Sie wollen Rosen pflanzen? Wir zeigen Ihnen wie!

Erfahren Sie wieso der Herbst die beste Jahreszeit zum Pflanzen von Gehölzen ist. Wie viele andere Pflanzen, wachsen die rechtzeitig gesetzten Rosen bestens vor dem ersten Frost an. Mit neuen Faserwurzeln etablieren sich die Gewächse und zeigen sich im kommenden Jahr im Beet mit einem enormen Wachstumsvorsprung. Nützen Sie den besten Zeitpunkt und pflanzen Sie Ihren Traumgarten.

Wieso ist der Herbst die ideale Pflanzzeit?

Das ganze Jahr über gibt es im Garten etwas zu tun und es ist spannend die Jahreszeiten mit der Natur zu erleben. Nach vielen schönen Stunden im Sommer ist für manche Menschen der Garten im Herbst nur für die letzten Pflegearbeiten interessant. Jedoch wenn Sie Neupflanzungen vornehmen möchten, ist der Spätsommer neben dem Frühjahr, die beste Pflanzzeit.

Folgende zwei Punkte sind wesentlich dafür verantwortlich:

  1. Die Pflanzen kommen jetzt in die Ruhephase, die Verdunstung wird geringer und somit wird kaum Feuchtigkeit aus dem Boden benötigt. Ein Verpflanzen ist ohne Schaden für die Gehölze jetzt gut möglich. Schnell bilden sich am richtigen Standort bei guten Bedingungen neue Wurzeln.
  2. Der Boden ist warm und die frisch gepflanzten Containerrosen wurzeln schnell. Dank der idealen Bodentemperatur etablieren sich die prächtigen Gehölze schnell am neuen Standort. Je nach Witterungsverlauf kann bis Dezember gepflanzt werden. Erst bei lang anhaltendem Frost und gefrorenem Boden ist ein Rosen pflanzen nicht möglich. Auch alte Rosen die an der vorhandenen Stelle stören, können Sie ab Mitte Oktober bis Anfang Dezember verpflanzen. Schneiden Sie die Pflanze auf circa 10-15 Zentimeter zurück. Heben Sie ein neues Pflanzloch aus, möglichst mit 20 Liter Erdvolumen. Nun graben Sie einen möglichst großen Wurzelballen aus. Entfernen Sie abgeknickte oder beschädigte Wurzeln vorsichtig und verfahren Sie wie bei einer Neuanlage. Zum Schutz der Wurzel ist eine Schicht Mulch oder Erde am Wurzelhals förderlich. Dieses sogenannte Anhäufeln wird vor dem Winter durchgeführt und hilft, dass die Pflanzen gut wachsen.

Was Sie vor dem Rosen pflanzen beachten sollten:

  1. Rosenstöcke lieben einen sonnigen Standort. Sie benötigen mindestens ein Beet mit 4-5 Stunden Sonnenschein pro Tag.
  2. Ist der Standort zu schattig, entwickeln sich die Pflanzen nicht so kräftig und sind anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
  3. Der Boden sollte einen pH-Wert von 6,5 -7, 5 aufweisen.
  4. Als Tiefwurzler bevorzugen die Blumen daher tiefgründigen, lockeren Boden mit hohem Humusanteil. Sandige Böden müssen mit hochwertiger Rosen-Erde verbessert werden. Ist der Standort zu sandig, kann die Pflanze nicht ausreichend versorgt werden, da Wasser- und Nährstoffe wesentlich für das Wachstum nötig sind.
  5. Wichtig für eine prächtige Garten Rose ist die gleichmäßige Wasserversorgung. Das Wasser sollte gut abfließen, denn Staunässe schädigt die Wurzeln. Schwere Lehmböden sind nicht geeignet. Hier ist eine Bodenvorbereitung mit einer Mischung aus Sand und Pflanzerde wichtig. Auf schweren Böden kommt es sonst schnell zu Blattaufhellungen und die Vitalität leidet.

 

Wie finde ich die passende Rose?

Schubkarren mit Rosen, Dünger, Schaufeln, Erde

Für welche Gruppe Sie sich entscheiden, hängt wesentlich von Ihren Wünschen bzgl. des Wuchscharakters ab. Die Vielfalt an Arten und Sorten ist sehr groß. Neben der Blütenfarbe und - form sind Duft und Gesundheit vor großer Bedeutung. Dennoch sollten Sie bevor Sie eine Rose pflanzen wissen welche Gruppen es gibt und welche Containerrose die richtige für Sie ist.

Kriterien für die Wahl neuer Rosen:

Beetrosen sind mit verzweigtem, buschigem Wuchs ideale Partner zu Stauden und niedrigen Gehölzen. Diese Gruppe ist besonders vielseitig in der Farbenvielfalt und überzeugt durch lange Blühphasen den ganzen Sommer über. Diese Gruppe zeichnet sich durch dichte Blütendolden mit zahlreichen Einzelblüten aus.

Die Gruppe der Edelrosen ist ideal für den Liebhaber der klassischen Rose mit großen Blüten und feinem Duft. Manche Edelrosen sind regelrechte Duftwunder. Mit einem meist aufrechtem Wuchs und einer Höhe von 60 - 100 cm sind sie bestens für Einzelstellung oder gemischte Anlage mit Gräsern, Rittersporn, Salbei und anderen Pflanzen geeignet.

Soll die Rose in Einzelstellung als Blickfang fungieren? Dann ist sicher die Gruppe der Strauchrosen gefragt. Die starkwüchsige Art kann je nach Sorte 1-2 m hoch werden. Bestens geeignet sind Strauchrosen für Gruppenpflanzung oder Hecken.

Zum Beranken von Obelisken, Mauern und Zäunen eigen sich Kletterrosen bestens. Die auch als Climber bezeichneten Exemplare können eine Wuchshöhe von bis zu 3 Metern erreichen.

Rambler-Rosen sind Schlingrosen mit langen, biegsamen Trieben. Je nach Exemplar können die langen neuen Triebe bis zu 10 Meter erreichen. Schwachwüchsige Sorten sind für Rosenbögen geeignet. Die starkwachsenden Sorten sind zum Beranken von alten Bäumen oder Pergolen optimal.

Zum Bedecken größerer Flächen sind Bodendecker-Rosen geeignet. Mit breit-buschigem Wuchs und einer Höhe von 30-80 cm bieten sie sich für flächige Bepflanzung. In Kombination mit kleinen Laubgehölzen oder Stauden kommen die schönen Rosen am besten zur Geltung.

Freunde von Nostalgischem finden in der Gruppe der Englischen Rose das passende. Neben den großen, gefüllten Blüten ist der atemberaubende Duft ein wesentliches Merkmal der David Austin Rosen. Neben der Vielfalt an modernen, öfterblühenden Sorten gibt es historische Rosen die einen Touch von Nostalgie verströmen. Mit unglaublicher Blütenfülle und feinem Aroma sind die Sträucher sehr robust und leicht in der Pflege. Die Mitglieder dieser Gruppe verzeihen es Ihnen, wenn Sie in einem Jahr nicht schneiden und blühen trotzdem üppig.

Was ist der Unterschied zwischen wurzelnackten Rosen und Containerrosen?

Gehölze die in Töpfen gewachsen sind, sind praktisch in der Handhabung und ganzjährig erhältlich. Unter Containerrosen versteht man Rosen die in Töpfen oder sogenannten Containern stehen. Mit einem gut durchwurzelten Ballen sind die Gewächse ideal zur Pflanzung im Herbst oder Frühjahr. Die Wurzeln sind im Kultursubstrat fest verankert, gut verzweigt und mit vielen feinen, neuen Faserwurzeln versehen. Wurzelnackte Rosenpflanzen sind ohne Ballen direkt aus der Baumschule nur im Herbst erhältlich. Da nur wenig Substrat die Wurzeln umgibt und diese lose verpackt sind, ist eine rasches Einpflanzen notwendig. Wurzelnackte Rosen sind günstiger, da der Aufwand für das Einpflanzen in der Baumschule und das monatelange Kultivieren entfällt. Stellen Sie wurzelnackte Pflanzen direkt nach dem Kauf in einen mit Wasser gefüllten Eimer und setzen den Rosenstock umgehend.

Mit wenigen Schritten sorgen Sie für optimales Anwachsen:

  1. Das Pflanzloch sollte in Tiefe und Breite mindestens doppelt so groß wie der Topf sein.
  2. Zur Bodenverbesserung wird der Aushub mit Rosenerde gemischt. Mit ausreichendem Humus am Standort sichern Sie den gepflanzten Rosen einen guten Start. Kompost ist nicht geeignet, da die enthaltenen Nährstoffe für die Sträucher gegebenenfalls zu hoch dosiert sind.
  3. Zum besseren Anwachsen wird Bodenaktivator in das Pflanzloch gegeben, ein Dünger ist bei der Pflanzung nicht notwendig.
  4. Die gut gewässerte Container-Rose wird ausgetopft und vorsichtig in das Pflanzloch gesetzt. Bei wurzelnackten Pflanzen ist ein Einstellen in Wasser bevor Sie pflanzen sehr wichtig. Die wurzelnackten Rosen sind ab Mitte Oktober nur für kurze Zeit erhältlich und benötigen etwas mehr Fingerspitzengefühl bei der Pflanzung.
  5. Wichtig ist, dass Sie die Veredlungsstelle ca. 5 cm tief unterhalb der Erdoberfläche setzen.
  6. Das Pflanzloch wird mit Rosen-Erde aufgefüllt und angegossen.
  7. Die Neupflanzungen werden im November mit etwas Erde angehäufelt um vor Wind, Sonne und Forst geschützt durch den Winter zu kommen.

Mit idealen Startbedingungen legt Ihre frisch gepflanzten Gehölze gleich los. Neue Wurzeln werden gebildet und der Entwicklungsvorsprung lässt die Gewächse im kommenden Jahr zum Schmuckstück in Ihrem Garten werden. Wesentlich für die Blütenfülle bei der Königin der Blumen ist der richtige Schnitt. Erfahren Sie dazu mehr in unseren Videos mit Klaus Kölle. Lernen Sie wie ein Gärtner den Rosenstock schneidet und pflegt.