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Wollziest pflegen, pflanzen und gießen - Tipps zu Stachys byzantina

Wollziest
Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Wollziest

Botanischer Name:Stachys byzantina
Weitere Namen:Stachys, Ziest, Wolliger Ziest, Byzantinischer Woll-Ziest, Eselsohr, Hasenohr
Verwendung:Bodendecker, Rabattenpflanze, Alpinum, Dachbegrünung, naturnahe Gärten
Herkuft:Vorderasien
Blütefarben:silbergrau mit violett
Blütezeit:Juli bis August
Besonderheiten:Die Blüten locken Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten an. Mit ihren silbrigen Blättern ist die Gruppe vielseitig zu kombinieren. Die Pflanzen sind gut zu überwintern, sehr robust und benötigen kaum Pflege.


Stachys sind dekorative Stauden, die vielseitig einsetzbar sind. Die Mitglieder der Familie der Lippenblütler sind anspruchslos, dekorativ und in vollem Umfangwinterhart. Die schneckenunempfindlichen Pflanzen begeistern mit ihrem attraktiven Laub. Auch an trockenen Standorten macht der Ziest ganzjährig eine gute Figur und das bei geringem Pflegeaufwand. Ideal sind Stachys als Bodendecker, die sich in naturnahe Pflanzungen einfügen. Mit feinem Duft locken die Pflanzen viele Insekten an und bieten wertvolle Pollen.

Ziest pflegen & schneiden

Die dekorative Blattschmuckstaude ist pflegeleicht und dauerhaft für Jahrzehnte. Wichtig sind die gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und nährstoffreiche Böden. Eine Düngung mit Staudendünger im zeitigen Frühjahr ist empfehlenswert. Der organische Dünger wirkt langsam und gibt nach und nach die Nährstoffe ab. Ein zweites Mal kann im Sommer gedüngt werden, jedoch nicht später als Anfang August. Um eine Selbstaussaat zu verhindern, ist es ratsam, wenn Sie die Blütenstände direkt nach der Blüte abschneiden. Möchten Sie die Blattschmuckstauden im heimischen Garten an verschiedenen Stellen haben, können die Blütenstände den ganzen Herbst und Winter am Wurzelstock belassen werden. Bei guten Bedingungen vermehrt sich Stachys byzantina selbst. Ein Rückschnitt des Laubes findet im Frühjahr statt, denn das Blatt ist ganzjährig dekorativ und es dient als natürlicher Winterschutz. Weitere Maßnahmen zur Überwinterung sind nicht notwendig.

Stachys byzantina Standort

Stachys bevorzugen einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden, sind jedoch anspruchslos und tolerieren auch Halbschatten. Wichtig ist, dass es nie zu stauender Nässe kommt. Auch zur Unterbepflanzung von Gehölzen und für die Dachbegrünung eignet sich der Wollziest bestens. Bei voller Sonne ist es wichtig, dass ausreichend Humus zur Speicherung von Feuchtigkeit vorhanden ist.

Tipp: Mit passenden Pflanzgefäßen lässt sich Stachys schnell in Szene setzen. Das besondere Blatt und die dezente Blüte fügen sich in jegliche Bepflanzung ein und bereichern Balkon und Terrasse. Wichtig ist, dass das Gefäß sonnig steht und über ein Abzugsloch verfügt, da Staunässe nicht toleriert wird.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Stachys byzantina gießen

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es wichtig, dass die winterharte Staude im Garten bedarfsorientiert gewässert wird. Dies bedeutet vor allem ein Gießen in Phasen ohne nennenswerten Niederschlag, auf Sandböden und bei großer Hitze. Wie viel und wie häufig Sie gießen müssen, hängt wesentlich von der Bodenbeschaffenheit ab. Am schattigen Standort kann es ausreichen, alle 8 bis 10 Tage zu gießen, dagegen wird in der prallen Sonne ein Gießen alle 2 bis 3 Tage bis zum Einwurzeln nötig. Hat sich Stachys im Garten etabliert, wird der Pflegeaufwand geringer und ein Wässern ist nur in trockenen Phasen notwendig.

Unser Gärtnertipp: Zwischen den einzelnen Gießvorgängen sollte der Boden auch wieder abtrocknen. Staunässe darf nicht vorherrschen. Bei Kübelpflanzung ist das Gießen ein dauerhaftes Thema, da die Wurzeln durch den Topf begrenzt sind und nicht aus dem Erdreich Feuchtigkeit aufnehmen können.

Wollziest pflanzen

Wie bei vielen Stauden ist eine Pflanzung ganzjährig, solange der Boden nicht gefroren ist, möglich. Der Lippenblütler ist gut winterhart und behält sein Laub auch in der kalten Jahreszeit. Vor dem Einpflanzen lockern Sie die Erde auf und entfernen alle Unkräuter. Bei sehr lehmhaltigen Böden empfiehlt sich ein Untermischen von Sand, leichte Böden werden mit Kompost oder hochwertiger Pflanzerde verbessert. Wichtiger als der pH-Wert ist die gleichmäßige Feuchte im Boden, denn es sollte weder zu nass noch zu trocken sein. Vor dem Setzen stellen Sie die Staude mit dem Topf in einen mit Wasser gefüllten Eimer. So stellen Sie sicher, dass der Wurzelballen ausreichend feucht ist. Geben Sie in jedes Pflanzloch hochwertige Pflanzerde und Bio-Naturdünger. Damit erleichtern Sie dem Wollziest das Einwurzeln. Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch, füllen Sie den Hohlraum mit Gartenboden auf und drücken Sie die Erde leicht an. Abschließend wird durchdringend mit 2 bis 3 Liter angegossen.

Stachys-Arten

Bei Stachys byzantina gibt es verschiedene Sorten die sich durch die Blattgröße, -struktur und -farbe sowie Wuchs unterscheiden. Die Sorte 'Silver Capet' macht ihrem Namen alle Ehre und überzeugt mit eiförmig und silbergrauem behaartem Blatt. Ein weiterer Vertreter ist 'Big Ears', der stark verzweigt wächst und bedeutend größer ist. Die Gattung Stachys umfasst über 300 Arten, davon sind hauptsächlich in Europa folgende bekannt:

  • Stachys alpina (Alpen-Ziest)
  • Stachys arvensis (Acker-Ziest)
  • Stachys germanica (Deutscher Ziest)
  • Stachys sylvatica (Wald-Ziest)
  • Stachys annua (Einjähriger Ziest)

Wie hoch der jeweilige Stachys wird, hängt von der Art und dem Standort ab. Der Wollziest erreicht eine Höhe von 30 bis 50 cm, einige Varietäten werden sogar bis zu 100 cm hoch. Alle Vertreter sind Sommerblüher und bereichern den Garten mit langer Blütezeit, teilweise feinem Duft und sind bestens für naturnahe Gärten geeignet.

Stachys Schädlinge & Krankheiten

Schädlingsbefall kommt bei allen Stachys-Arten eigentlich nie vor. Krankheiten wie Wurzelfäule oder Pilzbefall sind meist die Folge von Pflegefehlern. Steht die Staude nass und nicht nur feucht, leidet sie. Verbessern Sie rasch die Standortbedingungen und mit etwas Glück wachsen junge Blätter nach.

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Pflanzen-Kölle Doktor

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Wollziest FAQ

Neben der Teilung im Frühjahr ist die Aussaat eine Methode der Vermehrung. Dafür können Sie gekauften oder selbst gesammelten Samen verwenden. Bei der Teilung wird die Pflanze ausgegraben und mit einem Spaten oder scharfen Messer geteilt. Die Pflanzenteile werden an neuem Standort eingepflanzt.

Grundsätzlich ist es für die Pflanzen besser wenn sie keinen Samen bilden und Sie bei einem Pflegeschnitt die Blüte direkt am Endeder Blütezeit schneiden. Besonders wenn Sie die Selbstaussaat verhindern möchten ist ein Rückschnitt empfehlenswert. Jedoch es ist nicht zwingend notwendig, dass Sie zeitnah schneiden.

Wer schreibt hier?

Mit dem Umstellen unserer Gärtnerei auf Bio können wir als Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Fakten zu Kathrin Setz:

  • Ausbildung: Gärtnermeisterin 
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1988
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1990
  • Aufgaben: Produktionsleiterin der eigenen Staudengärtnerei / Bio in Heilbronn
  • Für diese Pflanze schlägt mein Herz: Pampasgras (Cortaderia)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: unsere Kundenzufriedenheit

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