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Bärenfellgras pflegen, pflanzen und düngen - Tipps zu Festuca-Arten

Bärenfellgras
Inhaltsverzeichnis

Passende Produkte: Bärenfellgras

Wissenswertes über Bärenfellgras

Botanischer Name:Festuca scoparia, Festuca gautieri
Weitere Namen:Schwingel, Festuca, Bärenfellgras, Bärenfellschwingel
Herkunft:Pyrenäen
Verwendung:Bodendecker, Dachbegrünung, Rabatten, Steingarten, Rosenbegleitstaude, Friedhofsbepflanzung, Rasenersatz, Heidegarten Kiesgarten, Einfassungen
Blüte:grüne Rispen, unscheinbar, Juli bis August
Halmfarbe:

grün

Besonderheiten:Das Gras ist horstbildend, d.h., dass es polsterartig wächst und sich nicht zu stark ausbreitet. Es ist wintergrün und das Blatt ist das ganze Jahr über dekorativ. Der Boden sollte karg, mager und gut durchlässig sein!

 

Bärenfellgras ist ein beliebtes Ziergras, das dauerhaft über viele Jahre an derselben Stelle stehen kann. Es bildet einen meist rundlichen, dichten Teppich, der mit dem Fell von Tieren zu vergleichen ist. Somit kann der deutsche Name begründet werden. Es ist auf felsigen Hängen in den Pyrenäen heimisch und entsprechend gering sind die Ansprüche an den Boden und die Bärenfellgras Pflege. Die kompakt wachsende Staude gehört in die Gruppe der Schwingel, bildet dichte Polster, ist wintergrün und somit ganzjährig dekorativ. Alles Wissenswerte über die Bärenfellgras Pflege sehen Sie im folgenden Abschnitt.

Bärenfellgras pflegen & düngen

Nach der Pflanzung ist die wichtigste Pflege die gleichmäßige Bewässerung. Der Schwingel benötigt bis zum Einwurzeln Ihre Unterstützung. Das Gießen in den ersten Wochen ist abhängig von der Temperatur, der Einstrahlung und dem Niederschlag. Hat sich das Gras am Standort etabliert und neue Wurzeln gebildet, ist es nur am sonnigen Standort und in extrem trockenen Phasen nötig, dass Sie gießen. Grundsätzlich ist Festuca gautieri sehr robust und benötigt wenig Aufmerksamkeit. Ganz ohne Pflege entwickeln die Pflanzen eine kugelige Form und bereichern auch am halbschattigen Standort mit aparter Gestalt. Auch Düngergaben sind nur selten erforderlich. Verwenden Sie im Frühling Bio Naturdünger. Dieser Spezialdünger ist rein organisch und regt so auf natürliche Art und Weise das Bodenleben im Garten an. Weiter können Sie im August nach dem Verblühen die Blütenstände abschneiden. Wenn Sie die Blüten an dem Gras belassen, kann es ggf. zur Selbstaussaat kommen. Verzichten Sie jedoch auf einen starken Rückschnitt vor dem Winter, denn das Laub schützt die Staude vor zu viel Winterfeuchtigkeit und starkem Frost. Junge Pflanzen können Sie mit etwas Reisig oder einer dünnen Schicht Laub oder Kompost schützen.

Unser Gärtnertipp: Zu groß geratene Festuca können Sie im April verpflanzen. Hierfür teilen Sie die Pflanzen mit einem Spaten und setzen die Teilstücke an neuer Stelle wieder ein. Wichtig sind ein durchlässiger Boden und nur mäßiger Düngergehalt.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Bärenfellgras Standort

Der optimale Platz für Festuca ist halbschattig oder sonnig und hat einen durchlässigen, gerne auch steinigenUntergrund. Wichtig ist, dass es nie zur Staunässe kommt und nicht zu hohe Nährstoffgehalte im Boden vorhanden sind. Optimal eignet sich Gras zur Bepflanzung von Hängen, trockenen Flächen und auf extensiv bewirtschafteten Flächen. Auch für Pflanzgefäße und große Pflanzkübel kann Bärenfellgras verwendet werden. Achten Sie darauf, dass diePartner ähnlich geringe Ansprüche an Wasser und Dünger haben.

Unser Gärtnertipp: Auch im Winter ist es besonders wichtig, dass Niederschlag gut abfließen kann.

Bärenfellgras pflanzen

Optimal für Festuca gautieri ist eine Pflanzung von März bis Oktober. So kann sich die Staude am neuen Standort etablieren und bei ausreichender Feuchtigkeit und Wärme schnell anwachsen. Achten Sie darauf, dass Sie vor der Pflanzung den Untergrund gut auflockern. Schwere Böden verbessern Sie mit einer Zugabe von Sand als Drainage. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so tief und breit ist wie der Wurzelballen. Verwenden Sie zum Pflanzen eine geringe Menge strukturstabiler Pflanzerde und Bio-Gartendünger. Somit steigern Sie die Bodenaktivität und der Schwingel ist in den ersten Monaten optimal versorgt. Abschließend gießen Sie die Neupflanzung durchdringend an. Bei Bedarf können Sie um den Wurzelballen eine dünne Mulchschicht oder Kies geben. Dadurch wird die Verdunstung minimiert und Unkrautbewuchs verhindert. Achten Sie jedoch darauf, dass die Schicht nicht zu hoch ist.

Unser Gärtnertipp: Achten Sie bei der Pflanzung im Garten darauf, dass der Wurzelballen mit der Oberfläche bündig ist. Bei zu tiefer Pflanzung leidet der Bärenfell-Schwingel. Optimal ist ein Pflanzabstand von 20 bis 30 cm. Als Rasenersatz lassen sich ganze Flächen mit Bärenfellschwingel bepflanzen.

Bärenfellgras im Kübel

Mit dem winterharten Ziergras lassen sich auch PflanzgefäßeBalkonkästen oder Töpfe bepflanzen. Ob in Einzelstellung oder in Kombinationen, mit dem Schwingel lassen sich einfach ansprechende Arrangements erschaffen. Eine Drainageschicht und sparsames Gießen sind wesentlich für den Erfolg der Kübelpflanzung. Ausgepflanzt in Töpfen ist es besonders wichtig, dass es im Winter nie zu Staunässe kommt und an warmen Tagen gelegentlich gegossen wird.

Bärenfellgras Arten

Die botanische Gattung Festuca gehört zur Familie der Süßgräser und beinhaltet über 200 verschiedene Sorten. Viele davon kommen ausschließlich in der Natur vor. Neben dem Bärenfellgras gibt es:

Festuca glauca - Blauschwingel

Bei diesem Ziergras fasziniert vor allem die Sorte 'Elijah Blue' mit blau-grünen Halmen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 cm ist diese Art etwas höher als der Bärenfell-Schwingel Festuca gautieri.

Festuca ovina 'Eisvogel' – Echter Schaf-Schwingel

Mit seinen kugeligen Horsten und aufrechtem Laub in frischem Grün wird diese Schwingel-Art zur Befestigung von Böschungen oder als Rabattenpflanze verwendet. Die anspruchslose Gräser-Art wird bis zu 40 cm hoch und bildet auf dem Beet im Hochsommer fiedrige Blütenrispen. Auch in Samenmischungen für Landschaftsrasen ist Festuca ovina häufig mit Deutschem Weidelgras (Lolium perenne) und dem Rohr-Schwingel (Festuca arundinaceea) zusammen enthalten. Für eine kompakte Form schneiden Sie das Ziergras im Frühjahr auf 3 bis 5 cm zurück.

Bärenfell-Schwingel Schädlinge & Krankheiten

Alle Schwingel sind robust und nicht besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Probleme können durch einen zu feuchten Platz und falsche Pflege entstehen. Fühlt sich das Gras an einem Platz nicht wohl, so kann der Neuaustrieb ausbleiben oder die an sich winterharte Pflanze friert zurück.