Rasen düngen – der optimale Zeitpunkt und die besten Methoden
Rasen düngen – warum ist das überhaupt notwendig?
Mit dem Ausbringen von hochwertigem Dünger werden dem Rasen Nährstoffe und Spurenelemente zugeführt. Durch regelmäßiges Mähen und Entfernen des Schnittgutes wird der Grünfläche organisches Material entzogen, was langfristig zu einem Nährstoffmangel führen kann. Durch den Rasendünger werden Nährstoffe nachgeliefert, das Gras wird sattgrün und die Widerstandskraft wird verbessert. Zudem fördert der Einsatz von hochwertigem Spezialdünger die Bildung von Seitentrieben, dadurch wird die Rasenfläche dichter und somit weniger anfällig gegen Moos- und Unkrautbewuchs. Entscheidend ist die Auswahl des richtigen Rasendüngers. Durch organischen Rasendünger wird die Humusbildung angeregt und die Bodenqualität verbessert. Rasendünger mit mineralischen Anteilen wirkt schnell und die Nährstoffe sind für die Gräser direkt verfügbar.
Wesentliche Nährstoffe für Rasenflächen sind:
| Nährstoff | Wirkungsweise |
| Stickstoff (N) | Verantwortlich für das Wachstum und die Grünfärbung |
| Phosphor (P) | fördert das Wurzelwachstum |
| Kalium (K) | stärkt die Gräser gegen Trockenheit, Kälte und Krankheiten |
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Düngen? – der Düngekalender für das ganze Jahr
Mit Beginn des Wachstums nach dem Winter ist es wichtig, den Rasen im Frühjahr zu düngen. Um eine Überdüngung zu vermeiden, ist eine Bodenanalyse vor der ersten Düngung sinnvoll. Bei der Untersuchung wird der Nährstoffgehalt des Bodens bestimmt und die nachfolgende Rasendüngung kann gezielt stattfinden.
| Düngen | |
| Bodenleben aktivieren mit Rasenaktivator | März-Okt. |
| erste Düngung | März-April |
| Sommerdüngung | Mai-Juli |
| Herbstdüngung | Aug.-Okt. |
Wann sollte welcher Rasendünger eingesetzt werden?
Die Wahl des richtigen Rasendüngers hängt neben der Wirkungsweise (schnell oder langanhaltend) auch von der Jahreszeit ab.
1. Frühling (März bis Mai)
Nach dem Winter ist es wichtig, dass Sie die Grünfläche mit einem schnell wirkenden Rasendünger versorgen. Der Rasen sollte rasch regenerieren und zügig wachsen, um Unkrautbewuchs zu unterdrücken. Wählen Sie daher einen stickstoffbetonten Dünger mit Langzeitwirkung.
2. Sommer (Juni bis August)
Häufiges Mähen, Hitze und Trockenheit beanspruchen die Grünfläche. Wählen Sie nun einen ausgewogenen Dünger zur Erhöhung der Stressresistenz und Widerstandfähigkeit gegen Trockenperioden. Optimal ist ein Dünger mit mäßigem Stickstoffgehalt und mehr Kalium.
3. Herbst (September bis November)
Die Rasendüngung im Herbst hat das Ziel, die Gräser auf den Winter vorzubereiten. Herbstrasendünger sollte hauptsächlich Kalium zur Zellstärkung enthalten. Achten Sie darauf, dass der Dünger wenig Stickstoff enthält. Mit dem Spezialdünger wird das Gras gestärkt und somit widerstandsfähiger gegenüber Frost und Krankheiten.
Welche Spezialrasendünger gibt es? Wie werden diese eingesetzt?
Rasenaktivator -> Einsatz zur Bodenverbesserung
Der organisch-mineralische Spezialdünger fördert die Luft- und Wasserdurchlässigkeit. Zudem erhöht er die Nährstoffausnutzung. Der Spezialdünger enthält unter anderem Lavagranulat, Urgesteinsmehl sowie kohlensauren Magnesiumkalk. Optimal ist der Einsatz im Frühling nach dem Vertikutieren, der Rasenaktivator kann jedoch von März bis Oktober verwendet werden.
Rasendünger Roboter- und Mulchmäher -> Einsatz bei Robotermäher
Dieser hochwertige Spezialdünger unterstützt die Rasenpflege beim Einsatz von Roboter- und Mulchmähern. Die Nährstoffzusammensetzung dieses Spezialdüngers ist auf das häufige Rasenmähen angepasst. Der Rasendünger Roboter- und Mulchmäher enthält weniger Stickstoff, wodurch das Höhenwachstum reduziert wird. Der erhöhte Kaliumanteil stärkt die Gräser und macht sie widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Belastung. Eine Anwendung ist von März bis September möglich.
Rasendünger mit Unkrautvernichter -> Einsatz auf Flächen, die starken Unkautbewuchs aufweisen
Dieser spezielle Rasendünger enthält zugleich Unkrautvernichter. Die Ausbringung kann ab April stattfinden. Der Dünger wirkt langanhaltend und zuverlässig. Besondere Vorsicht ist beim Einsatz in Haushalten mit Kindern oder Haustieren geboten, denn der Rasendünger enthält chemische Wirkstoffe. Ideal ist der Einsatz im Frühling.
Herbstrasendünger –> Stärkung der Gräser vor dem Winter
Der chloridarme Dünger mit hohem Kaliumanteil ist ein wesentlicher Faktor bei der Rasenpflege. Diesen Spezialdünger sollten Sie im Herbst zur Stärkung der Gräser ausbringen. Der hohe Anteil an Kalium stärkt die Gräser und beugt Winterschäden vor.
Rasendünger mit Eisen -> Einsatz auf Flächen mit viel Moos und zur Stärkung des Rasens
Der organisch-mineralische Rasendünger enthält neben Stickstoff und Kalium auch einen hohen Anteil an Eisen. Der Spezialdünger trocknet das Moos aus und fördert so das Wachstum der Gräser. Zudem fördert das Eisen die Bildung von Chlorophyll, was den Rasen sattgrün und widerstandsfähig macht. Der Rasendünger mit Eisen kann von März bis September ausgebracht werden. Wichtig ist, dass Sie den Rasendünger mit Eisen nicht bei einem pH-Wert unter 5,5 anwenden. Hier ist zunächst die Ausbringung von Kalk ratsam.
Langzeitdünger-Rasendünger -> wirkt direkt und nachhaltig, von März bis September anwendbar
Dieser hochwertige Spezialdünger fördert die Seitentrieb- und Ausläuferbildung. Dadurch erhalten Sie einen sattgrünen, dichten Rasen. Wichtig ist, dass Sie die Rasenfläche nach der Ausbringung des Langzeit-Rasendüngers gut bewässern.
Rasen Starterdünger -> direkt bei der Neueinsaat anzuwenden
Der Rasenstarter-Dünger unterstützt die Entwicklung junger Gräser nach einer Rasenneuanlage und nach dem Vertikutieren. Außerdem regt der Spezialrasendünger das Wurzelwachstum an. Das Besondere an dem Dünger ist der hohe Anteil an Phosphat. Die Ausbringung kann von März bis September stattfinden, der ideale Zeitpunkt ist jedoch direkt nach der Aussaat oder Bodenbearbeitung (Vertikutieren).
Rasendünger mit 3D-Wasserspeicher -> innovative Neuheit zur Steigerung der Wasserspeicherkraft des Bodens
Dieser neue Rasendünger hilft dank 3D-Wasserspeichertechnologie den Wasserverbrauch zu reduzieren. Das organisch-mineralische Düngemittel versorgt den Rasen mit wesentlichen Nährstoffen und optimiert die Bodenstruktur nachhaltig. Zudem wird die Wasserspeicherkraft des Bodens stark verbessert, sodass Sie den Rasen seltener gießen müssen. Die Ausbringung ist von März bis August möglich.
Bio Rasendünger -> natürlicher Dünger zur biologischen Düngung aller Rasenflächen
Der Bio Rasendünger wird aus hochwertigen organischen Materialien und mineralischen Nährstoffträgern hergestellt. Der Spezialdünger eignet sich zur Düngung von Rasenneuanlagen sowie bestehenden Flächen. Der Dünger kann auf frisch gemähtem Rasen ausgebracht werden. Im Sommer ist eine Bewässerung nach der Düngung ratsam, um die Sofortwirkung zu fördern. Die Ausbringung kann von März bis September erfolgen.
Häufige Fragen zum Rasendüngen
Trotz sorgfältiger Rasenpflege kann es zu gelben Flecken oder sonstigen Auffälligkeiten auf der Grünfläche kommen. Nachfolgend erfahren Sie die häufigsten Fragen rund um das Thema „Rasen düngen“ sowie die möglichen Ursachen und Lösungen.
Meist ist ein Stickstoffüberschuss die Ursache für Flecken auf dem Rasen nach der Düngung. Neben zu großen Mengen an Dünger kann es sein, das bei trockenem Boden gelbe Flecken oder braune Stellen entstehen. Wässern Sie den Rasen durchdringend und achten bei der nächsten Düngung auf eine gleichmäßige Verteilung.
Vor allem bei verdichtetem Boden oder schattigen Stellen bildet sich Moos im Rasen. Vertikutieren Sie den Rasen regelmäßig und pflegen Sie die Grünfläche mit Rasenaktivator und Sand. Wichtig ist auch der pH-Wert. Moos bevorzugt saure Bedingungen. Mit einer Kalkung im Frühjahr helfen Sie, den pH-Wert zu erhöhen. Lesen Sie dazu mehr im Blogbeitrag "Rasen kalken" oder "Rasen vertikutieren".
Prüfen Sie die Zusammensetzung des Düngers. Häufig sind Kalium, Eisen oder Magnesium für einen sattgrünen Rasen erforderlich. Außerdem kann der pH-Wert zu hoch oder zu niedrig sein. Um Nährstoffe optimal aufnehmen zu können, ist ein pH-Wert von 5,5 bis 7 optimal.
Ein Nährstoffmangel bei Rasen ist vor allem durch gelbliche oder blassgrüne Halme sichtbar. Zudem wächst mangelernährter Rasen langsam und ungleichmäßig. Bei Kaliummangel sind rote oder bräunliche Flecken sichtbar und der Rasen wird anfälliger gegenüber Trockenheit und Krankheiten. Phosphormangel zeigt sich durch dunkelgrüne, verformte Halme und schwach wachsende Wurzeln.
Neben der Wahl des falschen Düngers kann eine Überdosierung zu Problemen führen. Vor allem im Herbst sollten Sie auf stickstoffarmen Dünger zurückgreifen.
Zur Stärkung der Gräser sollten Sie die Grünfläche im Herbst düngen. Durch den Spezialdünger stärken Sie die Widerstandsfähigkeit gegenüber tiefen Temperaturen und Krankheiten. Daher ist eine Rasendüngung im Herbst sehr sinnvoll.
Je nach Bodenart und Pflegezustand ist es ratsam, den Rasen 2- bis 4-mal pro Jahr zu düngen. Wesentlich für die Häufigkeit sind der gewählte Dünger, die Art des Rasens, die Art wie gemäht wird und der Witterungsverlauf.
Blaukorn ist ein mineralischer Dünger mit schneller Wirkung. Zum Düngen von Rasen sollten Sie jedoch nie Blaukorn verwenden. Schnell kann es zu Verbrennungen kommen. Weiter wird der Mineraldünger rasch ausgewaschen und ist somit schädlich für die Umwelt.
Nachdem der neu angelegte Rasen das erste Mal gemäht wurde, können Sie mit der Düngung beginnen. Vorrausetzung ist, dass der Boden nicht zu trocken ist. Die jungen Wurzeln der Rasengräser sind noch empfindlich. Wählen Sie sogenannten Startdünger oder Langzeitdünger. Es gibt auch sogenannte Startersets, die Rasensamen und Dünger enthalten. Dosieren Sie nach Packungsangabe.
Düngen Sie den Rasen nicht direkt nach dem Mähen. Optimal ist eine Düngung 1 bis 2 Tage nach der letzten Mahd.
Nach dem Vertikutieren wird zunächst das lose organische Material entfernt. Anschließend können Kahlstellen mit Nachsaat eingesät werden. Zur Regeneration wird zum Abschluss Rasendünger ausgebracht.
Zu früh ausgebrachter Rasendünger kann zu Frostschäden führen. Vor allem mineralischer Dünger schadet bei früher Ausbringung. Die Nährstoffe können nicht aufgenommen werden und bei Niederschlag kann es zu Auswaschung kommen. Starten Sie je nach Witterungsverlauf ab Ende März mit der Rasendüngung. Eine zu späte Düngung im Herbst kann zu unerwünschtem Wachstum führen. Je nach Düngerart wirkt der Dünger unterschiedlich. Organischer Rasendünger wirkt langsamer. Daher ist eine falsche Terminierung der Düngung weniger problematisch.
Die häufigsten Probleme im Rasen sind neben Moos und Unkraut meist die sogenannten Hexenringe. Charakteristisch für diesen Schaden ist die ringförmige Anordnung auf dem Rasen. Gerne können Sie sich im Gartencenter zu diesem Thema beraten lassen, oder Sie erfahren mehr zum Thema Schädlinge und Krankheiten in unserer Rubrik Pflanzendoktor.

Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich, dass die Ware hält was sie verspricht.
Fakten zu Manfred Mayer:
- Ausbildung: Landmaschinenmechaniker / Handelsfachwirt
- Im grünen Bereich tätig seit: 2002
- Bei Pflanzen-Kölle seit: 2005
- Aufgaben: Warengruppenleiter Technik, Outdoor & Zoo, stellvertretender Filialleiter
- Für diese Pflanze schlägt mein Herz: Citrus, Oliven, Palmen und Rasen
- Nachhaltigkeit bei Pflanzen-Kölle ist für mich: Ressourcen- und Klimaschutz und nachhaltige Sortimente























