocknete Teile verlieren stark an Würzkraft.

Das aromatische Gewächs aus dem Süden passt zu allen Tomatengerichten, Salat oder Fleisch. Harmonische Kombinationen ergeben sich in Verbindung mit Zwiebeln und Knoblauch. Das Aroma ist am intensivsten, wenn die jungen Blätter mit Öl zusammen im Mörser zerkleinert werden. Wichtig ist, dass Basilikum nie mitgekocht, sondern als letzte Zugabe nach dem Kochen beigefügt wird. Neben dem Aromatisieren von Speisen kann das Küchenkraut als Tee getrunken werden.

Basilikum Aussaat & Anzucht

Neben dem Kauf von fertigen Pflanzen ist die Anzucht aus Samen eine Möglichkeit, um das beliebte Küchenkraut zu kultivieren. Die feinen schwarzen Samen werden auf die Anzuchterde gegeben und nicht abgedeckt, denn Basilikumsamen gehört zur Gruppe der Lichtkeimer. Gießen Sie die Aussaat gründlich an und stellen Sie die Saatkisten an einen geheizten und hellen Ort. Bei feuchter Wärme erscheinen die Keimblätter rasch. Durch ein Verpflanzen, das sogenannte Pikieren, werden die Basilikumpflanzen kräftiger und entwickeln sich bestens. Ab Mitte Mai können Sie die stabilen Jungpflanzen im Garten pflanzen. Ideal ist auch die Kultur im Hochbeet, denn hier sind die aromatischen Kräuter vor Schneckenfraß geschützt.

Aussaatkalender für Kräuter
Kleine Kräuter in Anzuchttöpfen, Gartenhandschuhe und Gartengeräte

Basilikum Arten

Generell sind zwei Gruppen bekannt, die aufgrund der Blattgröße leicht zu erkennen sind.

  • Kleinblättriges Basilikum
  • Großblättriges Basilikum

Als weiteres Merkmal kommt die Blattfarbe dazu. Durch Züchtungen sind so die rotblättrigen Arten entstanden. Attraktiv und aromatisch zugleich sind diese farbenfrohen Sorten. Egal welche Sorte Sie anbauen, der Klassiker zu Tomaten sollte in keinem Garten und auf keinem Balkon fehlen.

Abschließend gibt es eine Vielzahl an Basilikumarten, die sich durch die vielfältigen Duftnoten unterscheiden. So entstehen reizvolle Mischungen aus pfeffrigem Duft in Kombination mit einem einmaligen Aroma. Bekannte Arten sind:

  • Zitronen-Basilikum
  • Zimtbasilikum
  • Genoveser Basilikum

Strauchbasilikum – die robusten Arten

Außer den krautigen Pflanzen der Gruppe Basilikum gibt es die verholzenden Arten. Teilweise werden diese auch als ausdauerndes Basilikum bezeichnet. Je nach Sorte können sie 0,30 bis 1 m hoch werden und verholzen an der Basis. Bekannt ist vor allem das Strauchbasilikum. Neben dem Zyprischen Strauchbasilikum bereichert das Basilikum 'African Blue' den Garten und Balkon.

Basilikum Schädlinge & Krankheiten

Fühlt sich Basilikum an einem Standort wohl, ist er robust und wenig anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Gelbes Laub oder Läusebefall sind häufig eine Folge von Trockenstress, Staunässe oder Kälte und meist schwer zu bekämpfen. Sorgen Sie daher für optimale Standortbedingungen.

Schneckenfraß

Wichtig ist, dass Sie bei den ersten Fraßspurenreagieren, denn schnell stehen nur noch Stiele an der Pflanze. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Schneckenbefall und entfernen Sie die lästigen Tiere.

Läuse

Zunächst ist ein Befall mit Läusen an den Spitzen zu erkennen. Meist tritt ein Läusebefall im Zimmer in der lichtarmen Zeit auf. Schneiden Sie die Pflanze zurück und entsorgen Sie die befallenen Triebe. Stärken Sie die Würzpflanze mit Bio Pflanzenkur. Auf natürliche Art und Weise wird so das pflanzeneigene Immunsystem gestärkt und die Ausbreitung von Schädlingen und Pilzbefall vermindert.

Echter Mehltau

Vor allem nach warmen, trockenen Temperaturen und Trockenstress tritt ein echter Mehltau auf geschwächten Pflanzen auf. Entfernen Sie die betroffenen Pflanzenteile und geben Sie der Würzpflanze optimale Bedingungen. Mit etwas Glück treibt die Pflanze neu aus und Sie können weiterhin junge, vitale Blätter ernten. Auch hier empfiehlt sich eine Behandlung mit Bio Pflanzenkur.

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Pflanzen-Kölle Doktor

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Basilikum FAQ

Basilikum kann einfach durch Stecklinge oder Aussaat vermehrt werden. Schneiden Sie die Kopfstecklinge in einer Länge von ca. 10 cm ab und stecken Sie sie in kleine Töpfe mit Anzuchtsubstrat. Bei ausreichender Wärme und Feuchtigkeit findet innerhalb von 2 bis 3 Wochen eine Wurzelbildung statt. Ferner können Sie ganze Triebe in ein Glas Wasser stellen – innerhalb von 2 Wochen bilden sich Wurzeln. Die bewurzelten Stecklinge können Sie dann in kleine Töpfe mit nährstoffreicher Erde anpflanzen. 

Die Aussaat kann von April bis August im Haus oder Garten erfolgen. Wichtig ist, dass der feine Basilikumsamen nicht mit Erde bedeckt wird, denn das Gewürz gehört zur Gruppe der Lichtkeimer.

Im Sommer bei gutem Wachstum kann es dazu kommen, dass mehr Basilikumblätter nachwachsen, als man verbrauchen kann. Am besten schmecken die Blätter frisch, dennoch können Sie verarbeitet zu aromatischem Pesto oder eingelegt in Essig oder Öl ihr charakteristisches Aroma entfalten. Auch ein Trocknen der Blätter ist möglich, jedoch ist das Ergebnis eher enttäuschend, da durch das Trocknen viele Inhaltsstoffe verloren gehen.

In den Blättern sind Spurenelemente, Mineralstoffe, Ätherische Öle und Vitamine wie z. B. Vitamin C enthalten. Zudem sind wertvolle Vitalstoffe wie z. B. Betacarotin, Eisen und Vitamin K enthalten, die das frische Basilikum so gesund machen.

Pflanzen mit Blüte können noch verwendet werden, sie schmecken jedoch deutlich weniger intensiv, da durch die Blüte das Aroma verloren geht. Durch regelmäßiges Ernten der Blätter kann eine Blüte verzögert oder verhindert werden.

Wer schreibt hier?

Als Bereichsleiter Bio Anbau schätze ich bei Pflanzen-Kölle besonders unseren Ressourcen- und Klimaschutz und unseren nachhaltigen Sortimente.

Quido Kleiner
Unser Kräuter- & Gemüse-Experte

Fakten zu Quido Kleiner:

  • Ausbildung zum Gärtnermeister, Fachrichtung Blumen- und Zierpflanzen
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1979
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1991
  • Aufgaben: Bereichsleiter Bio Anbau in den eigenen Gärtnereien, Planung und Entwicklung der Bio Sortimente, Einhaltung und Umsetzung der Bio Verordnung
  • Für diese Pflanzen schlägt mein Herz: Kräuter in all ihrer Vielfalt und Spathiphyllum (Einblatt)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: fachliche Kompetenz, Zuverlässigkeit, lange Haltbarkeit unserer Produkte, Glaubwürdigkeit.

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