Pflanzen mit Liebe

Mistelzweige als Glücksbote und Kussbringer - ein alter Brauch wiederentdeckt

Woher kommt der Brauchtum rund um das Küssen unter dem Mistelzweig? Was macht die Laubholz-Mistel zu einer Besonderheit? Wie viel Glück erleben Sie mit der mystischen Pflanze? Welche Ideen zur Deko mit Viscum gibt es? Dies und vieles mehr erfahren Sie hier!

Magische Momente mit Mistelzweigen

Ein Kuss unter dem Mistelzweig verspricht die große Liebe, die ein Leben lang hält. Kennen Sie diesen Brauch, der zu Weihnachten besonders in den USA und Großbritannien zelebriert wird? Nach alter Tradition kann eine junge Frau einen Kuss nicht verwehren, wenn Sie in der Weihnachtszeit in der Nähe einer Mistel steht. Ungeküsst wird sie im nächsten Jahr nicht heiraten und die ewige Liebe im neuen Jahr erfahren. Der Legende nach war die Mistel der heilige Zweig der germanischen Liebesgöttin Frigga. Wissen Sie, woher die Tradition kommt und was die Mistel zu einer so besonderen Pflanze macht? Erfahren Sie dies und vieles mehr und staunen Sie über die faszinierenden Dekoration für Weihnachten mit weißen Beeren und immergrünem Blatt.

Wie sieht die Mistel aus und was macht sie so besonders?

Misteln wachsen vor allem auf Pappeln, Linden, Weiden, Birken und Apfelbäumen. Hoch oben in alten Bäumen sind kugelrunde Kronen zu erkennen, die im Sommer durch die Blätter des Baumes verdeckt sind, nach dem Laubfall im Herbst jedoch gut sichtbar werden. In den kahlen Ästen der Bäume sind die Gewächse mit ihren grünen Blättern auffällig. Die Größe variiert je nach Alter des Gewächses, jedoch von der Keimung bis zur Mistelkrone vergehen fast 10 Jahre. In letzter Zeit findet sich die weißbeerige Mistel immer häufiger. Ein Grund ist, dass der Baumschnitt nicht mehr so konsequent durchgeführt wird und somit die immergrünen Blätter der Gattung Viscum sich ungehindert entwickeln können. Die befallenen Bäume leiden etwas unter den Aufsitzern, jedoch erst bei starkem Befall kann es zum Absterben des Baumes kommen. Vor allem bei jungen Bäumen sollten Sie im Winter oder zeitigen Frühjahr die befallenen Äste entfernen. Die Verbreitung der Samen findet durch Vögel statt. Beim Fressen der Beeren streifen vor allem Drosseln und Spechte das klebrige Fruchtfleisch mit dem Samen an der Baumrinde ab. Außerdem wird der unverdaute Samen mit dem Kot auf andere Bäume übertragen wo es dann zur Keimung kommt. Wussten Sie, dass Misteln als Halbschmarotzer dem Baum Wasser und Nährstoffe entziehen, jedoch selbstständig Photosynthese betreiben können? Dennoch sind Misteln auf andere Pflanzen angewiesen und können alleine nicht existieren. Diese Tatsache hat den Misteln bereits bei den Kelten eine besondere Rolle zukommen lassen.  Lange Zeit wurden Mistelzweige zum Schutz vor bösen Geistern und vor Feuer aufgehängt und als heilige Pflanze verehrt. Auch für medizinische Zwecke versuchte man die Pflanze zu nutzen und noch heute kommen Pflanzenteile der Mistel in der homöopathischen Medizin zum Einsatz.
Die von uns angebotenen Misteln werden durch fachlich geschulte Kräfte geerntet und Stück für Stück einzeln geschnitten. Die Herkunft ist aus genau definierten Regionen. Mit ihren länglichen und ledrigen Blättern sind Misteln äußerst attraktiv und eignen sich für stimmungsvolle Advents- und Weihnachtsdekorationen.

6 Fakten rund um die Mistel:

Misteln werden auch als Wintergrün, Hexenkraut und Hexenbesen bezeichnet. Allein die Begriffe zeigen auf, dass viele historischen Mythen und Bräuche hinter dieser besonderen Pflanze stehen. Teilweise wird der immergrünen Pflanze auch eine heilende Wirkung zugesprochen.

Misteln sind Pflanzen der Gattung Viscum und sind halbparasitäre Sträucher. Dies bedeutet, dass ein Teil ihrer Energie von sogenannten Wirtspflanzen stammt. Der Halbschmarotzer lässt den Wirtsbaum am Leben, um längerfristig partizipieren zu können.

Entgegen der landläufigen Meinung sind die Beeren nicht giftig, jedoch alle anderen Teile des Mistelgewächses.

Nicht alle Mistelzweige haben Beeren. Es gibt rein männliche und rein weibliche Pflanzen, letztere haben weiße, klebrige Beeren.

Die Verbreitung der Misteln findet durch Vögel statt. Mistelbeeren sind für Vögel ein beliebtes natürliches Winterfutter. Der Samen wird vom Vogel wieder ausgeschieden und so weiterverbreitet  Auch bleibt die Frucht an ihren Schnäbeln kleben und wird so auf andere Bäume verteilt.

Vieles über die Mistel ist noch nicht erforscht, doch ob Sie daran glauben, dass die Mistelzweige im legendären Zaubertrank des Druiden Miraculix ihre Wirkung entfalten, bleibt Ihnen überlassen. Holen Sie sich den Zauber der mystischen Pflanze nach Hause und erleben Sie die Wunderwirkung selbst.

Vielseitige Ideen rund um die MistelKranz, Mistelzweig, Zapfen, Weihnachtsdekoration

1) Vor allem in der Weihnachtsdekoration werden einzelne Äste oder ganze Mistelkronen verwendet. In Kombination mit Lichterketten kommen die Klassiker der Adventszeit bestens zur Geltung.

2) Mit einem hübschen Band lassen sich Mistelzweige oder ganze Kronen an der Decke oder an einem Türrahmen befestigen. So kann der aus England bekannte Brauch, sich unter dem Mistelzweig stehend zu küssen, auch bei Ihnen Zuhause aufleben.

3) Schmücken Sie Ihre Geschenke mit Band und einzelnen Mistelzweigen. So entstehen schnell und wirkungsvoll geschmackvolle Präsente.

4) In Kombination mit anderen Zweigen sorgen Misteln für die besondere Adventsstimmung. Unterstrichen wird die faszinierende Pflanze mit Zapfen, roten Äpfeln oder Kugeln.Kranz binden

5)
Gestalten Sie Ihren Adventskranz oder Ihr Gesteck mit einer Kombination aus verschiedenen Tannengrünarten und Mistelzweigen. Oder basteln Sie ein Gesteck mit verschiedenem Grün und dem immergrünen Strauch. So erhalten Sie eine weihnachtliche Dekoration mit mystischem Flair.

6) Mögen Sie es glänzend? Dann sprühen Sie die Misteln doch gold- oder silberfarben an. So entsteht im Handumdrehen ein stimmungsvoller Adventsschmuck.

Tipp zur Haltbarkeit von Mistelzweigen:

Besonders lange Freude haben Sie an Ihren Misteln, wenn die Zweige oder Kronen im Freien aufgehängt werden. Auch Balkon, Terrasse und Hauseingang sind ideale Plätze für den weihnachtlichen Schmuck.

Misteln