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Fiederaralien pflegen, gießen und düngen - Tipps zu Polyscias fruticosa

Fiederaralie
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Fiederaralien

Botanischer Name:Polyscias fruticosa
Weitere Namen:Aralie, Polyscias, Glänzende Fiederaralie, Ming, Fabian
Verwendung:Zimmerpflanze, Innenraumbegrünung, Wintergarten, Bonsai, Kübelpflanze von Mai bis September
Herkunft:Pazifische Inseln, tropisches Asien
Blüte:klein, unscheinbar, untergeordnete Rolle, im Zimmer kommen die Gewächse selten zum Blühen
Besonderheiten:vielfältig in Blattform und -farbe, Blattpflanze die langsam wächst, bildet von alleine einen Stamm


Fiederaralien wachsen baum- oder strauchartig mit grünem oder weiß-buntem Laub. Die teilweise gefiederten Blätter lassen die Zimmerpflanze filigran erscheinen und bringen so eine besondere Atmosphäre mit einzigartiger Form in Ihr Zuhause. Ohne Schnitt verzweigt sich die Gattung und erreicht eine Höhe von 70 bis 130 cm. In freier Natur können die Gewächse mehrere Meter hoch werden. Zu Unrecht wird die Art als empfindliche Pflanze bezeichnet. Bei ausreichendem Lichtangebot und hoher Luftfeuchtigkeit ist der Aufwand für die Pflege gering und die Mitglieder der Araliaceae sind langlebig.

Fiederaralien pflegen

Polyscias sind filigrane Gewächse, die sich am richtigen Standort im Lauf der Zeit zu stattlichen Exemplaren entwickeln. Neben dem bedarfsorientierten Gießen und dem regelmäßigen Düngen fallen kaum Arbeiten an. Kleinpflanzen können ein- bis zweimal pro Jahr in der Dusche oder im Freien mit handwarmem Wasser abgebraust werden. Dadurch entfernen Sie den Staub und unterstützen eine gute Entwicklung der Pflanze. Alle 2 bis 3 Jahre empfiehlt sich ein Umtopfen in einen größeren Topf und frische Pflanzerde. Hierfür ist das Frühjahr der richtige Zeitpunkt. Achten Sie darauf, dass der neue Topf zunächst mit einer Drainageschicht am Boden versehen wird. Ein Schnitt ist nicht notwendig, ist die Pflanze jedoch zu hoch oder im Wuchs nicht harmonisch, kann eine Korrektur erfolgen. Kürzen Sie die Triebe nur leicht ein und schon bald treiben neue Blätter unmittelbar an der Schnittstelle aus.

Fiederaralien Standort

Die besondere Grünpflanze gehört zu einer besonders vielfältigen Pflanzengattung innerhalb der Familie der Araliengewächse. Optimal für die Gattung Polyscias ist ein heller bis halbschattiger Standort ohne direkte Sonne. Die Zimmerpflanze sollte nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein, da es durch die direkte Sonneneinstrahlung schnell zu Blattverbrennungen kommen kann. An dunklem Ecken leiden die Pflanzen, machen lange und dünne Triebe und sind anfälliger. Ideal sind ganzjährig Temperaturen zwischen 20 und 22 °C, im Winter können es 16 bis 18 °C sein. Entsprechend ihrer Herkunft sind Zimmeraralien dankbar für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein Platz im Badezimmer ist daher sehr vorteilhaft.

Tipp: Von Ende Mai bis September kann die attraktive Pflanze auch an einem halbschattigen Platz im Garten oder auf dem Balkon stehen. Wichtig ist, dass die Grünpflanze schrittweise an die Freilandbedingungen gewöhnt wird, da es sonst zu unschönen Verbrennungen kommt. Der beste Zeitpunkt zum Ausräumen ist ein bedeckter Tag mit 20 Grad Celsius. Im Sommer sollte der Topf vor Regen geschützt stehen. Ab September müssen Sie das Mitglied der Araliaceae wieder ins Haus holen.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte
große Monstera hinter dem Sofa stehend

Fiederaralien gießen

Wichtig für die Grünpflanzen ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die oberste Schicht Erde ganz leicht antrocknen. Grundsätzlich gilt, dass eine Vernässung sehr ungünstig ist. Bei Staunässe leiden die Wurzeln schnell und die Pflanze zeigt es, indem sie Blätter verliert. Die Häufigkeit des Gießens hängt im Wesentlichen von der Größe der Pflanze und der Raumtemperatur ab. Kleine Exemplare können Sie auch wöchentlich tauchen. Hierbei stellen Sie die Zimmerpflanze in einen mit Wasser gefüllten Eimer und tauchen die Pflanze so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Der Vorteil der Tauchmethode ist, dass der Wurzelballen komplett durchnässt ist. Größere Pflanzen werden wöchentlich gegossen, nach 15 Minuten kontrolliert und Überschusswasser abgeschüttet. Direkt nach dem Umtopfen sollten Sie sparsam gießen.

Profitipp: Wichtig bei der Pflege ist die hohe Luftfeuchtigkeit! Optimal ist ein Zimmerbrunnen oder ein Luftbefeuchter in unmittelbarer Nähe. Die Gattung bevorzugt ein warmes und tropisch feuchtes Klima.

Zimmerpflanze gießen

Fiederaralien düngen

Für die Bildung neuer Blätter und die Vitalität benötigen Polyscias von März bis September regelmäßige Düngergaben. Ideal für die Düngung ist ein spezieller Grünpflanzendünger, der wichtige Wuchs- und Vitalstoffe enthält und der Pflanze somit zu einem frischen Aussehen verhilft. Dosieren Sie den flüssigen Spezialdünger nach Packungsangabe und gießen Sie die Polyscias alle 2 Wochen mit dem mit Dünger angereicherten Wasser. Im Herbst und Winter reicht eine Düngung einmal im Monat. Leicht in der Handhabung ist eine Düngung mit Düngestäbchen. Mit dieser komfortablen Langzeitdüngung ist Ihre Grünpflanze für 3 Monate mit allen notwendigen Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Auch hier ist wichtig, dass es nie zum völligen Austrocknen der Erde und Wurzeln kommt.

Flüssigdünger in Messbecher füllen

Fiederaralien-Arten

Weltweit sind über 70 verschiedene Varianten der Blattschmuckpflanze bekannt. Nachfolgende sind hauptsächlich in gärtnerischer Kultur: 

Polyscias scutellaria 

Häufig ist diese Variante auch unter der Bezeichnung Polyscias Fabian zu finden. Als Besonderheit sind die runden, leicht nach außen gewölbten, glänzend grün oder grün-weiß gemusterten Blätter zu nennen. Die Zuchtform der Polyscias scutellaria hat teilweise auch bordeauxrotes Laub und wächst sehr langsam. Eine weitere Sorte ist "Balfourii", die mit zauberhafter Panaschierung aufwartet. 

Polyscias fruticosa 

Die Rötliche Fiederaralie ist eine besondere Variante. Sie trägt dunkelgrüne, gefiederte gesägte Blätter. Diese Polyscias besticht vor allem durch einen besonders dichten und buschigen Aufbau. Diese Variante wird auch als Ming Aralie bezeichnet. 

Polyscias filicifolia

Diese Art begeistert mit farnwedelartigen, tief eingeschnittenen Blättern und einer hellgrünen Farbe mit rötlichen Blattstielen.

Fiederaralien Schädlinge & Krankheiten

Die besonderen Zimmerpflanzen sind robust und bekommen am optimalen Platz selten Krankheiten und Schadinsekten. Folgende Probleme können auftreten: 

Spinnmilben 

Der Befall von Spinnmilben tritt vor allem im Winter bei trockener Luft auf. Die befallenen Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte auf und auf der Blattunterseite sind Gespinste sichtbar. Meist reicht es aus, die Pflanzen abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln. Diese Bio Aktiv-Mittel enthalten natürliche Pflanzenextrakte, die zur Vitalisierung der Pflanze beitragen. 

Schildläuse 

Vor allem in den Blattachseln befinden sich braune, leicht gewölbte Knubbel. Unter diesen Schutzschildern sind die Schildläuse sicher versteckt und lassen sich daher nur schwer bekämpfen. Sobald Sie den Befall entdecken, sollten Sie die Schildläuse abwischen oder die Pflanze mit einer Gartenschere zurückschneiden. Biologisch lassen sich die Schildläuse mit ölhaltigen Mitteln bekämpfen. Wichtig ist hierbei, dass die Anwendung mehrmals erfolgt. 

Blattläuse 

Vor allen in Phasen mit weniger Licht und bei geschwächten Exemplaren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Befall durch Blattläusen vorkommt. Mit ihren Mundwerkzeugen stechen die Insekten das Blattgewebe an. Zunächst ist der Befall an jungen Zweigen erkennbar. Die Bekämpfung erfolgt analog dem Spinnmilbenbefall.

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Fiederaralien FAQ

Aufgrund von Stress kann es zum Blattfall kommen. Häufig sind braune Blattspitzen ein Zeichen für zu viel Wasser. Außerdem kann es wegen trockener Heizungsluft im Winter zu Blattschäden kommen. Durch ein regelmäßiges Einsprühen mit einer Sprühflasche mit kalkfreiem Wasser schaffen Sie Abhilfe gegen braune Blattspitzen. 

Die einfachste Methode zur Vermehrung ist die Gewinnung von Stecklingen. Direkt beim Rückschnitt von großen Pflanzen können die Kopfstecklinge gewonnen werden. Vergleichbar mit der Vermehrung von Ficus ist die Handhabung bei diesen Grünpflanzen. In einer Anzuchtschale mit Abdeckung bilden sich innerhalb weniger Wochen neue Wurzeln. Das Substrat sollte gleichmäßig feucht gehalten werden und die Temperatur konstant über 20 °C sein.

Der würzige Duft der Blätter gehört zur Fiederaralie. Je nach Sorte variiert der Duft unterschiedlich stark. Gegen den Duft können Sie nichts machen. 

Die Gattung gedeiht sehr gut in Hydrokultur. Neben dem hellen Standort sind hierbei auch gleichmäßiges Gießen und das möglichst tägliche Besprühen mit weichem Wasser wichtig.

Wer schreibt hier?

Mein Herz schlägt ganz besonders für alle pflegeleichten und umweltschonend produzierten Pflanzen.

Andreas Wolf
Unser Zimmerpflanzen-Experte

Fakten zu Andreas Wolf:

  • Studium: Techniker im Zierpflanzenbau
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1996
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 2010
  • Aufgaben: Einkauf Zimmerpflanzen
  • Nachhaltigkeit bei Pflanzen-Kölle ist für mich: Pestizid-Produktionsprogramm, biologische Pflanzenproduktion, Reduzierung von Plastik in der Umwelt

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