16.10.2014

Kompost – ein vollwertiger Dünger


Kostenlose Bodenverbesserung Die Kompostierung ist heutzutage für viele Gartenbesitzer und Hobbygärtner eine gute Variante zur Gewinnung von organischen Düngemitteln. In der Natur zersetzen sich abgestorbene organische Stoffe wie Laub oder Zweige durch die Tätigkeit verschiedenster Organismen. Garten-, Küchenabfälle und Grünschnitt werden so in einem biologischen Prozess, unter Einfluss von Sauerstoff, Bakterien und Pilzen, abgebaut. Die Kompostierung nutzt den natürlichen Prozess der Zersetzung, um gezielt und schnell wertvolle Komposterde herzustellen. So werden die in organischen Abfälle enthaltenen Nährstoffe wieder für die Pflanzen verfügbar.

Die Eigenkompostierung eignet sich zur sinnvollen Verwertung von Garten- und Küchenabfällen. Besonders wichtig ist hierbei der Standort des Komposter, er sollte direkt auf dem Gartenboden platzieren werden, damit Regenwürmer und andere nützliche Helfer direkten Zugang zum Kompostgut haben. Durch die Tätigkeit der Organismen kommt es zu einer fortschreitenden Zerkleinerung des Ausgangsmaterials. Je mehr Organismen hier mitwirken, desto schneller erfolgt die Verrottung.

Wie der Kompostrichtig befüllt wirdRichtiges Befüllen
Beim Einschichten in einen Komposter ist eine genaue Vorgehensweise zu beachten, sodass der Nährstoffkreislauf optimal genutzt werden kann. Um die Belüftung im Komposthaufen zu gewährleisten ist es wichtig, zunächst im unteren Bereich lockere, grobe Materialien wie Äste und Wurzeln einzubringen. Darauf können zerkleinerte Abfälle wie Laub, Hecken-, Rasenschnitt und auch Küchenreste geschichtet werden.

Es ist von Vorteil, den Kompost nach drei bis sechs Monaten umzuschichten oder umzusetzen. Um optimale Bedingungen für den Kompostiervorgang zu schaffen sollten nährstoffarme Materialien wie Laub und Baumschnitt mit nährstoffreichen Materialien wie Rasenschnitt und Küchenresten vermischt werden. Je nach Ausgangsmaterial ist der Kompost nach einem Jahr reif und kann als hochwertiges Düngemittel im Garten verwendet werden. Vor der Ausbringung im Garten ist es sinnvoll, den Kompost zu sieben um die groben Teile zu entfernen.

Bei der Eigenkompostierung wird grundsätzlich in zwei Verfahren unterschieden:
  1. Offene Kompostierung
  2. Geschlossene Kompostierung

Als offenes Verfahren bezeichnet man den Komposthaufen mit zwei oder mehreren offenen Kammern, die meist aus Holzlatten gebaut sind. Der Komposthaufen eignet sich für jeden privaten Garten und bietet viel Platz für Gartenabfälle. Die kompostierbaren Abfälle sollten möglichst zerkleinert aufgeschichtet werden, dabei sollte eine Höhe von 1,5 m nicht überschritten werden.
Durch das Kammersystem kann der bereits angesetzte Kompost nach mehreren Monaten in die zweite Kammer umgeschichtet werden und weiterreifen. So kann die erste Kammer mit neuem Kompostgut gefüllt werden. Dieses Verfahren bietet ausreichend Platz für eine Trennung der verschiedenen Reifestadien, so wird nach ein bis drei Jahren eine ausgezeichnete Kompostqualität erzielt.

Die geschlossene Kompostierung eignet sich mit einem Schnell- oder Thermokomposter für kleinere Gärten oder Haushalte.
Der Schnellkomposter besteht meist aus Metall oder Kunststoff und ist mit einem Deckel und Schlitzen in der Bodenplatte versehen. Der Rotteverlauf ist kaum beeinflussbar, jedoch ist eine gute Durchmischung von grobem und feinem Kompostiergut sehr wichtig.
Der Thermokomposter ist eine besondere Variante, da er mit einer wärmedämmenden Schicht ausgekleidet ist. Dies gewährleistet einen optimalen Nährstoffkreislauf, in dem die Organismen auch bei kälteren Außentemperaturen gut arbeiten können.

Tipp: Zum Sieben eignen sich grobe Gitter
Die Rotte muss vor der Benutzung gesiebt werde Einfaches Kompost sieben mit einem groben Gitter


Geeignete und nicht geeignete Materialien

Zum Kompostieren eignen sich fast alle organischen Abfälle aus Haus und Garten.

geeignet sind: nicht geeignet sind:
  • Küchenabfälle
  • Rasenschnitt
  • Laub
  • Eierschalen
  • Kaffeesatz/Teebeutel
  • Obstreste
  • Gartenabfälle
  • Holziges Schreddermaterial
  • Glas, Metall und Plastik
  • Steine und Steinkohlenasche
  • Knochen/Fleisch/gekochte Essensreste
  • Kranke Pflanzen (eingeschränkt)
  • Samentragende Unkräuter
  • Besonders hartnäckige Wurzelunkräuter
  • Farbige Zeitungen
  • Schalen von Zitrusfrüchten und Bananen

 

Tipps zur Eigenkompostierung
Der Kompost sollte nicht nass sein, denn ohne optimale Belüftung können sich die organischen Materialien nicht zersetzen. Der Kompost beginnt zu faulen und gären.
  • trocknen Sie feuchte Materialien vor der Kompostierung
  • mischen Sie grobes Material unter, um die Belüftung anzukurbeln
  • durch die Zugabe von Pape oder Papier trocknet das feuchte Material

Tipp: Sollte der Kompost zu trocken sein, können Sie Wasser hinzugeben um die Zersetzung zu ermöglichen.

Schlechte Zersetzung des Kompostmaterials
Folgendes ist zu tun, wenn sich der Kompost schlecht zersetzt, obwohl er gut belüftet und optimal befeuchtet ist: 

  • Das Verhältnis von Stickstoff und Kohlenstoff sollte ausgeglichen sein. Daher ist es wichtig, stickstoffarme Materialien
    wie Äste und Blätter mit stickstoffreichen Materialien wie z. B. Küchenabfällen oder Ernterückständen zu vermischen.


Tipp: Da manche Pflanzenarten Gerbstoffe einlagern die sich nur schwer zersetzen, sollten diese nicht in großen Mengen im Kompost enthalten sein.

 
 

Newsletter

Unsere Qualität für Sie

Pflanzen-Kölle steht für langjährige Tradition, gärtnerische Kompetenz und eine erstklassige Eigenproduktion.

Inspiration

Jetzt mehr entdecken und mit Freunden teilen!

Bezahlmethoden

Lieferung

Zertifizierung

Siegel EHI
 
  • Schnelle Lieferzeiten
  • Käuferschutz
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung mit SSL-Verschlüsselung
*Alle Preise verstehen sich inkl. Mehrwertsteuer und zzgl. Versand
Online-Streitschlichtungsplattform