Pflanzen mit Liebe

Erfahren Sie alles über Winterschutz und welche Pflanzen im Herbst und Winter im Garten bleiben können

Nicht alle Pflanzen sind winterhart, manche benötigen Winterschutz um zu überleben. Exoten und Zimmerpflanzen leiden bereits bei kurzer Zeit mit niedrigen Temperaturen. Erfahren Sie alles rund um die Pflege von Gemüse, Kräuter, Blumenzwiebeln, Balkonpflanzen,Gehölze, Stauden und Rasen im Spätsommer und Winter.

Erfahren Sie, welche Pflanzen im Garten bleiben können und welche Winterschutz benötigen

Nach vielen schönen Stunden im Garten und auf dem Balkon heißt es nun, den Garten winterfest zu machen. Genießen Sie noch die schönen Herbsttage mit buntem Laub, reifem Gemüse und leckeren Früchten. Erfahren Sie nachfolgend, wie Sie Ihre Gartenschätze bestens auf die tieferen Temperaturen vorbereiten und wo Winterschutz notwendig ist.

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Gemüsebeet im Winter, das mit einer Folie geschützt wird

Gemüsepflanzen von Oktober bis Februar

Viele Gemüsearten sind im Spätsommer reif für die Ernte. Sie können diese für den Sofortverbrauch oder die Einlagerung ernten. Andere Gemüsepflanzen, wie die wärmeliebenden Arten, leiden unter den tieferen Nachttemperaturen, die Ernte geht zu Ende und die Pflanzen gehen kaputt. Die letzte Gruppe an Pflanzen können Sie im Spätsommer und teilweise bis in den Winter beernten, ihnen schadet Kälte nicht. Dieses Wintergemüse ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und viele Sorten überstehen Werte bis unter den Gefrierpunkt. Zum Schutz vor Schnee können Sie das robuste Gemüse im Winter mit Vlies abdecken und an frostfreien Tagen ernten.

Ernten und einlagern Ernte geht zu Ende Wintergemüse
Kartoffeln, Karotten, Kürbis, Rote Bete, Fenchel Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchini Lauch, Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Endiviensalat
 
Unser Gärtnertipp: Säen Sie die leeren Beete nach der Gemüseernte mit Gründung ein. Somit unterstützen Sie das Bodenleben wesentlich und verbessern auf einfachste Art und Weise die Qualität Ihres Gartenbodens. Für eine Einsaat im September eignen sich bestens Phacelia, Ölrettich, Saradella oder Buchweizen und bis Oktober Gelbsenf. Bringen Sie den Samen gleich nach der Ernte in die Erde.

Kräuter in der kalten Jahreszeit

Viele Kräuterpflanzen bevorzugen Wärme und leiden bei Kälte und Temperaturen unter 10°C. Bringen Sie Basilikum und Petersilie im Spätsommer an einen hellen und warmen Standort. Stellen Sie die wärme-liebenden Gewächse geschützt auf und ernten kontinuierlich weiter. Schnittlauch zieht ein und treibt im kommenden Frühjahr mit frischem Grün aus.

Die Gruppe der Winterkräuter können Sie in der kalten Jahreszeit im Garten oder auf dem Balkon kontinuierlich beernten. Das Wachstum ist gering, dennoch liefern die Würzpflanzen wertvolle Aromastoffe. Genießen Sie vor allem Bergbohnenkraut, Thymian, Winterportulak und Barbarakraut mit würzigem Geschmack und teilweisen hohem Gehalt an Vitamin C. Bei langen Phasen mit Frost und Schnee empfiehlt es sich, die Winterkräuter mit Reisig oder Winterschutzvlies zu schützen.

Blumenzwiebel Haufen auf Erdboden mit Harke

Blumenzwiebeln und Knollen im Herbst und Winter

Nach üppiger Blüte im Sommer lässt der Flor von Dahlien, Canna und Gladiolen Ende September nach. Vor dem ersten Frost müssen Sie die frostempfindlichen Knollen und Zwiebeln ausgraben und frostfrei überwintern. Diese sogenannten Frühlingsknollen stammen aus Regionen ohne typischen Winter. Schneiden Sie die Pflanzen auf 10cm über der Erde zurück, graben die Knollen aus und stellen sie an einen kühlen Kellerraum. Achten Sie darauf, dass Knollen trocken gelagert werden und die höchste Temperatur maximal 8° Grad betragen sollte. Bei ungünstigen Bedingungen kommt es entweder zum Austrieb oder zur Schimmelbildung. Diese Bedingungen gelten auch für die Zwiebeln von Exotischen Pflanzen wie beispielsweise Montbretia, Zantedeschia oder Guernsey-Lilien.

Die Gruppe der Herbstblumenzwiebeln dagegen sind auf die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt angewiesen, um im kommenden Frühjahr mit üppiger Blütenpracht zu erfreuen. Daher müssen die Zwiebeln von Schneeglöckchen, Winterlingen, Krokussen, Tulpen, Narzissen und Zierlauch vor dem Winter gepflanzt werden.

Unser Gärtnertipp: Achten Sie darauf, dass Frühlingsblumenzwiebeln (Dahlien, Gladiolen...) jetzt aus dem Boden genommen werden und die Gruppe der Herbstblumenzwiebeln (Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen, Winterlinge...) jetzt gepflanzt werden muss!

Balkonpflanzen und Kübelpflanzen in der kalten Jahreszeit

Viele Balkon- und Kübelpflanzen zieren von Mai bis Oktober den Garten und die Terrasse. Im Laufe des Sommers haben sie sich zu prächtigen Exemplaren entwickelt und nur ungern lässt man diese meist mediterranen Pflanzen erfrieren. Die meisten Gewächse dieser Gruppe sind empfindliche Pflanzen die bei Temperaturen unter 5°C leiden. Auch mit Winterschutz können diese Pflanzen nicht im Freien stehen. Zur Überwinterung müssen Fuchsien, Geranien, Jasmin Solanum, Bougainvillea, Wandelröschen und vieles mehr aber an einem frostfreien Standort stehen. Die noch oft blühenden Pflanzen werden ab Oktober geschützt aufgestellt. Bei Solitärpflanzen bietet sich ein Überwinterungsservice an, denn die Pflanzen erfreuen im kommenden Sommer mit stattlicher Größe und ein Wegwerfen wäre zu schade. Bei kleineren Kübelpflanzen können Sie abwägen, ob Sie den Aufwand der Überwinterung in Kauf nehmen oder ob Sie im kommenden Jahr neue kaufen. Gleiches gilt für sommerblühende Balkonpflanzen wie Geranien oder Fuchsien. Mit etwas Fingerspitzengefühl ist eine Überwinterung möglich. Optimal ist ein heller Standort bei Temperaturen um 10 Grad Celsius, ein warmes Wohnzimmer ist ungeeignet. Bei Petunien, Husarenknöpfchen, Strohblumen, Vanilleblumen oder Fleißigen Lieschen hingegen ist eine mehrjährige Kultur äußerst problematisch und daher ist ein Neukauf gängig.

Profi-Tipp: Mit Zaubernuss und Christrose erleben Sie faszinierende Blüten mitten im Winter. Diese Arten blühen lange bis zum nächsten Frühjahr und trotzen den niedrigen Temperaturen auch in kalten Nächten. Schmücken Sie Ihren Hauseingang mit Winterharten Kübelpflanzen und erleben Sie die Vielfalt an Blüten in vollem Umfang.

Orangefarbene Pflanzen mit Frost

Gehölze und Stauden im Herbst und Winter

Ein Großteil der Gehölze und Stauden sind winterharte Pflanzen. Vor allem ältere Pflanzen trotzen Eis und Schnee und erfreuen Jahr für Jahr mit neuem Austrieb. Einige Arten wie beispielsweise Magnolien, Kamelien, Hortensien, Hibiskus, Mittelmeerschneeball, Kiwi, Lavendel, Rosmarin oder Pampasgras sind empfindlich und benötigen, vor allem in rauen Lagen, Winterschutz aus Laub, Reisig, Jutegewebe oder Vlies. Wichtig ist diese Schutzmaßnahme auch bei vielen Gehölzen und jungen Bäumen im ersten Jahr nach der Pflanzung. Es gilt hierbei, den Kübel und Wurzelballen und die Pflanze zu schützen. Neben dem Schutz vor Frost ist ein bedarfsorientiertes Wässern wichtig, denn vor allem immergrüne Gehölze leiden in niederschlagsarmen Jahren. Achten Sie besonders bei Kirschlorbeer, Bambus, Buchsbaum, Thuja und Scheinzypressen auf die richtige Bodenfeuchtigkeit. Immergrüne Pflanzen und Nadelgehölze verdunsten, im Unterschied zu Bäumen die ihr Laub abwerfen, kontinuierlich. Daher ist es wichtig, dass in trockenen Jahren und auf leichten Böden ausreichend Wasser an die Wurzel gelangt. Am besten gießen Sie die Sträucher nach starken Frösten, sobald der Boden wieder aufgetaut ist. Ein Gießen bei gefrorenem Boden nützt nichts. Staunässe darf jedoch nicht herrschen. Bei Pflanzen in Kübeln ist ein Aufstellen auf sogenannte Füßchen wichtig, um ausreichend vor Übernässung vorzubeugen. Belassen Sie im Spätsommer etwas Laub zwischen den mehrjährigen Pflanzen, denn diese wärmende Schicht dient als natürlicher Kälteschutz. Auch der Rückschnitt von Stauden und Gräsern sollte erst nach dem Winter erfolgen. Im Beet eingepflanzt, sind Gartenpflanzen eher unbeschadet als in freistehenden Töpfe. Sofern möglich, können Sie Töpfe auch an die Hauswand ziehen und so etwas Schutz geben. Verwenden Sie für oberirdische Pflanzenteile oder die Krone von Stämmchen sogenannte Winterschutz Vlieshauben. Diese sind praktisch in der Handhabung, mehrfach zu verwenden und einfach der richtige Winterschutz.
Obstbäume können Sie mit Bio-Baumanstrich vor dem Frost schützen. Der altbekannte Kalkdünger pflegt die Rinde und erhält die natürliche Elastizität. Tragen Sie Bio-Baumanstrich an einem frostfreien, trockenen Tag im Spätsommer auf den Stamm auf und Weißen so die Bäume vor Phasen mit starkem Frost.

Unser Gärtnertipp: Stauden und Gehölze in Kübeln müssen regelmäßig gegossen werden, benötigen einen Topfschutz und Winterschutz-Vlies um die Pflanze. Lesen Sie dazu mehr im Magazin Kübelgarten.

Rasen vor dem Winter

Meist sind die Rasenflächen vom Sommer strapaziert und benötigen etwas Pflege, um gut durch den Winter zu kommen. Mähen Sie die Grünflächen weiterhin regelmäßig, jedoch sollte die Schnitthöhe auf 5-7 cm vergrößert werden. Laub schadet dem Rasen und muss entfernt werden. Achten Sie auf ausreichend Feuchtigkeit, in Phasen ohne Niederschlag kann ein Bewässern im Oktober nochmals nötig sein. Besonders wichtig ist die letzte Düngung. Diese erfolgt mit chloridarmen Spezialdünger mit hohem Kaliumanteil. Dadurch wird die Widerstandskraft gegen Trockenheit und Frost verbessert und Winterschäden vorgebeugt. Wichtig ist, dass die Herbstdüngung mit einem Dünger erfolgt, der weniger als 10% Stickstoff enthält und mindestens 25% Kalium. Lesen Sie dazu mehr in unserem Blog "Rasenpflege im Herbst".

Winterschutz Beispiele für Pflanzen

3 Tipps für alle Pflanzen, die im Herbst und Winter im Garten bleiben:

Gleichmäßiges Wässern ist wichtig, Staunässe sollte jedoch vermieden werden.

• Die letzte Düngung sollte mit speziellem Herbst-Dünger erfolgen. Dieser enthält wertvolles Kalium, welches die Widerstandskraft der Pflanzen wesentlich verbessert. So kommen alle mehrjährige Pflanzen besser mit trockenen und kalten Phasen zurecht. Die Pflanzen werden mit Herbst-Dünger Winter-Fit widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Optimal bei Rosen, Obstgehölzen, Gemüse, mehrjährigen Blumen und Ziersträuchern.

• Schützen Sie bei langanhaltendem Frost und Wintersonne vor allem immergrüne Gehölze, Rosenstämme und wärmeliebende Gehölze mit Vlies. Dadurch wird die Verdunstung reduziert und Trockenschäden vorgebeugt. Abgedeckt werden sollten Pflanzen jedoch nie mit luftundurchlässigen Materialien. Darunter schwitzen die Pflanzen zu stark, treiben vorzeitig aus und werden anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Mit dem sogenannten Baumanstrich vermeiden Sie Schäden an Stämmen.