Rosenbegleiter – die passenden Partner

Erfahren Sie in diesem Blog die richtige Wahl der Pflanzen, welche sich gut zu Rosen gesellen & welche Vorteile eine gemischte Pflanzung hat.

Die volle Schönheit von Rosen entfaltet sich erst durch die passende Begleitpflanze. Neben Stauden eignen sich viele verschiedene Pflanzen als Partner. Durch die geschickte Mischung der Sorten wird die Königin der Blumen in den Mittelpunkt gerückt und ein lebendiges sowie vielfältiges Bild entsteht in Ihrem Garten. Mit einjährigen Pflanzen können Sie jedes Jahr neue Farbkombinationen und Stilrichtungen im Beet ausprobieren. Eine Mischung aus Stauden oder Gehölzen hat den Vorteil, dass Sie die Bepflanzung nur einmal vornehmen müssen und in den nächsten Jahren die Rosenbeete genießen können. Erfahren Sie in diesem Blog, was es bei der Auswahl der Pflanzen zu beachten gilt, welche Pflanzen sich besonders als Partner eignen und welche Vorteile eine gemischte Pflanzung hat. Auch für kleine Gärten und Gefäße gilt es, die richtigen Rosenbegleiter zu finden.

Wie finde ich die richtigen Rosenbegleiter?

  • Ideale Rosenbegleiter sind besonders Pflanzen, die ähnliche Standortansprüche haben. Rosen bevorzugen einen nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden in warmer, sonniger Lage. Daher müssen die ausgewählten Rosenpartner die selben Ansprüche an den Standort stellen. Pflanzen die trockenen Boden bevorzugen sind nicht so gut geeignet.
  • Rosenbegleiter sind Pflanzen, die durch ihren Wuchs, ihre Form, die Blatt- oder Blütenfarbe und Blütezeit die Königin der Blumen optisch unterstützen. Optimal sind Pflanzen, die nicht in Konkurrenz stehen, blühend die Gehölze umspielen und nicht dominieren. Die Rose behält dadurch ihre markante Rolle und wirkt durch das harmonische Arrangement ausdrucksstark.
  • Durch die Rosenbegleiter lassen sich malerische Rosenbeete gestalten. Entweder Sie entscheiden sich für eine Ton-in-Ton-Pflanzung, für schöne Kontraste oder romantisch verspielte Arrangements. Die Möglichkeiten sind vielfältig und für jeden Geschmack gibt es die passende Pflanzenkombination.
  • Die Rosenblüte wirkt am besten vor einem grünen oder weißen Hintergrund. Daher ist eine Rosenpflanzung in der Nähe einer Hauswand oder Mauer oft ideal.

Unser Gärtner-Tipps zur Pflanzung von Rosenbegleitern:

  • Rosen bevorzugen einen offenen Boden und keine direkte Konkurrenz. Daher ist es wichtig, dass Sie Stauden, Gehölze, Kräuter, einjährige Pflanzen und Zwiebelpflanzen mit etwas Abstand zueinander gepflanzt werden.
  • Mit einer gemischten Pflanzung erreichen Sie, dass Rosenstöcke, die etwas kahl sind, trotzdem gemeinsam ein gutes Bild abgeben. Auch Saisonpflanzen wie Zauberschnee, Lobelien oder Husarenköpfchen sind hierfür bestens geeignet.

Welche Pflanzen eignen sich zur Kombination mit Rosenpflanzen?

Nachfolgende Farbsortierung soll Ihnen die Auswahl an geeigneten Begleitern erleichtern. Jede Farbe bringt eine besondere Wirkung in die Gartengestaltung und setzt die Blütengehölze anders in Pose.

Farbe Stauden Gehölze  Einjährige Pflanzen
Weiß Sumpfschafgarbe, Schleierkraut, Flammenblume, Margerite, Rittersporn, Feinstrahlaster Clematis (der Schnittgruppe 3) wie z. B. Clematis viticella, damit sie zur gleichen Zeit blühen), duftender Bauernjasmin Zauberschnee, Schleierkraut, Steinkraut, Cosmea
Gelb Schafgarbe, Mädchenauge, Sonnenhut, Heiligenkraut, Frauenmantel, Herbst-Chrysanthemen Johanniskraut Husarenköpfchen, Bidens, Strohblumen, Ringelblumen
Orange Flammenblume, Herbst-Chrysantheme, Nelkenwurz, Fackellilie

 

Kapuzinerkresse, Tagetes, Ringelblumen
Rot Indianernessel, Mohn, Sterndolde, Brennende Liebe Clematis, rotlaubige Gehölze wie Roter Holunder, Perückenstrauch oder Blasenstrauch Feuersalbei
Rosa Spornblume, Sonnenhut, Prachtscharte, Pfingstrosen, Flammenblume RosaZwergspiere, Clematis Cosmea
Blau/ Lila Akelei, Katzenminze, Rittersporn, Glockenblume, Zierlauch, Storchschnabel, Ehrenpreis Blauraute, Bartblume, Clematis Lobelien, Scaevola, einjähriger Rittersporn, Jungfer im Grünen
Grün Gräser, Kräuter Zwergkoniferen, Glanzmispel  einjährige Gräser


Kombinieren Sie im Garten einfach Blumen Ihrer Wahl.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, denn viele Sorten passen dazu. Durch die Blütenfarbe der Begleitpflanze wird die Wirkung des Rosenbeetes wesentlich beeinflusst. Das gemischte Arrangement im Beet wirkt dank passender Rosenbegleiter über Monate ansprechend. Wählen Sie nicht nur Sorten mit gefüllten Blüten, denn der Nutzen bei einfacher Blütenform ist für Insekten wesentlich größer als bei gefüllten Arten. Insektenfreundliche Pflanzen, die lange blühen, können einen maßgeblichen Beitrag zum Schutz der heimischen Fauna darstellen. Beispiele hierfür sind Katzenminze, Salbei, Zitronenmelisse, Minze und vieles mehr. Häufig enthalten diese Stauden auch ätherische Öle, die auf natürliche Art und Weise unerwünschte Schädlinge fernhalten. Wenn Sie die Blüten nach dem 1. Flor an den Rosenbegleitern abschneiden, kommt es innerhalb weniger Wochen zur Nachblüte.


Romantische Wirkung:
Verbindung mit zarten Pastelltönen, cremefarben oder weiß

Kontrastreiche Wirkung: rot-gelb, orange-blau oder rot-weiß-blaue Farbzusammenstellung (Komplementärfarben)

Edle Wirkung: einfarbige Rosen, gemischt mit Pflanzen mit silbrigem Laub oder weißen Blüte

TOP 5 Rosenbegleiter

Gartensalbei, lilaGartensalbei
Katzenminze, lilaKatzenminze
Storchschnabel, pinkStorchschnabel
Frauenmantel, gelb, grünFrauenmantel
Schleierkraut, weißSchleierkraut
 

Welche Vorteile ergeben sich durch eine gemischte Pflanzung?

Ganz egal, für welches Arrangement Sie sich entschieden haben, neben dem optischen Gesamtbild hat die Mischung mit den Begleitpflanzen weitere Vorteile.

  • Viele Sorten der Rosen wirken erst durch die Kombination mit anderen Pflanzen.
  • Dank der Mischung der  unterschiedlichen Pflanzenarten bilden sich geschlossene Flächen, die den Bewuchs von Unkraut im Beet unterdrücken.
  • Blühende Stauden, wie beispielsweise blühender Rittersporn, Glockenblumen oder Katzenminze, bringen vor der Rosenblüte Farbe in den Garten.
  • Nach der Blüte können passende Begleiter die Zeit bis zum 2. Blütenflor der Rosen mit üppiger Blütenpracht überbrücken. Eine lange Blütezeit haben Lavendel, Katzenminze und Storchschnabel.
  • Begleitpflanzen können Nützlinge anlocken und so drohenden Schädlingsbefall minimieren.

 

Blühende Rosen und Lavendel – sind das wirklich optimale Partner?

Optisch ergibt die Kombination mit Lavendel ein malerisches Bild und sind oft der Inbegriff der klassischen Kombination. Steht der Lavendel voll in Blüte, harmoniert der Blauton mit allen Rosensorten. Nach der Blüte ergibt sich mit dem silbergrauen Laub ein stimmiges Bild. In Bezug auf die Standortbedingungen harmonieren das Gehölze und die Staude nicht wirklich. So bevorzugt die Lavendelpflanze einen leichten, lockeren und sandigen Boden, die Gehölze dagegen lieben nährstoffreichen Boden. Möchten Sie dennoch die klassische Mischung pflanzen, so gilt es, die beiden Pflanzenarten mit etwas Abstand zueinander zu pflanzen und mit Fingerspitzengefühl zu wässern. Hat sich das Blütengehölz etabliert, kann die gemischte Pflanzung funktionieren, denn als Tiefwurzler findet das Gehölz dann ausreichend Wasser. Wichtig ist, dass der Lavendel nicht zu stark gegossen wird. Achten Sie außerdem darauf, dass der Anspruch an Nährstoffen unterschiedlich hoch ist.

Unser Gärtnertipp: Pflanzen Sie Katzenminze oder Storchschnabel als Lavendel-Ersatz. Beide Staudenarten haben gleiche Ansprüche wie eine Rose, sind winterhart und fühlen sich als Begleiter wohl.

Rosen und Clematis (Waldrebe)  – ein Traumpaar für Gartenliebhaber

Mit dem richtigen Wissen und einem grünen Daumen wird das Duo Rose und Waldrebe zum absoluten Höhepunkt in Ihrem Garten. Möchten Sie diese Kombination im eigenen Garten genießen, ist die Planung wichtig, um den Standort und die passenden Partner auszuwählen. Standorte im Südosten oder Südwesten sind optimal, denn an vollsonnigen Standorten kann es zu unerwünschtem Hitzestau kommen. Pflanzen Sie die Gehölze mit zeitlichem Abstand. Erst wenn sich die Rose etabliert hat, wird die Clematispflanze gepflanzt. Gut zusammen passen öfterblühende Kletterrosen und Clematis der Schnittgruppe 3 ( z. B. Viticella-Gruppe).

Unser Gärtnertipp: Beachten Sie, dass Waldreben einen "schattigen Fuß" benötigen. Daher empfehlen wir, dass Sie vor die Kletterpflanze eine buschige Staude pflanzen oder mit Rindenmulch für kühlere Bedingungen sorgen sollten.