23.01.2016

Was Sie über den Obstbaumschnitt wissen sollten


Mit dem Obstbaumschnitt verbessern Sie den Ertrag Ihrer Bäume und erhalten Sie gesund. Erfahren Sie welche Schnitt-Arten es gibt und wie ein Schnitt sich auf den Wuchs auswirkt.

Der Obstbaumschnitt – Grundlage für eine reiche Ernte

Möchten Sie sich über eine reiche Obsternte im eigenen Garten freuen und gesunde Früchte ernten? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Baumschnitt. In unserem Blogartikel erfahren Sie, warum und wann Sie welches Obst am besten schneiden sollten. Noch mehr Gärtner-Informationen und praktische Anwendungsbeispiele bekommen Sie in unseren Obstbaumschnittkursen. Mit unseren Profi-Tipps gelingt Ihnen ganz einfach ein fachlich korrekter Baumschnitt!

 

Wieso überhaupt Baumschnitt?

An einem idealen Standort wachsen Obstbäume gut an und der Zuwuchs ist beachtlich. Bereits junge Bäume müssen in der Lage sein, die Früchte ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen und die Früchte ausreichend tragen zu können. Um das zu erreichen, ist direkt bei der Pflanzung ein Schnitt nötig. Bei diesem sogenannten Pflanzschnitt werden Konkurrenztriebe entfernt und der notwenige Aufbau der Krone festgelegt. Auch in den Folgejahren ist ein regelmäßiger Schnitt der Obstgehölze wichtig.

 

Ein Obstbaumschnitt bringt viele Vorteile mit sich:

- Aufbau eines tragfähigen Astgerüstes

- Schaffung günstiger Belichtungsverhältnisse

- Verhinderung der Baumvergreisung

- Förderung des Neutriebes

 

Welche Arten von Schnitt gibt es?

1) Pflanzschnitt

Ziel hierbei ist es, den Grundstein für den späteren Kronenaufbau zu legen. Eine Baumkrone besteht aus einem Mitteltrieb und drei Leittrieben. Die drei möglichst waagrecht wachsenden Leittriebe sollten gleichmäßig um den Stamm herum angeordnet sein. Diese Maßnahme fördert die Bildung von Fruchtholz und verhilft zu gutem Fruchtansatz.

 

2) Erziehungsschnitt

Der Erziehungsschnitt erfolgt ab dem zweiten Standjahr und dient dem Aufbau der Krone. Mit dem richtigen Schnitt verhelfen Sie Ihrem Baum zur idealen Statik, denn ein reicher Obstbehang benötigt eine solide Grundlage. Mit dem richtigen Schnitt vermeiden Sie Astbruch, fördern den Neuaustrieb und schaffen günstige Lichtverhältnisse.

 

3) Auslichtungsschnitt

Der Grundaufbau der Krone ist abgeschlossen. Nun werden steil nach oben stehende Triebe und nach innen stehendes Holz entfernt. Mit diesen Maßnahmen sorgen Sie dafür, dass Ihr Baum innen nicht verkahlt und auch in diesem unteren Bereich viele Früchte trägt.

 

Welche Wuchs- und Schnittgesetze gibt es?

- Starker Rückschnitt           => starker Neutrieb

- Schwacher Rückschnitt      => schwacher Neutrieb

 

Mit diesem Wissen können Sie die für Ihre Bäume notwendigen Maßnahmen ableiten. Jeder Schnitt bedeutet gesteigertes Wachstum. Möchten Sie, dass Ihr Baum weniger Zuwuchs hat, so dürfen Sie nur wenig zurückschneiden. 

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Was wird beim Obstbaumschnitt entfernt?

Grundsätzlich werden beim Schnitt Triebe entfernt, die beschädigt, tot, dürr, zu dicht stehend oder nach innen wachsend sind. Hierbei ist es wichtig, dass der Schnitt mit einer scharfen Schere erfolgt.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Schnitt?

Bei frostfreiem Wetter erfolgt der Obstbaumschnitt von Januar bis März. Beim sogenannten Winterschnitt werden zuerst Zwetschgenbäume und alle Kernobstbäume (Apfel- und Birnenbäume) geschnitten, anschließend erfolgt der Schnitt bei Süßkirschen und zum Schluss, nach der Blüte, werden Pfirsich- und Aprikosenbäume geschnitten. Achten Sie darauf, ein scharfes Werkzeug zu benutzen, wie beispielsweise eine Gartenschere oder eine Astschere.

 

Mit dem richtigen Zeitpunkt beim Obstbaumschnitt stellen Sie sicher, dass die Schnittwunden bestens verheilen.

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Schnitt im Sommer?

Neben dem üblichen Winterschnitt können Sie einen sogenannten Formierungsschnitt im Sommer durchführen. Dies ist hauptsächlich bei Spalierobst hilfreich, um den vorhandenen Früchten mehr Licht und Nährstoffe zukommen zu lassen. Wichtig ist, dass Sie den Sommerschnitt erst Mitte August durchführen. Als Ausnahme gilt: Walnussbäume werden Mitte September geschnitten!

 

Was geschieht mit dem Baum nach dem Schnitt?

Durch den Schnitt wird der Baum angeregt, neue Triebe zu bilden. An den Schnittstellen bildet sich von selbst ein Wundverschluss. Nur große Schnittstellen die durch Sägearbeiten entstanden sind werden mit speziellem Wundverschluss geschlossen. Durch den Schnitt ist Ihr Baum nun in die gewünschte Form gebracht worden und ist somit perfekt gewappnet für eine reiche Obsternte. Praktische Anwendungsbeispiele erfahren Sie in unseren Obstbaumschnittkursen. Jetzt anmelden und viele neue Tipps vom Profi lernen!

 

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