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Geranien pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Pelargonium

Geranien
Inhaltsverzeichnis

Passende Produkte: Geranien

Wissenswertes über Geranien

Botanischer Name:

Pelargonium peltatum, Pelargonium zonale, Pelargonium x grandiflorum, Pelargonium Zonale X Peltatum und weitere Arten

Weitere Namen:

Hängegeranie, Edelgeranie, Duftgeranie, Pelargonie, Englische Geranien

Verwendung:

Balkonpflanze, Kübelpflanze, Beetbepflanzung, Friedhofsbepflanzung, Edelgeranie als Zimmerpflanze und für den Wintergarten

Herkunft:

Südafrika

Blütezeit:

März bis Oktober

Blütefarben:

rot, rosa, lachsfarben, weiß, lila, zweifarbige und gefüllte Sorten

Besonderheiten:

Geranien benötigen nur wenig Pflege und überraschen mit einer reichen Blütenfülle. Die Sortenvielfalt lässt keine Wünsche offen, sodass schnell eine Sammlerleidenschaft entstehen kann. Besonders Sorten mit wunderschön gezeichneten Blättern oder aromatisch duftendem Laub etablieren sich neben den bekannten Blütenstars. Die sogeannten Englischen Geranien sollten vor Regen geschützt stehen. Starten Sie erst nach den letzten Nachtfrösten mit dem Geranien pflanzen.

 

Geranien stammen ursprünglich aus Südafrika, wodurch sich ihr Anspruch an Sonne, Wasser und Bodenbeschaffenheit begründet. Bereits um 1600 wurden die ersten Exemplare nach Europa gebracht, in königliche Gärten gepflanzt und sorgsam gepflegt. Botanisch werden die Klassiker als Pelargonium bezeichnet, was auf das griechische Wort pélargo („Storch“) zurückgeht. Bei genauer Betrachtung der Samenstände ist der Zusammenhang deutlich und der storchschnabelartige Charakter erkennbar. Mit ihren farbenfrohen Blüten zählen sie zu den beliebtesten Blumen. Sie verwandeln als Dauerblüher besonders einen sonnigen Balkon in ein herrliches Blütenmeer. Durch neue Züchtungen bereichert seit einigen Jahren eine Vielzahl attraktiver Typen den Markt. Die Pflanzenart umfasst hängende und stehende Arten. Zudem gibt es Zwischenformen, die als sogenannte Halbhänger beide Eigenschaften vereinen. Als Besonderheit ist die Gruppe der Edelgeranien zu sehen, die mit zahlreichen eindrucksvollen Blüten aufwarten, jedoch vor Regen geschützt stehen müssen. Alle Arten der Pelargonien können von Mai bis Oktober im Freien stehen und müssen frostfrei überwintert werden. Entscheiden Sie je nach Witterungsverlauf im April und Mai wann Sie Geranien pflanzen. Optimal sind Pflanzungen nach den Eisheiligen.

Geranien zählen mit ihren farbenfrohen Blüten zu den beliebtesten Gattungen im Beet, auf dem Balkon, der Terrasse oder auch als Friedhofsbepflanzung. Wir verraten Ihnen, wo die Blumen herkommen, worauf es bei der richtigen Pflege ankommt und geben Ihnen wertvolle Ratschläge, damit Sie lange Freude haben. Grundsätzlich ist wenig Aufwand nach dem Geranien einpflanzen nötig und der Klassiker erfreut mit üppiger Blütenpracht für Monate.

Geranien pflegen

… nach der Überwinterung

Nachdem Sie erfolgreich Pelargonien überwintert haben, ist es wichtig, dass Sie diese Schätze zu Beginn der Gartensaison etwas verwöhnen. Ein Umtopfen in einen großen Topf oder in den Kasten in spezielle Geranienerde ist zu empfehlen. Gewöhnen Sie die überwinterten Geranien schrittweise an die Freilandbedingungen. Dunkel überwinterte Exemplare werden ab Februar hell und kühl aufgestellt, ab Mitte April können die Dauerblüher an frostfreien Tagen im Freien stehen. Wichtig ist, dass Sie die Gewächse noch vor Nachtfrost schützen und zu intensive Sonneneinstrahlung vermeiden. Der beste Zeitpunkt zum Ausräumen ist ein bedeckter Tag ohne Wind und direkte Sonneneinstrahlung. 

Unser Gärtnertipp: Haben sich im Winter längere dünne Austriebe gebildet? Diese sogenannten Geiltriebe können entfernt werden, denn an ihnen bilden sich keine Blüten. Kürzen Sie eventuell vorhandene Triebe nach der Überwinterung ein. Ein buschiger Neuaustrieb und eine Vielzahl neuer Triebe sind die Folge.

Michael Waibel
Unser Experte für Beet- & Balkonpflanzen

… im Sommer

Neben der gleichmäßigen Wasserversorgung und der regelmäßigen Düngung ist es wichtig, dass Sie die verblühten Blütenstände entfernen. Am besten brechen Sie das Verblühte mit der Hand ab. So wird kein Samen gebildet, die Pelargonien treiben neue Blüten und erstrahlen bald mit reicher Farbenpracht. Optimal ist es, wenn Sie diese Pflegemaßnahme wöchentlich durchführen. Bei den sogenannten Cascade-Typen entfällt diese Arbeit, da sie als hängende Typen verwelkte Blüten von allein ausfallen lassen. Somit ist die Pflege erleichtert und bei ausreichender Düngung blühen die Gewächse bis lange in den Herbst.

Profitipp: Beim Ausputzen der Geranien entfernen Sie die Blüten mitsamt dem Stengel. Durch diese Pflegemaßnahme verbessern Sie wesentlich die Blühwilligkeit der beliebten Balkonpflanzen. Am besten ist das Ausputzen nur mit der Hand, Schere oder Messer sind nicht notwendig.

Pelargonien Standort

Die Gattung Pelargonium verträgt den ganzen Sommer über einen warmen, sonnigen Standort mit direkter Mittagssonne. Ab Mitte Mai können die beliebten Sommerblumen im Freien stehen. Bitte erst nach dem letzten Nachtfrost Geranien einpflanzen! Bei einer zu frühen Pflanzung kommt es häufig zu Wachstumsverzögerungen und die Klassiker entwickeln sich nicht optimal. Daher lohnt es sich mit dem Geranien pflanzen zu warten, bis die Nachttemperaturen über 10 °C sind und am Tag mindestens 18 bis 20 °C herrschen. Vor dem ersten Frost müssen Sie die Geranien im Herbst ins Winterquartier stellen. Grundsätzlich gilt, dass bei mehr Sonnenstunden auch ein größerer Flor gebildet wird. An schattigen Standorten werden nur wenige Stiele ausgebildet und die Blume schwächelt. Ein Platz im Halbschatten ist möglich, voller Schatten eignet sich hingegen nicht. Generell sind Geranien-Pflanzen sehr hitzetolerant. Vor allem Pelargonien-Arten mit großen Blüten sollten wenig Feuchtigkeit von oben bekommen. So erklären sich auch die Regendächer über bepflanzten Balkonkästen im Alpenvorland. Einfach blühende Exemplare kommen besser mit dem Regen zurecht.

Geranien auf dem Balkon

Häufig werden Geranien für den Balkon verwendet. Hierfür eignen sich Hängegeranien oder stehende Geranien. Gut lassen sich beide Arten in Balkonkästen kombinieren, oder Sie pflanzen nur hängende Geranien mit anderen Balkonpflanzen. Wichtig bei Geranien auf dem Balkon ist die Einstrahlung. Ungeeignet sind Standorte in Nordausrichtung. Geranien können von Mai bis Oktober auf dem Balkon stehen.

Geranien im Topf

Bestens können Geranien im Topf stehen. Wichtig ist, dass das Erdvolumen pro Pflanze mindestens 2 bis 3 Liter beträgt. Somit sollten Sie nach dem Kauf die Geranie in einen größeren Topf pflanzen.

In südlichen Ländern sind Geranien im Topf häufig in Hofeinfahrten und an Mauern zu finden. Hier stehen sie geschützt und bringen mit intensiven Blütenfarben ein besonderes Flair.

Die beliebten Sommerblumen tolerieren Wärme und bei regelmäßigem Gießen sind die Klassiker für Monate eine Augenweide.

Geranien im Garten

Für Rabattenpflanzung eignen sich vor allem stehende Geranien. Im Garten lassen sich die beliebten Beet- und Balkonpflanzen ab Mitte Mai auspflanzen. Stehende Geranien bringen Farbe ins Beet und lassen sich gut mit anderen Sommerblumen kombinieren. Wichtig bei Geranien im Garten ist das regelmäßige Ausputzen der verblühten Blumen. Somit wird die Samenbildung verhindert und die Geranie blüht gut nach. Hängende Geranien wachsen überhängend und eignen sich nicht für die Beetbepflanzung im Garten. Hängende Geranien sind auch empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und würden beim Auspflanzen leiden.

Geranien gießen

Pelargonium sind pflegeleichte Saisonpflanzen. Dennoch ist es wichtig, dass eine regelmäßige Bewässerung stattfindet. Im Winterquartier reicht eine wöchentliche Wassergabe aus und auch direkt nach dem Auspflanzen ist der Wasserbedarf noch reduziert. Erst mit steigendenTemperaturen und zunehmendem Wachstum wird das Gießintervall erhöht. Wichtig ist, dass die Blütenpracht möglichst nie austrocknet, im Gegenzug aber auch keine Staunässe herrscht. Prüfen Sie regelmäßig, wie feucht das Substrat ist. Mit dem sogenannten bedarfsorientiertenWässern ist die gleichmäßige Feuchtigkeit im Boden gemeint. Diese dient als Grundlage für eine erfolgreiche Kultur. Eine genaue Angabe zur Wassermenge ist nicht möglich, denn sie ist wesentlich abhängig von der Temperatur, der Blattmasse, dem Erdvolumen und der Lichtintensität.

Unser Gärtnertipp: Wässern Sie am besten am Morgen, so steht das Wasser rechtzeitig zur Verfügung. Bei Bedarf kann es auch notwendig sein zweimal täglich zu gießen. Wasserspeicherkästen helfen, den Arbeitsaufwand zu minimieren. Mit dem eingebauten Speicher kann die Blütenpracht auch an heißen Tagen bestens versorgt werden. Wichtig ist, dass die Erde vor dem erneuten Gießen etwas abtrocknet. Kurzzeitige Trockenheit wird toleriert, sollte aber nicht zu oft vorkommen.

Blühende Geranie düngen

Nur optimal ernährt sind Blumen vital, wachsen gut und blühen reichlich. Verwenden Sie direkt beim Einpflanzen einen Langzeit-Balkonblumendünger. Damit geben Sie einen guten Start und sichern mit langsam wirkenden Depotdünger die Versorgung der ersten Wochen. 4 bis 6 Wochen nach dem Einpflanzen empfiehlt es sich, mit speziellem Geraniendünger oder Blumendünger mit Guano zu starten. Beide Dünger sind Flüssigdünger, die Ihre Pflanzen auf dem Balkon mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Dosieren Sie die Dünger nach Packungsangabe und versorgen Sie die beliebten Balkonblumen kontinuierlich bis in den Spätsommer mit Spezialdünger. Ab September können Sie die Nährstoffgaben minimieren und im Winterquartier komplett einstellen. Steht im Sommer zu wenig Dünger zur Verfügung, wird das Laub hellgrün und die Blühwilligkeit lässt nach. Als Vertreter der Gruppe der Starkzehrer ist es wichtig, dass die beliebten Geranien-Pflanzen immer ausreichend Nährstoffe zur Verfügung haben. Je nach Vorlieben können Sie Geranien mit Flüssigdünger oder festen Düngemitteln versorgen. Wichtig ist bei jeder Düngung, dass der Boden nicht völlig trocken ist vor dem Düngen und nach der Düngung auch gleichmäßig feucht ist.

Unser Gärtnertipp: Haben Sie nur wenige Exemplare, sind Langzeit-Düngestäbchen eine praktische Möglichkeit, eine optimale Versorgung sicherzustellen.

Geranien pflanzen

Für üppiges Wachstum und reiche Blütenfülle ist ein Umtopfen notwendig. Setzen Sie die Balkonpflanzendirekt nach dem Kauf entweder in ein größeres Gefäß oder in Balkonkästen. Wichtig für die Entwicklung sind eine hochwertige Erde und ein größeres Erdvolumen. Die Gewächse sind beim Kauf in den Kulturtöpfen gut durchwurzelt und müssen daher dringend verpflanzt werden. Für eine prächtige Entfaltung ist es wichtig, dass Sie beim Einpflanzen den Wurzelkranz am Ballen öffnen. So fällt es den Blumen leichter, in die frische Blumenerde einzuwurzeln. Vertikal wachsende Exemplare sollten in höhere Gefäße oder Kästen gepflanzt werden, um sich ihrem Wuchscharakter entsprechend entfalten zu können. Zum Umtopfen ist strukturstabile Pflanzerde und Blähton als Drainage wichtig. Stehende Exemplare können auch im Garten oder auf dem Friedhof in den Boden gepflanzt werden, auch hier ist der Einsatz der richtigen Erde förderlich.

Wie Sie Geranien einpflanzen – Tipps für Balkonbepflanzung oder Gefäße

Geranien sind klassische Balkonpflanzen für den Sommer. Hängegeranien können in Blumenampeln oder Amphoren eingepflanzt werden. Stehende Geranien eignen sich für gemischte Bepflanzungen in Schalen, Töpfen, Blumentrögen und anderen Gefäßen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Geranien direkt nach dem Kauf umtopfen, in den Balkonkasten oder in den Boden setzen. Ohne Umtopfen ist der Klassiker schwer zu pflegen, die Blütenbildung ist vermindert und die Pflanzen entwickeln sich nicht so gut.

5 Tipps für das Geranien einpflanzen:

  • Wählen Sie ein Gefäß, das im Volumen zunächst doppelt so groß ist wie der Kulturtopf.
  • Achten Sie darauf, dass das Gefäß über ein Abzugsloch verfügt.
  • Geben Sie eine Schicht Blähton als Drainage in den Kübel oder in den Balkonkasten.
  • Verwenden Sie zur Pflanzung ausschließlich hochwertige Pflanzerde, gerne auch torfreduziert oder torffrei.
  • Achten Sie auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, aber vermeiden Sie Staunässe. Vor allem direkt nach dem Geranien einpflanzen ist der Wasserbedarf noch geringer.

Unser Gärtnertipp: Pro Balkonpflanze sind mindestens 2 bis 3 Liter Erdvolumen notwendig. Bei weniger Volumen vergrößert sich der Pflegeaufwand wesentlich und die Entwicklung ist nicht optimal. Für Kübelpflanzen ist ein Umtopfen in einen Topf, der mindestens 5 bis 10 Liter mehr Volumen fasst, nötig. Ist das Gefäß zu klein, muss häufiger gegossen werden und die Entwicklung ist gehemmt.