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Zaubernuss pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Hamamelis

Wissenswertes über Zaubernuss

Botanischer Name:Hamamelis japonica, Hamamelis mollis, Hamamelis x intermedia
Weitere Namen:Zaubernuss, Japanische Zaubernuss, Chinesische Zaubernuss, Frühlings-Zaubernuss, Witch Hazel, Hamamelis
Verwendung:blühendes Gehölz, Frühlingsblüher, sommergrünes Ziergehölz
Herkunft:Nordamerika, Ostasien
Blütefarben:meist gelb, seltener orange, rot oder braun
Blütezeit:Januar bis März
Besonderheiten:wächst langsam, Winterblüher, manche Hamamelis duften leicht, wertvolle Nektarquelle für Bienen und andere Insekten, je nach Sorte färbt sich das Blatt im Herbst von grün zu leuchtend orange bis rot. Wichtig ist, dass Sie wenig schneiden und es nie zu Staunässe kommt.


Hamamelis sind eine der schönsten im Winter blühenden Gehölze. Sie trotzen mit ihren faszinierenden Blüten Eis und Schnee. Das robuste Gehölz gehört zu den Zaubernussgewächsen und hat nichts mit Haselnüssen gemeinsam. Grundsätzlich stellt der Strauch wenig Ansprüche an die Pflege und ist auch für kleine Gärten bestens geeignet. Wichtig für die auch als Heilpflanze bekannte Art sind der Standort und die Bodenbeschaffenheit. Verzichten Sie auf einen Schnitt und wählen Sie aus einer Vielzahl an Sorten die Art, die Ihnen am besten gefällt. Einige Sorten brillieren mit einer faszinierenden Herbstfärbung. Die kleinen Bäume sind mit ihrem malerischen Wuchs und dem farbenfrohen Blatt von Weitem zu sehen und setzen so einen besonderen Akzent.

Hamamelis pflegen, düngen & überwintern

Am idealen Standort und mit Sorgfalt eingepflanzt, sind die Ansprüche an die Pflege sehr gering. Im ersten Jahr nach der Pflanzung kann zum Schutz gegen starken Frost eine Mulchschicht und ein Einwickeln mit Vlies stattfinden. Dies ist jedoch nur bei länger anhaltenden Phasen mit Temperaturen unter -10 °C bei Exemplaren in Töpfen notwendig. Ältere Exemplare sind gut winterhart und erfreuen mitten im Winter mit faszinierender Blüte. Die Düngung mit Naturdünger erfolgt nach der Blüte im April oder Mai. Durch den im Naturdünger hohen Anteil an organischem Material werden das Bodenleben und die Humusbildung angeregt und Ihr Zierstrauch erhält die besten Voraussetzungen für die Blütenanlage. Verzichten Sie auf den Einsatz von mineralischem Volldünger. Diese Düngerform ist bei diesen Sträuchern nicht notwendig und schadet Pflanze und Umwelt.

Zaubernuss Standort

Das Gehölz fühlt sich sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten wohl. Ideal ist ein warmer, windgeschützter Platz in der Nähe eines Weges oder am Hauseingang. So lässt sich die Blütenpracht in der kalten Jahreszeit besonders genießen. Achten Sie darauf, dass die Erde tiefgründig, humos und gut durchlässig ist. Optimal ist ein pH-Wert von 4,5 bis 6,5 und ausreichend Feuchtigkeit, wobei Staunässe nicht ideal ist.

Wissensfakt: Kalkhaltiger Boden, stauende Nässe, lange Trockenheit und Verdichtungen sind für den Strauch ungünstig. Der Flachwurzler sollte im Wurzelbereich keine Konkurrenzpflanzen haben. Auch tiefgründiges Hacken sollte vermieden werden.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Zaubernuss gießen

Hamamelis, in der Erde ausgepflanzt, benötigen nur in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung etwas mehr Aufmerksamkeit beim Gießen. Ein Wässern wird in Phasen ohne nennenswerten Niederschlag notwendig. Je nach Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Größe der Pflanze variieren die Wassermenge und die Häufigkeit des Gießens. Grundsätzlich gilt, dass in Abständen gegebene, größere Mengen Wasser besser helfen als tägliche kleine Gaben. So kann eine Wassergabe von 20 Litern einmal pro Woche im ersten Pflanzjahr helfen, sich am neuen Standort zu etablieren. Ist der Hamamelis-Strauch am Standort fest eingewurzelt, entfällt meist ein zusätzliches Wässern. Hamamelis im Topf müssen mit viel Fingerspitzengefühl gegossen werden. Zu viel Wasser schadet den Wurzeln, Trockenheit im Ballen führt leicht zu Blattschäden. 

Zaubernuss schneiden

Alle Hamamelis-Arten haben eine natürlich schöne Wuchsform und entwickeln sich ohne Schnitt harmonisch. Die Sträucher wachsen grundsätzlich sehr langsam. Daher ist es nicht ratsam, dass Sie die Sträucher schneiden. An alten Exemplaren können Sie Korrekturen durch einen Rückschnitt vornehmen. Idealerweise werden Hamamelis nach der Blüte vorsichtig ausgelichtet. Abgestorbene Zweige können Sie direkt schneiden. Ein radikaler Rückschnitt ist nicht zu empfehlen da größere Schnittwunden das Gehölz schwächen. Ein regelmäßiger Schnitt wie bei vielen anderen Ziersträuchern ist bei dieser Gattung nicht notwendig.

Unser Gärtnertipp: 

  • in 5 Jahren werden viele Sorten ca. 60 bis 80 cm breit und ca. 80 bis 100 cm hoch 
  • in 10 Jahren ca. 80 bis 100 cm breit und ca. 100 bis 150 cm hoch 
  • im Alter ca. 150 bis 200 cm breit und ca. 250 bis 300 cm hoch

Zaubernuss pflanzen

Als Topfware können die Gehölze, sofern die Erde nicht gefroren ist, ganzjährig gepflanzt werden. Der beste und richtige Zeitpunkt für eine Pflanzung sind das Frühjahr und der Frühsommer. So haben die zauberhaften Pflanzen ausreichend Zeit zum Einwurzeln vor dem Winter.

So pflanzen Sie die Zaubernuss-Sträucher ein:

  • Graben Sie ein Pflanzloch mit einem Durchmesser von mindestens 50 bis 60 cm und einer Tiefe von 40 bis 50 cm. Für den Flachwurzler ist es wichtig, dass das Pflanzloch eher breit als tief ist.
  • Bei Böden, die zur Verdichtung neigen, können Sie eine dünne Drainageschicht aus Kies oder Sand in das Pflanzloch geben.
  • Wässern Sie das Gehölz vor dem Pflanzen gründlich. Entfernen Sie den Topf.
  • Stellen Sie den Wurzelballen in das Pflanzloch und füllen Sie es mit hochwertiger Spezialerde auf.
  • Mischen Sie Startdünger Baum, Strauch, Hecke (ein Naturdünger mit Guano) unter die Pflanzerde.
  • Gießen Sie die Neupflanzung mit 10 Litern Wasser.
  • Abschließend können Sie eine dünne Mulchschicht als Verdunstungsschutz um die Pflanze auftragen.

Unser Gärtnertipp: Dimensionieren Sie das Pflanzloch groß und verwenden Sie reichlich Pflanzerde. So schaffen Sie die besten Startbedingungen im heimischen Garten! Verzichten Sie in den ersten Jahren auf eine Unterpflanzung mit Bodendeckern oder Stauden. Schöne Arrangements lassen sich mit Zwiebelblumen wie Schneeglöckchen, Winterlingen oder Krokussen gestalten.