
Thymian ist nicht nur eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten, sondern auch eine interessante Gewürzpflanze. Es gibt kaum eine Speise, zu der Thymian nicht passen würde. Wer die mediterrane Küche liebt, kommt ohne das aromatische Kraut nicht aus. Thymian hat die Landesküche des Südens wesentlich geprägt. Das würzige Kraut passt ideal zu Gemüse, Fleisch, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.
Zitronenthymian ist idealer Begleiter zu Fisch und Eierspeisen; Orangenthymian passt hervorragend zu Süßspeisen. Die Auswahl an verschiedenen Sorten und Arten ist riesig.
Thymian ist eine polsterbildende Staude, stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört in die Familie der Lippenblütler.
Bereits die alten Griechen gaben dem niedrigen, duftenden Kraut seinen Namen. Thymos bedeutet Kraft und Mut. Somit wird seiner inneren Stärke alle Hochachtung zum Ausdruck gebracht. Thymian ist schon sehr lange in mitteleuropäischen Gärten zu Hause. Benediktiner-Mönche brachten das Kraut aus ihrer südlichen Heimat in die raueren und regenreichen Gefilde nördlich der Alpen. Hier wurde der kleine, teils holzige Strauch zwar heimisch, doch die kalten Winter schaden teilweise seiner Gestalt. Dennoch kann Thymian, bei einer Pflanzung im Frühjahr, als winterharte Gartenstaude bezeichnet werden. Für ein gutes Wachstum benötigt Thymian gut durchlässigen Boden an einem sonnigen und warmen Standort.
Diese Gewürz- und Heilpflanze blüht je nach Art im Juni - August zartlila oder weiß.
Thymian kann das ganze Jahr beerntet werden. Verwenden Sie zum Ernten am Besten eine Schere. Regelmäßiges Ernten fördert auch die Verzweigung.
Kurz vor oder während der Blüte ist der Thymianduft am intensivsten. Zweige die kurz vor der Blüte geschnitten werden, können gut getrocknet bis zum Winter aufbewahrt werden. Sie behalten lange ihren Duft und können als Teekraut, Gewürz oder zum Räuchern verwendet werden.
Da er auch besonders auf den Magen und die Verdauung wirkt, nimmt man Thymian oft als Gewürz bei fettem Braten. Getrockneter Thymian sollte möglichst früh in die Sauce gegeben werden, denn er gibt erst beim Kochen sein volles Aroma ab. Um die Vitamine zu erhalten, wird frischer Thymian erst kurz vor dem Servieren in das Gericht gegeben. Frischer Thymian hat durch die ätherischen Öle ein sehr kräftiges Aroma.