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Zierquitte pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Chaenomelis

Passende Produkte: Zierquitte

Wissenswertes über Zierquitten

Botanischer Name:Chaenomelis japonica, Chaenomelis speciosa, Chaenomelis x superba-Sorten
Weitere Namen:Zierquitte, Japanische Zierquitte, Chinesische Zierquitte, Scheinquitte, Japanische Scheinquitte, Chinesische Scheinquitte, Japanische Quitte, Chinesische Quitte
Verwendung:Blütenstrauch, Bienenweide, Fruchtschmuck, Vogelnährgehölz, Wildobst, Wildgehölz, Heckenpflanze, Fassadenbegrünung, sommergrüner Strauch, Solitärgehölz
Herkunft:Ostasien
Blütezeit:Mai bis Juni
Blütefarben:rot, orange, rosa, weiß; neue Typen mit gefüllten Blüten
Besonderheiten:Mit einer Höhe von 1,5 Meter ist das Gehölz ideal für kleine Gärten oder im Kübel. Zierquitten können je nach Sorte Dornen haben und variieren in der Blütenfarbe und Fruchtgröße. Achten Sie in den ersten Jahren nach der Pflanzung auf einen Winterschutz. Im Laufe der Jahre tolerieren die Ziersträucher tiefe Temperaturen besser.

 

Die Zierquitte, auch Scheinquitte genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Blüten der als Chaenomelis bezeichneten Pflanze erinnern an einfach blühende Rosen. Die beliebten Ziersträucher werden bereits seit dem 18. Jahrhundert in Gärten angepflanzt und aus verschiedenen Gründen geschätzt. Das bienenfreundliche Gehölz ist dekorativ, reichblühend, schnittverträglich, pflegeleicht und gut winterhart. Der Kleinstrauch kann in Einzelstellung oder für Hecken verwendet werden. Zierquitten im Kübel sind für lange Zeit auf Balkon und Terrasse dekorativ. Das Wildobst trägt zuverlässig Früchte, die zur Herstellung von Säften oder Konfitüre verwendet werden können.

Zierquitte pflegen & gießen

Die Blütengehölze benötigen am richtigen Standort nur wenig Pflege. Direkt nach der Pflanzung der Zierquitte ist ein bedarfsorientiertes Wässern wichtig. Dies bedeutet, dass in Abhängigkeit von der Temperatur gegossen werden sollte. Ein durchdringendes Wässern einmal pro Woche ist besser als ein tägliches Gießen mit geringen Mengen. Das Wasser sollte bis in tiefere Schichten gelangen und nicht nur die oberen 2 Zentimeter benetzen. Vermeiden Sie jedoch Staunässe. Zur Minimierung der Verdunstung können Sie im Frühjahr den Boden mit Mulch bedecken, bestens geeignet ist hierfür gut verrotteter Kompost. Dieser aktiviert das Bodenleben und gibt langsam Nährstoffe ab. Im Herbst ausgebracht schützt der Mulch als natürlicher Winterschutz.

Wissensfakt: Leidet die Zierquitte unter Trockenstress, sind die Blütenanzahl und der Fruchtansatz geringer. Bei Staunässe sind häufig die Blätter chlorotisch.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Zierquitte Standort

Chaenomelis stellt keine besonders hohen Ansprüche an den Standort. Die robuste Gartenpflanze gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Optimal sind tiefgründige, nährstoffreiche und leicht lehmige Böden. Leichte Sandböden sind ungeeignet, ebenso schwere zur Verdichtung neigende Böden. Um unerwünschten Wurzeldruck zu vermeiden, sollte der Zierstrauch als Flachwurzler im Abstand zu Hecken gepflanzt werden. Ideal ist ein Platz in der Nähe von Wegen oder Mauern, wo Wärme gespeichert und wieder abgegeben wird. Im Schatten leidet die Scheinquitte, wächst und blüht nur spärlich und die Früchte sind recht klein.

Unser Gärtnertipp: Achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu viel Kalk enthält. Chaenomelis bevorzugen einen pH-Wert zwischen 4,5 und 6.

Zierquitten düngen

Das Wildobst ist sehr genügsam und benötigt nur wenig Dünger. Kölle Bio Natur-Dünger eignet sich bestens zur Düngung der Zierquitte. Der rein organische Spezialdünger fördert das Wachstum und die Blütenbildung. Die Nährstoffe des Biodüngers werden in Abhängigkeit von Bodenfeuchtigkeit und Bodenwärme abgegeben. Düngen Sie die Zierquitte im April einmal und sorgen Sie so für eine Nährstoffversorgung für den ganzen Sommer. Eine zweite Düngung im Juni ist notwendig, verzichten Sie jedoch dabei auf mineralische Volldüngergaben, diese schaden mehr und belasten die Umwelt.

Profitipp: Zur Erhöhung der Widerstandskraft gegen Kälte und Trockenheit können Sie im Spätsommer eine Gabe Herbst-Dünger Winter-Fit ausbringen. Dieses Spezialprodukt enthält keinen Stickstoff und wirkt durch den Kaliumgehalt nachhaltig auf die Pflanze.

Düngekalender
Gartendünger

Zierquitten schneiden

Die Zierquitte wächst langsam und ohne Schnitt verzweigt sie sich gut. Daher ist ein Rückschnitt in den ersten Jahren nach der Pflanzung nicht notwendig. Vertrocknetes Holz können Sie jederzeit abschneiden. Weiter ist es möglich, Äste, die sich kreuzen oder nach innen wachsen, abzuschneiden. An alten Zierquitten können Sie einen Rückschnitt im März durchführen. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig und meist im Abstand von 3 bis 5 Jahren erforderlich.

Generell gilt beim Zierquitten-Schnitt: Weniger ist mehr und nicht vor dem Winter schneiden! Zweige lassen sich im Frühjahr in der Vase gut antreiben. Schneiden Sie im Februar einzelne Triebe und bereits nach wenigen Tagen im Haus können Sie sich an den zauberhaften Blüten erfreuen.

Zierquitte pflanzen

Fast ganzjährig können Sie Zierquitten kaufen und pflanzen. Der ideale Zeitpunkt, die Scheinquitte zu pflanzen, ist das Frühjahr und der Frühsommer. So hat das Ziergehölz ausreichend Zeit vor dem Winter neue Wurzeln zu bilden. Von einer späten Pflanzung im Herbst raten wir ab. Der Strauch sollte eingewurzelt in den Winter gehen.

7 Schritte der Zierquitten-Pflanzung:

  1. Lockern Sie den Boden tiefgründig und entfernen Sie alle Unkräuter.
  2. Graben Sie ein Pflanzloch, das doppelt so tief und breit ist wie der Wurzelballen.
  3. Bei sandigem Untergrund verwenden Sie großzügig hochwertige Pflanzerde.
  4. Bei schweren Lehmböden müssen Sie für eine gute Drainage sorgen. Geben Sie hierfür zunächst Sand, Kies oder Blähton in das Pflanzloch.
  5. Als nächstes wird die gut gewässerte Scheinquitte in das Pflanzloch gestellt und der Hohlraum mit einer Mischung aus Aushub und Pflanzerde aufgefüllt.
  6. Streuen Sie abschließend Bio Gartendünger auf die Oberfläche und arbeiten diesen leicht in den Erdboden ein.
  7. Zuletzt gießen Sie die Neupflanzung je nach Größe der Pflanze mit 10 bis 20 Liter Wasser an.

Unser Gärtnertipp: Zum Schutz vor Verdunstung und zur Förderung des Bodenlebens können Sie eine dünne Mulchschicht um die Scheinquitte ausbringen.

Zierquitte im Kübel

Auch ohne Garten können Sie die Scheinquitte als dekoratives und fruchttragendes Wildgehölz pflanzen. In ausreichend großen Gefäßen ist eine Kultur möglich. Achten Sie darauf, dass das Gefäß über ein Wasserabzugsloch verfügt und maximal 30 Liter Fassungsvolumen pro Pflanze aufweist. 

Tipps für die Pflanzung von Zierquitte im Kübel:

  • Geben Sie eine Drainage aus Blähton als untere Schicht in den Kübel. 
  • Verwenden Sie zur Pflanzung ausschließlich strukturstabile Pflanzerde. 
  • Achten Sie ganzjährig auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, vermeiden aber Staunässe. 
  • Schützen Sie den Topf vor zu tiefen Temperaturen mit Vlies. Vor allem die Wurzeln sind frostempfindlich. 
  • Achten Sie darauf, dass das Gehölz auch in der kalten Jahreszeit gleichmäßig Wasser benötigt und nicht völlig austrocknet.

Zierquitten-Arten

Zierquitte Arten Hotfire
Hot Fire®

  • Höhe: 150 cm 
  • Blütenfarbe: dunkelrot 
  • Fruchtfarbe: gelbgrün 
  • Besonderheit: besondere Blütenfarbe, Neuheit

Zierquitte Arten Friesdorfertyp
Friesdorfer Typ 205

  • Höhe: 150 cm 
  • Blütenfarbe: hellrot 
  • Fruchtfarbe: gelb 
  • Besonderheit: bedornte Triebe

Mit den neuen Sorten der Storm-Serie® können Sie Zierquitten mit großen, gefüllten Blüten erleben.

Zierquitte Schädlinge & Krankheiten

Zierquitten sind sehr robust und werden am optimalen Standort nur selten von Schädlingen befallen. Blattläuse an den Triebspitzen sind meist nur ein optisches Problem was sich durch Pflanzenstärkung in den Griff bekommen lässt. Staunässe führt zu Problemen im Wurzelbereich und Blattaufhellungen (Chlorose). Selten ist Feuerbrand bei Zierquitten zu finden.

Feuerbrand

Die bakterielle Erkrankung führt bei Zierquitten zum Absterben der Jungtriebe bis hin zu ganzen Ästen. Schneiden Sie beim ersten Befall die betroffenen Triebe großzügig ab und entsorgen diese über den Hausmüll. Bei starkem Befall muss die Pflanze entsorgt werden.