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Christrosen pflegen und pflanzen - Tipps zu Helleborus niger

Passende Produkte: Christrosen

Wissenswertes über Christrosen

Botanischer Name:

Helleborus niger

Weitere Namen:

Schneerose, Helleborus

Herkunft:

Südostasien

Blütefarben:

weiß

Blütezeit:

Dezember bis März. Ausgewählte Sorten erfreuen bereits früher mit einer Blüte und sind im Dezember als Weihnachtsschmuck begehrt.

Besonderheiten:

Wertvoller Winterblüher, der Schnee und Eis trotzt. Blühend im Winter ein Phänomen. Pflegeleicht und bei idealen Bedingungen über Jahrzehnte eine dauerhafte Pflanze im Garten.

 

Die immergrüne Christrose ist eine Pflanze aus der Gattung der Nieswurz und kann bei richtiger Pflege für 20 und mehr Jahre immer wieder mit zauberhaften Blüten erfreuen. Die robuste Blume wird je nach Varietät und Standort 10 bis 30 cm hoch und bildet ein Rhizom. Klassisch sind weiße Blüten, doch auch verschiedene Rottöne, gefleckte und gefüllte Sorten sind erhältlich. Die sogenannte Sprossachse ist im Boden dafür verantwortlich, dass sich die Stauden ausbreiten und vergrößern. Mit ihrem langsamen Wachstum eignet sich die Pflanze bestens als Unterbepflanzung von Gehölzen. Durch diese humosen Bedingungen fühlt sich der Winterblüher sehr wohl und erfreut im Winterhalbjahr mit großen, filigranen Blüten. Für lange Zeit blühen die zauberhaften Blumen im winterlichen Garten. Sie lassen sich bestens mit Schneeglöckchen (Galanthus), Winterlingen (Eranthis) oder anderen Blumen kombinieren. Dank der immergrünen Blätter ist das Gewächs auch ohne Blüten dekorativ und leicht zu pflegen. Allgemein gehört die Gattung zu den pflegeleichtesten Pflanzen im Garten. Aufwändige Selektionen haben in den letzten Jahren immer mehr Sorten in den Handel gebracht, die verbesserten Blütenansatz, eine frühere Blütezeit und verschiedene Blütenformen haben. Bei uns können Sie die Pflanzen online kaufen.

Christrosen pflegen

Bei idealen Standortbedingungen werden Hellebori sehr alt. Die robusten Stauden wachsen über Jahrzehnte am selben Standort und benötigen wenig Pflege. Vor allem die Wurzeln sollten geschont und nicht durch Graben oder Hacken gestört werden. Düngen Sie die Staude, wenn sie im Frühjahr in voller Blüte steht und erneut im Juni/Juli mit einem organischen Dünger. Welke Blätter und verblühte Stiele können Sie am Ansatz mit einem Messer vorsichtig entfernen. Aber Achtung: Alle Teile der Winterblume sind stark giftig! Zum Entfernen der verwelkten Blätter tragen Sie am besten Handschuhe. Mit Laub oder einer dünnen Schicht Kompost ist das Wurzelwerk vor Austrocknung und tiefen Temperaturen geschützt. Geben Sie das Mulchmaterial nach der Blüte oder im Spätsommer direkt an den Wurzelstock und pflegen Sie damit auch das Bodenleben.

Christrosen Standort

Christrosen bevorzugen einen geschützten und humosen Standort im Halbschatten von Bäumen und Sträuchern. Ein Beet in voller Sonne ist nicht optimal, ausreichend Licht ist jedoch für Wachstum und schöne Blüten notwendig. Weiter wird Staunässe nicht toleriert, daher sollte an Standorten mit schwerem Boden eine Drainage für einen guten Wasserabzug sorgen. Leichte Böden werden mit hochwertiger Pflanzerde verbessert, um den zauberhaften Helleborus ganzjährig ideale Standortbedingungen zu bieten. Besonders üppig blüht Helleborus niger auf kalkhaltigen Böden, grundsätzlich ist ein pH-Wert von 6,5 bis 8 möglich, ein zu niedrigerer Wert ist bei Lenzrosen möglich.

Christrosen gießen

Nach dem Einpflanzen ist es wichtig, dass der Boden nie austrocknet. Dennoch darf es nie zu Staunässe kommen. Hat die Blume neue Wurzeln gebildet, ist es nur in niederschlagsarmen Phasen wichtig, dass Sie zusätzlich wässern. Achten Sie beim Wässern darauf, dass Sie das Wasser nicht über das Laub geben. Auch im Winter kann eine Wassergabe an frostfreien Tagen erfolgen. Hat sich der Winterblüher am neuen Platz etabliert, müssen Sie wenig pflegen und bei durchlässigem Boden reicht der Niederschlag aus. Anders sieht es bei Christrosen aus, die in Kübel gepflanzt wurden. Gießen Sie hier immer dann, wenn die oberste Erdschicht sich trocken anfühlt.

Christrosen pflanzen

Beim Einpflanzen sollte das Pflanzloch mindestens doppelt so groß sein wie der Topfballen. Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen ist das zeitige Frühjahr oder der Spätsommer und Herbst. Wichtig ist beim Pflanzen, dass der Topfballen genau mit der Erdoberfläche abschließt. Zu tiefes Einsetzen schadet der Blume. Anschließend wird der Boden leicht angedrückt und gut gewässert. Die ideale Pflanzzeit ist im Herbst und Frühjahr. Die beste Wirkung hat die Staude in Einzelstellung in der Nähe von Wegen oder Eingangsbereichen sowie in Gruppenpflanzung mit drei oder fünf Pflanzen. Wichtig ist, dass die Tiefwurzler ungestört wachsen können und auch durch Graben oder Hacken nicht gestört werden, denn auf Wurzelverletzungen reagieren sie empfindlich.

Christrosen im Kübel

Bei der Pflanzung im Kübel sollten Sie auf ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit einer Höhe von mindestens 30 bis 40 cm achten, da es sich um Tiefwurzler handelt. Mischen Sie Kübelpflanzenerde mit lehmiger Gartenerde und füllen Sie den Boden mit einer Drainageschicht aus Blähton. Wichtig ist, dass der Wasserlauf immer gewährleistet ist, denn Staunässe schadet den Wurzeln. Umwickeln Sie den Kübel vor dem Winter mit dekorativem Vlies oder Jute. So verhindern Sie, dass die Wurzeln durch starken Frost geschädigt werden. Neben der Pflegeanleitung ist der fachliche Aufbau zur Kübelbepflanzung zu beachten. Lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber Kübelgarten. Bei uns finden Sie die passenden Pflanzgefäße außen.

Christrosen als Schnittblume

Christrosen sind in der Advents- und Weihnachtszeit begehrte Schnittblumen. Aufgrund der geringen Anzahl an Blüten pro Pflanze sind die Stiele äußerst wertvoll und als Besonderheit zu sehen. Mit ihren reinweißen Blütensternen ist die Winterschönheit faszinierend anzusehen und als Schnittblume lange haltbarr, ideal kombinierbar mit Seidenkiefer oder anderem Grün. Als Rarität werden die Blüten auch für Brautsträuße in der kalten Jahreszeit verwendet.

Unser Gärtnertipp: Christrosen sind kurzzeitig als Dekoration im Haus geeignet. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen in allen Teilen giftig sind. 

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Christrosen-Arten

Neben dem bekannten Helleborus niger, gibt es Kreuzungen, die mit besonderen Eigenschaften auffallen. 

Gattung Nieswurz

Hierbei handelt es sich um eine Kreuzung der gewöhnlichen Gruppe mit Helleborusarten aus dem mediterranen Raum. Diese Varietät zeichnet sich durch einen buschigen Wuchs, eine große Blütenanzahl und nickende Blüten aus. Die Helleborus-Orientalis-Hybriden stammen aus Kreuzungen der verschiedenen Arten ab und sind in vielen Sorten erhältlich. Mit einer Blütezeit von Januar bis März erfreut die robuste Gruppe im Garten und auf dem Balkon. 

Lenzrosen

In einer großen Gruppe aus Kreuzungen von Wildarten aus dem asiatischen, orientalischen und europäischen Raum finden Sie die Lenzrosen. Diese Gruppe zeichnet sich durch die vielseitigen Blütenfarben und Blütenformen aus. Die Farben changieren zwischen Rot und Weiß, teilweise mit einem Hauch Grün. Mit einer Blütezeit von Januar bis April dienen die robusten Stauden vielen Wildbienen als erste Nahrungsquelle und fügen sich bestens in naturnahe Gärten ein. 

Verboom Beauty

Auffallend ist bei dieser Züchtung die große Anzahl an Blütenknospen. Besonders geeignet ist die Gruppe für die Verwendung im Haus. In Verbindung mit Moos und Zapfen lassen sich die laubarmen Pflanzen in stimmungsvollen Arrangements verarbeiten. Ein Auspflanzen ins Freie kann nach dem Verblühen erfolgen. 

Die in Deutschland heimische Nieswurz-Art Helleborus foetidus ist in lichten Wäldern und an Böschungen zu finden. Der Name Stinkende Nieswurz resultiert aus dem unangenehmen Geruch der Blätter. Die zu den Halbsträuchern zählende immergrüne Pflanze öffnet bereits im Winter die ersten Blüten. Die robuste Pflanze überdauert für viele Jahre am selben Standort und kann wie andere Stauden durch Samen oder Teilung vermehrt werden. 

Raritäten wie Sorten mit gefüllten Blüten oder Schwarze Christrosen sind eine Seltenheit und nur saisonal erhältlich.

Christrosen Schädlinge & Krankheiten

Die Schneerose ist eine relativ unempfindliche Pflanze. Folgender Schädling kann vor allem bei ungünstigen Standortbedingungen vorkommen: 

Blattläuse 

Vor allem nach der Blüte und nach einem Aufenthalt im beheizten Raum bekommen die Winterschönheiten Blattläuse. Meist stellt dies für die Pflanzen kein Problem dar und mit Hilfe von biologischen Hilfsmitteln können Sie die schädigenden Insekten bekämpfen. Entfernen Sie die befallenen Blätter und entsorgen diese über den Hausmüll.