Warum Umtopfen für viele Pflanzen so wichtig ist

Nur mit ausreichend guter Erde und den richtigen Nährstoffen gedeihen Ihre Pflanzen üppig. Erfahren Sie, wann der beste Zeitpunkt zum Umtopfen gekommen ist, was es dabei zu beachten gilt und wie Sie Ihre Pflanzen am besten verwöhnen.
 

Wieso das Umtopfen bei Pflanzen so wichtig ist

Nur bei optimalen Bedingungen für die Pflanzen sind gutes Wachstum, üppige Blütenpracht und eine reiche Ernte möglich. Neben genügend Licht und den richtigen Temperaturen ist ein wesentlicher Faktor für das Pflanzenwachstum ein ausreichend große Erdvolumen. Balkonpflanzen, Kräuter und Kübelpflanzen entwickeln sich nach einem Verpflanzen besonders üppig. Aber auch Ihre Zimmerpflanzen benötigen in regelmäßigen Abständen ein Umtopfen. Erfahren Sie nachfolgend, wann ein Umtopfen nötig wird, was Sie beim Umtopfen beachten sollten, welche Pflanzerde Sie verwenden können und wie Sie richtig umtopfen. Mit unseren Profi-Tipps gelingt es garantiert und Ihre Pflanzen danken es mit gesundem Wachstum.

5 Gründe, wieso Sie Pflanzen unbedingt umtopfen sollten

1. Der Topf ist völlig durchwurzelt und das Wurzelwerk kann sich nicht weiter entwickeln.
2. Pflanzen wachsen nicht optimal weiter, wenn der Topf zu klein ist.
3. Durch das Umtopfen wird die Standfestigkeit verbessert.
4. Durch das Umtopfen kann mehr Wasser gespeichert werden. Somit vergrößert sich der Abstand der Gießvorgänge.
5. Häufig befinden sich gekaufte Pflanzen in zu kleinen Töpfen und der begrenzte Wurzelraum ist nicht optimal für die Pflanzenentwicklung.

Grünllilie, Wurzeln, Erde, TischDie Grünlilie hat kaum noch Erde zur Verfügung und der Platz im Topf ist zu gering. Die fleischigen Wurzeln haben die Blumenerde komplett umschlossen. Jetzt ist es Zeit die Pflanze umzutopfen!

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen?

Im Frühjahr ist die Zeit zum Umtopfen! Dieser Grundsatz gilt für die meisten Pflanzenarten. Stellen Sie jedoch im Sommer fest, dass Ihre Zimmerpflanze kümmert und der Topf zu klein ist, kann das Umtopfen selbstverständlich auch dann stattfinden. Auch Beet- und Balkonpflanzen die im Sommer gekauft werden, freuen sich über einen größeren Topf. Im Winter bei weniger Lichtangebot, sollte auf ein Umtopfen verzichtet werden. 

Umtopfen von Zimmerpflanzen

Viele Zimmerpflanzen entwickeln sich direkt nach dem Kauf prächtig. Somit ist ein Umtopfen erst nach 2-3 Jahren notwendig. Prüfen Sie, ob die Wurzeln aus dem Topf wachsen und der Wurzelballen komplett durchwurzelt ist, denn dann ist der Zeitpunkt zum Verpflanzen gekommen.

Umtopfen nach dem Mond

Nach dem Umtopfen sollen alle Pflanzen möglichst schnell neue Wurzeln bilden und sich etablieren. In Anlehnung an den Mondkalender ist das Umsetzen in einen neuen Topf im Frühjahr am besten bei zunehmendem Mond und im Herbst bei abnehmendem Mond. Eine gute Wurzelbildung und ein rasches Anwachsen sind die Folge.

Pflanzgefäß wird mit Erde befüllt

Umtopfen von Balkonpflanzen

Einjährige Balkonpflanzen bringen innerhalb kürzester Zeit eine üppige Blütenfülle auf Ihren Balkon und die Terrasse. Um diese reiche Farbenpracht genießen zu können, ist es notwendig, dass Sie Geranien, Petunien, Fuchsien & Co. die besten Startbedingungen geben. Dazu gehören ausreichend große Gefäße und beste Pflanzerde. Nur so entwickeln sich die beliebten Dauerblüher in wenigen Wochen zu wüchsigen Pflanzen. Optimal sind 2-3 Liter Erdvolumen pro Balkonpflanze, bei weniger Volumen wird der Pflegeaufwand größer. In größeren Kübeln, Hängeampeln oder Kästen entwickeln sich Ihre Beet- und Balkonpflanzen immer besser als in zu kleinen Gefäßen.

 

 Erdebedarf für Ihre Blumenkasten

Länge Breite Höhe Erdebedarf
40 cm 15 cm 15 cm 6 Liter
60 cm 15 cm 15 cm 14 Liter
80 cm 15 cm 15 cm 18 Liter
100 cm 15 cm 15 cm 23 Liter
60 cm 20 cm 18 cm 22 Liter
80 cm 20 cm 18 cm 29 Liter
100 cm 20 cm 18 cm 36 Liter

Umtopfen von Kübelpflanzen

Kübelpflanzen werden direkt nach der Überwinterung in größere Gefäße gepflanzt. Je nach Topfgröße und Pflanzenart ist ein Umtopfen alle 2-3 Jahre ratsam. Versorgt mit frischer Erde starten die Stämmchen und Pyramiden gestärkt in die neue Balkonsaison.

Frisch gekaufte Kübelpflanzen müssen nicht zwingend direkt umgetopft werden. Meist sind aber die Kulturtöpfe aus Plastik durchwurzelt und optisch nicht ansprechend. Daher ist ein Umpflanzen in ein Gefäß aus Terrakotta oder einem anderem Material eine gute Möglichkeit, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. Förderlich ist das vergrößerte Erdvolumen für das Wachstum, die Blütenfülle, die Standfestigkeit und die Pflegeintensität. Lesen Sie dazu mehr in unserem Ratgeber Kübelgarten.

Welche Punkte Sie beim Umtopfen beachten sollten

Wählen Sie zum Umtopfen einen Topf, der mindestens 3-5 cm größer ist als der bisherige. Verwenden Sie zum Umpflanzen eine hochwertige Qualitätserde. Nur so lohnt sich die Mühe und Arbeit. Billig-Erden mit minderwertigen Inhaltsstoffen sind nicht zum Umtopfen geeignet. Stellen Sie sicher, dass die Pflanze vor dem Umtopfen ausreichend gewässert ist. Achten Sie darauf, dass das verwendete Substrat nicht zu trocken ist. Klitschnass darf es jedoch auch nicht sein.

Welche Erde sollten Sie zum Umtopfen verwenden

Welche Erde Sie verwenden, hängt von der Pflanzenart ab. Wählen Sie unter den Spezialerden aus:

  • Hortensien-Erde
  • Moorbeet-Erde
  • Rosen-Erde
  • Bonsai-Erde
  • Kakteen-Erde
  • Orchideen-Erde
  • Zitruspflanzen-Erde
  • Kräuter-Erde
  • Kübelpflanzen-Erde
  • Grünpflanzen- und Palmen-Erde
 

Diese speziellen Mischungen sind besonders auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe abgestimmt. Sie enthalten den notwendigen Anteil an Dünger, sind im pH-Wert auf die Pflanzenart eingestellt und unterscheiden sich wesentlich in ihrer Struktur und Zusammensetzung.

Mit einer Pflanz-Erde haben Sie ein vielseitig einsetzbares Substrat, welches grundsätzlich für alle Gehölze, Stauden, Gemüsepflanzen, Balkonpflanzen verwendet werden kann. Es besteht aus strukturstabilen Materialien, die optimal Wasser- und Nährstoffe speichern und bedarfsorientiert an die Pflanze wieder abgeben. Weniger geeignet ist diese Universal-Erde für Pflanzen, die einen pH-Wert von 4-6 benötigen oder eine besonders lockere Erde bevorzugen.

Anzucht-Erden sind zum Umtopfen nicht geeignet, denn die lockere und luftige Struktur speichert zu wenig Wasser und Nährstoffe. Verwenden Sie diese Spezialmischung nur für Aussaaten und Stecklinge.

 
Unser Gärtnertipp:  Unser Gärtner-Tipp: Lagern Sie Ihre Erden witterungsgeschützt. Dies bedeutet, dass die Aufbewahrung speziell vor Austrocknung oder Vernässung geschützt erfolgen sollte. Auch direkte Sonneneinstrahlung führt zu Qualitätsminderung. Verschließen Sie Anbruchpackung möglichst dicht und verwenden Sie die Erde zeitnah nach der Packungöffnung.

Blumen-Erde ohne Torf

Torf ist in gängigen Erde-Mischungen enthalten, denn er besitzt die geniale Fähigkeit, Wasser optimal zu speichern und bei Bedarf wieder an die Pflanze abzugeben. Zudem ist Torf strukturstabil. Das bedeutet, Pflanzen die empfindlich auf verdichteten Boden reagieren, wachsen in Substraten mit Torf besser.

Alternativ gibt es heute viele torffreie Pflanzerden mit guten Eigenschaften für ein ökologisch sinnvolles Gärtnern. Diese neuen Erden bestehen aus Kokosmark, Holzfasern und Kompost und können zur Pflanzung aller Pflanzen und zum Umtopfen verwendet werden.

Setzling wird aus Topf herausgeholt

Profi-Tipps wie Sie richtig umtopfen

Legen Sie folgende Dinge zum Umtopfen bereit:

  • Pflanz-Erde
  • neuer Topf
  • Drainage-Schicht
  • Schere oder Messer
 

1. Schritt:

Stellen Sie sicher, dass die Pflanze, die eingetopft oder umgetopft werden soll, ausreichend gegossen ist.

2. Schritt:

Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und entfernen Sie evtl. vorhandene vertrocknete Wurzeln. Löst sich die Pflanze schlecht, so empfiehlt sich ein leichtes Klopfen auf den Topfboden. Das Wurzelwerk sollte nicht verletzt werden.

3. Schritt:

Geben Sie auf den Topfboden des neuen Topfes eine Drainageschicht. So wird Staunässse  minimiert.

4. Schritt:

Als nächstes geben Sie eine Lage Blumenerde in den Topf.

5. Schritt:

Stellen Sie die Pflanze in den Topf, richten Sie sie gerade aus und füllen Sie den Rand mit dem Substrat auf. Achten Sie auf eine gleichmäßige und vollständige Verteilung der Pflanzerde.

6. Schritt:

Drücken Sie die Erde leicht fest, so dass keine Hohlräume zurückbleiben.

 
Unser Gärtnertipp:  Lassen Sie einen 1-2 cm hohen Abstand zwischen Erde und Topfrand. Mit diesem sogenannten Gießrand erleichtern Sie sich das Gießen und ein Überlaufen von Gießwasser wird verhindert.

Buchbaum wird in Topf gepflanzt

Richtig Gießen nach dem Umtopfen

Direkt nach dem Umtopfen oder Eintopfen ist es wichtig, dass die Pflanze durchdringend gewässert wird. So stellen Sie sicher, dass die Erde sich setzt und die Pflanze einen guten Halt bekommt. Der Wasserbedarf nach dem Umtopfen hängt stark von der Temperatur, der Sonneneinstrahlung und der Pflanzenart ab. Eine Faustregel ist schwer festzumachen. Wichtig ist, dass bis sich neue Wurzeln gebildet haben, nur bei Bedarf gewässert wird.

Richtig Düngen nach dem Umtopfen

Hochwertige Spezial- und Blumenerden enthalten ausreichend Dünger, so dass direkt nach dem Umtopfen auf eine Düngung verzichtet werden kann. Je nach Pflanzenart, Wuchsverhalten, Standort und Erdvolumen können Sie nach 4-6 Wochen nach dem Umpflanzen mit der Düngung beginnen.

 
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