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Gelber Sonnenhut pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Rudbeckia fulgida

Wissenswertes über Gelber Sonnenhut

Botanischer Name:Rudbeckia fulgida (Rudbeckia fulgida var. sullivantii Goldsturm)
Weitere Namen:Gelber Sonnenhut, Gewöhnlicher Sonnenhut, Leuchtender Sonnenhut, Sonnenhut Goldsturm
Verwendung:Staude, Schnittblume, Bienenweide
Herkunft:Nordamerika
Blütefarben:gelb mit dunkler Mitte
Blütezeit:Juli bis September
Besonderheiten:langlebige und robuste Staude, gut winterhart bei geringer Pflege. Wird 50 bis 70 cm hoch bei aufrechtem Wuchs. Die gelben Blüten haben eine gute Fernwirkung. Die bekannteste Sorte ist 'Goldsturm', die Karl Foerster im Jahr 1936 gezüchtet hat.


Mit seinen sonnenblumenähnlichen Blüten bringt der Gelbe Sonnenhut schnell Stimmung in jeden Garten. Zuverlässig blüht die goldgelbe Staude Jahr für Jahr und entwickelt sich zu einer immer größer werdenden Pflanze. Aufgrund der langen Blütezeit ist die zum Schnitt geeignete Schönheit eine sehr wertvolle Bienenweide. In großen Töpfen kann Sonnenhut auch für viele Jahre auf dem Balkon und der Terrasse wachsen.

Sonnenhut pflegen, schneiden & überwintern

Außer guten Bodenbedingungen und Sonne sind keine Pflegemaßnahmen notwendig. Verblühtes kann entfernt werden, muss jedoch nicht. Ein Rückschnitt ist erst nach dem Winter empfehlenswert. Die Samenstände zieren die Blume lange und dienen vielen Vögeln auch als Nahrung. Wer aus optischen Gründen die verwelkten Blüten schneiden möchte, kann diese entfernen und die Bildung von Samen somit verhindern. Manchmal bildet der prächtige Sonnenhut eine schwache Nachblüte. Beim Schneiden ist es wichtig, dass möglichst viel Laub belassen wird, da dies als natürlicher Winterschutz dient. Falls vorhanden, kann im Herbst eine Kompostschicht als Winterschutz um die Pflanze ausgebracht werden. Weitere Maßnahmen zur Überwinterung sind bei im Boden ausgepflanzten Exemplaren nicht nötig. In Topfkultur muss der Gelbe Sonnenhut auch im Winter gleichmäßig feucht sein, darf aber nicht staunass werden. Der Topf wird mit Vlies oder Jute geschützt, bleibt aber ganzjährig im Freien stehen. 

Unser Gärtnertipp: Ein Verpflanzen alle 5 bis 6 Jahre stärkt die Blühfähigkeit. Hierbei wird der gesamte Wurzelballen im zeitigen Frühjahr ausgegraben, mit einem Spaten geteilt oder geviertelt. Die Teilstücke werden an neuer sonniger Stelle in nährstoffreichen Boden gesetzt.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Sonnenhut Standort

Optimal ist ein sonniger Standort mit nährstoffreicher und humoser Erde. Für üppiges Wachstum und reiche Blütenfülle ist ein lockeres und durchlässiges Beet ideal. Der pH-Wert kann schwach sauer bis alkalisch sein. An schattigen Stellen und bei trockenem Boden fällt die Blütenpracht geringer aus und die Pflanze kümmert. Wichtig ist, dass es nie zu stauender Nässe oder zu völligem Austrocknen kommt. Leichte Sandböden speichern zu wenig Wasser und müssen mit hochwertiger Pflanzerde verbessert werden.

Blühkalender für Stauden

Sonnenhut gießen

Direkt nach der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie die winterharte Staudegleichmäßig feucht halten. Im Sommer ohne Niederschlag kann es nötig sein, dass Sie die Neupflanzung zwei- bis dreimal wöchentlich wässern müssen. Hat sich die Blume etabliert, sind nur in Phasen ohne nennenswerten Niederschlag und an sonnigen Standorten mit leichtem Untergrund zusätzliche Wassergaben notwendig. Wichtig ist, dass Sie ausreichend Wasser geben und warten, bis das Beet etwas abgetrocknet ist. Tägliches Gießen mit kleinen Mengen ist nicht gut, da das Wasser bis in die Wurzelregion vordringen soll. Das Wässern erfolgt in Abhängigkeit vom Standort, der Sonneneinstrahlung, von der Pflanzengröße und vom Regen. Ab dem zweiten Standjahr muss weniger gegossen werden, denn die Staude hat sich etabliert und kann sich über das Wurzelwerk versorgen. Ist es lange Zeit zu trocken, welkt die Pflanze und ein Wässern wird nötig.

Unser Gärtnertipp: Sonnenhut im Topf benötigt etwas mehr Pflege und muss dauerhaft in der warmen Jahreszeit gegossen werden. Auch hier ist so viel Wasser nötig, dass die Pflanze gut versorgt ist, jedoch keine Staunässe herrscht.

mit Gartenschlauch den Garten gießen

Rudbeckia düngen

Rudbeckien fulgida var bevorzugen einen humosen Standort mit ausreichend Nährstoffen. Im ersten Standjahr reicht die Startdüngung mit Bio Gartendünger aus. Ergänzend kann vor dem Winter eine Schicht gut verrotteten Komposts als Schutz ausgebracht werden. Dieses organische Material gibt nach und nach Nährstoffe ab und wärmt die Wurzeln. Düngen Sie den Sonnenhut vor dem neuen Austrieb mit Bio Gartendünger, dieser ist einfach in der Anwendung, wirkt langsam und belebt den Boden. Wichtig für die Wirkung ist, dass eine gleichmäßige Feuchtigkeit herrscht. Eine zweite Düngung kann im Juni erfolgen, denn nur bei nährstoffreichem Boden ist die Staude wüchsig und bildet neue Blüten. Bei Topfkultur empfiehlt sich eine Flüssigdüngung beim Gießen. Führen Sie diese von Mai bis Juli alle zwei Wochen durch. Wichtig ist, dass nur bis Anfang August gedüngt wird, um die Pflanze nicht zu wüchsig zu halten. Ein zu hoher Stickstoffgehalt vermindert die Frosttoleranz und schadet der Umwelt. Zu wenig Dünger erkennen Sie an der hellgrünen Farbe der Blätter.

Düngekalender
Gartendünger

Rudbeckia pflanzen

Eine Pflanzung kann ganzjährig stattfinden, vorausgesetzt der Boden ist nicht gefroren. Bei Pflanzung im Frühjahr und Frühsommer ermöglichen Sie den Stauden ein gutes Anwachsen, da ausreichend Bodenfeuchtigkeit und Bodenwärme vorhanden ist. Blühende Stauden lassen sich den ganzen Sommer auf das Beet oder in Töpfe setzen. Hier ist die Pflege etwas intensiver, da vor allem das Gießen mehr Fingerspitzengefühl bedarf. Bereiten Sie den Boden gut vor und entfernen Sie alle Wurzelunkräuter. Schwere Böden, die zur Verdichtung neigen, verbessern Sie mit etwas Sand oder Kies als Drainageschicht. Graben Sie ein Pflanzloch, das doppelt so tief und breit ist wie der Wurzelballen. Wässern Sie den Sonnenhut gründlich und entfernen Sie den Topf. Zum besseren Anwachsen empfehlen wir die Verwendung strukturstabiler Pflanzerde, diese ermöglicht ein schnelles Einwurzeln und eine gute Nährstoffversorgung. Ergänzend wird der organische Bio Gartendünger hinzugefügt. So erhalten die mehrjährigen Pflanzen den besten Start, denn neben Sonne ist ein durchlässiger Boden mit Nährstoffen der Garant für dauerhafte Freude. Abschließend gießen Sie mit 5 Liter Wasser an. Zur Verminderung der Verdunstung kann eine dünne Mulchschicht um die junge Pflanze ausgebracht werden.

Unser Gärtnertipp: Ein besonders ansprechendes Bild ergeben mehrere gleiche Stauden in kleinen Tuffs gepflanzt. Die aufrechten Stängel bilden in Rabatten ein wesentliches Grundgerüst, das wenig Beiwerk bedarf. Die goldgelben Blüten vermitteln das Gefühl von Sonne und Wärme.

Sonnenhut-Arten

Die botanische Gattung Rudbeckia umfasst weltweit ca. 20 Arten, wovon neben dem Gewöhnlichen Sonnenhut noch zwei weitere in Europa heimisch sind.

Gelber Sonnenhut Schädlinge & Krankheiten

Bei richtigen Standortbedingungen ist der Gelbe Sonnenhut mehrjährig, pflegeleicht und robust. Schädlinge und pilzliche Krankheiten sind bei guten Standortbedingungen nicht bekannt.

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Pflanzen-Kölle Doktor

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Gelber Sonnenhut FAQ

Die mehrjährige Staude lässt sich gut durch Teilung vermehren. Dazu wird im Frühjahr der Wurzelballen mit einem Spaten getrennt und an neuer Stelle wieder eingegraben. Weiter ist die Aussaat eine gängige Methode zur Vermehrung. Die beste Zeit zur Aussaat ist das zeitige Frühjahr. Bei 20 bis 22 °C keimt der Samen im Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank. Nach der Keimung ist es wichtig, dass Sie die Pflanzen kühler halten. So wachsen die Jungpflanzen schnell heran. Ab Mitte Mai können Sie die Setzlinge ins Freiland stellen.

Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) gehört zur Familie der Rudbeckien. Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist der Gattung der Echinacea zugeordnet. Die Blütenform beider ähnelt einem Hut, daher auch der Name Sonnenhut. Beim genauen Betrachten der Blüten fällt auf, dass bei Echinacea die Mitte stachelige Spreublätter beinhaltet, daher auch der deutsche Name Igelkopf. Bei Rudbeckien sind die Spreublätter glatt und weich. Um sicher zu gehen, welche Pflanze Sie besitzen, können Sie deren Hut streicheln, der Unterschied ist fühlbar. Nur anhand der Farbe ist die Zuordnung nicht möglich, denn es gibt auch gelbe und orangefarbene Echinacea und rotblühende Rudbeckien. Oft wird der Purpur-Sonnenhut auch als Scheinsonnenhut bezeichnet.

In der Gattung Echinacea gibt es die Sorte 'Alba'. Diese imposante Trachtpflanze besitzt 200 bis 300 Röhrenblüten und ist bis lange in den Herbst eine wertvolle Nahrungspflanze für viele Insekten.

Wer schreibt hier?

Mit dem Umstellen unserer Gärtnerei auf Bio können wir als Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Fakten zu Kathrin Setz:

  • Ausbildung: Gärtnermeisterin 
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1988
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1990
  • Aufgaben: Produktionsleiterin der eigenen Staudengärtnerei / Bio in Heilbronn
  • Für diese Pflanze schlägt mein Herz: Pampasgras (Cortaderia)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: unsere Kundenzufriedenheit

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