Menü schließen

Waldsteinia pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zur Golderdbeere

Wissenswertes über Waldsteinia

Botanischer Name:Waldsteinia ternata
Weitere Namen:Golderdbeere, Waldsteinia, Waldsteinie, Dreiblatt Golderdbeere, Teppich-Waldsteinie, Dreiblättrige Waldsteinie, Teppich-Goldbeere, Erdbeer-Waldsteinie
Verwendung:Bodendecker, gut zur Unterpflanzung, Staudengarten, Grabbepflanzung, Böschungsbepflanzung, für große Flächen, Bienennährpflanze
Herkunft:Südosteuropa, Asien
Blütezeit:April bis Juni
Blütefarben:gelb
Blattfarbe:dunkelgrün
Besonderheiten:Attraktiv am halbschattigen bis schattigen Standort mit goldgelben Blüten im Sommer. Gut winterhart und das ganze Jahr über ansprechend und immergrün. Der Bodendecker breitet sich durch kriechende Rhizome und Ausläufer aus und bildet rasch einen dichten Teppich. Wertvolle Futterquelle für Insekten.

 

Waldsteinia ternata gehört zur Gattung der Rosengewächse (Rosaceae) was vor allem an der fünfblättrigen Blüte deutlich zu erkennen ist. Als rasch wachsender Bodendecker bedeckt die Golderdbeere schnell große Flächen. Die immergrünen Bodendecker sind pflegeleicht und verdrängen langfristig Unkraut und unerwünschte Gräser. Der grüne Teppich ist ganzjährig attraktiv, die gelben Blüten sind über Wochen dekorativ und als Bienenweide eine wertvolle Alternative zu Rasen oder Steingärten. Schöne Kombinationen ergeben sich in gemischten Pflanzungen mit Immergrün (Vinca), Efeu oder anderen Bodendeckern.

Waldsteinia pflegen & schneiden

Die Waldsteinie ist pflegeleicht und bedarf wenig Aufmerksamkeit. Im ersten Pflanzjahr sollten Sie darauf achten, dass der Boden nie vollständig austrocknet. Ein Schnitt ist bei dem Bodendecker nicht notwendig. Die robuste Staude wächst ohne Rückschnitt verzweigt und flächig und auch nach der Blüte ist ein Schnitt nicht notwendig. Die Blütenblätter fallen ab und eine Nachblüte ist sehr selten (d. h., die Staude remontiert nicht). Um das flächige Ausbreiten der Staude zu vermindern, ist ein Schnitt während des Sommers gut möglich.

Unser Gärtnertipp: Ein Schnitt schützt lediglich vor der Samenbildung und der damit verbundenen Selbstaussaat. Daher kann geschnitten werden, muss jedoch nicht!

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Golderdbeere Standort

Waldsteinia fühlt sich an einem halbschattigen Standort wohl. Der immergrüne Bodendecker kann aber auch in schattigen Bereichen als blühender Bodendecker unter Gehölzen wachsen. Wichtig ist, dass der Standort durchlässig und humos ist und keine Staunässe vorherrscht. Auf starke Bodenverdichtung reagiert Waldsteinia ternata empfindlich. Leichte Sandböden müssen mit Pflanzerde verbessert werden. Vorteilhaft für die Pflanzenentwicklung ist ein neutraler pH-Wert von 7. Steht die winterharte Staude zu schattig und trocken, ist das Wachstum verringert und die Blütenfülle reduziert.

Unser Gärtnertipp: Auch im Pflanzgefäß ist Waldsteinia ternata winterhart und mehrjährig. Besser zur Geltung kommt der Wuchs des Bodendeckers jedoch erst bei der Pflanzung im Beet. Auch auf Mauerkronen sind die blühenden Pflanzen von April bis Juni ein Blickfang.

Blühkalender für Stauden

Golderdbeere gießen

Die Waldsteinie ist nach dem Pflanzen recht anspruchslos und wächst gut. Wichtig ist im ersten Jahr nach der Pflanzung ein bedarfsorientiertes Wässern. Dies bedeutet, dass in Phasen ohne Niederschlag zusätzlich gewässert werden muss. Je nach Temperatur und Bodenbeschaffenheit variieren die Wassermenge und die Häufigkeit des Gießens. Besser als tägliche kleine Wassergaben ist ein Wässern einmal pro Woche mit jeweils 3 bis 5 Liter pro Pflanze. Wässern Sie jedoch immer in Abhängigkeit von Niederschlag und Temperatur. Sind die Bodendeckern eingewurzelt, ist ein Wässern nur in Phasen extremer Trockenheit nötig, denn Waldsteinia sind sehr anspruchslos.

mit Gartenschlauch den Garten gießen

Golderdbeere düngen

Waldsteinia ternata haben keinen hohen Anspruch an spezielle Düngergaben. Wurde beim Setzen bereits ein Naturdünger oder Bio-Dünger zugegeben, ist die erste Düngung im darauffolgenden Frühjahr empfehlenswert. Hierfür kann Naturdünger oder Bio-Dünger verwendet werden. Wichtig ist, dass der Dünger leicht in den Boden eingearbeitet und anschließend gewässert wird. Auch eine dünne Schicht Kompost hilft den bodendeckenden Pflanzen. Diese Pflegemaßnahme dient gleichzeitig dem Winterschutz und der Bodenbelebung. Optimal ist gut verrotteter Kompost, der im Herbst dünn zwischen den wertvollen Bodendeckern fein verteilt wird.

Wissensfakt: Bei tiefen Temperaturen im Herbst färbt sich das Blatt der Pflanzen bräunlich-rot. Dieser natürliche Vorgang macht den Bodendecker im Winter zum Blickfang.

Düngekalender
Gartendünger

Waldsteinia pflanzen

Golderdbeeren können Sie ganzjährig, sofern der Boden nicht gefroren ist, in den Garten auspflanzen. Optimal ist eine Pflanzzeit von März bis Oktober, so dass die Stauden gut einwurzeln können. Vor der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie den Boden lockern und er frei von Unkraut (vor allem Wurzelunkräuter wie Winden oder Giersch) ist.

Einpflanzen in 5 Schritten:

  • Wässern Sie die Waldsteinie vor dem Auspflanzen durchdringend.
  • Graben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch (jeweils 10 bis 15 cm tief und breit).
  • Geben Sie hochwertige Pflanzerde in das Pflanzloch und anschließend den ausgetopften Bodendecker in die Erde.
  • Füllen Sie den Zwischenraum mit einer Mischung aus Pflanzerde und Aushub und achten Sie darauf, dass die Topfkante eben mit dem Boden abschließt.
  • Zum Schluss drücken Sie den Wurzelballen mit den Händen gut an und gießen die Neupflanzung mit 2 bis 3 Liter Wasser an.

Unser Gärtnertipp: Bei flächiger Bepflanzung empfehlen wir 7 bis 9 Pflanzen pro qm. Waldsteinia ternata wirken am dekorativsten in kleinen oder großen Gruppen gepflanzt und eignen sich bestens als immergrüne Unterpflanzung von Gehölzen. Bei dichter Pflanzung erhalten Sie innerhalb von 2 bis 3 Jahren eine geschlossene Pflanzendecke. Gut können Sie auch verschiedene Sorten mischen und so farbliche Akzente setzten. Geeignet sind Efeu, Kleinblättriges Immergrün oder Cotoneaster dammeri.

Golderdbeere überwintern

Im Boden ausgepflanzt sind Waldsteinia ternata bestens winterhart. Ohne Probleme kommen die Bodendecker mit tiefen Temperaturen klar. Wichtig ist, dass nach trockenen Phasen im Sommer und Herbst den Stauden ausreichendWasser zur Verfügung steht. Der immergrüne Bodendecker verdunstet wie auch das Immergrün (Vinca), in der kalten Jahreszeit Wasser und somit sind Trockenschäden wahrscheinlicher als Schäden durch Frost. Im ersten Jahr nach der Pflanzung können Sie etwas Reisig als Winterschutz auf die Bodendecker geben, das ist vor allem als Verdunstungschutz vor starker Wintersonne hilfreich.

Waldsteinia Schädlinge & Krankheiten

Der Bodendecker ist robust und nicht besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Probleme können durch einen zu feuchten Standort entstehen. In halbschattigen Lagen ist ab dem zweiten Standjahr wenig Pflege notwendig. Das Laub kann nach dem Winter etwas zurückgenommen werden. Frisch gepflanzt ist es wichtig, dass der Bodendecker nie zu trocken steht.

Pflanzen-Kölle Doktor Logo und Pflanzendoktoren
Pflanzen-Kölle Doktor

Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen zu Schädlingen und Krankheiten oder haben Fragen zu einem pflanzlichen Problem? Unsere Pflanzendoktoren helfen Ihnen gerne weiter – persönlich und online!

Golderdbeere FAQ

Waldsteinia ternata lässt sich gut durch Teilung vermehren. Hierfür stechen Sie im Frühjahr Teilstücke vom Teppich mit einem Spaten ab und setzen sie an neuer Stelle im Halbschatten ein. Weiter bildet der Bodendecker reichlich Ausläufer. Diese lassen sich leicht abtrennen und an neuer Stelle einpflanzen.

Im Vergleich zu Immergrün ist die Waldsteinie toleranter gegenüber den Bodenverhältnissen und dem Standort allgemein. Sonnige Standorte tolerieren beide nicht. Weiter muss Immergrün für einen buschigen Wuchs regelmäßig geschnitten werden. 

Neben der hauptsächlich bekannten Art Waldsteinia ternata ist die Nelkenwurzähnliche Waldsteine (Waldsteinia geoides) erhältlich. Diese auch als Gelapptblättrige Waldsteinie oder Teppich-Ungarwurz bezeichnete Art bildet nur wenige Ausläufer. Sie ist wintergrün und wächst horstartig. Daher ist diese Sorte prädestiniert für kleinere Flächen. Etwas anspruchsvoller ist Waldsteinia geoides in Bezug auf die Bodenverhältnisse. Schneller leiden Pflanzen dieser Art auf trockenen Standorten.

Optimal zum Kombinieren sind andere Bodendecker, die halbschattig bis schattig stehen können. Mögliche Partner können sein:

  • Efeu (Hedera)
  • Immergrün (Vinca)
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Storchschnabel (Geranium)

Auch in Kombination mit Sträuchern gedeihen die Stauden bestens. 

Wer schreibt hier?

Mit dem Umstellen unserer Gärtnerei auf Bio können wir als Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Fakten zu Kathrin Setz:

  • Ausbildung: Gärtnermeisterin 
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1988
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1990
  • Aufgaben: Produktionsleiterin der eigenen Staudengärtnerei / Bio in Heilbronn
  • Für diese Pflanze schlägt mein Herz: Pampasgras (Cortaderia)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: unsere Kundenzufriedenheit

Mehr zu Kathrin Setz