12.10.2016

Wie Sie Gartenabfälle im Herbst sinnvoll verwerten


Kompost wird auch als "grünes Gold" bezeichnet und das aus gutem Grund. Aus organischem Material entsteht durch Mikroorganismen ein wertvolles Endprodukt. Veredeln Sie Ihre Gartenabfälle und erhalten Sie so nach kurzer Zeit einen hervorragenden Bodenverbesserer, der Sie nichts kostet.
 

Der Kompost im Herbst

Besonders im Herbst fallen im Garten und auf dem Balkon viele organische Abfälle an: Verblühte Sommerblumen, abgeerntete Gemüsepflanzen und Laub von Stauden und Bäumen. Doch wohin mit all dem Grün? Möchten Sie dieses organische Material sinnvoll entsorgen und umweltschonend wieder in den Naturkreislauf bringen? Dann ist die Kompostierung die richtige Methode für Sie.

 

Welche 5 Vorteile hat eine Kompostierung im eigenen Garten?

• Aus den Abfällen entsteht in kurzer Zeit ein wertvoller Bodenverbesserer

• Transportwege entfallen bei eigener Kompostwirtschaft

• Spart Geld bei der Entsorgung

• Humusreicher Boden speichert mehr klimaschädliches CO2

• Schont Ressourcen

Bestens eignet sich die Kompostierung zur Gewinnung von organischem Material. Unterschieden wird nach der Art des Komposters. Entweder nutzen Sie einen Schnellkomposter oder einen traditionellen Haufen mit Begrenzung aus Holzlatten.

Bei beiden Verfahren wird aus organischem Material ein hochwertiger Reifkompost. Für welches System Sie sich entscheiden, hängt wesentlich von Ihren individuellen Vorlieben und den räumlichen Gegebenheiten ab. Lernen Sie im folgenden die Vorteile der verschiedenen Arten des Kompostierens kennen.

 

Hierzu gehören unter anderem:

 

• Platzbedarf

• Anfallende Menge an organischem Material

• Optischer Gesichtspunkt

 

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Wie unterschieden sich offene und geschlossene Kompostierung?

Offene KompostierungGeschlossene Kompostierung
Komposthaufen Thermokomposter/ Schnellkomposter
Ideal für große, naturnahe Gärten Geeignet für kleinere Gärten und Mehrfamilienhäuser
Holzlatten und Grabgabel Anschaffungskosten fallen an
Geeignet für große Mengen an organischem Abfall Ideal für kleinere Mengen an Grünabfall

 

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Ganz gleich, für welche Art von Kompostwirtschaft Sie sich entscheiden, das Prinzip ist immer das Selbe. Kompostieren ist die einfachste und effektivste Art, das organische Material von Balkon und Garten zu verwerten. Was gilt es bei der Kompostierung zu beachten? Mit unseren Tipps erhalten Sie besten Kompost zur Bodenverbesserung.

 

Was muss beim Kompostieren beachtet werden?

Zur Kompostierung eignen sich Gartenabfälle wie beispielsweise verblühte Balkonblumen und abgeschnittene Pflanzenteile. Daher ist es optimal, im Herbst mit der Kompostwirtschaft zu beginnen.

• Kranke Pflanzenteile entsorgen Sie über die Biotonne, denn manche Erreger überstehen die Rotte.

• Küchenabfälle wie Kartoffelschalen, Obstreste, Kaffeesatz und Eierschalen eignen sich bestens für den Kompost.

• Rasenschnitt und frisches Laub enthalten viel Feuchtigkeit. Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollten Sie den Rasenschnitt etwas anwelken lassen und das Laub nur in trockenem Zustand auf den Kompost bringen.

• Idealerweise schichten Sie grobes und feines Material abwechslungsweise auf Ihren Kompost. So ist eine gute Rotte dank ausreichender Belüftung sichergestellt.

• Durch die Zugabe von Kompostbeschleuniger fördern Sie die Aktivität der Mikrolebewesen im Kompost.

• Kastanien-, Eichen- und Platanenblätter enthalten viel Gerbsäure. Diese sollten deshalb nur in geringen Mengen über den Hauskompost entsorgt werden.

• Laub eignet sich generell bestens zum Kompostieren. Bei großen Laubmengen ist es ratsam, die Blätter abwechselnd mit Staudenresten und Küchenabfällen einzuschichten. Außerdem sollte Laub zerkleinert werden, bevor es auf dem Kompost landet. Eine Zugabe von Steinmehl hilft, die Gerbsäure der Blätter zu neutralisieren.

 

Was geschieht mit dem Kompost im Herbst

Haben Sie erst frisch damit begonnen, Ihre organischen Abfälle selbst zu kompostieren, dann belassen Sie den Komposthaufen den Winter über an seiner ursprünglichen Stelle. Regenwürmer und Mikroorganismen zersetzen die Gartenabfälle und lassen wertvollen Humus daraus entstehen. Die Dauer der Rotte hängt wesentlich vom Komposter, dem Zustand des organischen Materials, den Temperaturen und der Feuchtigkeit ab. 

  

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Folgende Pflegearbeiten können Sie vor dem Winter an Ihrem Kompost durchführen:

 

Umsetzen der organischen Reste

Mit einem Umsetzen des organischen Materials verbessern Sie die Durchmischung des Komposts und beschleunigen die Rotte. Kompost im Thermokomposter oder in einem kleinen Haufen muss nicht umgesetzt werden. Bei größeren Kompostanlagen ist das Umsetzen nach 2-3 Monaten jedoch förderlich für die Kompostqualität.

 

Ausbringen des fertigen Reifekompost

Bei idealen Bedingungen geht der Zersetzungsprozess des organischen Materiales innerhalb von 6-9 Monaten so weit, dass Sie einen fertigen Reifkompost haben. Hierbei sind die Nährstoffe stabil gebunden und das Naturprodukt zur Bodenverbesserung und zum Mulchen kann ausgebracht werden. Bestens geeignet ist Kompost auch zur Füllung von Hochbeeten.

Unser Tipp: Lesen Sie dazu mehr in unserem Blogbeitrag "Hochbeete - ein Garten auf kleiner Fläche".

 

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Mit einem Durchsieben der reifen Komposterde erreichen Sie, dass grobe Reste nicht im Garten liegen, sondern erneut dem Komposthaufen zugefügt werden können. Das feinkrümelige Endprodukt wird 1 cm hoch auf leere Beete, zwischen Stauden, Rosen, Hecken und Gehölzen ausgebracht. Wichtig ist, dass der Kompost nur leicht eingearbeitet und nicht eingegraben wird. So stellen Sie sicher, dass der Boden wirkungsvoll durch Humusstoffe verbessert wird und die Speicherfähigkeit für Luft und Wasser im Boden steigt. Ein reiches Wurzelwachstum und üppige Pflanzen sind das Ergebnis. 

 

Wissenswertes: Im Unterschied zum fertigen Reifekompost wird der sogenannte Roh- oder Frischekompost nach weniger als einem halben Jahr geerntet. Hier ist der Rotteprozess noch nicht abgeschlossen und es werden laufend Nährstoffe freigesetzt was zu einer deutlichen Düngewirkung führt. Daher ist diese Kompostart nicht für Zimmerpflanzen, Aussaaten, Setzlinge und empfindliche Kulturen geeignet. Bei Kulturpflanzen mit hohem Nährstoffbedarf wie z.B. Kohl, Kartoffeln oder Tomaten kann der Kompost im frühen Rottestadium genutzt werden.

 

 

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