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Forsythie pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zum Goldglöckchen

Passende Produkte: Forsythie

Wissenswertes über Forsythien

Botanischer Name:Forsythia x intermedia
Weitere Namen:Forsythie, Goldglöckchen, Goldflieder, Garten-Forsythie, Stangenblütler, Goldweide
Verwendung:blühendes Gehölz, Frühlingsblüher, sommergrünes Ziergehölz, Solitärpflanze, blühende Hecken, Schnittgehölz
Herkunft:Ostasien
Blütezeit:Mitte März bis Mai
Blütefarben:leuchtend goldgelb
Besonderheiten:Der richtige Schnitt ist wichtig für eine üppige Blüte. Geschnitten wird direkt nach der Blüte im Mai. Weiter können Sie Äste im Februar schneiden und zur Treiberei im Haus aufstellen. Ein alter Brauch ist das Schneiden der Barbarazweige am 4. Dezember. Ohne große Pflege erfreuen die Zweige zu Weihnachten in leuchtendem Gelb.

 

Forsythien gehören zu den Klassikern im Garten. Wenn sich die leuchtendgelben Blüten der Ölbaumgewächse öffnen, ist meist der Winter vorbei. Je nach Region blühen die auch als Goldglöckchen bezeichneten Pflanzen ab Mitte März. Die Blüte der Forsythie ist zugleich ein Zeichen, dass Sie Ihre Rosen schneiden können. Zur Gattung der Forsythien gehören insgesamt 13 Arten, wobei überwiegend die Hybride Forsythia x intermedia gepflanzt wird. Die Gattung Forsythia gehört zu den Arten, die direkt nach der Blüte geschnitten werden müssen. Erfolgt der Schnitt im Winter, werden die Blütenknospen fürs Frühjahr entfernt.

Forsythien Standort

Das Gehölz fühlt sich im Garten an einem sonnigen und warmen Standort wohl. Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein. Optimal ist ein pH-Wert von 4,5 bis 6,5. Auf leichten Sandböden sind der Zuwuchs und der Blütenansatz geringer, daher empfiehlt sich eine sorgsame Pflanzung mit hochwertiger Pflanzerde. Schwere Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand verbessert werden, bei Staunässe wachsen die Sträucher nicht.

Goldglöckchen schneiden

Damit die Gattung Forsythia nicht verkahlt und vergreist, ist ein regelmäßiger Rückschnitt wichtig. Schneiden Sie direkt nach der Blüte im Mai. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie vor allem das alte Holz alle 2 Jahre direkt über dem Boden kappen. Entfernen Sie die alten Grundtriebe mit einer scharfen Schere oder Astschere und achten Sie darauf, dass es nicht zu Quetschungen kommt. Dadurch erzielen Sie vitale Sträucher mit einem schönen Habitus. Bei dichtem Wuchs sollten Sie auch Konkurrenztriebe abschneiden und möglichst zwei Drittel der Hauptäste stehen lassen. Alle überhängenden Äste können Sie ebenfalls einkürzen. Grundsätzlich verträgt die Gattung Forsythia den Schnitt gut, auch ein Radikalschnitt ist möglich. Möchten Sie kräftige Triebe etwas in Form bringen, ist das im Sommer möglich. Bei diesem Rückschnitt können Sie wie bei anderen Pflanzen auch eine Art Formschnitt durchführen. 

Wissensfakt: Die Knospenbildung bei Forsythien findet an Zweigen des letzten Sommers statt. Beim Rückschnitt im Winter würde man die ganze Blütenpracht entfernen. Daher ist es wichtig, dass Sie Forsythien im Mai schneiden, der Strauch im Sommer wachsen kann und im nächsten Frühjahr mit langen Trieben und reicher Blütenfülle erfreut.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Forsythien gießen, düngen und pflegen

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie bedarfsorientiert gießen. Das bedeutet, dass Sie in Phasen ohne nennenswerten Niederschlag von Mai bis August darauf achten sollten, dass der Boden nie völlig austrocknet. Grundsätzlich gilt, dass in Abständen gegebene größere Mengen Wasser besser helfen als tägliche kleine Gaben. So kann eine Wassergabe von 10 bis 15 Litern einmal pro Woche im ersten Pflanzjahr helfen, sich am neuen Standort zu etablieren. Je nach Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Größe der Pflanze variieren die Wassermenge und die Häufigkeit des Gießens. Ist der Strauch am Standort fest eingewurzelt, entfällt ein zusätzliches Wässern. Goldglöckchen im Topf benötigen etwas mehr Pflege. Hierbei ist wichtig, dass nie Wasser im Untersetzer steht, der Wurzelballen jedoch auch nicht völlig austrocknet.

Forsythien sind anspruchslos, gedeihen aber in nährstoffreichen Böden besser als auf mageren Standorten. Eine Düngung mit Bio Naturdünger erfolgt nach der Blüte im Mai oder Juni. Durch den im Naturdünger hohen Anteil an organischem Material werden das Bodenleben und die Humusbildung angeregt. Somit versorgen Sie Ihre Forsythia nachhaltig mit Nährstoffen. Verzichten Sie auf den Einsatz von mineralischem Volldünger. Diese Düngerform ist bei Forsythien nicht notwendig und schadet Pflanze und Umwelt. Ergänzend können Sie gut verrotteten Kompost vor dem Winter um die Bodentriebe ausbringen. Die Mulchschicht schützt vor Frost und fördert die Bodenstruktur. Weiterer Winterschutz ist nicht notwendig.

Forsythie pflanzen

Die Gehölze können Sie, sofern die Erde nicht gefroren ist, ganzjährig pflanzen. Lockern Sie den Boden zunächst tiefgründig und entfernen Sie alle Wurzelunkräuter. Das Ölbaumgewächs eignet sich sowohl für die Einzelstellung als auch für Hecken in Kombination mit anderen Sträuchern oder immergrünen Gewächsen. Pflanzen Sie den beliebten Zierstrauch wie folgt:

  • Graben Sie ein Pflanzloch mit einem Durchmesser von mindestens 50 bis 60 cm und einer Tiefe von 40 bis 50 cm. Für den Flachwurzler ist es wichtig, dass das Pflanzloch eher breit als tief ist.
  • Bei Böden, die zur Verdichtung neigen, können Sie eine dünne Drainageschicht aus Kies oder Sand in das Pflanzloch geben.
  • Wässern Sie das Gehölz vor dem Einsetzen gründlich. Entfernen Sie den Topf.
  • Stellen Sie den Wurzelballen in das Pflanzloch und füllen Sie es mit hochwertiger Spezial-Erde auf.
  • Mischen Sie Start-Dünger Baum, Strauch, Hecke (ein Naturdünger mit Guano) unter die Pflanzerde.
  • Gießen Sie die Neupflanzung mit ca. 10 Litern Wasser.
  • Abschließend können Sie eine dünne Mulchschicht als Verdunstungsschutz um die Pflanze auftragen.

Unser Gärtnertipp: Goldglöckchen lassen sich auch für einige Jahre in großen Gefäßen auf dem Balkon und der Terrasse halten. Besonders attraktiv sind Zwergsorten oder Varianten mit panaschiertem Laub. Die Sträucher sind sommergrün, können als Sichtschutz dienen und sind gut winterhart.