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Moossteinbrech pflegen, pflanzen, gießen und düngen - Tipps zu Saxifraga

Wissenswertes über Moossteinbrech

Botanischer Name:Saxifraga x arendsii, Saxifraga arendsii-Hybriden
Weitere Namen:Moossteinbrech, Steinbrech, Polstersteinbrech, Moosartiger Steinbrech
Verwendung:Steingarten, Rabattenpflanze, für Töpfe, Mauern, Friedhofsbepflanzung
Herkunft:Alpen
Blütefarben:rot, rosa, weiß
Blütezeit:April, Mai
Besonderheiten:Der Staudenklassiker ist wintergrün, benötigt in rauen Lagen einen Winterschutz. Wichtig ist ein durchlässiger Boden, Standorte mit schwerem Lehm sind ungeeignet.

 

Moossteinbrech ist neben Blaukissen, Steinkraut und Schleifenblume der Klassiker im frühlingshaften Steingarten. Die zu der Familie der Steinbrechgewächse gehörende Staude ist pflegeleicht und anspruchslos. Zuverlässig erfreut der Moossteinbrech am idealen Platz mit reicher Blütenfülle. Meist sind die Blüten der Staude rot und in großer Zahl dicht über dem Polster. Mit flachem Wuchs fügt sich die Polsterstaude ideal an Steine, in Rabatten oder an Mauern an und begrünt Trockenmauern. Auch für Einfassungen und Grabbepflanzungen ist der Steinbrech geeignet. Moossteinbrech (Saxifraga x arendsii) sind meist Kreuzungen aus verschiedenen Varietäten des Gartensteinbrechs. Der Name Saxifraga x arendsii geht auf den berühmten Gärtner und Pflanzenzüchter Georg Arends zurück. Dieser lebte 1863 bis 1952 in Wuppertal und widmete viel Zeit in Züchtungen. Die erste Steinbrech-Züchtung stammte aus seiner Gärtnerei.

Moossteinbrech pflegen & schneiden

Saxifraga x arendsii sind pflegeleichte Steingartenstauden, die nach dem Einpflanzen wenig Aufmerksamkeit benötigen. Moossteinbrech muss nicht geschnitten werden, jedoch können Sie verblühte Stängel und abgestorbene Blattrosetten regelmäßig entfernen. Eine weitere Pflege ist nicht notwendig. Im Herbst können Sie die Steingartenstauden mit einer Schicht gut verrottetem Kompost versorgen. Dies fördert das Bodenleben und schützt die Wurzeln vor zu viel Feuchtigkeit und tiefen Temperaturen im Winter.

Unser Gärtner-Tipp: Direkt nach der Blüte können Sie die Stauden etwas einkürzen, dadurch wird der Moossteinbrech kompakt gehalten.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Moossteinbrech Standort

Moossteinbrech bevorzugt Standorte, die warm, sandig und kiesig sind. Optimal ist ein halbschattiger Platz mit durchlässigem Boden. Staunässe und Schatten werden nicht toleriert. Ideal sind Steingärten, Mauerkronen oder Stellen in der Nähe von Hauswänden oder Mauern. Auch für Balkonkästen, Schalen, Körbe oder große Töpfe ist Moossteinbrech geeignet. Wichtig ist jedoch, dass die Pflanzgefäße über ein Wasserabzugsloch verfügen und bei Kombinationen nur Pflanzen ausgewählt werden, die ähnliche Ansprüche haben.

Unser Gärtner-Tipp: Bei schweren Böden sollten Sie vor der Pflanzung den Standort mit Sand als Drainage verbessern. Zu nasse Bedingungen führen zu Wurzelschäden bei Moossteinbrech.

Blühkalender für Stauden

Moossteinbrech gießen

Direkt nach der Pflanzung ist es wichtig, dass Sie Saxifraga x arendsii mit Fingerspitzengefühl wässern. Die frisch gepflanzten Stauden benötigen eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, um am Standort neue Wurzeln zu bilden. Jedoch zu viel Wasser sollte es auch nicht sein, da Fäulnis sonst die Folge ist. Hat sich die Polsterstaude am neuen Platz etabliert, ist ein Gießen nur in extrem trockenen Jahren notwendig.

Moossteinbrech düngen

Moossteinbrech benötigt für Wachstum und Blütenbildung regelmäßig Nährstoffe. Ideal ist es, wenn Sie die Staude mit einem organischen Dünger beim Einpflanzen versorgen. Kölle Bio Naturdünger gibt langsam die Nährstoffe ab und regt das Bodenleben und die Humusbildung an. Eine weitere Düngung ist im ersten Standjahr nicht notwendig. Wie bei anderen Stauden auch ist grundsätzlich eine regelmäßige Düngung im Frühling ratsam. Hierfür eignet sich Kölle Bio Naturdünger oder Kölle Bio Gartendünger. Vermeiden Sie den Einsatz von Mineraldünger, diese Düngerform ist im Staudengarten nicht notwendig.

Moossteinbrech pflanzen

Möchten Sie Moossteinbrech pflanzen, dann ist der Frühling die ideale Zeit. Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit und Temperaturen über 10 °C bildet die Staude schnell neue Wurzeln und etabliert sich am neuen Standort.

Moossteinbrech pflanzen in 7 Schritten:

  1. Lockern Sie vor der Pflanzung den Untergrund und entfernen alle Unkräuter.
  2. Schwere Böden verbessern Sie mit Sand und Kies als Drainage, denn Staunässe toleriert Saxifraga x arendsii nicht.
  3. Stellen Sie die Staude in einen mit Wasser gefüllten Eimer. So stellen Sie sicher, dass der Wurzelballen komplett benetzt ist.
  4. Graben Sie ein Pflanzloch, dessen Volumen doppelt so groß ist wie der Wurzelballen.
  5. Geben Sie in das Pflanzloch etwas Kölle's Beste Pflanzerde und setzen Sie die Staude so ein, dass der Wurzelballen mit der Oberfläche abschließt.
  6. Füllen Sie den Hohlraum mit Gartenerde auf und drücken diese leicht an.
  7. Abschließend streuen Sie Kölle Bio Naturdünger um die Staude und gießen die Neupflanzung mit 2 bis 3 Liter an.

Unser Gärtnertipp: Schöne Kombinationen ergeben sich in Pflanzungen mit gelbem Steinkraut oder Blaukissen. Die beste Wirkung erzielen Sie, wenn Sie mehrere Moossteinbreche in Tuffs pflanzen, so kommt die Staude am besten zur Geltung. Oder Sie pflanzen Saxifraga auf Mauerkronen oder in Mauerritzen, hierbei ist bis zum Anwachsen etwas Fingerspitzengefühl bei der Pflege notwendig.

Saxifraga x arendsii im Kübel

Moossteinbreche sind zauberhafte Stauden, die über viele Jahre im Topf stehen können. Wichtig ist, dass das Gefäß am optimalen Standort steht und über einen Wasserabzug verfügt. Übertöpfe sind ungeeignet, da es bei Regen oder nach dem Gießen häufig zu stauender Nässe kommt. Moossteinbrech eignet sich in Kombination mit Dachwurz, Edelweiß oder Enzian für die Gestaltung eines Mini-Alpinums. Achten Sie darauf, dass im Topf eine Mischung aus Pflanzerde und Sand verwendet wird, denn das Substrat muss gut durchlässig sein. Die Pflege ist analog der Pflanzen, die im Garten ausgepflanzt sind. Etwas mehr Fingerspitzengefühl bedarf das Gießen der Stauden im Topf. Achten Sie darauf, dass der Wurzelballen nie austrocknet. Auch im Winter ist es wichtig, dass die Erde gleichmäßig feucht ist.

Saxifraga-Arten

Moossteinbrech Umbrium
Saxifraga x umbrium Porzellanblümchen
  • Botanischer Name: Saxifraga x umbrium
  • Deutscher Name: Porzellanblümchen
  • Wuchs: Immergrüne Blattrosetten mit ledrigen Blättern
  • Blütezeit: Mai, Juni
  • Blüte: rosa, zierliche Blüten auf roten Stielen
  • Standort: lichter Schatten
  • Besonderheit: gedeiht am besten bei kargem und humusarmen Boden
Moossteinbrech Paniculata
Saxifraga paniculata Trauben-Steinbrech
  • Botanischer Name: Saxifraga paniculata
  • Deutscher Name: Trauben-Steinbrech
  • Wuchs: Kleine, dichte Rosetten mit zungenförmigen Blättern
  • Blütezeit: ab Mai
  • Blüte: weiß, 20cm hoch
  • Standort: sonnig, Boden sollte kalkhaltig sein
  • Besonderheit: Blattrosette stirbt nach der Blüte ab, bildet Tochterrosette als Nachwuchs

Moossteinbrech Schädlinge & Krankheiten

Moossteinbrech ist robust und nicht anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Probleme können durch einen zu feuchten Standort und falsche Pflege entstehen.

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Pflanzen-Kölle Doktor

Sie sind auf der Suche nach weiteren Informationen zu Schädlingen und Krankheiten oder haben Fragen zu einem pflanzlichen Problem? Unsere Pflanzendoktoren helfen Ihnen gerne weiter – persönlich und online!

Wer schreibt hier?

Mit dem Umstellen unserer Gärtnerei auf Bio können wir als Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten.

Kathrin Setz
Unsere Stauden-Expertin

Fakten zu Kathrin Setz:

  • Ausbildung: Gärtnermeisterin 
  • Im grünen Bereich tätig seit: 1988
  • Bei Pflanzen-Kölle seit: 1990
  • Aufgaben: Produktionsleiterin der eigenen Staudengärtnerei / Bio in Heilbronn
  • Für diese Pflanze schlägt mein Herz: Pampasgras (Cortaderia)
  • Qualität bei Pflanzen-Kölle ist für mich: unsere Kundenzufriedenheit

Mehr zu Kathrin Setz

Moossteinbrech FAQ

Steinbrech ist gut winterhart. Probleme kann es durch extreme Trockenheit oder zu feuchte Bedingungen geben.
Am leichtesten ist die Vermehrung bei Saxifraga durch Teilung oder durch Stecklinge. Beides ist im Hausgarten gut möglich. Die Teilung erfolgt im späten Frühjahr oder Anfang September. Die Stecklinge werden nach der Blüte von gesunden Trieben genommen. Eine weitere Möglichkeit ist die Aussaat von Moossteinbrech.
Häufig werden ältere Exemplare in der Mitte braun. Graben Sie die Polster aus und trennen die grünen Stellen ab. Durch das Verjüngen erhalten Sie neue Pflanzen. Die braun gewordenen Teile sind häufig durch Überalterung abgestorben.
Die beliebte Polsterstaude Saxifraga x arendsii ist ganzjährig attraktiv und immergrün. Moossteinbrech verändert im Winter etwas seine Blattfarbe.
Bienen und andere Insekten dienen Saxifraga als Nahrungsquelle. Mit einer großen Anzahl an Blüten sind Moossteinbrech nützlich für die Insekten.
Ein Schnitt ist nicht notwendig, kann jedoch zum Formieren der Pflanze erfolgen. Schneiden Sie Saxifraga nach der Blüte vorsichtig zurück und entfernen dabei die Blütenstiele und das Verblühte.