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Zuckerhutfichte pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Picea glauca 'Conica'

Zuckerhutfichte
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Zuckerhutfichte

Botanischer Name:Picea glauca 'Conica'
Weitere Namen:Zuckerhutfichte, Zwerg-Zuckerhutfichte
Verwendung:Solitärpflanze, Mini-Weihnachtsbaum, Weihnachtsbaum, Kübelpflanze, Steingarten, Grabbepflanzung
Herkunft:Nordamerika
Nadelfarben:dunkelgrün
Besonderheiten:Vor über 100 Jahren wurde die Variante wildwachsend in Kanada gefunden. Imponiert vor allem wegen der harmonischen Form. Beliebt als Baum im Garten oder als Weihnachtsbaum im Topf für Balkon und Terrasse. Ohne dass Sie schneiden, wachsen die Nadelbäume dicht verzweigt. Der Name 'Conica' ist auf den konischen Wuchs zurückzuführen.

 

Mit ihrem kompakten, relativ schwachen Wuchs ist die Zuckerhutfichte ideal für kleine Gärten oder Gefäße. An Weihnachten ist die Sorte ein beliebte Tischdekoration oder mit Lichterketten ein einfacher Haustürschmuck. Der Baum im Miniaturformat kann nach dem Fest ohne weiteres im Garten ausgepflanzt werden. Ohne Schnitt ist die Picea glauca 'Conica' pyramidal wachsend. Die Fichte hat eine dicht geschlossene Kegelform und ohne große Pflege macht sie für viele Jahre Freude. Wichtig für das Nadelgehölz ist ein gut durchlässiger Platz ohne stauende Nässe.

Zuckerhutfichte gießen

Bei Fichten ist es wichtig, dass Sie bedarfsorientiert bewässern. Dies bedeutet, dass direkt nach dem Setzen der Standort nie austrocknen darf, jedoch auch keine Staunässe herrscht. Das Gießen ist im ersten Standjahr mit Fingerspitzengefühl durchzuführen. Zur Bildung neuer Wurzeln ist ein Wässern mit Abstand besser als ein zu häufiges Wässern. Die Feuchtigkeit muss bis an die Wurzeln gelangen und die Erde sollte zwischen dem Wässern etwas abtrocknen. Je nach Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Größe der immergrünen Pflanze variiert die Menge. Auch in der kalten Jahreszeit wird Feuchtigkeit verdunstet und im Januar oder Februar kann ein bewässern an frostfreien Tagen nötig sein. Schäden im Frühjahr und Sommer werden oft durch Trockenheit verursacht und weniger durch tiefe Temperaturen. Erst ab dem zweiten Standjahr sind Picea glauca am Platz etabliert und benötigen weniger Aufmerksamkeit.

Wissensfakt: Entsprechend ihrer Herkunft ist die Zuckerhutfichte gut winterhart. Bei langanhaltender Hitze im Sommer leidet der Baum unter Umständen.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Zuckerhutfichte Standort

Optimal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort mit gut durchlässigem Boden. Der pH-Wert kann sauer bis alkalisch sein. Böden, die zur Verdichtung neigen und Sandböden sind nicht geeignet. Sandige Böden werden mit strukturstabiler Pflanzerde verbessert. Bei schweren Lehmböden sollten Sie mit Sand und Drainagematerial Staunässe entgegenwirken. Bei Kultur im Pflanzgefäß ist es wichtig, dass dem Baum ausreichend Erdvolumen zur Verfügung steht und vor allem im Sommer der Platz nicht zu heiß ist. Braune Nadeln sind sonst die Folge.

Tipp: Wählen Sie einen Platz, wo sich das Gehölz im Laufe der Jahre gut entfalten kann. Die Art wächst langsam, kann im Alter aber bis zu 2 Meter breit werden. Daher sollte zu anderen Pflanzen, Mauern oder Zäunen etwas Abstand gelassen werden. Steht der Nadelbaum zu dicht, sind kahle Stellen die Folge. Auch im Schatten leidet die Art.

Zuckerhutfichte düngen

Optimal ist eine Startdüngung nach dem Winter im März oder April. Die pflegeleichten und anspruchslosen Pflanzen danken es mit frischgrünem Austrieb. Verwenden Sie hierfür einen speziellen Koniferendünger. Dieser organisch-mineralische Spezialdünger fördert die natürliche Farbe der Nadeln und der hohe Magnesiumgehalt beugt einer Braunfärbung vor. Die im Dünger enthaltenen organischen Bestandteile stellen eine Nachlieferung der Nährstoffe über Monate sicher, sodass eine zweite Düngung nicht notwendig ist. Wichtig für die Wirksamkeit des Koniferendüngers ist, dass nach der Ausbringung ausreichend Niederschlag fällt und Temperaturen über 15 °C herrschen. Ergänzend können Sie zur Förderung des Bodenlebens und zum Verdunstungsschutz eine dünne Kompostschicht aufbringen. Diese Pflegemaßnahme kann im Herbst oder im Frühling nach der Düngung stattfinden. Vor dem Winter ausgebracht, hat die Mulchschicht auch noch eine isolierende Wirkung und hilft den Pflanzen bei tiefen Temperaturen.

Unser Gärtnertipp: Verzichten Sie auf den Einsatz von mineralischem Volldünger. Er ist nicht notwendig und zu hohe Gaben an Stickstoff sind für die Umwelt schädigend.

Gartendünger

Zuckerhutfichten pflanzen

Pflanzen Sie am besten im Spätsommer bis November oder im zeitigen Frühjahr bis Mai. In dieser Zeit ist das Wachstum abgeschlossen und das Gehölz bildet leichter neue Wurzeln. Wählen Sie eine frostfreie Phase und bereiten Sie den späteren Standort gut vor. Wie bei anderen Gehölzen, die im Topf gewachsen sind, ist eine Pflanzung ganzjährig möglich. Jedoch ist die Pflege beim Einpflanzen im Sommer etwas aufwändiger und erfordert mehr Fingerspitzengefühl. 

Tipps für die Pflanzung im Garten:

  • Heben Sie ein Pflanzloch aus, welches doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen.
  • Bei Böden, die zur Verdichtung neigen, können Sie eine dünne Drainageschicht aus Kies oder Sand in das Pflanzloch geben.
  • Geben Sie anschließend 3 bis 5 Liter Pflanzerde in das Pflanzloch.
  • Wässern Sie das Gehölz gründlich vor dem Einpflanzen.
  • Entfernen Sie den Topf und stellen Sie den Baum senkrecht in das Pflanzloch.
  • Als Nächstes füllen Sie den Hohlraum mit einer Mischung aus Aushub und Pflanzerde auf und drücken das Substrat leicht an.
  • Abschließend streuen Sie Bio Gartendünger auf die Oberfläche, arbeiten diesen etwas ein und geben 5 bis 10 Liter Wasser hinzu.

Zuckerhutfichte im Kübel

Nicht nur in der Adventszeit besticht die Zwergform durch den kompakten Wuchs und die attraktive Gestalt. Ohne Schnitt ist die Fichte kegelförmig wachsend und dicht. Im ausreichend großen Gefäß kann die Zuckerhutfichte für viele Jahre auf Balkon, Terrasse oder am Hauseingang stehen und ist gut winterhart. Optimal ist, wenn der Topf das ganze Jahr über im Freien steht. Schnell ist er in der Adventszeit weihnachtlich geschmückt.

Wichtig für Kultur im Kübel ist:

  • Achten Sie auf ein ausreichend großes Gefäß mit großem Abzugsloch.
  • Topfen Sie, wenn möglich, gleich nach dem Kauf um.
  • Füllen Sie zuerst eine Schicht Tongranulat auf den Topfboden.
  • Verwenden Sie hochwertige Pflanzerde gemischt mit Sand oder spezielle Kübelpflanzenerde.
  • Achten Sie auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, jedoch darf es nie zum völligen Austrocknen oder zu stauender Nässe kommen.
  • Düngen Sie im Frühjahr mit Bio Gartendünger und bis Anfang August alle 4 bis 6 Wochen mit Flüssigdünger.
  • Schützen Sie die Nadeln vor zu starker Wintersonne und den Topf mit einem Vlies. Am sonnigen Standort kann es schnell zu Schäden durch fehlende Feuchtigkeit kommen.
  • Achten Sie darauf, dass das immergrüne Gehölz im Gefäß auch im Winter gleichmäßig feucht ist und nicht völlig austrocknet.
  • Sie müssen nie schneiden. Der Wuchs ist langsam, die Form harmonisch und gleichmäßig. Ein Schnitt wäre theoretisch aber möglich.

Wichtig bei Kultur als Tannenbaum ist:

  • Der Standort für den Weihnachtsbaum im Topf sollte im Haus nicht zu dunkel und warm sein.
  • Der Wasserbedarf als Weihnachtsbaum innen ist höher als bei Freilandkultur.
  • Nach Weihnachten sollten Sie den Weihnachtsbaum schrittweise auf die Bedingungen im Freien vorbereiten. D.h., nach Wochen bei 20 °C im Wohnzimmer kann nicht nahtlos auf Temperaturen unter null Grad gegangen werden. Ein Zwischenschritt kann ein kaltes Treppenhaus oder eine Garage mit Licht sein. Volle Sonne sollte zunächst vermieden werden.
  • Wenn möglich, setzen Sie den Baum in ein größeres Gefäß oder pflanzen Sie ihn direkt im Boden aus.

Zuckerhutfichte Schädlinge & Krankheiten

Bei richtigen Standortbedingungen und bedarfsorientierter Düngung sind Schädlinge oder Krankheiten selten ein Problem. Braune Nadeln können die Folge von zu viel Sonne/Hitze oder kalkhaltigem Boden (pH-Wert über 7,5) sein. Teilweise variiert die Nadelfarbe mit der UV-Strahlung.

Rote Spinne (Spinnmilbe)

Vor allem in trockenen und warmen Phasen kommt es zum Befall durch die Rote Spinne. Die Schädlinge vermehren sich rasch und schädigen die Pflanze. Die Nadeln verfärben sich zunächst gelb und werden dann braun. Verbessern Sie beim ersten Befall die Bedingungen (besprühen oder kühler stellen) und behandeln Sie zur Stärkung mit Bio Pflanzenkur. Einzelne kranke Zweige können Sie auch abschneiden.

Siktafichtenlaus

Die Siktafichtenlaus lässt die Nadeln von innen heraus verbräunen. Durch die sogenannte Klopfprobe lässt sich ein Befall feststellen. Nützlinge wie Schlupfwespen oder Florfliegen helfen gegen Anfangsbefall.

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Pflanzen-Kölle Doktor

Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen zu Schädlingen und Krankheiten oder haben Fragen zu einem pflanzlichen Problem? Unsere Pflanzendoktoren helfen Ihnen gerne weiter – persönlich und online!

Zuckerhutfichte FAQ

Picea glauca haben zwar keine tiefreichenden, aber flach ausgebreitete Wurzeln. Daher sollten Sie auf starkes Hacken zur Bodenbearbeitung verzichten. In Kombination eignen sich Blumenzwiebeln, die verwildern oder Stauden, die sich nicht zu stark ausbreiten.

Wer schreibt hier?

Ich liebe alle Gehölze, aber für die Lagerstroemia indica ‘Dynamite‘ schlägt mein Herz ganz besonders.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Fakten zu Christian Wenk:

  • Studium: Dipl. Gartenbauingenieur
  • Im grünen Bereich tätig seit: 2009
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 2012
  • Aufgaben: Produktionsleiter Baumschule
  • Nachhaltigkeit bei Pflanzen-Kölle ist für mich: Umstellung der Eigenproduktion auf biologischen Anbau nach EU-Bio-Richtlinien.
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: gesunde, starke Pflanzen nachhaltig produziert

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