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Wissenswertes über Efeutute

Botanischer Name:Epipremnum aureum (Synonym: Epipremnum pinnatum oder Scindapsus aureus)
Weitere Namen:Efeutute, Goldene Efeutute, Goldranke, Tongapflanze, Scindapsus
Verwendung:Zimmerpflanze, Innenraumbegrünung, Raumklimapflanze, Kletterpflanze, Wintergartenpflanze, Ampelpflanze, Hanging Basket, Aquariumpflanze
Herkunft:Südpazifik
Blatt:herzförmig, grün, weißbunt, gelb, gepunktet, gefleckt; rankend
Blüte:sehr selten, untergeordnete Rolle, in den Tropen bestehend aus Kolben und Blütenblatt
Besonderheiten:Dient als natürlicher Luftfilter. Standort sollte keine direkte Sonne haben und auch nie kalt sein. Äußerst robuste Zimmerpflanze. Kann bis zu 3 Meter lang werden. Leicht in der Vermehrung. Wird als giftige Zimmerpflanze eingestuft, daher nicht in Reichweite von kleinen Kindern aufstellen. Kann horizontal oder vertikal wachsen.

 

Die Efeutute gehört in die Familie der Aronstabgewächse und ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze. Grundsätzlich ist die auch als Epipremnum aureum bezeichnete Gattung sehr robust und pflegeleicht. Die Kletterpflanze wächst mittels Luftwurzeln an Moosstäben, Bäumen und anderen Rankhilfen über mehrere Meter in die Höhe. Die bescheidene Grünpflanze fasziniert mit markant gefärbten Blättern und langen Ranken und ist einer der produktivsten Luftfilter überhaupt. Laut einer Untersuchung der NASA gehört der Klassiker zu den Pflanzen die der Luft viele Schadstoffe entziehen. Daher ist ein Platz im Büro, in öffentlichen Gebäuden, Gaststätten oder auch in Wohnräumen zu empfehlen. Neben der Filterfunktion wird die Luftfeuchtigkeit im Zimmer durch die Efeutute erhöht.

Efeutute pflegen

Epipremnum sind robuste und pflegeleichte Gewächse, die mit wenig Pflegeaufwand schnell für Stimmung an fast jedem Platz sorgen. Je nach Vorliebe kann das Aronstabgewächs als hängende Pflanze aufgestellt stehen oder mit geeigneter Kletterhilfe aufrecht gezogen werden. Die Pflege ist immer gleich, egal wie Sie die Efeutute kultivieren. Wichtig sind ausreichend Licht und ein bedarfsorientiertes Gießen und Düngen. Lassen Sie die oberste Schicht immer etwas abtrocknen bevor Sie erneut gießen. Als Kletterpflanze ist ein Moosstab zur Unterstützung hilfreich. Mit Haftwurzeln hält sich der Epipremnum selbst daran fest. Soll die Zimmerpflanze hängend wachsen, trocknen die Haftwurzeln und die Triebe ranken nach unten. Alle 2 bis 3 Jahre empfiehlt sich ein Umtopfen in ein größeres Pflanzgefäß und frische Pflanzerde. Hierfür ist das Frühjahr der richtige Zeitpunkt. Achten Sie darauf, dass der neue Topf zunächst mit einer Drainageschicht am Boden versehen wird. Verwenden Sie zum Verpflanzen hochwertige Grünpflanzenerde.

Efeutute Standort

Die Efeutute bevorzugt einen halbschattigen bis hellen Standort ohne direkte Sonne. Je stärker die Blätter gemustert sind, umso mehr Licht benötigen sie. Ist der Standort dunkler, wird das Laub grün und die Marmorierung schwächer. Optimal ist ein Platz an einem Blumenfenster, das nach Osten oder Westen ausgerichtet ist. Dunkle Standorte werden toleriert, jedoch ist hier der Zuwuchs geringer, die Ausfärbung schwächer und die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen höher. Ampeln oder Hanging Baskets sind gut geeignet und ermöglichen einen hängenden Raumschmuck. Direktes Sonnenlicht am Südfenster kann insbesondere im Sommer zu unschönen Verbrennungen führen. Zur Vermeidung der direkten Sonneneinstrahlung hilft ein Schattieren mit einem Rollo in den Mittagsstunden.

Unser Gärtnertipp: Von Mai bis August kann die immergrüne Efeutute an schattigen Standorten im Garten oder Balkon stehen. Bei Temperaturen unter 15 °C sollte ein Einräumen ins Haus stattfinden.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte

Efeutute gießen

Wichtig für Wachstum und Vitalität ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Wie häufig Sie wässern müssen, ist im Wesentlichen von der Temperatur, der Pflanzengröße, der Einstrahlung und des Substrates abhängig. Als Grundregel gilt, dass Efeututen nur mäßig gegossen werden und die oberste Erdschicht bis zum nächsten Wässern leicht abtrocknen soll. Vermeiden Sie Staunässe und schütten Sie Überschusswasser 15 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf oder Untersetzer ab. Kleine Exemplare können Sie auch wöchentlich tauchen. Hierbei stellen Sie die Efeutute in einen mit Wasser gefüllten Eimer und tauchen die Pflanze so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Der Vorteil der Tauchmethode ist, dass der Wurzelballen komplett durchnässt ist. Zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit können Sie die Zimmerpflanzen regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen.

Unser Pflegetipp: Kleinpflanzen können ein- bis zweimal pro Jahr in der Dusche oder im Freien mit handwarmem Wasser abgebraust werden. Sind die Grünpflanzen dafür zu groß und unhandlich, hilft ein Abwischen der Blätter mit einem feuchten Tuch. Dadurch entfernen Sie den Staub und unterstützen eine gute Entwicklung der Pflanze.

Zimmerpflanze gießen

Efeutute düngen

Epipremnum entwickeln bei guter Pflege lange Ranken mit einer Vielzahl von Blättern. Für dieses Wachstum ist die regelmäßige Gabe von Dünger erforderlich. Optimal geeignet ist ein spezieller Grünpflanzendünger, der wichtige Wuchs- und Vitalstoffe enthält und der Efeutute somit zu einem frischen Aussehen verhilft. Von April bis Oktober wird dem Gießwasser alle 2 Wochen der Flüssigdünger beigemischt. Im Winter ist es ausreichend die Efeutute im Abstand von 4 bis 6 Wochen zu düngen. Alternativ können Sie mit Düngestäbchen die Topfpflanze für einen Zeitraum von 3 Monaten mit den notwendigen Nährstoffen versorgen. Die Düngestäbchen für Grünpflanzen geben die Nährstoffe bedarfsgerecht ab und sind somit leicht in der Handhabung. Bei grünen Varianten sind gelbe Blätter ein Zeichen von zu viel Feuchtigkeit oder Düngermangel.

Efeutute schneiden

Efeututen müssen nicht geschnitten werden, oft sind die Ranken aber zu lang und ein Schnitt wird notwendig. Wichtig ist, dass Sie beim Efeutute Schneiden Gartenhandschuhe tragen, da Zimmerpflanze in allen Pflanzenteilen giftig sind und der Pflanzensaft die Haut reizen kann. Optimal ist es wenn Sie die Efeutute im Frühling einkürzen. Schneiden Sie mit einer scharfen Schere die Triebe in gewünschter Länge ab. Die beim Schnitt anfallenden Teile können als Stecklinge dienen. Leicht lassen sich Epipremnum durch Pflanzenteile vermehren. Krankes oder beschädigtes Laub wird wie beim Ficus, Efeu, Philodendron oder anderen Blattpflanzen regelmäßig entfernt.

Efeutute umtopfen

Alle 2 bis 3 Jahre empfiehlt es sich, dass Sie Epipremnum in ein größeres Gefäß umtopfen. Die vorhandene Erde ist durchwurzelt und ein größerer Topf wird notwendig. Achten Sie darauf, dass Sie zum Verpflanzen hochwertige Grünpflanzen- und Palmenerde verwenden. Diese ist strukturstabil und enthält die für die Art notwendigen Nährstoffe. Optimal ist ein pH-Wert von 5 bis 6,5. Wählen Sie einen Topf, der 5 bis 7 cm größer ist als der bisherige. Geben Sie zur Drainage eine Schicht Blähton auf den Topfboden und setzten Sie den Wurzelballen ebenerdig in das neue Gefäß. Den Hohlraum zwischen Topfrand und Wurzelballen füllen Sie mit frischer Erde auf. Wichtig ist, dass die Zimmerpflanze nach dem Umtopfen gleichmäßig feucht gehalten wird und die Blumenerde nie völlig austrocknet.

Efeutute Schädlinge & Krankheiten

Die robuste Efeutute ist am optimalen Standort eine pflegeleichte Zimmerpflanze, die selten von Krankheiten und Schädlingen befallen wird. Häufig sind wenig Licht und trockene Heizungsluft die Ursache für geschwächte Pflanzen. Folgende Probleme können auftreten. 

Spinnmilben 

Die befallenen Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte auf und auf der Blattunterseite sind Gespinste sichtbar. Meist reicht es aus, die Pflanzen mit Wasser abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln. Diese Bio Aktiv-Mittel enthalten natürliche Pflanzenextrakte, die zur Vitalisierung der Pflanze beitragen. Achten Sie darauf, dass sich die Spinnmilben nicht vermehren, da bei starkem Befall eine Bekämpfung schwieriger wird.

Zimmerpflanzen Schädlinge mit Lupe entdeckt
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Efeutute FAQ

Wenn Ihre Efeutute braune Flecken bekommt, ist das meist ein Hinweis auf Pflegefehler. Häufig wurde die Efeutute überwässert. Schauen Sie nach, ob die Erde nass ist, und prüfen Sie unbedingt, ob Wurzelfäule vorliegt. Ist die Erde nass und sind die Wurzeln noch in einem guten Zustand, sollten Sie in Zukunft unbedingt weniger gießen. Die oberste Erdschicht sollte beim nächsten Gießen auf jeden Fall angetrocknet sein.

Weiter ist ein falscher Standort häufiger Verursacher von braunen Flecken bei Efeututen. Zwar tolerieren Efeututen auch dunkle Standorte, jedoch bevorzugt die Efeutute einen hellen Standort mit viel indirektem Licht. Zudem sollten Sie Zugluft und dauerhafte Temperatur unter 14 °C vermeiden, da Kälteschäden sonst unumgänglich sind.

Efeutute (Epipremnum aureum) und Scindapsus sind optisch recht ähnlich. Die genetisch nah verwandten Grünpflanzen unterscheiden sich dadurch, dass Scindapsus-Arten nur einen Fruchtknoten in der Samenanlage haben und die Epipremnum-Arten mehrere davon besitzen. Häufig werden die Namen Epipremnum oder Scindapsus synonym verwendet. 

Prinzipiell ist es zunächst nicht schlimm, wenn Ihre Efeutute vereinzelt gelbe Blätter bekommt. Dass alte Blätter absterben, ist ein normaler Prozess. Werden jedoch viele Blätter gleichzeitig oder kurz nacheinander gelb, ist das bei Efeututen meist ein Zeichen von zu geringer oder zu viel Feuchtigkeit im Topf oder Düngermangel. Achten Sie auf regelmäßige Wassergaben, ohne die Erde dauerhaft nass zu halten, und versorgen Sie Ihre Efeutute im Sommer alle 2 Wochen und im Winter alle 4 bis 6 Wochen mit Grünpflanzendünger.

In ihrer Heimat wächst die Kletterpflanze an Bäumen empor, wodurch der wissenschaftliche Name "Epipremnum" begründet ist. Im griechischen steht "Epi" für "auf" oder "an" und "premnon" für "Stamm". "Aureum" wird aus dem lateinischen "Aureus", was für "golden" steht, abgeleitet und beschreibt die Färbung des Blattes. Als Synonym für Aureum wird teilweise auch pinnatum verwendet. Dies ist jedoch dieselbe Art.

Am einfachsten ist die Vermehrung durch Stecklinge. Sogenannte Kopfstecklinge lassen sich direkt beim Rückschnitt von großen Pflanzen gewinnen. Pflanzen Sie die Steckling direkt in Anzuchterde und achten Sie auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und Temperaturen über 20 °C. Auch ein Einstellen der Ableger in ein Glas mit Wasser ist eine Möglichkeit für die Bildung von Wurzeln. Anschließend werden die Stecklinge in Grünpflanzenerde eingetopft.

Wenn sich bei Ihrer Efeutute die Blätter einrollen, liegt das meistens daran, dass die Pflanze Wasser benötigt. Stellen Sie den Topf für 30 Minuten in ein Becken mit Wasser, so dass sich die Erde mit Wasser vollsaugen kann.

Umgekehrt kann es sein, dass die Pflanze an Wurzelfäule leidet und die maroden Wurzeln kein Wasser aufnehmen können. Überprüfen Sie die Wurzeln, entfernen Sie braune und matschige Wurzeln großzügig und setzen Sie die Efeutute in frische Erde.

Weitere Ursachen, warum die Efeutute ihre Blätter einrollt, können sein: Temperatur unter 18 °C oder über 30 °C, Überdüngung, Schädlingsbefall oder ein zu heller oder zu dunkler Standort.

Schwarze Flecken an einer Efeutute können ein Hinweis auf die Blattfleckenkrankheit sein. Dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die sich am Anfang in Form von kleinen schwarzen Punkten bemerkbar macht. Häufig ist ein Übergießen die Ursache. Die Flecken zeichnen sich durch sehr dunkle Ränder und ein helles Zentrum aus. Sie sind fast rund und befallen das ganze Blatt. Dieses fängt im Anschluss an zu welken und fällt ab. Hat Ihre Efeutute schwarze Punkte und ist von der Blattfleckenkrankheit befallen, benötigen Sie zur Behandlung ein Fungizid. Zudem sollten Sie befallene Blätter abschneiden und versuchen, Pflegefehler in Zukunft zu vermeiden.

Epipremnum aureum ist die gängige Art die mit gelb-grün gefärbten Trieben wächst und je nach Hybride hellgrün gefärbte Blätter aufweist. Durch Züchtungen und Selektionen sind eine Vielzahl an Varianten entstanden. So gibt es Sorten mit gelbem Laub, die gestreift oder gefleckt sind oder weiß mit grünen Zeichnungen. Die Wuchsform, die Ansprüche an den Standort sowie die Pflege sind bei allen Varianten identisch. Grundsätzlich gilt, dass eine Sorte mit grünem Blatt dunkler stehen kann als eine mit weiß-grünem oder hellgelbem Blatt. Bekannte Sorten sind "Golden Queen" oder "Marbel Queen".

In der Süßwasseraquaristik werden die Grünpflanzen zur Verbesserung der Wasserqualität genutzt. Obwohl die Pflanzen giftig sind, ist ein Einsatz bei Fischen gut möglich. Die Pflanzen im Aquarium entziehen dem Wasser in größeren Mengen schädliche Phosphate und Nitrate. Auch in Terrarien mit tropischen Bedingungen werden die Zimmerpflanzen verwendet.