Verbrannter Rasen was nun?

Braune Rasenflächen stellen viele Gartenbesitzer nun vor die Frage, ob das Grün wieder austreibt oder ob der Rasen nicht mehr zu retten ist. Erfahren Sie, was es bei der Pflege der Gräser zu beachten gibt und wie Sie schnell wieder eine sattgrüne Fläche erhalten.

Nach wochenlanger Hitze und fehlendem Niederschlag sehen viele Rasenflächen fahl, unansehnlich und vertrocknet aus. Trotz Wässern sind braune Flecken oder ganz dürre Flächen keine Seltenheit. Nun stellen sich viele Gartenbesitzer die Frage, ob die Gräser sich wieder erholen oder eine Neueinsaat notwendig ist. Mit den richtigen Tricks bekämpfen Sie unerwünschtes Unkraut und geben den Grünflächen die nötige Aufmerksamkeit. Besonders jetzt ist Rasenpflege wichtig. Erfahren Sie nachfolgend, wie Sie Ihren Rasen pflegen und reparieren können und wie Sie nach der Hitze richtig düngen. Ein grüner Rasen muss auch nach dem Jahrhundertsommer kein Traum bleiben.

 

verbrannter rasen collage für bewässerung

 

1. Richtig Wässern

Als wichtigste Pflegemaßnahme ist nun am Ende des Sommers ein durchdringendes Wässern empfehlenswert. Die beste Zeit zum Gießen ist in den frühen Morgenstunden oder am Abend. Wer bei intensiver Sonneneinstrahlung gießt, riskiert weitere Verbrennungen und verschwendet das kostbare Gut. Achten Sie darauf, dass Sie mindestens 20-30 Liter Wasser pro qm ausbringen. Wiederholen Sie das Wässern alle 2-3 Tage und mit etwas Glück wachsen die Gräser gut nach. Verzichten Sie auf größere Belastungen und Aktivitäten auf der strapazierten Fläche. Auch wenn Ihr Grün völlig dürr aussieht ist es ein Versuch wert die Fläche zu reaktivieren und durch hohe Wassergaben die Gräser zum Austrieb anzuregen. Fällt kein Niederschlag kann es sonst zu bleibenden Schäden kommen und mühsames Ausbessern oder Neuanlage ist die Folge. Bei zu geringen Mengen wird nur der Boden benetzt und das Wasser gelangt nicht bis zu den Wurzeln der Rasengräser. Sandige Böden benötigen häufiges Gießen als lehmige Böden. Starten Sie jetzt und pflegen Sie Ihren Rasen und schon bald sieht es im Garten wieder einladend und grün aus.

 

Wichtig: Entweder Sie kontrollieren die Wassermenge mit einem Regenmesser oder Sie stellen ein zylinderartiges Gefäß, gerne auch eine Konservendose oder aufgeschnittene Plastikflasche, auf und messen den Wasserstand. 1 mm im Gefäß entspricht 1 Liter pro Quadratmeter. Abzulesen bei Regenmessern an der Skala, bei anderen Gefäßen unter Verwendung eines Messbechers. Nur so stellen Sie sicher, dass der Rasen mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird.

 

2. Ausbessern von braunen Stellen

Einzelne braune Stellen können unterschiedliche Ursachen haben. Sie sind unschön anzusehen und mit der richtigen Pflege auch schnell zu beheben. Mit speziellen Rasen-Reparatur-Sets lassen sich kahle Stellen schnell und einfach beheben. Zunächst entfernen Sie die abgestorbenen Pflanzenteile und rauen den Boden leicht auf. Anschließend wird die Mischung aus Rasensamen, Dünger, Kultursubstrat, Algenkalk und Rasenaktivator auf die betroffene Stelle dünn ausgebracht. Zum Schluss muss die Neusaat gründlich mit einer feinen Brause gegossen werden. Wesentlich für die Keimung, das Wachstum und einen dichten Bewuchs sind das regelmäßige Wässern und Temperaturen von über 12°C. Vermeiden Sie auf den betroffen Stellen zunächst jegliche Belastung und warten Sie mit dem ersten Mähen bis die Halme 7-10 cm hoch sind. Bis zum Frühjahr ist die Lücke geschlossen und kann problemlos vertikutiert, gedüngt und gemäht werden. Bei großen, lückenhaften Flächen gibt es auch die Möglichkeit mit Rollrasen schnell und einfach für sattes Grün zu sorgen. Rollrasen kann selbst oder vom Fachmann verlegt werden und ist eine praktische Variante auf großen Flächen schnell eine unvergleichliche Wirkung ohne viel Aufwand zu erzielen.

 

Unser Tipp: Verbrannte Stellen in Ihrem Rasen, die nicht ausgebessert und repariert werden, sind nicht nur unschön für das Auge, sondern werden auch schnell durch Unkraut gefüllt. Ungehindert können Samen von Löwenzahn, Distel, Melde und Co keimen und die kahle Stelle wird durch unerwünschtes Grün gefüllt. Der beste Zeitpunkt für das Ausbringen von Rasensamen ist März bis Mai und Ende August bis Mitte Oktober. Bei ausreichender Bodenwärme keimen die Samen in kürzester Zeit und schon nach wenigen Wochen kann der erste Schnitt erfolgen.

 

3. Pflegetipps für diesen Herbst

Rasen düngen

In Phasen mit Niederschlag und Temperaturen um 20°C kann mit speziellem Rasendünger für den Herbst den geschwächten Pflanzen geholfen werden. Achten Sie darauf, dass Sie einen chloridarmen Spezialdünger verwenden, da ein zu hoher Anteil an Stickstoff sich nachteilig auswirkt. Hochwertiger Herbst-Rasendünger setzt sich aus einem ausgewogenen Verhältnis zwischen organischem und mineralischem Dünger zusammen. Das enthaltene Kaliumsulfat stärkt die Widerstandskraft der Gräser gegen kalte Witterung, denn der Nährstoff Kalium stärkt die Zellwände nachhaltig. Organischer Dünger würde im Herbst zu lange benötigen bis die Wirkung einsetzt. Die mineralischen Bestandteile des speziellen Rasendüngers bereiten den Rasen bestens auf den Winter vor. Wichtig ist, dass Sie das geschwächte Grün nun nochmals düngen, nur so bleiben Winterschäden aus und Sie erhalten einen gesunden Rasen.

Unsere Tipps zur Düngung:

  • Verwenden Sie speziellen Herbstrasen-Dünger, denn dieser enthält die wichtigsten Nährstoffe im optimalen Verhältnis. Der richtige Dünger enthält organisch-mineralische Bestandteile.
  • Die erste Düngung sollte erfolgen, sobald der Rasen durchdringend gewässert wurde.
  • Achten Sie auf eine gleichmäßige Verteilung des Rasendüngers.
  • Düngen Sie bis Ende September nach Packungsangabe.
  • Achten Sie nach dem Düngen auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit! Denn fehlt Feuchtigkeit nach der Düngung, verbrennen die Halme leicht.
  • Vor allem stark verbrannte Flächen benötigen im Spätsommer zur Regeneration eine Düngung, um gut über den Winter zu kommen.
  • Zur Sicherheit können Sie den pH-Wert des Bodens überprüfen lassen. Optimal ist ein pH-Wert von 5,5 – 6,5. Stimmt der Wert nicht, können die Nährstoffe nicht aufgenommen werden und das Wachstum wird gehemmt. Ferner fördert ein zu niedriger pH-Wert Moos- und Unkrautbildung.

 

Rasen mähen

Hat sich der verbrannte Rasen von den Strapazen des Sommers erholt, können Sie durch regelmäßiges Mähen das Grün weiterhin unterstützen. Durch den Rasenschnitt werden die Gräser zum Austrieb angeregt und kleinere kahle Stellen verwachsen sich.

Unsere Tipps zum Rasen mähen:

  • Die optimale Schnitthöhe ist 4-6 cm im Herbst, denn zu tiefes Mähen erschwert die Regeneration der Pflanzen.
  • Mähen Sie Ihren Rasen regelmäßig.
  • Der Mäher sollte stets scharfe Messer haben.
  • Mähen Sie nur, wenn der Boden nicht zu nass ist, denn Verdichtungen durch zu hohe Belastung führen zur Bildung von Moos.
  • Je nach Wetterlage wird erst im November das letzte Mal gemäht, da Gräser noch bei Temperaturen um 10°C wachsen.

 

Rasen vertikutieren

Neben dem Frühling ist der Spätsommer die richtige Zeit für das Vertikutieren. Durch diese intensive Pflege entfernen Sie Moos und Rasenfilz und fördern die Durchlüftung des Bodens wesentlich. Nach der Intensiv-Kur können sich die Rasengräser wieder besser entfalten, das Wasser wird im Boden gespeichert und die Nährstoffe leichter verfügbar gemacht.

Unsere Tipps zum Vertikutieren:

  • Achten Sie darauf, dass der Boden weder zu nass noch zu trocken ist.
  • Arbeiten Sie den Rasen sorgfältig durch.
  • Kleine Flächen können Sie mit einem Rechen auflockern.
  • Verzichten Sie nach dem Vertikutieren auf starke Beanspruchung.
  • Für einen schönen Rasen ist es wichtig, dass Sie nach dem Vertikutieren regelmäßig bewässern und bei Bedarf nachsäen.
  • Für einen perfekten Rasen sollte ein zweites Mal im Frühjahr vertikutiert werden.
  • Ein Vertikutieren im Spätsommer ersetzt das Frühjahrsvertikutieren nicht.
  • Tun Sie Ihrem Rasen mindestens einmal im Jahr etwas Gutes und entfernen Sie Rasenfilz, Moos und anderes Schnittgut durch Vertikutieren. Die Intensiv-Kur für den Rasen gehört zu den wichtigsten Rasenpflegemaßnahmen und sorgt dafür, dass die Gräser wieder ausreichend Luft, Feuchtigkeit und Nährstoffe erhalten.
  • Wussten Sie, dass Sie Vertikutierer auch als Mietgeräte leihen können oder unsere Gärtner der Dienstleistung den Service durchführen. Mehr dazu erfahren Sie hier. Gerne helfen wir auch bei Rasenerneuerungen oder Neuanlagen.

 

Was tun wenn alle Rasenpflege nicht hilft?

Zeigt Ihr brauner Rasen trotz intensivem Wässern nach 2-3 Wochen kein neues Grün, sind die Wurzeln durch die Strapazen des Sommers geschädigt und die Gräser können nicht regenerieren. Bei ausreichender Wärme bietet sich eine Neuanlage noch vor dem Winter an. Der ideale Zeitpunkt den alten Rasen zu entfernen und neuen Rasensamen auszubringen ist von August bis Ende September und von März bis Mai.

Unsere Anleitung zur Neuanlage:

  • Im ersten Schritt entfernen Sie den bestehenden Rasen wurzeltief, beseitigen das abgestorbene Gras vollständig und lockern den Untergrund tiefgründig auf.
  • Als nächstes verwenden Sie großzügig Rasenerde und arbeiten diese ein.
  • Im nächsten Schritt wird der Untergrund geglättet und mit einer Walze leicht verdichtet.
  • Nun kann die Aussaat erfolgen. Beachten Sie, dass Gräser Lichtkeimer sind, daher sollte das Saatgut nicht zu tief in den Boden eingearbeitet werden und auch nicht mit Erde bedeckt sein.
  • Abschließend muss die Nachsaat ohne großen Druck bewässert werden.
  • Achten Sie bei Sonne darf, dass die Fläche nie austrocknet.
  • Vermeiden Sie zunächst den neuen Rasen zu begehen. 

 

Unser Profi-Tipp: Mit einer speziellen Nachsaat-Mischung erhalten Sie innerhalb kürzester Zeit einen grünen Teppich. Vertikutieren Sie die beschädigten Stellen gründlich. Die Nachsaat-Mischungen enthält Gräsersorten, die sich gut gegen das alte Wurzelwerk behaupten können und so als schnelle Reparatur fungieren. Auch große Rasenflächen lassen sich so retten und einfach reaktivieren.

 

Die Zeit für die Pflege zahlt sich aus und bereits im kommenden Frühjahr benötigt die Rasenfläche weniger Pflege. Geben Sie dem Grün jetzt die volle Aufmerksamkeit und fördern die Regeneration, wie Sie es auch in der Natur erleben können. Lesen Sie hier, wenn Sie mehr zum Thema Rasen erfahren möchten, denn ein gepflegter Rasen ist das ganze Jahr über ein Gewinn für den eigenen Garten.

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