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Löwenmäulchen pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Antirrhinum majus

Passende Produkte: Löwenmäulchen

Wissenswertes über Löwenmäulchen

Botanischer Name:Antirrhinum majus
Weitere Namen:Löwenmaul, Löwenmäulchen, Garten-Löwenmaul, Froschgoscherl, Kalbsmaul, Hundskopf, Snapdragon
Verwendung:Rabatten, Bauerngarten, naturnaher Garten, Schnittblume, Steingarten, Friedhofbepflanzung, für Töpfe, kompakte Sorten für Balkonkästen und Schalen
Herkunft:Mittelmeer
Blütezeit:Juni bis September
Blütefarben:weiß, cremefarben, gelb, orange, rosa, rot, violett, zweifarbig
Besonderheiten:Die zweijährige Art ist sehr anspruchslos und robust. Besonders Hummeln und Bienen lieben die nektarreiche Pflanze.

 

Löwenmäulchen sind nostalgische Blumen, die vielen Menschen aus ihrer Kindheit bekannt sind. Die aus Samen vermehrten Löwenmäulchen sind besonders wegen der langenBlütezeit, der Robustheit und der Eignung als Schnittblume beliebt. Von unten nach oben öffnen sich täglich neue Blüten, die vor allem für Hummeln als wertvolle Nahrungsquelle dienen. Aber auch Bienen und andere Insekten sind dankbar für den Nektar der Lippenblütler. Löwenmäulchen sind nur bedingt winterhart, in milden Jahren überdauert die Sommerblume im Freien. Bei guten Bedingungen sät sich die Blütenpflanze selbst aus und sie erfreut über Jahrzehnte an wechselnden Stellen mit farbenfrohen Blüten.

Löwenmäulchen pflegen & schneiden

Löwenmäulchen benötigen nach der Pflanzung nur wenig Pflege. Wichtig für eine gute Entwicklung sind ein bedarfsorientiertes Gießen und das Vorhandensein von ausreichend Nährstoffen im Boden. Bei hohen Sorten kann der Einsatz von Staudenringen vor Windbruch schützen. Ebenfalls können Sie die Sommerblumen mit einem Stab unterstützen und vorsorglich anbinden. Ein Schnitt ist nicht notwendig, denn Löwenmäulchen verzweigen sich von Natur aus und wachsen harmonisch. Das Entfernen der verblühten Blüten hilft den Garten-Löwenmäulchen, rasch neue Knospen zu bilden. Bei Bedarf können Sie diese Pflegemaßnahme bei Antirrhinum durchführen, es ist jedoch nicht zwingend notwendig.

Löwenmäulchen Standort

Entsprechend der Herkunft sind Löwenmäulchen sehr genügsam. Am Heimatstandort wachsen die krautigen Pflanzen wild zwischen Felsspalten, Steinen und Mauern. Der optimale Standort für Löwenmäulchen im Garten ist sandig bis lehmig mit Sonne. Halbschatten wird vom Löwenmaul zwar toleriert, jedoch ist die Blütenfüllen geringer und die Blütenfarbe sind nicht so intensiv. Achten Sie auf einen Standort, der nie staunass und möglichst vor Windgeschützt ist, sowie keine pralle Mittagshitze hat.

Löwenmäulchen gießen & düngen

Achten Sie auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ohne stauende Nässe. Hat sich die Sommerblume am Standort etabliert, ist ein Gießen nur in trockenen Phasen notwendig. Grundsätzlich toleriert Antirrhinum besser trockene Bedingungen als Staunässe. Löwenmäulchen im Balkonkasten oder in Schalen benötigen mehr Aufmerksamkeit und sollten regelmäßig gegossen werden. Wichtig für Wachstum und Blütenbildung sind ausreichend Nährstoffe. Optimal ist es, wenn Sie die Sommerblume bei der Pflanzung mit einem organischen Dünger versorgt haben. Dieser wirkt nachhaltig für Monate und fördert zusätzlich das Bodenleben und die Humusbildung.

Löwenmäulchen pflanzen

Löwenmäulchen werden ab Mitte April als Pflanzware ausgepflanzt. Entweder Sie kaufen kräftige Exemplare in Kulturtöpfen oder pikierte Sämlinge, die nach wenigen Wochen zu stattlichen Pflanzen heranwachsen. Wichtig ist, dass Sie den Boden vor der Auspflanzung gründlich lockern und von Unkräutern befreien. Achten Sie darauf, dass schwere Böden mit Sand aufgelockert werden, denn stauende Nässe wird nicht toleriert.

Löwenmäulchen pflanzen in 5 Schritten:

  1. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so groß ist wie der Wurzelballen.
  2. Geben Sie hochwertige Pflanzerde in das Pflanzloch.
  3. Nun wird das gut gewässerte Löwenmäulchen in das Pflanzloch gegeben und der Hohlraum zwischen Wurzelballen und Pflanzloch mit Erde aufgefüllt. Drücken Sie die Erde leicht an.
  4. Streuen Sie Kölle Bio Naturdünger rund um die Neupflanzung und arbeiten Sie den organischen Spezialdünger leicht ein.
  5. Abschließend wird die Neupflanzung mit 2 bis 3 Liter Wasser angegossen.

Unser Gärtnertipp: Die beste Wirkung erzielen Sie mit einer Gruppenpflanzung von 3 bis 5 Exemplaren. Diese Gruppen können farblich gemischt, Ton-in-Ton oder einfarbig sein. Im Steingarten oder auf Gräbern bringen Einzelpflanzen einen farblichen Akzent für Monate. Traumhafte Kombinationen ergeben sich in gemischten Rabatten mit Kornblumen, Mohn, Ringelblumen, Astern und anderen Sommerblumen.

Michael Waibel
Unser Experte für Beet- & Balkonpflanzen

Löwenmäulchen im Kübel

Auch ohne Garten können Sie Löwenmäulchen pflanzen. In Töpfen, Balkonkästen, Körben und Hängeampeln können die Sommerblumen für viele Monate als saisonale Bepflanzung wirken. Für Balkonkästen sind vor allem die Zwerglöwenmäulchen mit einer Wuchshöhe von 15 bis 20 cm geeignet.

Pflanzung von Löwenmäulchen in Töpfe in 5 Schritten:

  1. Achten Sie bei der Gefäßbepflanzung darauf, dass das Gefäß über ein Wassserabzugsloch verfügt. Übertöpfe ohne Loch sind ungeeignet für dauerhafte Freude an Löwenmäulchen.
  2. Geben Sie zuerst eine Schicht Blähton als Drainage in das Gefäß.
  3. Verwenden Sie strukturstabile Pflanzerde, gerne in Kombination mit Sand, da der Boden möglichst locker sein sollte.
  4. Wässern Sie das Löwenmäulchen gründlich vor dem Einpflanzen.
  5. Streuen Sie Kölle Bio Naturdünger um die Pflanze und gießen die Sommerblume abschließend gut an.

Unser Gärtnertipp: Achten Sie darauf, dass das Löwenmäulchen im Topf sonnig und windgeschützt steht. Wichtig ist, dass auch bei Kübelkultur nie stauende Nässe herrscht. Die Pflege von Löwenmäulchen im Topf benötigt etwas mehr Fingerspitzengefühl als bei ausgepflanzten Exemplaren.

Löwenmäulchen Schädlinge & Krankheiten

Löwenmäulchen sind bei optimalen Bedingungen robuste Sommerblumen. Teilweise werden die Triebspitzen und jungen Knospen durch Blattläuse befallen. Meist ist es nur ein optisches Problem und es hilft, die Pflanzen mit Bio Aktivmittel zu stärken. Bei ungünstigen Bedingungen werden Antirrhinum von folgenden Pilzkrankheiten befallen:

Löwenmaulrost

Sind Antirrhinum vom Löwenmaulrost befallen, entstehen auf der Blattoberfläche verstreut gelbliche Flecken. An der Blattunterseite sind dunkelbraune, stäubende Pusteln erkennbar. Löwenmaulrost kann auch am Stängel auftreten. Die Krankheit breitet sich vor allem bei feuchtem Wetter aus. Es kann dazu kommen, dass die Blätterwelken und absterben. Im schlimmsten Fall stirbt die ganze Pflanze ab. Stärken Sie die Pflanzen beim ersten Befall mit Bio Aktiv-Mittel für mehltau- und pilzanfällige Pflanzen.

Echter Mehltau

Vor allem bei trockenem, heißem Wetter kann es zum mehligen Belag auf den Blättern beim Löwenmaul kommen. Vorbeugende Behandlungen mit Pflanzenkur helfen den Befall von echtem Mehltau zu minimieren bzw. zu vermeiden. Hilfreich ist es, wenn Sie beim ersten Befall die betroffenen Blätter entfernen und im Hausmüll entsorgen. Weiter ist es wichtig, dass die Pflanze nicht unter Trockenstress leidet und möglichst gut belüftet steht.

Falscher Mehltau

Vor allem bei nasser Witterung sind auf der Blattoberseite des Löwenmauls gelbe Flecken zu erkennen. Dies Blattflecken werden nach und nach braun und sind durch die Blattadern scharf begrenzt. Bei erstem Befall von falschen Mehltau sollten Sie die betroffenen Blätter entfernen und die Pflanzen mit Kölle Bio Pflanzenkur stärken. Achten Sie ferner darauf, dass Sie Antirrhinum möglichst nie über das Blatt gießen.

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Löwenmäulchen FAQ

Antirrhinum werden über Aussaat vermehrt. Löwenmäulchen-Samen sind Lichtkeimer, daher ist es ratsam, den feinen Samen auf das Substrat auszubringen und nicht abzudecken. Ferner sind Löwenmäulchen Kaltkeimer, d.h., sie benötigen zunächst niedrige Temperaturen. Stellen Sie die Anzuchtschalen mit Erde und Samen für 3 bis 4 Wochen in den Kühlschrank. Zur Keimung und zum Wachstum sind Licht und Temperaturen um 20 °C empfehlenswert. Stellen Sie die jungen Sämlinge nach und nach bei Temperaturen um 12 bis 15 °C auf, um die Jungpflanzen auf die Freilandbedingungen vorzubereiten (= abhärten). Ab Mitte Mai können Sie die Jungpflanzen im Garten oder auf dem Balkon auspflanzen.

Es ist möglich, den Samen der Löwenmäulchen direkt im Garten auszusehen. Ratsam ist aber die sogenannte Vorkultur im Haus, da der Samen sehr fein ist und durch die Vorkultur eine frühere Blüte erfolgt.

Nein, Löwenmäulchen sind weder für Mensch noch Tier giftig und können somit bedenkenlos in den Garten oder auf den Balkon gepflanzt werden.

Löwenmäulchen als Balkonpflanzen in Töpfen

Vor allem die kompakten Sorten eigenen sich für die Sommerbepflanzung auf Balkon und Terrasse. Löwenmäulchen sind die idealen Pflanzen für Menschen, die es natürlich mögen. Antirrhinum können buntgemischt oder als Ton-in-Ton-Pflanzungen wirken. Löwenmäulchen im Balkonkasten sind pflegeleicht und robust. Achten Sie bei der Pflanzung darauf, dass Sie das Löwenmaul mit Pflanzen kombinieren, die die ähnlichen Ansprüche an den Boden und das Licht haben. Gute Partner sind Zauberschnee, Dahlien, Margeriten, Cuphea, Dichondra, Glechoma oder Gazanien.

Aus den verblühten Blüten bei Löwenmäulchen können Sie einfach Samen gewinnen. Schneiden Sie die trockenen Stiele ab und lassen Sie diese an einem luftigen Platz trocknen. Der feine Samen fällt nach wenigen Wochen aus den trockenen Kapseln und kann bis zur Aussaat aufbewahrt werden. Bei guten Bedingungen findet im Garten häufig eine Selbstaussaat statt.

Löwenmäulchen können mehrjährig sein, jedoch zählen sie zu den einjährigen Sommerblumen. Bei guten Bedingungen überdauert Antirrhinum im Garten und treibt nach dem Winter erneut aus. Ein Schutz mit Reisig hilft beim Überwintern. Häufig sind die Bodenverhältnisse verantwortlich, dass das Löwenmaul nach dem Winter nicht mehr austreibt. Grundsätzlich ist es sortenabhängig ob das Löwenmaul ein- oder mehrjährig ist.

Löwenmäulchen sind zauberhafte Sommerblumen, die für 5 bis 7 Tage in der Vase erfreuen. Wichtig ist, dass die Stiele direkt nach dem Schnitt in Wasser eingestellt werden und der Strauß nicht zu sonnig und warm steht.

Antirrhinum sind gute Begleiter im Gemüsebeet. Sie lockern den Boden und halten mit ihrem Duft Schadinsekten von Gemüse fern. Als typische Bauerngartenpflanze ist das Löwenmäulchen ein beliebter Partner in Kombination mit Gurken, Bohnen, Paprika und Tomaten. Gerne wird die Blüte des Löwenmäulchens von Hummeln besucht, die wiederum die Bestäubung der Gemüsearten unterstützen.

Zwingend notwendig ist ein Rückschnitt beim Löwenmaul nicht, dennoch hilft es, wenn Sie regelmäßig das Verblühte abschneiden. Durch die Pflegemaßnahme steckt die Sommerblume nicht unnötig viel Kraft in die Samenbildung. Schneiden Sie die verblühten Blütenstände ab und fördern so die Bildung neuer Triebe und Blüten.