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Skimmie pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Skimmia japonica

Wissenswertes über Skimmia

Botanischer Name:Skimmia japonica in Sorten, z. B. 'Rubella'
Weitere Namen:Skimmie, Skimmia, Blüten-Skimmie, Zwerg-Skimmie
Verwendung:Balkonkästen, Körbe, Schalen und Gefäße, Heidegärten, Grabbepflanzung, Blütenschmuck, Bienennährgehölz
Herkunft:Gebirgsregionen in Japan und Taiwan
Blütezeit:April bis Mai
Blütefarben:cremeweiß, manche Varietäten haben rote, rotgrüne oder weißgrüne Blütenknospen
Besonderheiten:Der immergrüne Strauch ist mit geringem Zuwuchs und dekorativen Knospen und duftenden Blüten bestens für kleine Gärten oder Gefäße geeignet. Rubella ist eine männliche Pflanze, die durch die Blütenfülle besticht. Wichtig bei der Skimmien-Pflege ist, die Verwendung von Moorbeet-Erde.

 

Skimmia japonica gehört zu den Rautengewächsen (Rutaceae), zu denen auch Zitronenbäume gehören. Der Kleinstrauch ist ganzjährig dekorativ, winterhart und wird immer beliebter als Haustürschmuck im Herbst und Winter. Die immergrünen Blätter sind glänzend und ab dem Spätsommer bilden sich meist rote Blütenknospen. Dieser Kontrast macht die Pflanze so attraktiv und ist über Wochen ein ansprechendes Bild. Im späten Frühling öffnen sich die Knospen und eine Vielzahl an Blüten mit intensivem süßlichem Duft krönen das Gehölz. Für Bienen und andere Insekten ist die Skimmie eine wertvolle Nahrungsquelle. Neben der Variante mit einer Fülle an Blüten gibt es die weibliche Auslese, die durch rote Früchte überzeugt. Beide Arten (männliche und weibliche) sind immergrün und identisch in der Pflege.

Skimmia pflegen & überwintern

Die Japanische Skimmie ist ein absolut pflegeleichtes Gewächs. Ohne Schnitt wächst die Besonderheit kompakt und harmonisch. Im Frühsommer können Sie nach der Blüte die Stiele schneiden, es ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da neue Triebe rasch gebildet werden. Außer Düngen und Gießen sind keine weiteren Pflegemaßnahmen notwendig. Die Pflanzen sind gut winterhart und tolerieren bestens Temperaturen unter null Grad. Bei extremen Frostphasen kann aber Reisig oder Vlies zum Schutz auf die Pflanzen gelegt werden. Dies ist vor allem bei Dauerfrost und direkter Sonneneinstrahlung hilfreich. Im Frühling sichtbare Schäden werden gerne auf Frost zurückgeführt, sind aber oftmals die Folge vom Vertrocknen während des Winters. In Phasen langer Trockenheit kann ein Gießen an frostfreien Tagen notwendig sein, denn die immergrünen Pflanzen benötigen im Winter mehr Feuchtigkeit als Gehölze ohne Laub.

Wissensfakt: Bei zu starkem oder spätem Schneiden werden keine Blüten gebildet. Achten Sie auch im Winter auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit und gießen Sie die Skimmie bei Bedarf.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Skimmia japonica Standort

Entsprechend der ursprünglichen Herkunft haben die Winterschmuck-Pflanzen besondere Ansprüche an den Standort. Optimal sind lichter Schatten oder Halbschatten bei ausreichender Bodenfeuchtigkeitund gutem Humusgehalt. Der pH-Wertsollte zwischen 4 und 5,5 liegen. Volle Sonne, Sandböden oder Staunässe sind ungeeignet. Ebenfalls sollten windige Lagen vermieden werden, da es leicht zu Blattschäden kommen kann.

Unser Gärtnertipp: Am Gehölzrand oder im Schattenbeet fühlt sich der Strauch wohl. Wichtig ist, dass die Erde nie völlig austrocknet, jedoch auch nie stauende Nässe herrscht.

Skimmie gießen

Skimmia japonica ist nach dem Auspflanzen in den Garten recht anspruchslos und wächst gut weiter. Wichtig ist im ersten Jahr nach der Pflanzung ein bedarfsorientiertes Wässern. Dies bedeutet, dass in Phasen ohne Niederschlag, vor allem auf sandigen Böden, zusätzlich gewässert werden muss. Je nach Temperatur und Bodenbeschaffenheit variieren die Menge und die Häufigkeit des Gießens. Wässern Sie jedoch immer in Abhängigkeit von Niederschlag und Temperatur. Ist das Gehölz gut eingewurzelt, ist ein Gießen nur in Phasen extremer Trockenheit nötig. Skimmia in Kästen und Gefäßen benötigen etwas mehr Pflege, sind jedoch auch robuste Gartenpflanzen.

Wissenfakt: Förderlich für die Pflanzenvitalität ist die Verwendung von Regenwasser. Zum Schutz vor Verdunstung hilft eine dünne Schicht aus Mulch um den Wurzelballen. Diese unterdrückt Unkraut und verringert den Pflegeaufwand.

Skimmie düngen

Frisch gepflanzte Exemplare benötigen zunächst nur wenig Dünger. Erst im zweiten Standjahr wird eine Düngung notwendig. Verwenden Sie hierfür Rhododendrondünger, dieser wirkt physiologisch sauer und enthält alle notwendigen Nährstoffe und Spurenelemente. Die erste Düngung erfolgt im Juni und eine zweite im August. Dosieren Sie den Dünger entsprechend der Packungsangabe und achten Sie darauf, dass die Erde ausreichend feucht ist und in den kommenden Wochen auch nicht austrocknet.

Skimmie pflanzen

Wichtig bei der Pflanzung in den Garten ist die sorgfältige Auswahl des Standortes und die Bodenvorbereitung. Der Boden sollte vor dem Setzen gut gelockert und frei von Wurzelunkräuter sein. Achten Sie bei schweren Böden auf eine Drainageschicht mit Sand und Kies. Bei Sandböden sollten Sie großzügig Moorbeeterde verwenden, um der Pflanze längerfristig gute Bedingungen zu bieten.

Die 5 Schritte der Pflanzung:

  • Gießen Sie den Strauch vor dem Auspflanzen durchdringend. Stellen Sie hierfür die Pflanze in einen gefüllten Eimer und warten Sie, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  • Das Pflanzloch sollte je nach Größe des Wurzelballens 20 bis 30 cm tief und entsprechend breit sein. Als Flachwurzler benötigt die Pflanze ausreichend Fläche und sollte keine Konkurrenzpflanzen in der Nähe haben.
  • Geben Sie bei der Pflanzung zuerst Rhododendronerde in das Pflanzloch und anschließend die Skimmie.
  • Füllen Sie den Zwischenraum mit einer Mischung aus Pflanzerde und Aushub und achten Sie darauf, dass die Topfkante ebenerdig abschließt.
  • Zum Schluss drücken Sie den Wurzelballen mit den Händen gut an und gießen die Neupflanzung mit circa 5 Litern an.

Skimmia japonica im Kübel

Mit Skimmien lassen sich schnell und einfach stimmungsvolle Pflanzgefäße bepflanzen. Je nach Größe der Pflanzen können Sie sie in Balkonkästen oder in Gefäße einpflanzen. Solitärpflanzen wirken einzeln am besten und können das ganze Jahr über im sauren Boden im Freien stehen. Kleinpflanzen werden mit Christrosen, Stacheldraht, Kleinkonifeeren, Efeu, Pieris japonica, Winterheide, Silberblatt oder ähnlichem kombiniert. Wichtig bei der Pflanzung in Gefäße ist ein Wasserabzug und es somit nicht zur Staunässe kommt. Gefäße ohne Löcher sind für die Bepflanzung nicht so gut geeignet. Verwenden Sie für saisonale Gefäße eine hochwertige und strukturstabile Pflanzerde. Besonders bei der Pflanzung im Gefäß ist die Bodenfeuchtigkeit wichtig, da es bei Staunässe oder Ballentrockenheit zu Chlorosen bis hin zum Blattfall kommen kann.

Unser Gärtnertipp: Skimmien in Gefäßen sollten Sie möglichst im Halbschatten aufstellen.

Skimmie-Arten

Neben der Japanischen Blütenskimmie 'Rubella' gibt es weitere Arten, die in gärtnerischer Kultur sind. Rubella ist eine männliche Sorte, die nie eine Frucht aufweist. Als Frucht-Skimmie wird Skimmia japonica in verschiedenen Sorten oder Skimmia reevesiana kultiviert. Beide haben weibliche Blüten, die der Blütenskimmie ähneln. Nach der Befruchtung bildet diese Art jedoch im Spätsommer dekorative rote Steinfrüchte. Die Farbe der Beeren ist sehr intensiv und leuchtend und die Haltbarkeit ist überwältigend. Vom Herbst bis zum Frühling leuchtet das Rot und ohne große Pflege ist der Kleinstrauch ein Blickfang. Auf dem Bild rechts ist die Art Skimmia reevesiana zu sehen. 

Skimmia Schädlinge & Krankheiten

Skimmien sind robuste Gartenpflanzen und bei optimaler Pflege auch wenig anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlinge. Mögliche Probleme können sein:

Dickmaulrüssler

Die Käfer des Dickmaulrüsslers verursachen ab Mai an den Blättern einen halbrunden Buchtenfraß. Dieser Schaden wird durch den Käfer verursacht und ist zunächst eine optische Beeinträchtigung. Schlimmer ist der Schaden, den die Larven an den Wurzeln verursachen. Die Pflanzen werden schlapp, wachsen nicht weiter und es kann bis zum Absterben kommen. Zur Bekämpfung der Larven werden biologische Gegenspieler eingesetzt. Sogenannte parasitäre Nematoden sind leicht in der Anwendung und effektiv in der Wirkung.

Spinnmilben

Vor allem in trockenen und warmen Phasen kommt es zum Befall durch Spinnmilben. Die Schädlinge vermehren sich rasch und schädigen die Pflanze. Die Blätter verfärben sich zunächst gelb und werden dann braun. Verbessern Sie beim ersten Befall die Bedingungen (besprühen mit einer Sprühflasche oder kühler stellen) und behandeln zur Stärkung mit Bio Pflanzenkur. Schneiden Sie bei starkem Befall auch ein Blatt oder einen Trieb ab und entsorgen diesen über den Hausmüll.