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Nachtkerze pflegen, pflanzen und gießen - Tipps zu Oenothera

Nachtkerze
Inhaltsverzeichnis

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» Arten
» FAQ

Wissenswertes über Gemeine Nachtkerze

Botanischer Name:Oenothera speciosa u. a. die Sorte 'Siskiyou', Oenothera tetragona, Oenothera missouriensis
Weitere Namen:Garten-Nachtkerze, Gelber Nachtschatten
Verwendung:Beetbepflanzung, Bienenweide, Kübelpflanzung, Bauerngarten, Bodendecker, Rabatten, Steingarten
Herkunft:Nordamerika
Blütefarben:meist gelb, rosa
Blütezeit:Juni bis September
Besonderheiten:Die großen Blüten der Nachtkerzen öffnen sich erst gegen Abend, duften unvergleichlich und fallen bis zum nächsten Tag ab. Bei idealen Bedingungen bedeckt die Vielzahl an Blüten das grüne Laub. Leicht entwickeln sich aus der Blüte Samen und eine Selbstaussaat findet satt. Die Pflanzen gelten als schneckenunempfindlich und robust.

 

Die aus Nordamerika stammende Staude wurde Mitte des 17. Jahrhunderts in Europa bekannt. Neben den mehrjährigen Varianten gibt es in der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) zweijährige Pflanzen, die im ersten Jahr eine Rosette bilden und im zweiten Jahr zum Blühen kommen. Eine wichtige Art ist hierbei Oenothera biennis, die als Heilpflanze oder als Bestandteil von Nachtkerzenöl bekannt ist. Die Staude und die zweijährigen Gewächse sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Der Duft der Blüten ist sehr angenehm und charakteristisch. Die Pflanzen passen je nach Wuchstyp in das Staudenbeet, den Steingarten oder auch in Gefäße.

Nachtkerze pflegen

Die sommerblühende Pflanze ist pflegeleicht und dauerhaft für Jahrzehnte. Am optimalen Standort entwickelt sich das Nachtkerzengewächs zu einer prächtigen Staude. Bereits im März erfreut die Gattung mit Blättern in sattem Grün. Eine Düngung mit Staudendünger im zeitigen Frühjahr ist empfehlenswert. Der organische Dünger wirkt langsam und gibt nach und nach die Nährstoffe ab. Ein Rückschnitt vor dem Winter ist nicht notwendig, denn das alte Laub dient als natürlicher Winterschutz und kann einfach im Frühling entfernt werden. Weitere Vorkehrungen für den Winter sind nicht notwendig, die Familie der Nachtkerzen ist gut winterhart. 

Nachtkerze Standort

Oenothera benötigt einen sonnigen Standort mit einem gut durchlässigen Boden ohne stauende Nässe. Optimal sind sandige, humusreiche Bodenbedingungen und eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Ein leicht kalkhaltiger Boden mit neutralem pH-Wert ist ideal. Die Nachtkerzengewächse sind für Bienen und Schmetterlinge wertvolle Nährpflanzen und passen in jeden Stein- oder Kiesgarten. Mit langer Blütezeit bereichern die Stauden den Naturgarten oder in Gefäßen die Terrasse oder den Balkon. Wichtig ist, dass es nie zu Staunässe kommt und der Standort sonnig und nicht schattig ist.

Nachtkerze gießen

Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es wichtig, dass die winterharte Staude im Garten bedarfsorientiert gewässert wird. Dies bedeutet vor allem ein Gießen in Phasen ohne nennenswerten Niederschlag und bei großer Hitze. Wie viel und wie häufig Sie gießen müssen, hängt auch von der Bodenbeschaffenheit ab. Am schattigen Standort kann es ausreichen, alle 8 Tage zu gießen, dagegen wird in der prallen Sonne ein Wässern alle 3 Tage bis zum Einwurzeln nötig. Hat sich die Nachtkerze im Garten etabliert, wird der Pflegeaufwand geringer und ein Wässern ist nur in trockenen Phasen notwendig.

Unser Gärtnertipp: Zwischen den einzelnen Gießvorgängen sollte der Boden auch wieder abtrocknen. Staunässe darf nicht vorherrschen. Bei Kübelpflanzung ist das Wässern ein dauerhaftes Thema, da die Wurzeln durch den Topf begrenzt sind und nicht aus dem Erdreich Wasser aufnehmen können.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Nachtkerze pflanzen

Wie bei allen Gartenpflanzen ist eine Pflanzung ganzjährig, solange der Boden nicht gefroren ist, möglich. Die Blumen sind gut winterhart und treiben im Frühling mit neuen Trieben. Lockern Sie das Beet vor der Pflanzung tiefgründig, denn die Wuzeln benötigen den entsprechenden Boden. Weiter entfernen Sie alle Unkräuter. Bei sehr lehmhaltigen Böden empfiehlt sich vor der Pflanzung ein Untermischen von Sand, leichte Böden werden mit Kompost oder hochwertiger Pflanzerde verbessert.

Pflanzschritte:

  • Stellen Sie die Staude mit dem Topf in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Dadurch wird der Wurzelballen durchdringend nass.
  • Geben Sie in jedes Pflanzloch etwas Blumenerde und Naturdünger, so erleichtern Sie der Oenothera das Einwurzeln.
  • Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch, füllen Sie den Hohlraum mit Gartenboden auf und drücken Sie die Erde abschließend leicht an.
  • Zum Schluss gießen Sie mit 2 bis 3 Liter an.

Unser Gärtnertipp: Für Kübelpflanzung verwenden Sie eine Mischung aus Pflanzerde und Sand und geben eine Drainageschicht aus Blähton auf den Topfboden. Achten Sie darauf, dass Sie bei Kombinationen Pflanzen auswählen, die ähnliche Ansprüche an den Boden und die Feuchtigkeit haben. 

Nachtkerze-Arten

Die sehr große Pflanzengattung hat über 200 Vertreter, die vor allem unterschiedliche Wuchstypen haben. Oenothera speciosa wird beispielsweise als Teppich-Nachtkerze bezeichnet. In gärtnerischer Kultur befinden sich hauptsächlich folgende Varietäten:

Oenothera speciosaOenothera tetragonaOenothera missouriensis
mattenbildender Wuchshorstbildende Staudeflächiger Wuchs
bis 30 cm hochbis 50 cm hoch20 bis 25 cm hoch
weiß, rosa, pink mit weißem Randleuchtend gelbzitronengelb

Nachtkerzen FAQ

Die mehrjährigen Vertreter können vor allem durch Teilung und Stecklinge vermehrt werden. Die Gemeine Nachtkerze wird nur durch Samen vermehrt.

Im ersten Jahr entwickeln sich bei Oenothera biennis die Wurzeln und eine flachliegende Rosette. Im zweiten Jahr wachsen bis zu 100 cm hohe Blütenstiele aus der Rosette.

Die aufrecht wachsenden Arten der Nachtkerze fallen mit großen Schalenblüten in Gelb auf. Die Gemeine Nachtkerze ist häufig auf Brachflächen und am Straßenrand zu finden. Im Unterschied zur Zierpflanze ist Oenothera biennis kurzlebig, jedoch durch Selbstaussaat für viele Jahre auf sandig-lehmigem Boden zu finden. Alle Teile der Gemeinen Nachtkerze sind verwertbar (essbar).

Wer schreibt hier?

Mit dem Umstellen unserer Gärtnerei auf Bio können wir als Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Fakten zu Kathrin Setz:

  • Ausbildung: Gärtnermeisterin 
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1988
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1990
  • Aufgaben: Produktionsleiterin der eigenen Staudengärtnerei / Bio in Heilbronn
  • Für diese Pflanze schlägt mein Herz: Pampasgras (Cortaderia)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: unsere Kundenzufriedenheit

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