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Erdbeeren pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Fragaria x ananassa

Passende Produkte: Erdbeeren

Wissenswertes über Erdbeeren

Botanischer Name:

Fragaria x ananassa oder Fragaria vesca

Weitere Namen:

Wald-Erdbeere, Monatserdbeere

Verwendung:

Frucht für Sofortverzehr und Verarbeitung, Naschobst

Herkunft:

Walderdbeere: Europa, großfruchtige Sorten: Südamerika

Blütezeit:

April bis August

Erntezeit:

Mai bis September

Blütefarben:

weiß bis rosa

Besonderheiten:

Erdbeeren zählen zu den kalorienärmsten heimischen Früchten. Sie enthalten viel Vitamin C, Eisen und Folsäure. Nach der Ernte bilden sich eine Vielzahl an Ausläufern. Diese können Sie zur Vermehrung verwenden. Entfernen Sie die Ausläufer und stärken Sie so die Pflanzen.


Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Obstgewächsen. Das Aroma der süßen, roten Früchte ist frisch geerntet aus dem Garten am intensivsten. Um dieses Geschmackserlebnis erleben zu können, können Sie sie ganz einfach im Garten pflanzen oder in großen Gefäßen auf dem Balkon genießen. Bei Auswahl verschiedener Sorten können Sie das leckere Naschobst ab Ende Mai bis lange in den Sommer ernten. Botanisch ist das Mitglied der Rosengewächse eine Scheinfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen, gelben Punkte auf der Oberfläche, diese werden auch als „Nüsse“ bezeichnet. Korrekterweise ist die Erdbeere keine echte Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht, deren Samen nicht im Fruchtfleisch innen liegen, sondern obenauf. Die Vielzahl ist kaum zu übersehen, rund 1000 Sorten sind bekannt, jedoch werden im Anbau nur knapp 100 genutzt. Senga Sengana ist der bekannteste Vertreter im Sortiment. Die Sorten unterscheiden sich im Wesentlichen durch Reifezeit, Aroma, Größe und Wuchscharakter.

Erdbeeren pflegen

Erdbeerpflanzen sind robust und pflegeleicht. Wesentlich für einen hohen Ertrag ist, dass der Boden gleichmäßig feucht gehalten und Dünger bedarfsgerecht gegeben wird. Unkräuter sollten das ganze Jahr über entfernt und das Beet nach starken Niederschlägen vorsichtig gelockert werden. Ferner können Sie nach der Ernte das alte Laub abschneiden. Dadurch treiben neue Blätter besser aus und die Vitalität wird gesteigert. Den größten Ertrag liefern die Pflanzen im zweiten und dritten Standjahr. Nach drei bis vier Jahren lassen die Erntemengen, die Fruchtgröße und die Wüchsigkeit nach und es wird nötig, auf ein frisches Beet neue Pflanzen zu setzen. 

Geben Sie direkt nach der Blüte Holzwolle, Stroh oder spezielle Erdbeer- und Gemüsewolle auf die Pflanzerde. Dadurch bleibt das Erntegut sauber, trocken und vital. Das Entfernen der Ausläufer hilft der Pflanze Kraft zu sparen. Daher empfiehlt es sich, die Ranken direkt an der Mutterpflanze abzuschneiden. Bei Bedarf können die jungen Austriebe als Vermehrungsmaterial in Töpfe gepflanzt werden. Werden die Triebe an der Mutterpflanze belassen, wird die Reihe dichter. Das hat im kommenden Jahr kleinere Früchte und eine geringere Erntemenge zur Folge.

Unsere besten Tipps: Mit unterschiedlichen Sorten im Garten können Sie fast den ganzen Sommer Erdbeeren ernten. Wichtig ist, dass Sie die süßen Erdbeeren immer direkt ernten und nicht zu lange am Stock lassen. Mit der richtigen Pflege können Sie so alle 2 bis 3 Tage pflücken und genießen. Auch in großen Gefäßen mit ausreichend Erde lassen sich die Stauden anbauen.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst
Pflegekalender Erdbeere

Erdbeeren Standort

Erdbeeren fühlen sich an sonnigen Standorten richtig wohl und tragen aromatische Früchte in großer Menge. Auch bei weniger Sonne wächst das Obst und bringt Früchte, diese sind jedoch bedeutend kleiner und nicht so süß. Erdbeerpflanzen sind winterfest, aber empfindlich gegen Austrocknung in windigen Lagen. Ideal ist ein lockerer und humusreicher Boden mit einem schwach sauren Boden (pH-Wert 5,5). Ein schwerer Boden mit stauender Nässe wird nicht toleriert, hier kann es zu Wurzelkrankheiten kommen. Daher empfiehlt sich vor der Neuanlage eine tiefgründige Lockerung oder ein Anbau auf Dämmen.

Erdbeeren gießen

Erdbeerpflanzen benötigen eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. So sind weder stauende Nässe noch lange Trockenheit gut für die Stauden. Wichtig ist das gleichmäßige Wässern direkt nach dem Setzen, bis die Obstpflanzen gut Fuß gefasst haben. Ferner ist es wichtig, leichte Böden in trockenen Phasen oder direkt nach dem Verblühen zusätzlich zu bewässern. Wird im April und Mai zu wenig gegossen, sind kleine Früchte und ein geringer Ertrag die Folge. 

Wichtig beim Wässern von Erdbeerpflanzen ist:

  • Gießen Sie, wenn möglich, nicht über die Blätter und Blüten, sondern direkt an den Wurzelhals. Somit wird wassersparend gegossen und die Pflanzen bleiben möglichst trocken. 
  • Ideal ist ein Wässern am Morgen, so wird das Wasser bestmöglich aufgenommen und die Pflanzen sind bis zur Nacht abgetrocknet. 
  • Bis zum nächsten Gießen sollte der Boden etwas abtrocknen. 
  • Nie in der prallen Mittagshitze gießen.

Erdbeeren düngen

Für Wachstum und guten Behang ist es wichtig, dass Sie die Erdbeeren düngen. Neben Wasser und Sonne ist ausreichend Dünger notwendig, wenn Sie das Beerenobst im Garten anbauen. Düngen Sie im Frühjahr und stellen so der Pflanze ausreichend Nährstoffe für Wachstum und Fruchtansatz zur Verfügung. Gut geeignet ist ein Gemüse- und Beerendünger. Dieser organisch-mineralische Spezialdünger mit Guano enthält natürliche Rohstoffe und fördert so die Vitalität und den Fruchtansatz. Er besitzt eine Langzeitwirkung von bis zu drei Monaten. Eine weitere Düngung erfolgt nach der Ernte, um das Wachstum und bei einigen Sorten die Blütenneuanlage zu fördern. Wichtig ist, dass eine Düngung nie auf trockenem Boden erfolgen sollte, da es sonst zu Wurzelschäden kommen kann. Achten Sie auf die Verwendung von organischem Beerendünger, dieser wirkt über Monate. Mineralischer Dünger oder frischer Mist ist nicht empfehlenswert, da die hohen Stickstoffmengen, vor allem bei neuen Erdbeeren, schädlich für die Wurzeln und Fruchtqualität sind. Durch eine ausgewogene Nährstoffversorgung erzielen Sie eine reiche Ernte und süße Früchte.

Unser Gärtnertipp: Düngen Sie maximal zweimal im Jahr, denn zu üppig ernährte Pflanzen treiben viel Laub und weniger Früchte. Empfehlenswert ist ein Spezialdünger, der die Erdbeerpflanzen ausreichend versorgt, jedoch nicht zu viel Stickstoff enthält. Für Pflanzen die älter als zwei Jahre Sind, dient im Spätsommer eine dünne Schicht gut verrotteter Kompost als Bodenaktivator.

Erdbeeren pflanzen

Erfahren Sie alles um das Thema Erdbeeren pflanzen, die richtige Pflanzzeit, die Gewinnung von Stecklingen und die besten Pflanzpartner für Erdbeeren. 

Wann ist die beste Pflanzzeit für Erdbeeren?

Am besten ist es, wenn Sie im Spätsommer Erdbeeren pflanzen. Die beliebte Obstpflanze benötigt zur reichen Fruchtbildung ausreichend Zeit. Daher ist eine Pflanzung vor dem Herbst immer der Pflanzung im Frühling vorzuziehen. Nach dem Winter können Sie ab Mitte März bis Mitte Mai Erdbeerpflanzen kaufen und im Boden, Hochbeet oder Kübel pflanzen. 

Bei einer Pflanzung im Frühjahr sind die Erntemenge und die Anteile der größeren Früchte geringer. Die Sommerpflanzung hat vor allem bei einmaltragenden Typen den Vorteil, dass die Staude gut einwurzelt, viele Blütenanlagen gebildet werden und ein üppiger Behang im nächsten Jahr erfolgt. Die Winterruhe (Kältephase) ist für die Blüteninduzierung und Blütenbildung bei bestimmten Erdbeersorten notwendig.

Wissensfakt: Der Ernteertrag ist bei Erdbeeren im zweiten Jahr am höchsten. Daher ist es wichtig, den optimalen Zeitpunkt zum Pflanzen der Erdbeeren zu nützen und möglichst jedes Jahr neue Pflanzungen vorzunehmen. Ab dem dritten Standjahr wird die Erntemenge geringer und die Früchte sind kleiner.

Erdbeerpflanzen aus eigener Vermehrung pflanzen 

Neben der Möglichkeit, dass Sie Erdbeerpflanzen kaufen, können Sie aus bestehenden Beständen einfach Ableger gewinnen. Fast alle Sorten bilden sogenannte Ausläufer, die Sie abschneiden und zur Vermehrung verwenden können. Der beste Zeitpunkt zur Gewinnung der Ausläufer ist im Sommer. Nach der Ernte bilden die alten Erdbeerpflanzen an einer Art Schnüren die Ableger. Diese jungen Pflanzen sind mit der Mutterpflanze verbunden. Meist sind mehrere Jungpflanzen an einem Ablegertrieb. Teilweise haben die Ableger bereits Wurzeln. 

Zur Vermehrung werden die Ableger von der Mutterpflanze abgetrennt und in einzelnen Töpfe gepflanzt. Praktisch hierfür sind die Anzuchttöpfe, die biologisch abbaubar sind. Füllen Sie die Anzuchttöpfe mit Kölle Bio Anzuchterde und setzen je Topf eine junge Erdbeerpflanze ein. Achten Sie bei der Erdbeervermehrung auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Wichtig ist, dass das Substrat nie zu feucht ist, jedoch auch nie austrocknet. Als Standort für die Erdbeervermehrung eignet sich ein heller, halbschattiger Platz im Freien. Eine Abdeckung mit Kölle Gartenvlies hilft bei der Erdbeervermehrung die Verdunstung zu reduzieren und begünstigt die Wurzelbildung. Teilweise wird die Methode empfohlen, dass die Jungpflanze bis zur vollständigen Wurzelbildung an der Pflanze belassen wird und die jungen Erdbeerpflanzen erst im Spätsommer von der Mutterpflanze getrennt und eingetopft werden. 

3 Tipps zur Vermehrung von Erdbeeren durch Ableger 

  1. Markieren Sie bereits im Mai die Pflanzen, die reich tragen und große Früchte bilden. 
  2. Verwenden Sie nur vitale Erdbeerpflanzen zur Vermehrung. 
  3. Wählen Sie Ausläufer aus, die möglichst nah an der Mutterpflanze sind. Diese Jungpflanzen (Kindel) sind meist kräftiger.

Wissensfakt: Als Pflegemaßnahmen an Ihren Erdbeerpflanzen sollten Sie die Ausläufer möglichst früh abschneiden. Sie schwächen die Pflanzen und ohne das Entfernen der Ausläufer ist die Ernte im Folgejahr geringer. Achtung, bei immertragenden Sorten können Sie die Ranken an den Mutterpflanzen belassen, denn auch an den jungen Pflanzen werden Früchte gebildet.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erdbeeren pflanzen

Ganz gleich, ob Sie Pflanzen aus eigener Vermehrung oder gekaufte Erdbeerjungpflanzen haben, der Pflanzvorgang ist derselbe. Optimal für eine erfolgreiche Erdbeerkultur ist das Auspflanzen in den Boden oder in ein Hochbeet. Die Kultur in Töpfen und Kästen ist eine gute Möglichkeit, die süßen Früchte auf der Terrasse oder dem Balkon zu genießen, der höhere Ertrag ist jedoch bei einer Auspflanzung im Boden zu erwarten. Als Naschobst empfiehlt es sich, öfter tragende Erdbeersorten zu pflanzen. 

Erdbeeren pflanzen im Kübel/Blumenkasten/in der Hängeampel: 

  • Wählen Sie vor allem öfter tragende Sorten oder kleinwüchsige Sorten wie Monatserdbeeren und Walderdbeeren für die Kultur in Töpfen oder für Balkonkästen. Aber grundsätzlich können Sie alle Arten von Erdbeeren pflanzen. 
  • Achten Sie darauf, dass pro Erdbeerpflanze mindestens ein Erdvolumen von 5 Liter zur Verfügung steht. Je größer der Topf, desto besser hält er die Feuchtigkeit und desto einfacher ist die Pflege im Sommer. 
  • Erdbeeren sollten Sie in Töpfe pflanzen, die einen Durchmesser von ca. 15 cm haben und mindestens eine Höhe von 15 bis 20 cm aufweisen. 
  • Achten Sie auf einen Abstand zwischen den Einzelpflanzen von etwa 20 bis 25 cm
  • Fast alle Erdbeersorten eignen sich im Grunde genommen für die Bepflanzung von Hängeampeln. Besonders zu empfehlen für Ampelpflanzung sind Hängeerdbeeren. 

Erdbeeren pflanzen im Boden/Hochbeet:

  • Erdbeeren in Mulchfolie gesetzt Eine gute Bodenvorbereitung ist wesentlich für eine reichhaltige Ernte und süße Früchte. Wenn möglich, sollten Sie im Jahr vor dem Erdbeeren pflanzen zuvor Gründüngung als Bodenverbesserung einsäen oder Frühkartoffeln in Vorkultur.
  • Vor dem Setzen sollten Sie die jungen Erdbeerpflanzen gut wässern. 
  • Wählen Sie einen Pflanzabstand von 20 bis 30 cm innerhalb der Reihe und 50 cm von Reihe zu Reihe. Monatserdbeeren werden im Abstand von 25 cm gesetzt. 
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Erdbeerpflanzen nicht zu tief in den Boden pflanzen. Der Wurzelhals sollte mit dem Boden abschließen. Bei zu tiefer Pflanzung kann es zu Fäulnis kommen. 
  • Bis zum Einwurzeln ist es wichtig, dass die Jungpflanzen bedarfsgerecht gegossen werden. In Phasen mit wenig Niederschlag kann ein Gießen alle 2 bis 3 Tage notwendig sein. 
  • Ein Pflanzen in Mulchfolie minimiert den Unkrautbewuchs und somit den Pflegeaufwand. Ferner wird die Verdunstung reduziert und es muss seltener gegossen werden.