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Bambus pflanzen, gießen und düngen - Tipps zum Gartenbambus

Bambus
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Gartenbambus

Botanischer Name:Fargesia, Phyllostachys, Pseudosasa u. a. (verschiedene Gruppen)
Weitere Namen:Riesengras, Schirmbambus, Knotenbambus
Verwendung:Solitärgehölz, Heckenpflanze, Sichtschutz, Bodendecker, Kübelpflanze
Herkunft:alle Kontinente mit Ausnahme von Europa und der Antarktis
Halmfarbe:hellgrün, dunkelgrün, gelb, schwarz, rötlich, mit Zeichnung
Besonderheiten:Mit Bambuspflanzen holen Sie sich Eleganz und Leichtigkeit in Ihr Zuhause. Das Gehölz überzeugt mit unvergleichlicher Schönheit und Anmut. Am richtigen Ort ist es äußerst pflegeleicht, winterhart und erfreut über Jahrzehnte.

 

Gartenbambus ist immergrün, winterhart und gehört zur Gattung der Süßgräser. Mit einer Vielzahl an Arten begeistert er nicht nur Liebhaber der asiatischen Gartenkultur. Ob als Heckenpflanze, Solitärgehölz oder Bodendecker, für jeden Verwendungszweck gibt es die passende Sorte und das bei geringem Aufwand für die Pflege. Mit dekorativen Halmen verzaubert das Riesengras schnell und die Gartenpflanze etabliert sich rasch im heimischen Garten. Ausgewählte Sorteneignen sich bestens für eine Kübelpflanzung, so können Sie das asiatische Flair auch ohne eigenen Garten genießen.

Bambus Standort

Die meisten Bambus-Sorten gedeihen an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Einige Vertreter, wie die bekannten Fargesia 'Simba', 'Bimbo', 'Standig Stone®', 'Smaragd' und 'Jumbo', bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen Platz. Grundsätzlich gilt, dass das Gehölz sich an vielen Stellen etabliert und zurechtkommt. Wichtig ist, dass der Untergrund locker und sandig-lehmig ist und Staunässe ausgeschlossen wird. Undurchlässige Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand verbessert werden. Der Platz darf in voller Sonne, jedoch nicht zu trocken sein. Generell empfiehlt es sich, das Beet bei der Pflanzung mit hochwertiger Pflanzerde zu verbessern, so erleichtern Sie den Pflanzen das Einwurzeln. Ein schwach saurer Boden (pH-Wert um 6) ist ideal.

Tipp: Gelbe Blätter an Bambus können die Folge von Staunässe oder Düngermangel sein. Wichtig ist, dass Sie den Untergrund vor dem Pflanzen tiefgründig lockern und speziellen Bambusdünger verwenden.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Gartenbambus gießen

Bambus ist nach dem Setzen recht anspruchslos und wächst gut weiter. Wichtig ist im ersten Jahr nach der Pflanzung ein bedarfsorientiertes Wässern. Dies bedeutet, dass in Phasen ohne Niederschlag zusätzlich gewässert werden muss. Je nach Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Größe der Gehölze variieren die Menge und die Häufigkeit des Gießens. Grundsätzlich gilt, dass in Abständen gegebene, größere Mengen besser helfen als tägliche kleine Gaben. Im ersten Jahr nach der Pflanzung kann jede Woche eine Wassergabe von 10 bis 20 Liter pro Exemplar notwendig sein. Wässern Sie jedoch immer in Abhängigkeit von Niederschlag und Temperatur. Auch in den Folgejahren sollte eine gleichmäßige Wasserversorgung gewährleistet sein. Vor allem in Kübeln braucht das Gehölz regelmäßige Wassergaben. Sind die Blätter eingerollt, ist das ein deutliches Anzeichen von Trockenheit. Auch in trockenen Wintern müssen ausgepflanzte Exemplare und Kübelpflanzen zusätzlich an frostfreien Tagen gegossen werden.

mit Gartenschlauch den Garten gießen

Gartenbambus düngen

Alle Bambuspflanzen haben einen hohen Nährstoffbedarf und werden vom zeitigen Frühjahr bis August mit Bambus-Dünger gedüngt. Dieser Spezialdünger ist auf die Bedürfnisse der Gattung abgestimmt und versorgt die Gehölze bestens. Das Bodenleben wird aktiviert und die Vitalität der Gewächse gefördert. Die erste Düngung erfolgt beim Austrieb im Frühjahr, die zweite im Sommer. Später als August sollten Sie nicht mehr düngen, um ein Ausreifen der Halme zu gewährleisten. Eine späte Düngung kann die Winterhärte der Pflanzen negativ beeinflussen.

Bambus schneiden

Bambus ist gut schnittverträglich und so können ausgewachsene Halme einfach in der gewünschten Höhe abgeschnitten werden. Zu beachten gilt, dass das Gehölz mehrjährige Halme bildet und daher im Frühjahr nicht bodentief abgeschnitten werden sollte, so wie es bei vielen anderen Grasarten üblich ist. Ein Neutrieb wächst im ersten Jahr bis zur endgültigen Höhe und im Folgejahr werden nur noch kurze Seitentriebe gebildet. Die Wuchshöhe hängt im Wesentlichen von der Varietät, dem Ort, der Wasser- und Nährstoffversorgung und dem Alter der Pflanze ab. Der Schnitt kann im Juli oder Anfang August erfolgen. Gut geeignet für den Schnitt ist eine elektrische Heckenschere, denn die Halme sind recht stabil. Einzelpflanzen können auch mit einer scharfen Schere geschnitten werden. Schneiden Sie noch während des Wuchses, dann verzweigen sich die neuen Triebe. Optimal ist ein Schnitt ca. 1 cm über der Verdickung der Halme.

Bambus pflanzen

Alle Bambusarten entwickeln sich im Beet ausgepflanzt am besten. Nach dem Kauf sollten Sie die Gehölze relativ zügig umtopfen, denn der Topf ist meist durchwurzelt und die Gefahr durch Trockenschäden ist groß. Gartenbambus kann ganzjährig gepflanzt werden. Optimal ist eine Pflanzung von Februar bis September. So haben die Riesengräser ausreichend Zeit zum Einwurzeln am neuen Standort und sind bestens für den ersten Winter gerüstet. In klimatisch ungünstigen Lagen ist eine Pflanzung im Frühjahr zu empfehlen.

Wichtig vor der Pflanzung ist, dass Sie prüfen, um welche Varietät es sich handelt. Auf alle Fälle sollten Sie bei ausläuferbildendem Bambus eine Rhizomsperre eingraben.

Die besten Tipps zum Pflanzen:

  • Stellen Sie das Gehölz in ein mit Wasser gefülltes Gefäß und tauchen Sie den Wurzelballen so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. So stellen Sie sicher, dass das Gehölz ausreichend gewässert ist.
  • Graben Sie ein Pflanzloch, das doppelt so groß und tief ist wie die Wurzeln.
  • Geben Sie bei Böden, die zur Verdichtung neigen, eine dünne Drainageschicht aus Kies oder Sand in das Pflanzloch.
  • Topfen Sie das Riesengras aus und stellen Sie es in das Pflanzloch.
  • Füllen Sie den Hohlraum zwischen Wurzelballen und Pflanzloch mit hochwertiger Pflanzerde auf.
  • Streuen Sie Bio Gartendünger auf die Oberfläche und arbeiten Sie ihn leicht ein.
  • Drücken Sie die Erde leicht fest, sodass der sogenannte Bodenschluss entsteht.
  • Gießen Sie die Neupflanzung mit 20 Liter Wasser.

Gartenbambus im Kübel

Auch ohne Garten können Sie das exotische Flair als mobiles Grün auf dem Balkon oder der Terrasse genießen. Idealerweise wählen Sie hierfür Gartenbambus Fargesia, der sich besonders gut für die Kultur im Topf eignet. Diese Varietäten zeichnen sich durch einen harmonischen Wuchs und eine gute Frosttoleranz aus. Erhältlich ist Bambus Fargesia in verschiedenen Sorten. Wählen Sie ein Pflanzgefäß, das etwa dreimal so groß ist wie der Wurzelballen. Nur in großen Kübeln (mindestens 50Liter Topf) kann sich das Gehölz prächtig entwickeln und Sie müssen weniger pflegen. Wichtig bei Haltung im Kübel ist eine gute Drainage. Dazu füllen Sie Blähton als untere Schicht in das Pflanzgefäß. Für die Pflanzung wählen Sie hochwertige Pflanzerde und Bio Gartendünger. Beachten Sie, dass Kübelpflanzen gut vor Frost geschützt werden müssen. Dies gilt für die Pflanze und die Wurzeln.

5 Tipps zur Kultur in Gefäßen:

  1. Ausreichend bewässern, jedoch stauende Nässe vermeiden
  2. Im Sommer regelmäßig düngen
  3. Alle 2 bis 3 Jahre umtopfen
  4. Winterschutz für Kübel, Wurzelballen und Pflanze. Wichtig ist, dass die Kübel auch vor Wind geschützt stehen.
  5. Auch im Winter gießen, um Trockenschäden zu verhindern

Pflegetipp: Für eine erfolgreiche Kultur im Pflanzkübel ist eine gleichmäßige Wasserversorgung notwendig. Als immergrünes Gehölz verdunstet die Pflanze kontinuierlich und mangels Bodenkontakt kann keine Feuchtigkeit aus dem Boden nachgeliefert werden.

Gartenbambus überwintern

Die Frosthärte von ausgepflanzten Exemplaren kann je nach Artbis zu -26 °C betragen. Kübelpflanzen sind frostempfindlicher und sollten mit Winterschutzmaterialien geschützt werden. Besonders frosttolerant sind Fargesia in verschiedenen Sorten. Im ersten Winter nach der Pflanzung sollten aber möglichst alle winterharten Bambusse mit Schutz versehen werden, denn die Frosttoleranz nimmt erst mit dem Alter der Gehölze zu. Als immergrünes Gehölz wird auch in der kalten Jahreszeit kontinuierlich verdunstet. Kann Feuchtigkeit aufgrund des gefrorenen Bodens nicht nachgeliefert werden, kommt es zu Trockenschäden und die Folge ist ein stärkerer Blattfall nach dem Winter. Das Riesengras regeneriert sich jedoch im Frühjahr gut und treibt aus dem Rhizombereich neue Sprossen aus. 

Unser Gärtnertipp: Optimal ist ein Winterschutz mit Vlies. Sorgen Sie auch im Winter für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Vor allem Tage mit tiefen Temperaturen und intensiver Wintersonne schaden dem Riesengras. Auch bei guter Pflege werfen ältere Halme nach dem Winter einige Blätter ab. Daher ist gelbes Laub im Frühjahr kein Grund zur Sorge.

Pflanzen für den Winterschutz mit Jutegewebe schützen

Rhizomsperre für Bambus

Bei der Gruppe des ausläuferbildenden Bambus ist der Ausbreitungsdrang enorm. Die Bambuspflanze wächst unterirdisch und treibt aus dem Speicherorgan (Rhizom) immer wieder an neuen Stellen aus. In großen Gärten kann dies sehr reizvoll sein. Um jedoch ein unkontrolliertes Ausbreiten zu vermeiden, empfiehlt sich der Einsatz einer sogenannten Rhizomsperre. Hierfür haben sich spezielle Folien oder Betonringe aus dem Straßenbau bewährt. Dieser Schutz wird 60 bis 90 cm tief in den Boden eingegraben.

Gartenbambusse Arten

Unterschiedliches Wuchsverhalten

Haben Sie Gefallen gefunden und sind nun auf der Suche nach der passenden Sorte? Zunächst gilt es die Frage zu beantworten, ob die Gattung an einer Stelle horstig wachsen soll oder Ausläufer treiben darf. Dadurch wird die Auswahl vereinfacht. Denn es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Bambus-Arten, die sich im Wuchsverhalten wesentlich unterscheiden. Achten Sie im nachfolgenden Text auf die Abkürzungen hb und ab. 

  • Horstbildender Bambus (hb)
  • Ausläuferbildender Bambus (ab)

In der horstbildenden Gruppe sind alle Fargesia Bambusse vertreten. Die Gruppe bildet keine Ausläufer, wuchert nicht und bleibt dem Standort treu. Somit beanspruchen sie weniger Platz und benötigen auch keine Wurzelsperre. Diese buschig wachsenden Bambuspflanzen werden von Jahr zu Jahr etwas breiter und höher und Sie dürfen sich auch Jahre nach der Pflanzung an einer immer größer werdenden Pflanze an derselben Stelle im Beet erfreuen. Eine flächige Verbreitung findet nicht statt. Neue Halme werden aus dem Wurzelstock selbst gebildet. Optimal sind diese neuen Sorten vor allem für kleine Gärten.

Zu der ausläuferbildenden Gruppe gehören z.B. Phyllostachys, Pleioblastus, Pseudosasa, Sasa, Hibanobambus und viele mehr. Diese Gehölze treiben alle Ausläufer und ohne sogenannte Rhizom- oder Wurzelsperre bringen sie schnell Dschungelfeeling in Ihren Garten. Optimal ist diese Gruppe für große Gärten, denn im Laufe der Zeit breiten sie sich aus und dienen so als guter Sichtschutz. Mit starken Halmen und variantenreichem Farbspiel überzeugt diese Wuchsgruppe. Die meisten Phyllostachys-Arten können am richtigen Standort mehrere Meter Höhe erreichen und im nährstoffreichen Boden als Sichtschutz, ähnlich wie Koniferen, fungieren.

Mögliche Verwendung

Bodendecker:

Die Zwergform Pleioblastus pumilus (ab) ist optimal für eine flächige Bepflanzung. Mit einem Wuchs von unter einem Meter ist der bodendeckende Zwergbambus das ganze Jahr über dekorativ und in vollem Umfang winterhart. Ein Rückschnitt des niedrig wachsenden Bambus erfolgt ausschließlich im Frühjahr.

Kübelpflanze:

Die meisten Sorten der Fargesia sind bestens als Topfpflanzen für Terrasse und Balkon geeignet. Eine langsam wachsende Pflanze ist Fargesia murielae 'Bimbo'. Mit grünem Halm und kompaktem Wuchs (1 bis 3 Meter) ist der sogenannte Kleine Gartenbambus im Topf oder als niedrige Hecke dekorativ. Erhältlich sind Fargesia in verschiedenen Größen.

Der mittelgroße Pseudosasa japonica (3 bis 5 Meter) überzeugt durch sein großes Blatt in sattem Grün. Innerhalb kurzer Zeit bildet der Pfeilbambus (ab) neue Halme und schmückt die Terrasse. Im Beet ausgepflanzt ist auch beim Breitblattbambus eine Wurzelsperre notwendig.

Sichtschutz:

Vor allem die rasch wachsende Gattung Phyllostachys (ab) wird als blickdichte Sichtschutzhecke oder Solitär gepflanzt. In wärmeren Regionen bilden die Riesengräser, sofern sie einen humosen Standort haben, eine Vielzahl an neuen Halmen. Spannend sind Variationen mit gelben Halmen oder grünen Streifen. In den letzten Jahren haben Züchtungen in der Gruppe Fargesia murielae viele interessante Varianten hervorgebracht. Eine der wichtigen ist Fargesia murielae 'Superjumbo®, ein schnell wachsender und robuster Vertreter der horstbildenden Bambusse. Weiter ist Fargesia Rufa (hb) als Multitalent für Hecken ideal. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 3 Metern überzeugt er vor allem mit sattem Grün und dichtem Wuchs. 

Das Sortiment variiert je nach Jahreszeit. Die Auflistung stellt nur einen kleinen Querschnitt unseres Sortimentes dar und soll Ihnen zeigen, dass die Vielfalt an Arten und Verwendungszwecken beinahe unbegrenzt ist. Einfach können Sie Bambus in unserem Onlineshop bestellen und bequem nach Hause liefern lassen. Gerne nehmen wir in unseren Gartencentern auch Ihren speziellen Wunsch als Kundenbestellung auf und ermöglichen Ihnen, dass Sie Ihren persönlichen Favoriten pflanzen können.

Unser Gärtnertipp: Zur kontrollierten Verbreitung der Wurzelausläufer (Rhizome) ist es wichtig, dass Sie eine Rhizomsperre aus PE-HDE- oder HDPE-Folie verwenden. Dadurch können Sie den Ausbreitungsdrang dieser Riesengräser eingrenzen.

Gartenbambus Schädlinge & Krankheiten

Spinnmilben

Vor allem Pflanzen mit häufig trockenem Wurzelballen werden von Spinnmilben befallen. Die befallenen Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte auf und auf der Blattunterseite sind Gespinste sichtbar. Meist reicht es aus, die Pflanzen mit einem Schlauch abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln. Diese Bio Aktiv-Mittel enthalten natürliche Pflanzenextrakte, die zur Vitalisierung der Pflanze führen und die Bambus Pflege einfach machen.

Blattläuse

Häufig werden frische Triebe im Frühjahr von Blattläusen befallen. Sobald Sie den Blattlausbefall festgestellt haben, empfiehlt es sich, die Pflanzen mit einem Wasserstrahl abzuduschen. Stärken Sie die Pflanzen mit Bio Aktiv-Mittel und achten Sie auf optimale Standortbedingungen. Häufig helfen diese Maßnahmen, ein weiteres Ausbreiten der Blattläuse zu verhindern.

Fraßspuren

Häufig fressen Hasen oder Kaninchen bei Fargesia die neu austreibenden Spitzen. Meist hilft ein kurzzeitiger Zaun, um die Pflanze zu schützen, denn bei größeren Trieben erfolgt kein weiterer Fraß.

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Pflanzen-Kölle Doktor

Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen zu Schädlingen und Krankheiten oder haben Fragen zu einem pflanzlichen Problem? Unsere Pflanzendoktoren helfen Ihnen gerne weiter – persönlich und online!

Bambus FAQ

Optimal sind Stauden und Gehölze, die einen sonnigen Standort bevorzugen. Schöne Kombinationen ergeben sich mit japanischen Azaleen, Formgehölzen, japanischem Ahorn, Blumenhartriegel, Strauchpfingstrosen, Gräsern, Magnolien und Funkien.

Eingerollte Bambusblätter sind meist ein Zeichen für Wassermangel oder Frost. Besonders die Gruppe der Fargesia-Arten rollt als Verdunstungsschutz die Blätter ein. Schon bald nach dem Wässern oder bei höheren Temperaturen erholt sich das Riesengras wieder.

Blühender Bambus kann absterben, da er sich vollständig verausgabt. Das letzte Mal Mitte der neunziger Jahre, als der Garten-Bambus blühte. Gegen blühendes und somit in der Folge sterbendes Gehölze ist jeder Gärtner machtlos. Aus Selektionen entstand die „Neue Generation“ der Fargesien, diese werden voraussichtlich erst in einigen Jahrzehnten blühen. Die Bambusblüte bei anderen Bambusarten hat nicht so gravierende Folgen. So regeneriert sich ein Phyllostachys nach der Blüte recht schnell und stirbt nicht ab. Die Vermehrung über Samen ist vor allem in der Züchtung eine gängige Methode.

Bambushecken sind eine gute Alternative zu herkömmlichen, immergrünen Hecken. Prinzipiell benötigt eine Bambushecke einen Schnitt pro Jahr. Bestens für Hecken geeignet sind Fargesia murielae 'Jiuzhaigou' als horstbildender Bambus mit aufrechtem Wuchs oder Phyllostachys bissetii und aureosulcata 'Spectabilis'. Bei beiden ist der Einbau einer Rhizomsperre jedoch zwingend nötig.

Wer schreibt hier?

Ich liebe alle Gehölze, aber für die Lagerstroemia indica ‘Dynamite‘ schlägt mein Herz ganz besonders.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Fakten zu Christian Wenk:

  • Studium: Dipl. Gartenbauingenieur
  • Im grünen Bereich tätig seit: 2009
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 2012
  • Aufgaben: Produktionsleiter Baumschule
  • Nachhaltigkeit bei Pflanzen-Kölle ist für mich: Umstellung der Eigenproduktion auf biologischen Anbau nach EU-Bio-Richtlinien.
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: gesunde, starke Pflanzen nachhaltig produziert

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