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Kiwi pflanzen, pflegen und gießen - Tipps zur Chinesischen Stachelbeere

Kiwi
Inhaltsverzeichnis

Passende Produkte: Kiwi

Wissenswertes über die Kiwi

Botanischer Name:Actinidia arguta, A. deliciosa/chinensis
Weitere Namen:Chinesische Stachelbeere, Strahlengriffel, Kiwibeere, Mini-Kiwi
Verwendung:Frucht für Sofortverzehr und Verarbeitung, gut zum Lagern, Kletterpflanze, Insektennährgehölz
Herkunft:Ostasien
Blütezeit:Hauptblüte April bis Mai, Nachblüte den ganzen Sommer über
Blütefarben:je nach Sorte von Mai bis Juni, creme-weiß
Erntezeit: Oktober bis November
Besonderheiten:Die ausdauernde Pflanzenart blüht bei richtiger Pflege für Wochen. Bei guten Bedingungen können sich die Blumen selbst aussäen. Dabei sind Hornweilchen winterhart. Obwohl Hornveilchen Frost tolerieren, ist es bei starkem Frost jedoch ratsam die Pflanzen etwas abzudecken.

 

Kiwipflanzen sind verholzende Gehölze mit windendem, lianenartigem Wuchscharakter. Die Früchte sind aromatisch und lecker. Mit dem richtigen Wissen lässt sich die Obstart, vor allem im Weinbauklima, im eigenen Garten ernten. Neben den klassischen Sorten, die für den Fruchtansatz männliche und weibliche Pflanzen benötigen, sind selbstbefruchtende Kiwipflanzen eine gute Möglichkeit für den Hausgarten. Alle Sorten fühlen sich in windgeschützten, warmen Lagen wohl und danken es mit üppigem Wuchs und reichem Ertrag. Den Ursprung hat die Chinesische Stachelbeere in China. Von dort wurde sie um 1900 dann nach Neuseeland eingeführt und erhielt in Anlehnung an den dort heimischen Kiwi-Vogel den Namen Kiwi. Häufig wird jedoch vermutet, dass Kiwis ursprünglich aus Neuseeland stammen. Als Mitglied der Familie der Strahlengriffel hat das Gewächs eine imposante Blüte, einen mächtigen Wuchs und die weiblichen Pflanzen haben auch tolle Früchte.

Kiwi pflegen

Neben dem Schnitt sind eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und ausreichend Nährstoffe für Kiwis wichtig. Geben Sie im zeitigen Frühjahr eine Mulchschicht aus reifem Kompost oder Mulch rund um die Pflanze und verhindern somit ein schnelles Austrocknen des Bodens. Ferner wird der pH-Wert positiv beeinflusst und Nährstoffe stehen langsam zur Verfügung. Ergänzend kann mit Bio Gartendünger oder Beerendünger im Frühling gedüngt werden. Der pflanzliche Bio Gartendünger wirkt humusbildend und fördert nachhaltig die Bodenaktivität.

Unser Gärtnertipp: Kiwipflanzen haben einen mäßigen bis schwachen Düngerbedarf und reagieren auf zu hohe Salzkonzentrationen empfindlich. Gut geeignet ist organischer Dünger. Düngen Sie nicht mit mineralischem Dünger.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Kiwipflanze Standort

Optimal für die Rankpflanzen ist ein windgeschützter Platz in südlicher Lage im Garten. Spaliere und Pergolen eignen sich als Rankhilfe und erleichtern die Pflege wesentlich. Für die Fruchtausreifung im Herbst ist es gut, wenn die Kiwipflanze noch von der Wärmeabstrahlung von Hauswänden und Mauern profitiert. Wichtig ist die Bodenvorbereitung, denn die enorme Blattmasse verdunstet im Sommer viel Wasser. Leichte Sandböden sind ungeeignet, da zu wenig Feuchtigkeit zur Verfügung steht. Ferner gelten Kiwipflanzen als kalkempfindlich, daher gilt es vor der Pflanzung den Boden entsprechend vorzubereiten. Zur Pflanzung in den Topf eignet sich lediglich die Gruppe der Mini-Kiwi. Hier sollten pro Pflanze mindestens 30 bis 50 Liter Erdvolumen zur Verfügung stehen. 

Die weibliche Kiwiblüte sehen Sie rechts auf dem Bild. 

Kiwipflanze gießen

Die Obstpflanzen benötigen eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist es wichtig, dass Sie besonders bedarfsorientiert gießen. Hat sich die Pflanze am Standort etabliert und der Boden ist humusreich, wird der Aufwand für das zusätzliche Wässern geringer. Wie oft Sie gießen müssen, hängt wesentlich vom Niederschlag, dem Standort und der Einstrahlung ab. In Phasen ohne nennenswerten Niederschlag kann ein Wässern mit 10 bis 20 Liter pro Pflanze 1 bis 2 mal wöchentlich nötig sein. Wichtig ist, dass es nie zu stauender Nässe kommen darf. Stehen Kiwipflanzen dicht an der Hauswand, kann es sein, dass der Regen nicht ausreicht und zusätzliches Gießen kontinuierlich notwendig ist. Spätestens wenn die großflächigen Blätter schlappen, sollten Sie zusätzlich bewässern. Gut zum Gießen geeignet ist Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser.

Unser Gärtnertipp: Vor allem nach der Blüte ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit wichtig. Herrscht jetzt extreme Trockenheit, kann es zum Fruchtfall kommen.

Kiwipflanze schneiden

Wie bei den meisten Obstarten ist ein Schnitt wesentlich für eine reiche Ernte. Kiwipflanzen werden zu zwei Zeitpunkten geschnitten:

Februar/März (Winterschnitt)

Der Schnitt im Spätwinter/Frühling an der Schlingpflanze dient der Höhen- und Breitenbegrenzung, zur Erhaltung der Vitalität und zur Fruchtholzverjüngung. Vor allem werden hierbei die Fruchttriebe des letzten Jahres entfernt und die Pflanze ausgelichtet. Einmal abgeerntete Triebe bilden im nächsten Jahr keine neuen Blüten mehr. Wichtig ist, dass nicht zu spät geschnitten wird, denn Kiwibäume 'bluten'  stark nach.

Juli/August (Sommerschnitt)

Die schnell wachsende Pflanze wird im Längenwachstum begrenzt und die Fruchtreife gefördert. Mit dieser auch als Grünschnitt bezeichneten Pflegemaßnahme werden vor allem einjährige Triebe eingekürzt. Wichtig ist, dass die Kiwi-Frucht noch ausreichend von dem Laub beschattet ist.

Unser Gärtnertipp: In den ersten 3 Standjahren müssen junge Kiwis nur wenig geschnitten werden. Im ersten Frühjahr wird der Haupttrieb geschnitten und so die Verzweigung der Kiwi-Pflanzen gefördert. Nach dem zweiten Standjahr werden die Seitentriebe geschnitten. Ab dem dritten Jahr muss regelmäßig ausgelichtet werden. Grundsätzlich gilt, dass beim Schneiden auf vier bis sechs Blätter zurückgestutzt werden kann.

Chinesische Stachelbeeren pflanzen

Optimal ist eine Pflanzung vor dem Austrieb im Frühjahr. So kann sich der Kiwibaum am neuen Platz etablieren und wurzelt ein, bevor neue Triebe gebildet werden. Pflanzen Sie bis zum Spätsommer das Gehölz, um sicherzustellen, dass es eingewurzelt in den Winter geht. Leichte Böden müssen vor der Pflanzung mit ausreichend Humus versorgt werden. Hierfür eignet sich eine hochwertige Pflanzerde. Schwere Böden, die zur Verdichtung neigen, verbessern Sie mit einem Gemisch aus Sand und Rhododendronerde. Der pH-Wert sollte unter 6 liegen, denn das schwach saure Milieu von 5 bis 6 ist ideal für das Obstgehölz. Durch den Zusatz von Moorbeeterde schaffen Sie die besten Bedingungen und geben der Pflanze einen guten Start. Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung tiefgründig auf und entfernen sorgfältig alle Wurzelunkräuter. Das Pflanzloch sollte doppelt so groß wie der Kulturtopf sein. Setzen Sie die gut gewässerte Kiwipflanze ein und verfüllen den Hohlraum zwischen Pflanzloch und Wurzeln mit einem Gemisch aus Kultursubstrat und Mutterboden. Abschließend wird mit 5 bis 10 Liter Wasser angegossen und bei Bedarf eine Schicht Mulch als Verdunstungsschutz ausgebracht. Bei uns können Sie die passende Pflanzerde kaufen.

Unser Gärtnertipp: Pflanzen Sie die Kletterpflanzen nicht zu dicht, denn am richtigen Platz sind Kiwis üppig wachsende Pflanzen. Ideal sind Pflanzabstände von 1 bis 2 m.

Kiwipflanze überwintern

Die großfruchtigen Arten sind im milden Klima gut winterhart, in rauen Lagen ist ein Winterschutz mit Vlies oder Schilfmatte empfehlenswert. Im Garten ausgepflanzt, empfiehlt es sich bei jungen Kiwiipflanzen, die Wurzeln mit Laub, Reisig oder Mulch zu schützen. Auch ein Einbinden der Pflanzen mit Sackleinen hilft vor Frostschäden.

Die kleinfrüchtigen Mini-Kiwi und die Zier-Kiwi sind sehr gut winterhartDie Kiwi als Kübelpflanze wird in einem frostfreien Raum überwintert.

Pflanzen für den Winterschutz mit Jutegewebe schützen

Kiwi-Arten

Kiwi-Pflanzen bilden eine eigenständige Pflanzenfamilie. Teilweise haben die Gattungen der Gruppe Actinidia dekorative Blätter und dienen als Ziergehölz. Fruchtende Kiwis sind vor allem Actinidia chinensis/delicicosa und Actinidia arguta mit jeweils verschiedenen Sorten.

Actinidia chinensis / Actinidia delicicosa

Botanisch betrachtet sind es zwei verschiedene Arten, im Handel jedoch werden sie häufig als eine Gruppe gesehen. Actinidia chinensis ist als starkwüchsiger Kletterstrauch weit verbreitet. Ohne Schnitt können die Ranken bis zu 10 m hoch werden. Als Actinidia delicicosa werden nur die in Kultur angebauten Pflanzen bezeichnet. Von diesen Kiwis gibt es männliche und weibliche Pflanzen und Sorten, die selbstbefruchtend sind. Durch Züchtungen sind Sorten wie 'Solo' oder 'Jenny' entstanden, bei denen keine männliche Kiwipflanze für eine Befruchtung notwendig ist. Stehen jedoch männliche Pflanzen in der Nähe, werden die Fruchtgröße und der Ertrag positiv beeinflusst. Bekannte Sorten sind Hayward mit weiblichen Blüten und später großen Früchten und Tomuri als Befruchtersorte.

Actinidia arguta (Scharfzähniger Strahlengriffel)

Mit bedeutend kleineren Früchten wird diese Gattung als Mini-Kiwi, kleinfruchtige Kiwi, Traubenkiwi, Kiwibeere oder Honigbeere bezeichnet. Mini-Kiwis sind dort interessant, wo das Klima für die herkömmliche Form zu ungünstig ist. Actinidia arguta ist winterhart. Ihr Anbau ist auch in großen Gefäßen möglich. Achten Sie bei der Auswahl eines passenden Gefäßes auf die Sorte.

So ist Issai mit ca. 2 m Höhe optimal als Kübelpflanze. Mini-Kiwis setzten schon in den 2. bis 3. Standjahren gut mit Fruchtansatz an. Ferner ist das Laub äußerst robust und dekorativ bis lange in den Herbst, wo eine goldgelbe Blattfärbung einen weiteren Höhepunkt darstellt. Wichtig ist, dass auch hier ein jährlicher Auslichtungsschnitt im Frühjahr stattfinden muss. Die kleinen Früchte werden bis in den Herbst an der Pflanze belassen. So fördern Sie die Reife und der Gehalt an Vitaminen wird verbessert. Sobald die Früchte weicher werden, ist es Zeit zum Pflücken. Je nach Sorte findet die Ernte von September bis Mitte/Ende Oktober statt. In einem hellen und kühlen Raum kann die Mini-Kiwi für einige Wochen gelagert werden. Die stachelbeerartigen, glattschaligen Früchte können mit der Schale gegessen werden. Auch hier gibt es männliche und weibliche Pflanzen und Sorten wie Issai, die selbstfruchtbar sind. Eine weitere Arguta-Selektion ist Weiki®, die auch sehr strenge Winter unbeschadet übersteht und auch als Bayern-Kiwi bezeichnet wird. Auch sie benötigt eine Befruchtersorte. Das Sortiment an Kiwi-Sorten wächst stetig. Neue Sorten mit roten Früchten oder verbesserter Winterhärte bereichern das Angebot. Es ist sehr reizvoll im eigenen Garten die Bio-Früchte wachsen zu sehen. Der Anbau ist einfach und mit dem richtigen Wissen lassen sich hohe Erträge ab dem 5. Standjahr erzielen.

Besonderheit: Mit rötlich-violetter Frucht ist die Sorte Purpurna Sadowa eine Alternative zu grünen Kiwis. Sie wächst bis zu 6 m und hat duftende Blüten. Die Früchte werden von September bis Oktober reif und können als Naschobst frisch gegessen oder für Kuchen, Kompott und Marmelade verwendet werden. Sie ist gut winterhart und schmeckt aromatisch. Weiter ist 'Red Jumbo' eine neue rotfruchtige Sorte.

Zier-Kiwi (Actinidia kolomikta)

Die auch als rosa Strahlengriffel bezeichnete Pflanze brilliert mit besonderem Laub. Das dekorative Gehölz ist pflegeleicht, wächst schwach schlingend und eignet sich für die Begrünung von Zäunen und als Sichtschutz. Vor allem an sonnigen Standorten und bei älteren Pflanzen ist die Blattausfärbung farbenfroh und vielfältig. Ähnlich wie die Mini-Kiwi können hier auch kleine Beeren mit glatter Schale geerntet werden. Diese spielen meist jedoch eine untergeordnete Rolle, da die Zier-Kiwi als Kletterpflanze fungiert.

Kiwi Schädlinge & Krankheiten

Kiwi-Bäume sind robust und nicht besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Trockene und braune Blätter sind meist eine Folge von Wassermangel. Bei Mini-Kiwi kann an trockenen Standorten ein Befall von Spinnmilben vorkommen.

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Kiwipflanze FAQ

Die Pflanzen lassen sich nur an der Blüte unterscheiden. Die männlichen Blüten haben nur gelbe Staubblätter in der Mitte, die weiblichen hingegen besitzen außerdem einen weißen Griffel, um den ebenfalls Staubblätter stehen. Eine Bestimmung des Geschlechts ist nur während der Blütezeit möglich.

Zunächst muss sichergestellt werden, dass zwei verschiedene Pflanzen im Garten gepflanzt sind oder es sich um eine Kiwipflanze handelt, die selbstbefruchtend ist. Besitzen Sie nur eine weibliche Kiwi-Pflanze, kommt es nie zu einem Fruchtbehang. An jungen Pflanzen haben Sie in den ersten Jahren noch keinen Ertrag. Die ersten Früchte ernten Sie nach 3 bis 5 Jahren, der erste Ertrag im größeren Umfang ist in den kommenden 2 bis 3 Jahren zu erwarten. Auch ein zu starker Rückschnitt kann für das Ausbleiben von Früchten verantwortlich sein.

Neben der Verwendung als Kletterpflanze ist es eine faszinierende Sache, das süß-säuerliche Obst selbst im Garten anzubauen. Frisch geerntet und ohne Transportweg können Sie die grünen Früchte lange lagern. Frische Kiwis sind reich an Vitamin C und enthalten ferner Vitamin E, B-Vitamine, Kalzium und Magnesium. Der Vitamin C-Gehalt übersteigt jenen der Zitrusfrüchte. Die Beeren-Ernte im Garten ist größtenteils im Spätsommer abgeschlossen und mit Kiwis kann man noch bis Mitte Oktober frisches Obst genießen.

Um sortenreine Pflanzen zu haben, ist eine Stecklingsvermehrung die sicherste Methode der Vermehrung. Die im Frühjahr geschnittenen Kopfstecklinge haben nach 6 bis 8 Wochen neue Wurzeln und die jungen Kiwipflanzen können nach Abhärtung ins Freie gestellt werden. Bestimmte Sorten sind warenrechtlich geschützt und dürfen daher nicht vermehrt werden. Eine Vermehrung durch Samen ist sehr mühsam. Außerdem erkennt man beim Sämling das Geschlecht der Pflanze nicht.

Die glattschaligen Mini-Kiwis sind je nach Sorte und Standort ab Mitte September reif. Die kleinen Früchte wechseln die Farbe von grün auf gelb oder rötlich (je nach Sorte). Optimal ist, wenn Sie die Früchte mit Stiel abschneiden. Mini-Kiwis können direkt verzehrt oder verarbeitet werden. Eine Lagerung ist auch möglich.

Großfruchtige Kiwis werden so lange wie möglich am Baum gelassen, damit sie ihr volles Aroma entwickeln und gut ausreifen. Die Ernte der noch harten Früchte beginnt ab Ende Oktober. Bei einer Lagertemperatur von 12 bis 14 °C sind die Früchte nach einem Monat genussreif. Nun ist das Fruchtfleisch weich und der Geschmack charakteristisch süß-säuerlich erfrischend.

Vorausgesetzt es handelt sich nicht um eine selbstbefruchtende Sorte, ist es zwingend nötig, dass pro weibliche Sorte ein männliches Exemplar gepflanzt wird. Männliche Blüten sind für die Bestäubung notwendig. Das Verhältnis von männlichen zu weiblichen Kiwis kann 1:6 sein. 

Kiwi Marmelade