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Thuja pflegen, pflanzen, gießen und düngen

Passende Produkte: Thuja

Wissenswertes über Thuja

Botanischer Name:Thuja occidentalis, Thuja plicata Thuja orientalis
Weitere Namen:Abendländischer Lebensbaum, Riesen-Lebensbaum, Smaragd, Brabant, Morgenländischer Lebensbaum
Verwendung:Hecke, Einzelstellung, Kübelpflanze, immergrüner Strauch
Herkunft:Nordamerika und Asien
Nadelfarbe:grün, gelb
Besonderheiten:Die Pflanzengattung Thuja ist in vielen verschiedenen Sorten erhältlich. So gibt es Arten, die kleinbleiben und kugelig wachen, andere wiederum sind bis zu 15 m hohe Bäume. Je nach Sorte kann der Jahreszuwachs wenige Zentimeter bis zu 35 cm betragen. Das Nadelgehölz ist wegen seinem dichten Wuchs sehr beliebt als immergrüne Wand. Die beste Pflanzzeit für Thuja ist das Frühjahr und der Spätsommer. Nur durch regelmäßigen Schnitt bilden sich dichte Hecken. Lebensbäume sind in allen Pflanzenteilen giftig.


Thujen sind robuste Gartenpflanzen und in vielen verschiedenen Arten und Sorten erhältlich. Die auch als Lebensbaum bezeichnete Gruppe an Pflanzen eignet sich bestens als Heckenpflanze, in Einzelstellung im Boden ausgepflanzt oder in großen Gefäßen auf Balkon und Terrasse. Eine Hecke aus Lebensbäumen kann über Jahrzehnte als Lärm- und Sichtschutz dienen. Bei optimalen Standortbedingungen wachsen Thuja Pflanzen je nach Art mehr oder weniger schnell, sind robust und gut schnittverträglich. Wesentlich für das Nadelgehölz ist ein durchlässiger, humoser Standort ohne Staunässe. Erfahren Sie nachfolgend wie Sie eine blickdichte Thuja Hecke pflanzen und pflegen.

Thuja pflegen und überwintern

Die beliebte Heckenpflanze benötigt nach dem Einwurzeln wenig Pflege. Neben gleichmäßiger Bodenfeuchtigkeit, ausreichendem Nährstoffangebot und regelmäßigem Schnitt sind keine weiteren Pflegemaßnahmen notwendig. Eine dünne Schicht Kompost fördert das Bodenleben und unterbindet den Unkrautwuchs. Bringen Sie diese Mulchschicht im Herbst aus und geben Sie den Wurzeln somit noch einen Winterschutz. Thuja in der Erde ausgepflanzt ist winterhart und benötigt keinen speziellen Schutz. In trockenen Jahren kann ein Gießen im November oder Frühjahr notwendig sein. Als immergrünes Gehölz verdunstet die Art, im Unterschied zu Liguster, ganzjährig und ist daher anspruchsvoller in Bezug auf die Bodenfeuchtigkeit. Wichtig ist, dass Sie in der Nähe von Thuja-Hecken auf den Einsatz von Streusalz verzichten.

Thuja Standort

Optimal für die Koniferen ist ein sonniger Standort, auch Halbschatten ist möglich. Voller Schatten im Garten und auf dem Balkon ist ungünstig und die Heckenpflanzen entwickeln sich nur mäßig. Die unkomplizierten Pflanzen gedeihen sowohl auf Sand- als auch auf durchlässigem Lehmboden. Wichtig ist, dass bei der Pflanzung der Boden entsprechend vorbereitet wird und es nie zu stauender Nässe kommt. Alle Lebensbaum-Arten gedeihen in schwach neutralem, leicht alkalischem und saurem Boden, ideal ist ein pH-Wert von 6 bis 8. Informieren Sie sich vor der Thuja Pflanzung über die Vorschriften zu den ortsüblichen Grenzabständen. So vermeiden Sie unnötigen Ärger. Teilweise gibt es in Bauvorschriften auch Vorgaben zu den Pflanzen die als Hecke gepflanzt werden dürfen. In manchen Gegenden sind Thuja Pflanzungen nicht gestattet.

Trieb- und Zweigsterben an Thujahecke

Thuja gießen

Direkt nach der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie dieimmergrünen Heckenpflanzen gleichmäßig mit Wasser versorgen. Empfehlenswert ist ein Gießen in weiteren Abständen um die Bildung neuer Wurzeln anzuregen. Beim sogenannten bedarfsorientierten Wässern wird in Phasen ohne nennenswerten Niederschlag zusätzlich Wasser gegeben. Grundsätzlich gilt, dass in Abständen gegebene, größere Mengen Wasser besser helfen als tägliche kleine Gaben. So kann eine Wassergabe von 10 bis 20 Liter einmal pro Woche im ersten Pflanzjahr dem Nadelgehölz helfen, sich am neuen Standort zu etablieren. Die Wassermenge variiert je nach Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Größe der Gehölze. Erst im zweiten Standjahr hat sich das Gehölz am Standort etabliert und benötigt weniger Aufmerksamkeit. In Jahren mit extremer Trockenheit kann es aber auch notwendig sein, dass eine 10 Jahre alte, immergrüne Hecke Ihre Unterstützung mit zusätzlichem Wasser benötigt.

Unser Gärtnertipp: Achten Sie darauf, dass das Wasser direkt an den Stamm gegeben wird. Eine dünne Mulchschicht hilft die Feuchtigkeit im Erdreich zu halten und vermindert die Verdunstung das ganze Jahr über.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Thuja düngen

Für eine gute Entwicklung der Nadelgehölze ist es wichtig, dass ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Fehlt Dünger, ist der Aufbau lockerer und die Färbung der Nadeln nicht so ausgeprägt. 

Die erste Düngung erfolgt im März/April mit speziellem Koniferendünger. Dieser organisch-mineralische Spezialdünger fördert das Wachstum und die natürliche Farbe der Nadeln. Sein hoher Gehalt an Magnesium beugt Braunfärbung vor und ermöglicht sattgrüne Pflanzen. 

Dank der organischen Bestandteile erfolgt eine Nährstoffnachlieferung über Monate. Eine zweite Düngergabe mit Naturdünger sollten Sie im August/September durchführen. Durch diese natürliche biologische Düngung fördern Sie das Bodenleben und die Bildung von Humus, was förderlich für die Vitalität der Heckenpflanzen ist.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass das Erdreich nach der Düngung gleichmäßig feucht ist.

Unser Gärtnertipp: Verzichten Sie auf die Gaben von mineralischen Volldüngern und achten Sie darauf, dass der Stickstoffanteil bei der zweiten Düngung nicht so hoch ist. Stickstoff regt das Wachstum an und verhindert die Ausreifung des Holzes. Die Folge von zu hohen Stickstoffmengen ist eine verminderte Frosthärte der Sträucher.

Thuja schneiden

Lebensbäume sind gut schnittverträglich und werden als Heckenpflanzen möglichst einmal im Jahr geschnitten. Optimal ist ein Schnitt ab Ende Juni, um den ersten Zuwuchs zu entfernen, aber dem Gehölz auch genügend Zeit zur Regeneration vor dem Winter zu geben. 

Wichtigen Fakten zum Heckenschnitt 

  • Schneiden Sie ab Ende Juni bis Anfang September (in Ausnahmen kann auch im zeitigen Frühjahr geschnitten werden) 
  • Je nach Thuja-Art und Verwendungszweck kann bis zu dreimal im Jahr geschnitten werden 
  • Im Sommer gilt zu beachten, dass der Schnitt nur an einem bedeckten Tag stattfinden sollte und möglichst in einer nicht zu heißen Phase (so werden Verbrennungen vermieden)
  • Verwenden Sie nur scharfes Werkzeug zum Einkürzen der Triebe. Für Hecken bietet sich eine elektrische Heckenschere für den Schnitt an, Einzelpflanzen lassen sich auch gut mit Handscheren formieren. 
  • Junge Thuja-Pflanzen werden zunächst gar nicht geschnitten. Einzelne stark wachsende Zweige können Sie mit einer Gartenschere einkürzen. 
  • Bewährt haben sich konische Wuchsformen, die Hecke ist unten breiter und läuft nach oben immer spitzer zu. Der Vorteil hierbei ist, dass auch im unteren Bereich ausreichend Licht an die Zweige gelangt und Schnee sich nicht so leicht ablagert. 
  • Verzichten Sie auf einen zu starken Radikalschnitt, denn die immergrünen Zypressengewächse leiden darunter. Optimal ist, wenn Sie 2/3 des neuen Zuwuches beim Schnitt entfernen. 
  • Einige Arten lassen sich auch kugel- oder kegelförmig schneiden und sind so attraktive Formgehölze.

Grundsätzlich gilt: je öfter Sie schneiden, umso buschiger und dichter baut sich das Nadelgehölz auf. Achten Sie beim Schnitt darauf, dass Sie lange Kleidung tragen. Thujen enthalten im Pflanzensaft ätherische Öle, die reizen und bei Hautkontakt zu allergischen Reaktionen führen können.