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Aucuba pflegen, pflanzen, gießen und düngen

Wissenswertes über Aucuba

Botanischer Name:Aucuba japonica
Weitere Namen:Aukube, Japanische Goldorange, Orangenkirsche, Fleischerpalme, Metzgerpalme, Japanischer Lorbeer
Verwendung:Hecke, Einzelstellung, Kübelpflanze, immergrüner Strauch, Zierstrauch
Herkunft:Ostasien
Blattfarbe:grün mit gelb; je nach Sorte: gezeichnet, gesprenkelt, gepunktet
Blüten:weibliche Blüten: unscheinbar, männliche Blüten: aufrechte, rötliche Rispen
Frucht:Leuchtend rot, vom Sommer bis zum nächsten Frühjahr am Strauch haftend. Stark giftig!
Besonderheiten:Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, der Unterschied ist nur durch die Blüte erkennbar. Die Pflanzen tolerieren nur leichten Frost, nur im Weinbauklima in den Boden ausgepflanzt zu empfehlen. Kübelpflanze mit farbenfrohem Blatt.

 

Aucuba japonica ist ein immergrüner Strauch mit faszinierendem Blatt. Je nach Sorte ist die Ausfärbung unterschiedlich. Dank des natürlichen Glanzes und der Größe des Laubes ist die auch als Orangenkirsche bezeichnete Art ein Blickfang in jeder Bepflanzung. Aucuba zählt zu den Hartriegelgewächsen (Cornaceae), was durch die charakteristischen Früchte deutlich wird. Der immergrüne Strauch ist bedingt winterhart. Als immergrünes Gehölz ist die Aucuba optimal als Sichtschutz im Garten ausgepflanzt oder in großen Gefäßen auf Balkon und Terrasse. Wesentlich für Pflanzen ist eine ganzjährige Wasserversorgung, da das lederartige Grün auch im Winter Wasser verdunstet. Junge Exemplare benötigen in den ersten Jahren einen Winterschutz. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie Aucuba pflegen sollten.

Aucuba pflegen

Achten Sie vor allem in den ersten Monaten nach der Pflanzung auf eine bedarfsorientierte Bewässerung. Es ist wichtig, dass das Laubgehölz neue Wurzeln bilden kann. Daher sollten Sie gleichmäßig Gießen und Staunässe vermeiden. Weitere Maßnahmen sind bei der Aucuba-Pflege nicht notwendig. Die Winterhärte variiert je nach Art, Standort und Alter der Pflanze. Schützen Sie junge Exemplare in den ersten Jahren mit Vlies oder Reisig. Ergänzend kann Mulch zum Schutz auf die Oberfläche ausgebracht werden. Häufig sind Schäden auch aufgrund von zu wenig Feuchtigkeit, da das immergrüne Gehölz kontinuierlich Wasser verdunstet und bei gefrorenem Boden die Wasseraufnahme nicht möglich ist. Zur Erhöhung der Widerstandskraft gegen Kälte und Trockenheit können Sie im Spätsommer eine Gabe Herbst Dünger Winter-Fit ausbringen.

Unser Wissensfakt: Aucuba sind Flachwurzler, daher nur vorsichtig hacken und auf Unterpflanzung verzichten.

Christian Wenk
Unser Experte für Gehölze & Obst

Aucuba Standort

Die Orangenkirsche bevorzugt gut durchlässigen, humosen Boden mit einen pH-Wert von 5,5 bis 6. Leichte Sandböden sind nicht ganz optimal, da es im Sommer schnell zu Wassermangel kommen kann. Stauende Nässe auf Lehmböden wird ebenfalls nicht so gut toleriert. Bereiten Sie den Boden vor der Pflanzung entsprechend vor und sorgen Sie für ausreichend Humus. Ideal ist ein windgeschützter Platz im Halbschatten, gerne am Rand von Gehölzgruppen oder Hauswänden. Pralle Sonne sollte vermieden werden, da das Laub bei intensiver Sonne leidet.

Unser Wissensfakt: Stehen die Sträucher zu schattig, kann es dazu kommen dass die gesprenkelten Blätter vergrünen. Der Lichtbedarf ist je nach Sorte unterschiedlich. Grüne Sorten tolerieren mehr Schatten als panschierte Aucuba.

Gehölz im Herbst eingepflanzt im Garten

Aucuba gießen

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie das immergrüne Gehölz, ähnlich wie Kirschlorbeer, Buchsbaum oder Bambus, bedarfsorientiert wässern. Das Laub ist ganzjährig an dem Strauch und verdunstet Wasser, daher ist der Wasserbedarf im Winter höher als bei laubabwerfenden Arten wie z.B. Liguster oder Hainbuche. Geben Sie zusätzliches Wasser in Abhängigkeit von Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Niederschlag. Wichtig ist, dass in Abständen gegebene größere Mengen Wasser besser sind als tägliche kleine Gaben. So kann eine Wassergabe von 10 bis 20 Liter einmal pro Woche im ersten Pflanzjahr notwendig sein, jedoch darf es nie zur Staunässe kommen. Ist die Aucuba gut eingewurzelt, bedarf es weniger Pflege und ein Gießen wird nur auf leichten Böden oder in extrem trockenen Jahren notwendig.

mit Gartenschlauch den Garten gießen

Aucuba düngen

Aucuba sind wüchsige Sträucher mit imposanten Blättern. Für Wachstum und Blattausfärbung sind ausreichend Nährstoffe notwendig. Starten Sie mit einer Düngung vor dem neuen Austrieb im Frühling. Optimal geeignet ist Bio Naturdünger, ein rein organischer Dünger, der über Monate wirkt und gleichzeitig noch die Humusbildung und das Bodenleben anregt. Bei ausreichender Feuchtigkeit und Wärme stehen die Nährstoffe dem Gehölz bedarfsgerecht über Wochen zur Verfügung. Ein stickstoffhaltiger Dünger ist nicht notwendig. Eine zweite Düngung kann während der Hauptwachstumszeit im Sommer erfolgen. Durch diese Düngung fördern Sie das Bodenleben und die Bildung von Humus was förderlich für die Vitalität der aparten Blattschmuckpflanze ist. 

Nach Ende Juli sollten Sie nicht mehr düngen, denn spätere Gaben von Stickstoff können die Winterhärte der Pflanzen negativ beeinflussen. Mit einer dünn ausgebrachten Schicht gut verrotteten Komposts schützen Sie die Wurzeln und verbessern zusätzlich den Humusgehalt. Auch dies ist eine Möglichkeit der organischen Düngung.

Unser Gärtnertipp: Mit dem Einsatz von Kölle's Beste Herbstdünger Winter-Fit stärken Sie die Aukuben nachhaltig. Verwenden Sie den Spezialdünger im August. Das enthaltene Kalium verbessert die Widerstandskraft gegenüber Trockenheit und Kälte.

Aucuba schneiden

Aucuba sind gut schnittverträglich und können nach Belieben ein- bis zweimal im Jahr geschnitten werden. Ist der immergrüne Strauch als Blickfang in Einzelstellung, kann auch häufiger formiert werden. Ideal ist ein Rückschnitt im Spätsommer, dadurch kann sich der Busch gut verzweigen und die Schnittstellen sind vor dem Winter gut verwachsen. Grundsätzlich kann aber, sofern kein Frost herrscht, ganzjährig geschnitten werden. 

Wichtig für den Aucuba-Schnitt ist folgendes:

  • Tragen Sie zum Schnitt Handschuhe, da die Pflanze giftig ist und bei Hautkontakt zu Hautreizungen führen kann. 
  • Verwenden Sie eine scharfe Schere (Heckenscheren sind nicht gut geeignet). 
  • Entfernen Sie kranke oder abgestorbene Teile. 
  • Kürzen Sie in der Länge ein und fördern somit die Verzweigung. 
  • Nützen Sie eine Phase ohne intensive Sonneneinstrahlung, denn an einem bedeckten Tag ist der ideale Zeitpunkt für einen Schnitt. 
  • Beachten Sie, dass auch ein starker Rückschnitt bis in das alte Holz toleriert wird und neue Triebe innerhalb kurzer Zeit gebildet werden.

Aucuba pflanzen

Ideal ist eine Pflanzzeit im Frühjahr. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, können Sie das immergrüne Gehölz in den Boden auspflanzen. Bei ausreichender Feuchtigkeit und Wärme bilden sich schnell neue Wurzeln und der Strauch etabliert sich am neuen Platz. Aukuben sollten gut eingewurzelt in die kalte Jahreszeit gehen, daher sind späte Pflanzungen im Herbst ungünstig. 

Tipps zur Pflanzung von Aucuba:

  • Graben Sie ein Pflanzloch, das doppelt so tief und breit ist wie der Wurzelballen. 
  • Bei sandigem Untergrund verwenden Sie großzügig hochwertige Pflanzerde. 
  • Bei schweren Lehmböden müssen Sie für eine gute Drainage sorgen. Geben Sie hierfür zunächst Sand, Kies oder Blähton in das Pflanzloch. 
  • Als nächstes wird der gut gewässerte Strauch in das Pflanzloch gestellt und der Hohlraum mit einer Mischung aus Aushub und Kultursubstrat aufgefüllt. 
  • Streuen Sie abschließend Bio Gartendünger auf die Oberfläche und arbeiten diesen leicht in den Erdboden ein.
  •  Zuletzt gießen Sie die Neupflanzung je nach Größe der Pflanze mit 10 bis 20 Liter Wasser an. 
  • Als Verdunstungsschutz können Sie eine dünne Schicht Mulch am Boden ausbringen.

Aucuba im Kübel

Aucuba japonica lassen sich gut in Töpfe oder Kübel pflanzen und verschönern somit Terrasse, Balkon oder Hauseingang. Mit dekorativem Blatt sind die Gehölze ganzjährig ein Blickfang und Sichtschutz. 

Wichtige Tipps für die Kübelkultur: 

  • Wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 40 bis 50 Liter Fassungsvermögen. Achten Sie darauf, dass das Gefäß über ein Abzugsloch verfügt. 
  • Geben Sie eine Schicht Blähton als Drainage als untere Schicht in den Kübel. Verwenden Sie zur Pflanzung ausschließlich hochwertige Pflanzerde
  • Achten Sie ganzjährig auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, vermeiden Sie aber Staunässe. 
  • Düngen Sie von Mai bis August alle 4 bis 6 Wochen mit Flüssigdünger. 
  • Schützen Sie die Kübelpflanze vor zu tiefen Temperaturen mit Vlies und stellen die Gefäße auf sogenannte Füßchen, sodass zwischen Topfboden und Untergrund eine Luftschicht vorhanden ist. 
  • Achten Sie darauf, dass das Gehölz auch in der kalten Jahreszeit gleichmäßig Wasser benötigt und nicht völlig austrocknet. 
  • Schützen Sie das immergrüne Gehölz im Winter mit Vlies.

Aucuba Schädlinge & Krankheiten

Bei richtigen Standortbedingungen sind Metzgerpalmen sehr robuste und unempfindliche Gewächse. Probleme können durch zu viel Sonneneinstrahlung entstehen. Daher ist es wichtig, dass Sie vor der Pflanzung den möglichen Standort beobachten und den Sonnenverlauf berücksichtigen. Weiter schädigen langanhaltende tiefe Temperaturen das Gehölz. 

Spinnmilben

Vor allem Pflanzen, die an sehr trockenen Standorten stehen, können durch Spinnmilben befallen werden. Die befallenen Blätter weisen an der Oberseite silbrige Punkte auf und auf der Blattunterseite sind Gespinste sichtbar. Meist reicht es aus, die Pflanzen mit Wasser abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln. Diese Bio Aktiv-Mittel enthalten natürliche Pflanzenextrakte, die zur Vitalisierung der Aucuba führen.

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Aucuba FAQ

Bei optimalen Bedingungen wächst das schmucke Gehölz zwischen 20 und 40 Zentimeter pro Jahr.

Aucuba Blüte

Die rötlichen Blüten sind klein und häufig nicht so präsent, dass sie als Blüten im April und Mai wahrgenommen werden. Aus den Aucubablüten entwickeln sich die roten Beeren.

Eine gängige Methode der Vermehrung sind Stecklinge. Leicht lassen sich die Triebspitzen der Aucuba bewurzeln. Schneiden Sie dazu junge Triebe mit einer Länge von 5 bis 7 cm und stecken diese in einen Topf mit Anzuchterde. Optimal ist die Vermehrung im Anzucht-Set, da hier die optimale Luftfeuchtigkeit herrscht. Bereits nach wenigen Wochen haben sich Wurzeln gebildet und die Jungpflanze kann